Die besonderen Kochkurse

8. Oktober 2019

Foto: Tolle Steaks präsentieren wir auf dem Kochkurs „Der große Amerika-Abend – welcome Beef!

Wir haben in diesem Jahr noch zwei große Kochkurse, die ich gerne vorstellen möchte, bevor der neue Kursplan für 2020 kommt.
Am 22.Oktober kochen wir amerikanisch. „Der große Amerika-Abend – welcome Beef!“. Da dieser Abend schon ausgebucht ist, gibt es zwei Tage später einen Zusatztermin. Am Donnerstag, den 24.Oktober ist der 2.Abend mit dem selben Thema. Was werden wir zubereiten? Natürlich Steaks, Spare Ribs, Burger, Pulled Pork und zahlreiche weitere Gerichte. Wir werden uns an diesem Abend nicht mit der Politik des Landes befassen, sondern nur mit Genussmomente.
Wer Lust hat, kann sich für den 24.Oktober noch anmelden. Wir beginnen um 19 Uhr. Weitere Infos dazu auf unserer Internetseite.

Ein weiterer besonderer Kurs findet am 21.November statt. „Weihnachtsküche – ganz entspannt kochen!“ Sie kennen das sicherlich, wenn zum Weihnachtsfest das Haus voller Gäste ist und man vor lauter Aufregung und Zeitmangel kaum etwas auf den Tisch bekommt. Wir zeigen leckere Gerichte, die sehr einfach und genussvoll nach zu kochen sind. Von der Suppe bis zum Dessert liegt das Hauptaugenmerk darauf, dass es einfach und lecker zuzubereiten ist. Denn am Weihnachtsfest gehört die Zeit der Familie und nicht der stundenlanger Küchenarbeit. Der Kurs ist immer sehr beliebt und daher auch oft ausgebucht. Auch an diesen Abend beginnen wir um 19 Uhr und versuchen mit dem Essen gegen 22:15 Uhr fertig zu sein. Alle Rezepte, Informationen gibt es natürlich dazu.

Wir würden uns sehr freuen, wenn sie Weihnachten sagen können: „Dieses Jahr hatte ich viel mehr Zeit und es war unglaublich lecker!“

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Eintöpfe des Nordens! Heute: Steckrübeneintopf

3. Oktober 2019

Foto: Das ist der Eintopf von Sascha mit viel Mettwurst und Kasseler.

Mit der Aktion „Eintöpfe des Nordens!“  habe ich Kunden aufgerufen, dass sie uns eine Rezeptur von Ihrem Lieblingseintopfs schicken. Wir kochen ihn dann nach uns stellen das Foto und das Rezept ins Blog. Sascha A. aus Visbek (Name wegen Datenschutz nicht vollständig) hat uns sein Rezept vom Steckrübeneintopf geschickt. Danke dafür…die Belohnung (verschiedene Eintöpfe von uns) bringe Euch persönlich rein. Wir wünschen viel Spaß beim Nachkochen.
Er schreibt uns:
Hier ein Rezept aus unserem Familienkochboch:
Steckrübeneintopf

1 Steckrübe
Kartoffeln
Fleisch nach Geschmack ( Bauch, Kasseler, grobe Bratwurst/Mettwurst…)
Salz, Pfeffer, Muskat

Steckrübe und Kartoffeln schälen und würfeln, verhältnis ca. 2/3 Rübe, 1/3 Kartoffeln, zusammen mit dem Fleisch im Topf gar kochen.
Das Fleisch rausnehmen.
Die Kartoffeln und Rüben stampfen würzen und zu dem Fleisch servieren.

Abwandlung:
Die gewürfelten Kartoffeln und Rüben mit dem Fleisch in Gemüsebrühe gar ziehen, das Fleisch würfeln und wieder in den Topf geben. Würzen, abschmecken,als Suppe/Eintopf servieren. Schönes Winteressen.
Gruß von
Sascha

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Eintöpfe des Nordens und Ihre Geschichten

25. September 2019

Foto: Erbsensuppe ist der Klassiker unter den Eintöpfen. Was ist Ihr Lieblingseintopf?

