Steaks, Bier und sehr viel Leidenschaft

29. April 2017

Foto: Leidenschaft in Personen von links mit Carola Freese, Ludger Freese, Petra Pekeler, Helge Cordes.

Wenn ein Abend unter dem Motto „Bier trifft Steak“ steht, ist schon einmal klar, dass es lustig und geschmackvoll werden wird. Zu dieser „Pilotveranstaltung“ wurde am 27.April 2017 in unserem Restaurant eingeladen. Die Idee dazu kam von Petra Pekeler, die in Vechta geführte Kneipentouren organisiert und dabei unterhaltsame Bier- und Wirtshausgeschichten vorträgt. Der Abend wurde von einer sehr kompetenten Person begleitet: Biersommelier Helge Cordes ging mit allen Gästen auf große Entdeckungsreise in die wunderbare Welt der Biere.

Der Abend war sehr schnell ausgebucht (eine 2. Auflage ist geplant). Kein Wunder, denn das Angebot war eine traumhafte Kombination aus Bier-Steaks-Infos-Kochkurs-Geschichten-Verköstigung und Unterhaltung. Dieses Angebot nutzten 15 Gäste. Zum Empfang gab es ein echt natürliches Kirschbier, leicht süßlich, fruchtig und mit einer herrlichen Farbe. (Lindemans Kriek)

Foto: Das Karree vom Iberico-Schwein auf dem Grill

Als ersten Gang haben wir dann ein Karree vom Iberico-Schwein gegrillt und mit Ahornsirup am Ende abgeschmeckt. Dazu wurde von „Arcosbräu das Mooser Liestl Helles“ vorgestellt und serviert.

Zum zweiten Gericht wurden alle Teilnehmer in die Küche gebeten, wo wir ein marinierter Lammlachs zubereitet haben. Zu dem sehr kräftigen Fleisch, hat uns Helge einen „Matrosenschluck“ von der Ratsherrn Brauerei präsentiert.

Foto: Das gefüllte Flank Steak im Anschnitt

Die Gäste kamen schon sehr intensiv ins Gespräch und philosophierten über Bier, Essen und Genuss. Petra Pekeler erzählte zwischen den Gängen immer wieder sehr schöne und humorvolle Geschichten rund ums Bier. Aus diese Art von Unterhaltung wurde der Abend wirklich einzigartig. Zum dritten Gang wurde in der Küche ein „gefülltes Flank Steak“ hergerichtet. Das Steak wurde mit Chili, Cherry-Tomaten und Feta-Käse gefüllt und anschließend auf der Terrasse gerillt. Zur Beilage hatten wir einen vegetarischer Gemüse-Kartoffelauflauf vorbereitet. Als Bier gab es zu diesem Gericht von der „Riegel Bier Manufaktur“ ein „Simco 3“- ein Bier, dass mit den Geschmacksorganen nur so spielt. (vielschichte Fruchtaromen, saftig-vollmundiges Bukett, Malzsüße, lebendiges Mundgefühl, Aprikosen, Mango – das sind die Schlagwörter zu diesem Bier).

Als viertes Gericht wurde ein Kotelett vom „Bunten Bentheimer Schwein“ zubereitet, dass nur mit Meersalz gewürzt wird. Hier haben wir eine andere Garmethode gewählt, die das Fleisch zunächst im Ofen und später in der Pfanne garen lies. (Kreuzmuster auf dem Fleisch – Kerntemperatur: 56°C). Der Biersommelier hat uns dazu ein „TAP 7 – Mein Original“ von „Schneider Weisse“ geöffnet, vorgestellt und zur Verköstigung eingeschenkt.

Nach dem tollen Schweinefleisch wurde das Rind präsentiert: Zunächst haben wir Rumpsteaks mit der Garmethode im Suppenteller gezeigt und in der Küche verköstigt. Weiter wurden hausgemischte Gewürze hergestellt und verschiedene Salze zum Steak erklärt, bevor es das 550g Entrecote aus dem Beefer gab. Das Steak ist mir leider nicht so gelungen, wie ich es erwartet habe. Der Garpunkt wurde leicht überschritten, was mich sehr geärgert hat (hatte zu viel Feuchtigkeit im Ofen!). Helge und Petra haben uns zu diesem Gericht ein 10%-iges Bier serviert: „Quadrupel“ von den „La Trappe Bierspezialitäten“. Ein sehr starkes Bier, würziger Charakter, gewürzbetont das für ein tiefgründiges Aromen Spiel sorgt. Hammer gut!
Es wurde von uns noch ein hausgemachtes „Pastrami“ vorgestellt, bevor es zum Digestif-Bier kam. Von der „Riegel Bier Manufaktur“ wurde ein Bier vorgestellt, dass eine rauchige, würzmalzige Grundnote hat. Als Aromen werden Bitterschokolade und eine Kaffeenote genannt, dass zu einem cremigen Mundgefühl in seiner Gesamtnote zeigt.

