Bei 25° genau auf 360°

11. August 2010

       Foto: Die Verbereitung muss peinlich genau sein, um tolle Bilder zu bekommen

Eine schöne Panoramaaufnahme von den Geschäftsräumen finde ich immer sehr ansprechend und transparent. Der Betrachter kann sich ein genaues Bild von den Räumlichkeiten machen und selber mit einem Mausklick entscheiden, was er sehen möchte.
Heute haben wir nun mehrere solcher „360°- Aufnahmen“ machen lassen, die wir in die neue Homepage einfliesen lassen wollen. Unsere Verkaufsräume sind am Mittwochnachmittag geschlossen, so dass die Aufnahmen ungestört gemachte werden konnten. Ina-Maria Meckies von der Firma Immidea hat nun alles im Bild festgehalten. Dabei wurde sehr peinlich darauf geachtet, dass alle Gegenstände richtig stehen und kein störendes Teilchen zu sehen ist. Für die Außenaufnahmen war sogar die Sonne bestellt.
Bald wird die neune Homepage fertig sein, mit den neuen 360° Bildern. Das wird richtig schick werden! Nur noch ein paar Mal schlafen und dann ist die Relaunch zu sehen. Freuen Sie sich darauf, putzen Sie den Bildschirm und gehen Sie nicht hungrig an den PC.

Kunden unerwünscht

9. August 2010

Zugegeben, einen Großteil unserer Waren wird vom Hersteller, vom Lieferanten oder vom Paketdienst gebracht. Es gibt aber auch Produkte, die wir gerne mit eigenen Fahrzeugen abholen, weil die Ware so frischer und die Qualität einen Tick besser ist.

So stand heut um 4:15 Uhr schon der LKW mit frischem  Fleisch auf dem Hof und gegen 5:00 Uhr kam der Frischdienst mit Salaten, Tiefkühlprodukten und frische geschälten Kartoffeln. Das klappt ganz wunderbar, weil wir so morgens zeitig mit den besten Produkten anfangen können.

Letzte Woche haben wir – wie gewohnt – auch unser Putenfleisch mit dem Kühlwagen abgeholt. Das ist nicht die große Menge, aber die Abholung liegt auf den Weg mit anderen Botendiensten. Es wird sicherlich meine letzte Abholung dort gewesen sein, denn wie man jetzt als Kunde dort behandelt wird, grenzt an die Machenschaften der ehemaligen DDR Grenze.

Fahrzeug bis an den geschlossenen Schlagbaum fahren – aussteigen und um das Wärterhäuschen laufen – anstellen – Begrüßung – handschriftlich in eine Liste eintragen [ Kfz-Kennzeichnen, Vorname, Zuname, Firma, Uhrzeit, was-wollen-sie-hier...] zurück zum Wagen – starten – zum Ausgabetor fahren – anmelden – warten – Ware in Empfang nehmen – Unterschrift – zurück zum Schlagbaum – aussteigen – ins Häuschen zum Uniformierten – warten – in die Liste die Anmeldung suchen –  Ausfahrtzeit eintragen – dummen Spruch anhören müssen – Gelände freudig unter dem Schlagbaum verlassen.

Ich hasse solche Einrichtungen wie ein “Bulle das rote Tuch”. Bei einer anderen Firma werden wir mit Fahrzeug nach der schriftlichen Anmeldung auch noch gefilmt und gewogen. Das Fahrzeuggewicht wird später mit dem Lieferschein abgeglichen…

Mag ja sein, das der „Werksschutz“ für die großen Firmen wichtig ist und der Personenfluss auf dem Betriebsgelände geordnet werden muss – aber ich habe für solche Spielchen keine Zeit und bestelle in Zukunft beim Großhändler. Für mich bedeutet ein Schlagbaum: „Lieber Kunde. Sie sind hier nicht erwünscht. Bleiben Sie draußen!“