Wir kochen bei uns traditionell sehe viele Suppen und Eintöpfe. Der Mittwoch ist z.B. unser Eintopftag, an dem wir immer im großen Kessel die verschiedenen Eintöpfe kochen. Aber auch als Konserve kochen wir Suppen und Eintöpfe in Gläser und Dosen ein.

Da nun der Herbst vor der Tür steht, möchten wir regelmäßig norddeutsche Eintöpfe vorstellen, nach Ihren Rezepten. Sie mailen (Adresse steht unten) uns Ihr Eintopfrezept und wir kochen es nach. Von den jeweiligen Eintöpfen verfassen wir einen Blogbeitrag mit Foto vom Gericht, der Rezeptur und einer kleinen Geschichte zu dem Eintopf. Ihre Bemühungen sollen natürlich nicht umsonst sein. Jeder Eintopf der vorgestellt wird, erhält von uns zwei verschiedene Eintöpfe als Honorar zugeschickt. Die Aktion ist zunächst auf 10 Vorstellungen begrenzt.

So wird es gemacht:
1.    Rezeptur mit Ihrem besonderen Lieblingseintopf mailen: info@essideen.net
2.    Ihre Adresse nicht vergessen
3.    Wir kochen Ihren Eintopf nach und präsentieren dann alles hier im Blog.
4.    Sie erhalten das Eintopfpräsent von uns. (zugeschickt oder persönlich überbracht)

Eintöpfe des Nordens. Wir freuen uns auf kreative Ideen, Anregungen uns Rezepte, von denen später alles Leser/innen profitieren.

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Buchvorstellung: Genuss mit wachem Geist! New Cuts für tolle Steaks.

11. September 2019

Foto: Die “neuen Schnitte” oder “New Cuts vom Rind!”

Vor einiger Zeit bin ich nach Bochum zur Fa. Niggemann gefahren, (für mich wie ein kleiner Rungis, Paris) um dort einzukaufen. Christoph Grabowski ist dort Leiter der Fleischabteilung, Fleischermeister, diplomierter Fleischsommelier und jetzt auch Buchautor! Ich weiß gar nicht mehr genau, wie wir uns kennengelernt haben…ich glaube, er war bei uns im Betrieb, um Wagyu-Hackfleisch für einen Kunden durch den Wolf zu lassen. Ich weiß noch zu gut, dass er auf einem Samstagnachmittag bei uns war, wo bei uns der Bär steppte… (es passte eigentlich gar nicht). Egal, wir kannten uns aus dem Netz, und dass reicht mir völlig aus. Viel mehr wusste ich über Christoph auch nicht. Heute weiß ich, dass ich den “Fleisch-Flüsterer” und den Fachmann für neue Steaksorten bei mir hatte! Unglaublich! (Sorry Christoph, dass ich Dich damals nicht richtig eingestuft habe)

Später haben wir uns mehrfach getroffen, wie z.B. auf der Reeperbahn (Große Freiheit) bei einer Show des Magazins „BEEF“ mit Lucki Maurer oder in Bochum bei einer Verköstigung vom Kobe-Rind. Ich schwärme etwas über meinen Kollegen, weil er mich schlicht begeistert. Zur Buchvorstellung komme ich gleich noch – er ist auch noch Ausbilder in der Fleischerschule in Augsburg, hält sehr viele Vorträge im deutschsprachigen Raum über „New Cuts“ und schafft es zu dem noch, politisch aktiv zu sein. Warum kann er das? Ganz einfach: Weil Christoph seinen Beruf zur Leidenschaft gemacht hat! Wenn Journalisten mit ihm sprechen, wird sehr schnell klar, dass er aus dem Herzen spricht, Dinge klar anspricht und auch Missstände in der Branche erkennt und anprangert. Ein Handwerker, wie man sich ihn wünscht.

Beim Einkauf kamen wir ins Gespräch über „Gott-und-die-Welt“, wie es unter Kollegen üblich ist. „Hast du mein neues Buch schon?“, fragte er mehr beiläufig. Ich hatte die Buchvorstellung zwar auf Facebook und Co verfolgt, aber noch nicht gekauft!“ Jetzt liegt es vor mir. Ich stelle immer mal wieder Bücher hier im Blog vor, aber nur, wenn ich davon zu 100% überzeugt bin. „Neue Cuts vom Rind!“ heißt das 260-Seiten Werk, dass im DFV-Mediengruppe Fachbuch erschienen ist (ISBN 978-3-86641-326-9) Darin stellt der kreative Fleischer die neuen Schnitte für Rindfleisch vor, die sehr eindrucksvoll mit Bildern von Tobias Oehlke Photography dokumentiert werden. Mit dem Werk möchte er dem Fleischerhandwerk dienen!

Foto: Das Flanksteak habe ich früher für Gulasch verwendet – heute ein wertvolles Steakfleisch!

Die Grußworte sind von Kollegen geschrieben, die ich fast alle persönlich kenne: Tim Mälzer, Ludwig Maurer, Hendrik Haase, Heiko Brath, Dirk Ludwig und Jürgen David. Im Buch beginnt er damit, die unterschiedlichen Tierrassen vorzustellen (es gibt 48 verschiedene Rinderrassen in Deutschland! [und 12 verschiedene Schweinerassen]). Auf den Seiten werden dann die Teilstücke gezeigt und erklärt – die „New Cuts“ sind z.T. Stücke, von denen ich noch nie etwas gehört habe! (und ich bin seit dem 12.10.1981 Fleischermeister) Flapmeat, Cap of Rib-Eye oder New York Stripes sind Teilstücke, die wir bestenfalls für Hackfleisch genutzt haben, aber nicht für hochwertiges Steakfleisch! Das ist schon großes Kino – einige Stücke erkenne ich auch nach der Lektüre noch nicht. Ich musste beim Lesen oft an meinem Vater denken, der in meiner Lehrzeit oft Rinder geschlachtet hat, die (für mich) extrem verfettet waren. Heute ist so etwas kultig, marmoriertes Fleisch, zart und voller Genuss! Selbst das „Nierenzapfen-Stück“ habe ich als Hundefutter verschenkt, mein Vater hat es aber zubereitet. So ändern sich die Zeiten, so ändert sich der Zeitgeist.

Christoph geht noch sehr ausführlich auf die Fleischreifung ein – die für mich ein wichtiges Kapitel ist, weil dadurch ein Rindfleisch erst besonders wird. Auch unterschiedliche Garmethoden (Sous-vide, Kochen, Schmoren, Roh-u. Kaltgaren, Braten, Grillen…) werden vom Fleischsommelier sehr ausführlich erklärt. Rezepte findet man nicht im Buch.

Mit dem Buch hat Christoph Grabowski eine Revolution im Fleischer-Handwerk gestartet. Er beschreibt sehr eindrucksvoll, wie man „Genuss mit wachem Geist“ leben kann, dabei den Respekt zum Tier verbindet und das ganze Tier als Edelteil erkennt. Wie unsere Väter es vorgelebt haben erkennt er sehr schön, dass eine Wertschätzung und ein achtsamer Umgang mit dem Tier wichtig ist.
Danke Christoph, für Dein Lebenswerk.

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Wie aus Wind, Wellen und Genuss Freundschaften entstehen

21. August 2019

Der Segeltörn 2019 liegt hinter uns und war mal wieder ein sehr erfolgreiches Event. Ich weiß bei solchen eindrucksvollen Veranstaltungen gar nicht, was ich Besonderes darüberschreiben soll, weil ja alles einen einmaligen Charakter hat.  Für mich zählt vor der Reise die Planung und Organisation als eine echte Herausforderung, weil ich 1. etwas sehr Genussvolles bieten möchte – 2. ich nichts vergessen darf und 3. meine Planung so abstimmen muss, dass ich die Kühlkapazität und die Küchenauslastung mit einbeziehen muss.