Foto: Ludger Freese, Red Bull Formel 1- 2008 von Sebastian Vettel

Loyale Kunden – wir sagen danke

8. August 2010

Wie schon hier im Blog erklärt, haben wir alle unsere „Kreditkartenkunden“ einen persönlichen Brief geschrieben. Darin haben wir unsere Kunden darum gebeten, einmal zu prüfen, ob die Kreditkartenzahlung nach der Bestellung auf „mybratwurst.de“ auch tatsächlich erfolgt ist.
Wir haben sehr viele positive Rückmeldung von unseren Kunden bekommen. Vielen ist es gar nicht aufgefallen das nicht abgebucht wurde, einige haben angerufen, andere haben uns ihre Kontoauszüge geschickt und von anderen Feinschmeckern haben wir eine nette Mail bekommen. Bei allen möchte ich mich ganz herzlich bedanken. Sie alle haben Zeit geopfert und ihre Kontoauszüge durchforstet. Das ist nicht selbstverständlich. Uns zeigt es aber, dass wir sehr loyale Online-Shopkunden haben. Jeder Kunde der seine Zahlung auch nachholt, bekommt von uns ein kleines Paket zugeschickt mit einem „Dankeschön-Schinken“.
Eine sehr nette Mail habe ich von Ralph Hufnagl aus Berlin erhalten, die ich exemplarisch für alle andern Nachrichten hier veröffentlichen darf. Danke Herr Hufnagl.

lieber herr freese,
besten dank für die köstlichen sachen ! anderes hatte ich, ehrlich gesagt, auch nicht erwartet. ich kranke, obwohl ich in berlin lebe, an akkutem “fleischermangel”. man solls nicht glauben, aber in berlin lichtenberg, alt-friedrichsfelde, gibt es weit und breit keinen fleischer. um einen anständigen aufzusuchen, muß ich mich jedesmal 1 bis 2 std. in die city begeben und wenn ich pech habe, ist das, worauf wir appetit haben, gerade nicht vorrätig. so “reise” ich z.b. extra nach berlin-neukölln, um beim türken frische lammkeule oder – schulter zu kaufen. etc. etc..
da ich in berlin auf ein auto verzichte, bleibt mir nur das 3 – 4-malige umsteigen und retour …
um so mehr schätze ich nun ihre bekanntschaft und werde sicherlich wiederholt davon gebrauch machen.
ihr zufriedener kunde,
ralph hufnagl

Das Stoppelmarkt-Revival-Buffet

5. August 2010

In der Region „Oldenburger Münsterland“ gehen die Uhren bekanntlich etwas anders. Die Boomregion ist bekannt für den wirtschaftlichen Erfolg und die geringe Arbeitslosenzahl. (Visbek:  ca. 2,5%)
Dass die Region auch mächtig feiern kann, zeigt der Stoppelmarkt vom 12 – 17. August in Vechta – das Ereignis schlechthin. Der Stoppelmarkt gilt sogar als Zeitgrenze! (Handwerker: Vor und nach dem Stoppelmarkt)
Es kommen in diesem Jahr auch wieder knapp 800.000 Besucher aus aller Welt zum Fest. Der Montag ist einfach Pflichtprogramm! Logisch, dass wir auch einen kleinen Bratwurststand auf dem Fest haben. Es gibt aber auch Menschen, die vor dem Markt flüchten (Urlaub) oder privat feiern. Für diese Gruppe bieten wir nun ein spezielles Monatsangebot im Party-Service an: Das „Stoppelmarkt-Revival-Buffet“ (Liebe Freunde vom Stoppelblog: Das müsst ihr nun aushalten- sorry!)
Das Buffet wird auch über Stoppelmarkt ausgeliefert. (außer Stoppelmarktsonntag und Montag :-) )

Vorspeise: Melone mit gebratenen Schinken und Crissinistangen. Haupt-Buffet: Rinderschmorbraten mit frischen Pfifferlingen. Putenschnitzel mit Curryfrüchten, Bratkartoffeln, Gourmetkartoffeln
Speckböhnchen im Mantel, Blumenkohl, Mischsalat mit Dressing, Dessert-Buffet: Portweinpflaumen auf Vanillecreme.
Der Preis für das Buffet: 10 Glas Bier! Unglaublich – oder? (13,50 € )
Ich wünsche uns dennoch eine schöne gemeinsame Stoppelmarktzeit und –wenn wir uns treffen – eine gemütliche Runde. :-)

Knallgrau bis Verkehrsrot

4. August 2010

  Foto:  Zwei Stücke Rindfleisch. Links eine Rinderhüfte  frisch zugeschnitten und nicht begast – rechts eine Stück Roastbeef, dass ich einige Tage in der Kühltheke hatte. (auch nicht begast)

Aufgrund der Aktion von Foodwatch „Außen rosig-frisch innen zäh und ranzig“ und des Berichts von Spiegel online (2.August 2010) hat meine Lokalzeitung heute ebenfalls einen Beitrag zu dem Thema verfasst.
Es geht um die Begasung von Frischfleisch in „Schutzatmosphäre“-Packungen (was für ein gelungenes Wort!) die dem Verbraucher optisch frisches Fleisch „vortäuscht“. Ich schreibe „vortäuscht“ bewusst in Gänsefüßchen, weil ich nicht unterstellen möchte, dass dieses Fleisch in den Regalen der Discounter und Märkte nicht frisch ist.