Foto: Obst gehört auch dazu

Schon einige Wochen vor der Reise hatte ich die Teilnehmer zu einem „Kennenlern-Abend“ eingeladen. Nicht alle Gäste konnten daran teilnehmen, aber es war mir sehr schnell klar, dass sich alle gut verstehen. Das ist wichtig, weil wir gemeinsam auf einem engen Raum für fast drei Tage auskommen müssen. Die Planung stand irgendwann und die Lebensmittel, Getränke, Beilagen und Utensilien wurden für die Reisen nach Harlingen (Holland) gepackt. Im Hafen von Harlingen habe ich dann zusammen mit meinem Schwager Paul das Empfangsbuffet aufgebaut. Die Begrüßung der Teilnehmer war sehr herzlich und voller Vorfreude. Schnell war alles auf der „Poseidon“ verstaut und noch am selben Abend konnten wir bei herrlichem Segelwetter zur Insel Vlieland auslaufen. Skipper Nico und seine Crew gab uns eine Einweisung auf dem Großsegler und kündigte eine Ankunftszeit von etwa 22 Uhr an. Das bedeutet für mich, mit den Vorbereitungen unter Deck in der Küche sofort zu beginnen, denn wir wollten vorher noch genüsslich essen. Da das Motto der Reise „Genuss-unter-Segel“ lautet, wurden die Gerichte auch sorgfältig ausgewählt und zubereitet. Am ersten Abend gab es ein Karree vom Iberico-Schwein, dazu Kräuterseitlinge, Kartoffelpüree, Salate mit Dressing-Saucen, Brot und für unsere vegetarischen Gäste eine Extrabeilage.  An Getränken wurde Becks-Bier, Ramazotti, badischer Rot-und Weißwein, Sekt sowie alkoholfreie Getränke gereicht. Die Teilnehmer hatten sich sehr schnell als Team gefunden und den Abend bis in den sehr frühen Morgenstunden gefeiert…

Foto: Liegeplatz im Hafen von Vlieland

Foto. Frühstück ist die 1.Klasse des Tages

Am Samstag wurde ein üppiges Frühstücksbuffet zubereitet, das von gebackenen Brötchen, Krabben Joghurt, Wurst–u. Käsespezialitäten bis zum Rührei reichte. Da wir gegen 12 Uhr wieder in See stechen wollten, blieb noch Zeit für eine kurze Inselerkundung. Die Insel hat sehr viele schöne Fleckchen. Bei herrlichem Segelwetter bei Windstärke 6 – 7 und Sonnenschein segelten wir in Richtung Terschelling. Zu Mittag wurden Schnitzel und Kartoffelsalat gereicht.
Foto: Landgang mit viele tollen Fotomotiven


Der Hafen auf Terschelling liegt direkt am Stadtzentrum. Wir trafen dort so ein, dass noch Zeit zum Schoppen blieb. Skipper Nico hatte den Mitseglern genau erklärt, welche Sehenswürdigkeiten die Insel bietet. Für mich blieb genügend Zeit, um das Abend-Gala-Buffet vorzubereiten. Die Vorbereitungen bestanden aus einer Vorspeise mit Forellenfilet mit Sahnemeerrettich auf einer Bambusschale angerichtet. Hauptgerichte: Seehechtfilet mit Zitronensalz, Bürgermeisterstück vom US-Rind, frische Pfifferlinge, Pesto-Kartoffeln, spanisches Grillgemüse, Salate mit Dressing, Baguette Brot und als Dessert: Mascarpone mit frischen Erdbeeren. Um 19:30 Uhr war das Menü angesetzt. Vorher hatte aber Petra Pekeler ein Biertasting an Deck organisiert. Zusammen mit Kerstin Kumbera und Thomas Tiedt (von der Bremer Brauerei AB-InBev), wurde viel Wissenswertes zum Thema Bier erzählt und natürlich auch verköstigt. Petra hat das perfekt moderiert und auf ihre charmante Art erklärt. Danke für Eure Unterstützung. Nach dem Essen haben sich einige einen Landgang gegönnt, um die Insel zu inspizieren. Der Abend wurde mit Zigarre, Rum, Humor und viel Unterhaltung an Deck verbracht. Das Flair im Hafen mit den zahlreichen anderen Segelschiffen hat einen besonderen maritimen Reiz.

Foto: Petra Pekeler hat ein sehr umfangreiches Wissen über Bier, dass sie weitergibt

Foto: Teilansicht des Buffets am Samstag
Der Sonntag begann etwas regnerisch, der vom Glockenklang der Kirche schön umspült wurde. Das Frühstück wurde sehr lange anboten, weil die Teilnehmer zeitlich ungebunden waren. Es gab u.a. auch Wachteleie. Gegen 11 Uhr wollten einige Schiffe ablegen, mit denen wir längsseits lagen. Das Segelwetter war wieder sehr gut. Das erste Ziel am Sonntag waren die Seehundbänke, wo einige hundert dieser Tiere in der Sonne lagen. Die Seehunde waren es gewohnt, dass die Boote sehr nahekamen. Dann rief der Skipper wieder: „Segel setzten!“ Wie immer, konnte jeder aus der Gruppe mit anpacken, damit die 550 qm an den Masten hochgezogen wurden. Der Segelstoff ist keine leichte Ware…
Foto: Bei vollem Segel geht die Post ab


Für das Mittagessen hatte ich Königinpasteten mit Hühnerfrikassee vorbereitet. Der Blätterteig dazu wurde im Ofen kurz aufgebacken. Auf der Rückfahrt in unseren Heimathafen wurden noch einmal alle Segel gesetzt. Das Boot bekommt so richtig fahrt und steht gut am Wind. Vor dem Einlaufen im Hafen wurde der Großsegler aus dem Wind genommen, um die Segel zu verpacken. Erst dann sind mir mit Motorkraft in Harlingen eingelaufen. Nachdem wir die Fahrzeuge vom bewachten Parkplatz geholt hatten, wurde alles für die Heimfahrt verstaut. Die Verabschiedung der Teilnehmer war sehr herzlich und freundschaftlich – wie ein Team, dass gerade von einer Weltumsegelung zurückgekommen ist.

Mein Fazit: Wieder einmal haben Wind, Wellen, Segel, Sonne und Genuss Menschen zusammengeführt, die sich vorher nicht kannten. Wieder war es eine sehr harmonische Reise, die mir persönlich viel Freude macht. Die Anstrengungen aus den Vortagen und während der Reise sind sehr schnell in Glücksmomente verfolgen, die noch lange nachwirken. Es macht einfach Spaß wie durch so einem Event Freundschaften entstehen. Ein herzliches Dankeschön auch an die vielen netten Rückmeldungen von den Teilnehmern, über die ich mich sehr gefreut habe.

Fest steht: Auch im Jahr 2020 wird mindestens ein Segeltörn veranstaltet werde. Erste Anmeldungen dazu sind schon eingegangen. Der Termin steht jedoch noch nicht. Ich freue mich schon.
Nachtrag:
Einen sehr eindrucksvollen Bericht, mit wunderschönen Bildern vom Segeltörn, gibt es im Blog von Malerfachbetrieb Heyse. Matthias Schultze hat an der Reise teilgenommen. Einfach auf hier auf “Malerfachbetrieb Heyse” klicken!

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Mittagstisch mit herrlichem Cuscino-Steak

8. August 2019

Foto: Das Cuscino Steak wird mit Kräutern in Folie verpackt.

Zum Mittagstisch ein „Cuscino-Steak“ – da werden einige sagen: „Wat is dat denn?“ Ich muss gestehen, dass ich es vor einiger Zeit auch noch nicht kannte. Ich habe das bei meinen wunderbaren Kollegen Dirk Ludwig und Heiko Brath gesehen. Das Wort „Cuscino“ kommt aus dem italienischen und bedeutet „Kissen“. Übertragen auf das Stück Fleisch passt das sogar wunderbar, denn das Cuscino-Steak ist ein Muskel. Der auf dem Schulterknochen des Schweines sitzt. Die Form ist dem eines Kissens sehr ähnlich. Cuscino ist noch ein Geheimtipp und bleibt deshalb oft den Kennern vorbehalten. Aufgrund der geringen Beanspruchung ist dieser Muskel sehr zart.