Fleisch in den Kühlregalen der Selbstbedienungstheken liegt dort schon geschnitten und portioniert. Diese luftdichten Plastikschalen werden mit einem speziellen Gasgemisch gefüllt, das die rosige Farbe des Fleisches über Tage erhalten bleibt. Der hochgradig angereichte Sauerstoff sorgt dafür, dass der Muskelfarbstoff Myoglobin über Tage unverändert bleibt. Lagere ich herkömmliches Fleisch (Theke, Kühlraum etc.) wird es vom natürlichen Sauerstoff nach einigen Tagen dunkel. Besonders bei Rindfleisch passiert das schnell und intensiv. Das Fleisch ist nicht schlecht, sondern sieht nur dunkel aus. Der Kunde mag diese Optik nicht und kauft darum das Fleisch nicht. Kenner schätzen jedoch z.B. dunkles Rindfleisch, weil sie fast sicher sein können, dass dieses Fleisch abgehangen ist.
Verpacke ich das Fleisch in dieser „Modifield Atmosphere Packung“ mit einem hohen Sauerstoffanteil (High O2-MAP), so bleibt es rot. Der Kunde kann also nicht altes und frisches Fleisch unterscheiden, weil alles gleich aussieht. Aus meiner Sicht ist das eine Täuschung, weil ich durch eine technische Behandlung des Fleisches eine „Frische-Illusion“ vortäusche.

Auf dem Foto oben habe ich ein Roastbeef (dunkel) dass ich schon einige Tage offen liegen hatte. Die Luft hat es gräulich-braun gefärbt. Das Stück ist butterzart und voll genusstauglich. Der Kunde wird aber fast zu 100% das Hüftsteak daneben kaufen, weil es schön rot leuchtet. wir müssen uns also nicht von der Optik immer täuschen lassen, denn unsere Sinnesorgane (riechen, schmecken, fühlen, sehen…) sind die besten Parameter für unser Wohlergehen. Den ganzen Beitrag lesen »

Kaltverformung

3. August 2010

   Foto: So steht das Auto in der Werkstatt

„Es gibt Tage, da verliert man…!“ – diesen Ausspruch kennen Sie sicherlich. Am vergangenen Samstag war so ein Tag. Es fing damit an, dass ein Bekannter von uns den großen Holzkohlegrill ausleihen wollte. Da das Gerät sehr groß und sperrig ist, wollte er unseren VW-Transporter ausleihen. Zwischendurch hatten wir zwei große und anstrengende Buffets auszuliefern, die mit den anderen Fahrzeugen ausgeliefert wurden. Gegen 13 Uhr ging das Telefon: „Kannst du mal kommen, ich habe mit dem VW-Transporter einen Unfall gehabt!“ Ich war gerade bei einem weiteren Buffet, das ich ausliefern wollte. Schnell bin ich zum Unfallort Richtung Vechta gefahren.
Von Weitem sah ich schon einige Rettungswagen, Polizei und viele Blinklichter…Ich ahnte Böses…!
Mein Bekannter hat mit unserem Auto einen Mercedes überholt, der gerade abbiegen wollte. Dabei haben sich die Fahrzeuge berührt. Der Mercedes landete im Straßengraben mit drei leicht verletzten Personen. Der Fahrer unseres Fahrzeuges hatte sich durch das Airbag ein wenig verletzt. Beide Fahrzeuge waren völlig zerstört. Zum Glück waren alle Personen ansprechbar. Die Autos sind alle bezahlbar.
Woher sollte ich so schnell ein neues Fahrzeug nehmen? die weiteren Buffets am Abend verlangten drei Auslieferungsautos…! Nach vielem telefonieren konnte ich vom Frischdienst Wilkens ein Kühlauto ausleihen. Danke für die spontane Unterstützung Heinz.