Ich habe nun dieses kleine Stück über einen längeren Zeitraum gesammelt und eingefroren, bis ich die Menge für einen kompletten Mittagstisch hatte. Die Stücke wiegen etwa 100 – 150g je Stück. Meine Vorbereitung bestand heute darin, das Fleisch noch einmal zu parieren. Anschließend habe ich es in einer Folie zum Sous Vide garen verpackt. Im Beutel habe ich etwas Olivenöl, Rosmarinzweige und Zitronenthymian zugegeben. Garen werde ich es bei 59°C über ca. 1,5 Stunden im Beutel und später auf dem Grill mit meinem hausgemachten Steaksalz zubereiten.
Das „Cuscino-Steak“ gibt es am Freitag den 09.August 2019 zu Mittag. Wer in den Genuss kommen möchte, darf gerne zu uns kommen. Es ist bestimmt ein „Kissen“ für Dich dabei.

Die Vorfreude ist riesig!

6. August 2019

In den letzten Tagen drehen sich sehr viele Gedanken um den bevorstehenden Segeltörn in Holland. „Genuss unter Segel“ – so lautet auch im 5. Jahr das Motto des besonderen Events. Unseren Infoabend habe ich mit einem Teil der Gruppe (die in der Region wohnen) bei uns im Restaurant unternommen. Die Stimmung war schon hier sehr ausgelassen und fröhlich. Wir habe uns auf die Getränke geeinigt, und einige organisatorischen Dinge besprochen. Meinen Menüplan habe ich heute erstellt und fahre dazu sogar zur Firma Niggemann in Bochum, um ganz besonderes Fleisch für diesen Törn zu kaufen. Einen Miet-Bulli habe ich bestellt – weil an Wochenende der Tour Einschulung in Niedersachsen ist und alle Autos in Visbek benötigt werden.

Die Speisen, vom Empfang, Abendessen, Frühstück, Mittagessen, Kaffee und Kuchen, Galabuffet…usw. sind ausgewählt und der Genuss wird passend zum Segel gesetzt. Große Vorfreude bei mir und ich hoffe auch bei den Teilnehmern des Events. Genuss unter Segel – eine sehr, sehr tolle Veranstaltung, die natürlich auch für 2020 geplant ist. Berichte über den 2019-Törn folgen…

Ein besonderes Grillevent

17. Juli 2019

Wieder einmal konnten wir Gäste mit einem schönen mehrgängigen Grillbuffet überzeugen. Es sollte etwas sein, was es nicht immer beim Grillen gibt und etwas sommerlich – das war die Vorgabe.
Daraufhin haben wir ein 4-gängiges Buffet zusammengestellt und den Gästen präsentiert.

1. Gang: Zitronenhähnchen auf dem Salzbett. Dazu habe ich Kikok-Hähnchen zerteilt und diese in eine große Schale mit Meersalz gelegt. Auf den Hähnchen wurden Bio-Zitronen ausgedrückt und Rosmarin-Zweige auflegt. Als Beilage habe ich einen gegrillten Kartoffelsalat gereicht. Der gegrillte Salat war den ganzen Abend ein Gesprächsthema.
2. Gang: Vom „Bunten Bentheimer Schwein“ habe ich etwa 4cm dicke Lachssteaks geschnitten. Diese wurden im Ofen bei 120°C auf eine Kerntemperatur von 44°C vorgegart und auf dem Grill final angebräunt. Die Steaks wurden tranchiert und mit hausgemachtem Meersalz und Olivenöl serviert. Beilage: Gegrilltes Fenchel-Orangengemüse
3. Gang: Norwegischer Lachs mit Rauch auf Blutwurst und Frucht. Als Erstes habe ich Sauerteigbrot auf dem Grill angeröstet. Der Lachs wurde genau auf den Punkt gegrillt (nur einmal wenden). Angerichtet wurde es wie folgt: Brot, darauf die gegrillte Blutwurst, Beerenkonfitüre mit Johannisbeeren, der Fisch und Sprossen. Beilage: geschmorte Visbeker Strauchtomaten vom Hof Niemöller mit Honig und Kräutern.
4. Gang: Zum Dessert wurden auf der Holzplanke Beeren gegrillt (Blaubeeren, Himbeeren und Johannisbeeren) Die Beeren wurden später mit griechischem Joghurt und frisch gekochter Polenta angerichtet.