Der Abend verlief dann weiter hektisch und mit lauter kleinen Fehlern mit den Buffets. Das war einfach nicht unser Tag. Jetzt steht das nächste Wochenende vor der Tür und ein Auto wird uns fehlen…

Achtung: Aufnahme

2. August 2010

   Foto: Aufnahme in der Beratungsecke

Wenn die Kamera bei uns läuft, ist das für unsere Mitarbeiter oder Kunden schon ein gewohntes Bild. Sie kennen das. Heute war die Agentur Casting Concept mit dem Kameramann Sven Kühne bei uns, um einige Bilder einzufangen. Der SWR startet eine neue Quizshow, bei der verschiedene Berufsgruppen mit je vier Personen gegeneinander antreten. Die Sendung wird am 13. August in Baden-Baden aufgezeichnet. Wir haben an verschiedenen Standorten im Betrieb gedreht (Küche, Laden und Beratungsecke) Die Quizfragen waren leider nicht so einfach. Die meisten Fragen konnte ich nicht beantworten. Wie heißt der geschiedene Mann von Madonna? Wie heißt das 3.Kapitel in der Bibel? Wie heißt der längst Fluss in Europa? Welche belgische Stadt steht als Symbol für Wellness?…usw. Egal –ich hoffe nur, dass die Filmaufnahmen der Aufnahmeleitung gefällt, denn ich würde gerne für unsere Berufsgruppe starten. Ich werde hier aktuell berichten.

Was kostet eigentlich…?

1. August 2010

                             Foto: Wattestäbchen, so teuer wie ein Rinderfilet

Was kostet eigentlich…? Mit dieser neuen Aktion, wollen wir das Bewusstsein wecken. Ich stelle in unserer wöchentlichen Zeitungsanzeige immer ein Produkt in den Mittelpunkt, das mit unseren Angeboten nichts zu tun hat. Diesen Artikel zeichnen wir mit einem Kilopreis aus – so als ob es bei uns an der Ladentheke ausgewogen wird. Ich  beginne in dieser Woche mit Wattestäbchen. Die Dose mit 200 Stäbchen kostet im Drogeriemarkt 2,29 €. Wiege ich nun die Wattestäbchen mit der Ladenwaage aus, komme ich auf einen Preis von 47,80€/kg!!! (Zum Vergleich: Rinderfilet kostet bei uns 48,00€/kg) Wer hätte das gedacht?

Ein weiteres Beispiel: 23 Zigaretten kosten 5,00 €. Eine Zigarette wiegt 2g, das sind 46g je Packung. Ausgewogen entspricht das: 108,67 €/kg! Stellen Sie sich einmal das Angebot vor: „Das besondere Angebot: Malbiro -  heute nur 105,00€ je Kilo…“
Ich möchte damit aufzeigen, wie günstig Fleisch und Wurst angeboten wird und wie preiswert Lebensmittel geworden sind. Ich bin auf die Rückmeldung schon jetzt sehr gespannt.

Die richtige Schärfe

30. Juli 2010

 

Gulaschsuppe muss einfach einen harmonischen, scharfen Geschmack haben. Dabei darf – nach meiner Meinung – kein Gewürz zu stark hervorschmecken. Daher schmecke ich meine Gulaschsuppe immer gerne selber ab. Wir bieten die Suppe in Kochschläuchen und Dosen an. Auf vielen Partys ist die Suppe sehr beliebt. Eine tolle Bewertung hat unsere Suppe übrigens bei Ciao bekommen. Danke nochmals.
 
Ich komme auf das Thema Gulaschsuppe, weil mit in unserem Trockenlager drei große Flaschen Tabasco aufgefallen sind, die ordnungsgemäß aufgereiht im Regal standen. Wenn ich eine Tabascoflasche sehe, muss ich immer an diesen Spot denken. (obwohl unsere Suppe nicht so scharf ist) Wir würzen sonst eigentlich kaum Suppen oder Saucen mit Tabasco. Nur die Gulaschsuppe bekommt einige Tropfen und zusätzlich etwas Chiligewürz.

Ruheplatz

29. Juli 2010

Heute hatten wir im „Backstage“ sehr viel zu tun. Rouladen, Grillsteaks würzen und Saltimbocca Schnitzel mussten hergestellt werden. Christiane Rohe war ab 14 Uhr mit von der Partie und begann gleich mit dem Roastbeef-Spargelröllchen drehen. Sie redete wie ein Wasserfall. Ihr Mundwerk holte lauter neue Dinge hervor. Irgendwann ging uns das alle auf den Geist. Daraufhin habe ich gefragt: „Kannst Du mal 5 Minuten den Mund halten? Wetten Du schaffst das nicht…!“ Christiane war von einem auf dem anderen Moment ruhig. Es herrschte eine himmlische Ruhe. Alle grinsten und staunten nur, dass Christiane so lange ohne Wörter leben kann… Plötzlich ging Sie in den Laden und legte mit diesen Zettel vor….


Wir mussten alle köstlich lachen, weil Sie tatsächlich sechs Minuten nicht gesprochen hatte. Es war wie ein „Kurzurlaub“…