Die Gäste waren ausnahmslos sehr zufrieden mit dem sommerlichen Grillevent. Wir konnten noch bis 1 Uhr in der Nacht gemütlich draußen sitzen und über Genuss philosophieren. Einen Teil der Gerichte mit der jeweiligen Rezeptur wurden aus dem Buch von Tom Heinzle übernommen und auf meine Bedürfnisse leicht abgewandelt. Uns hat dieser Grillabend sehr viel Freude gemacht.

Handwerk mit Ausstrahlung

15. Juli 2019

Handwerk mit Ausstrahlung – unter dieser spannenden Marke verbirgt sich das geballte Wissen von Umberta Andrea Simonis und Thomas Issler.
Beide kenne ich persönlich schon sehr lange. Ich schätze ihre Arbeit für Handwerksbetriebe sehr. Man kann von zu Hause den Kurs anschauen – oder auch kostenlos in einem Webinar hereinschnuppern. Die beiden begleiten Handwerksunternehmen auf dem Weg, der sie zur unverwechselbaren Marke für ihre Kunden und zum attraktiven Arbeitgeber für Mitarbeiter und Azubis macht.

Hier haben viele Handwerker noch ein riesiges Potential. Ich durfte bei der Umsetzung als reales Erfolgsbeispiel – neben einigen anderen tollen Handwerker – die Sache unterstützen. Darauf bin ich mächtig stolz, weil ich von der Qualität der beiden Trainer und Berater überzeugt bin, die sich speziell auf Handwerksunternehmen ausgerichtet haben.

Hat unser Schweinefleisch ein Image-Problem?

4. Juli 2019

In jüngster Zeit stelle ich bei meinen Kunden einen zunehmenden Verzicht auf Schweinfleisch fest. Ich stelle fest, dass bei Grillevents und im Partyservice Schweinefleisch sehr stark gemieden wird. Hat das gute deutsche Schweinefleisch ein Imageproblem? Bei Grillveranstaltungen kommt man als Grillmeister zwangsläufig ins Gespräch mit den Gästen. Es ist oft von lustiger Natur, aber natürlich geht es oft um Ernährung und dem Fleischkonsum. Wenn ich beim Grillen z.B. Nackensteaks vom Schwein, Schweinerückensteaks und Hähnchenfilet auflege, bekommen die meisten Sympathien eindeutig das Hähnchenfilet, gefolgt vom Schweinerücken und dann erst das Nackensteak. Die Würzung und am Grillen liegt es sicherlich nicht. Dieser Trend wird mir auch von Kollegen bestätigt. Das klassische Nackensteak ist out. Wenn ich dann noch Fisch oder Rindersteak mit auflege, wird der Verzicht auf Schweinefleisch noch deutlicher.

Anders wird es, wenn ich besonderes Schweinefleisch dabeihabe. Ein Rückensteak vom „Bunten Bentheimer Schwein“ oder ein Steak vom Iberico Schwein, erfreut sich sehr großer Beliebtheit. Bei diesen Tierrassen kommen die Gäste förmlich ins Schwärmen.  „Ich esse kaum noch Schweinefleisch! Wenn aber auf einem Wochenmarkt oder bei einem Fleischer ein besonderes Stück Schweinefleisch angeboten wird, dann bin ich dabei!“, so erzählte mir am vergangenen Wochenende ein Grillgast. Solche oder ähnliche Aussage höre ich sehr oft.

Im Partyservice ist die Entwicklung genauso. Heute habe ich das Geschirr von einer Feier abgeholt, die Gastgeberin erzählte mir, dass vom Schweinefilet sehr viel übriggeblieben war (dabei hatte ich die Gewichtung schon so berechnet, dass die anderen Fleischsorten deutlich höher lagen). Schweinefilet und Nacken – die „Edelteile“ des Schweines sind nur noch schwer zu verkaufen. Auch im Partyservice ist der Negativ-Trend beim Schweinefleisch deutlich zu erkennen. „Von woher bekommt ihr euer Fleisch? Ich möchte nicht, dass durch meine Geburtstagsfeier die Ausbeutung der Leih – und Werksarbeiter unterstützt wird! Dann soll es gerne etwas mehr kosten!“, so eine Kundin vor wenigen Wochen. Liegt hier ein Grund, warum das Image des Schweinefleisches leidet?

Warum ist Schweinefleisch unattraktiv geworden?
Ich stelle mir sehr oft die Frage, warum Schweinefleisch so unattraktiv geworden ist. Ist es, weil das Fleisch immer noch als Lockmittel genutzt wird und darum viel zu billig angeboten wird? Sind es die vollen Ställe, wo Tiere kaum Bewegung haben und wenig Tageslicht haben? – Sind es möglicherweise Umweltgedanken? (Gülle, Trinkwasser) – Oder habe Menschen (zurecht) Angst vor zu viel Antibiotika in der Tiermast? (eignen Gesundheit) – Kann es sein, dass Fleisch nichts besonderes mehr ist? (immer und überall zu bekommen) – Gibt es ein Überangebot am Markt und wenn ich mir etwas besonderes leisten möchte (Feier, Grillen…), dann möchte ich etwas kein Fleisch aus der Massentierhaltung! – Ärzte empfehlen oft Schweinefleisch zu meiden – Bilder von kranken Schweinen in dem Medien machen mich nachdenklich – Hat die Landwirtschaft ein Imageproblem?  – oder sind es die Schlachtereien, bei denen es einige gibt [Anmerkung: es gibt auch gute Firmen], die mit wissentlich schlecht mit Menschen umgehen (Leih u. Werksarbeiter…)

Es wird Gründe geben, warum Kunden sich gegen das „normale Schweinefleisch“ entscheiden. Ich bemerke aber auch, sobald ich zum Fleisch eine Geschichte erzählen kann, kann ich es besser anbringen (Aufzucht, Futter, Haltungsform, Geschmack, Landwirt, Offenstall-Haltung, Bio, Schlachtbetrieb, fairer Umgang mit Mitarbeitern, Vertrauen, Tiergesundheit…) Das stelle ich immer wieder fest, wenn ich mit Kunden ein Beratungsgespräch im Partyservice führe, Kochkurse veranstalte, am Buffet stehe oder bei Kunden grille.

Wie kann ih ein besseres Image gewinnen? Der Imageverlust des Schweinefleisches ist also zu einem Großteil eine Kommunikationsproblem zwischen Landwirtschaft, Tierärzte, Schlachtbetriebe, Vermarkter, dem Verkauf bis hin zur Gastronomie! (Wann haben sie beim letzten Restaurantbesuch nach dem Fleischlieferant gefragt?)
Image ist ein Stimmungsbild bzw. den Gesamteindruck, den eine Mehrzahl von Menschen von einem Meinungsgegenstand hat. Der Gesamteindruck ist eine subjektive Kategorie, er muss nicht objektiv richtig sein. Es muss eine positive Gefühlsebene erreicht werden, damit Kunden darüber reden, es empfehlen und eine breite Meinung entsteht. Das erreiche ich nur über ehrliche Informationen, Offenheit, Transparenz, Abgrenzung und Eingestehen von Fehlern. Nur wenn ich das erreicht habe, kommt eine Veränderung und eine neue Denkweise. Ich sehe jedoch keine rasche Veränderung, weil die Strukturen des Fleischmarktes das nicht honorieren. Solange bleibt es beim Image Problem des Schweinefleisches. Aus meiner Sicht wird sich die Lage in den nächsten Jahren noch dramatisch verschärfen.

Haben Sie Ihre Essgewohnheiten bei Schweinefleisch geändert?

Ich freue mich über Ihre Meinung dazu.

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