Alle Teilnehmer wurden am Ende eingeladen, den Abend für uns auf einem Fragebogen zu bewerten. So können wir vom ersten Event lernen, um für die Zukunft besser zu werden. Das Ergebnis war sehr schön für uns und belohnte uns für die Arbeit. Herzlich bedanken möchte ich mich bei allen Teilnehmern, bei Petra Pekeler für die Organisation und die Wirtshausgeschichten, bei Helge Cordes für die Auswahl der Bier und die fachlich einmaligen Vorträge und bei meiner Frau Carola für die Unterstützung in der Küche und in der Vorbereitung.

Der Spargel gibt den Ton an

21. April 2017

Foto: Wir zeigen Ihnen, wie man tolle Spargelgerichte zaubern kann

Spargel-Fans haben jetzt Hochkonjunktur. Ob im Restaurant oder in den eigenen vier Wänden, bietet das Edelgemüse Genuss pur. Dabei gibt der Spargel den Ton an und alle Beilagen richten sich am Gemüse aus.
Am 04.Mai 2017 möchten wir Sie zu einem besonderen Spargel-Event einladen. Ab 19:00 Uhr gibt der Spargel bei uns in der Küche den Ton an und Sie können „Live“ dabei sein. Wir zeigen sehr raffinierte Gerichte, Garmethoden und hochwertige Beilagen, damit ihr Spargelessen zu etwas ganz Besonderem wird. Für den Kochkurs haben wir nur noch wenige Plätze frei. Es bietet sich auch an, dass Sie einer kleinen Gruppe mit Arbeitskollegen, Freunde oder Vereinsmitglieder diesen Abend genießen möchten. Sie werden einen sehr unterhaltsamen Abend erleben, mit viel Humor und noch mehr Leckereien. Weitere Infos zum Kochkurs finden Sie auf unserer Internetseite.

Jeden Sonntag eine Hochzeitssuppe

15. April 2017

Foto: Die Sonntagssuppe hat einen gute Einlage

Unsere Rindfleischsuppe (Hochzeitssuppe) ist sehr beliebt und wird von vielen Kunden geschätzt. Jeden Samstag kochen wir in einem großen Kessel diese Suppe – die wir auch als „Sonntagssuppe“ betitelt haben. Sonntagssuppe deshalb, weil man am Sonntag gerne ausschläft, spät frühstückt und dann als Mittagessen eigentlich nur eine Suppe benötigt (…oder man war am Vortag feiern und die Suppe baut wieder auf).

Das eine Suppe – egal welche Menge gekocht wird – viele Arbeitsschritte und einen hohen Zeitaufwand hat, möchte ich in einer kleinen Bilderdokumentation zeigen. Am Samstag haben wir etwa 70 l Suppe gekocht. Dafür wurden am Vortag kleine Zwieback-Klößchen per Hand gedreht. Etwa 5 kg von je max. 2g Gewicht müssen gedreht werden (Bild 3). Ganz ehrlich – für meine grobmotorisch-veranlagten Hände ist das nichts – die Klöße stehen meistens pünktlich im Kühlraum. Danke an die Klößchen-Engel. Für den Eierstich wurden 90 Eier getrennt und mit den entsprechenden Gewürzen im Dampfer bei exakt 80°C gegart (Bild 4)

Am Morgen wird dann die Grundbrühe mit Rinderknochen und ca. 5kg magerem Rindfleisch angesetzt. Die Brühe darf nur ziehen, damit die Brühe nicht trüb wird (Bild 1). Wenn das Fleisch gar ist, kommen 15 kg Blumenkohl, 5kg Möhren und Nudeln zu der Suppe (Bild 2). Etwas Frühlingszwiebeln und Sellerie runden den Geschmack ab.

Dann wird das Rindfleisch vom Fett befreit und sehr fein gewürfelt (Bild 5). Diese Würfel werden der Suppe zum Schluss zugeben. Abgeschmeckt wird die Suppe mit hausinternen Gewürzen, bevor sie dann in den Gefäßen der Kunden (oder in unsere Einwegtöpfe) gefüllt wird (Bild 6). Bei jeder Abholung sagen wir den Kunden, dass sie die noch heiße Suppe ohne Deckel auskühlen lassen sollen (Kühlschrank). Bei großen Gefäßen sollte man eine Suppenkelle in den Topf stellen, damit die Hitze wie an einer Antenne aus dem Inneren geleitet werden kann. Auf keinen Fall solle man in der Abkühlphase die Suppe umrühren, weil man so Sauerstoff in die Suppe rührt und sie dadurch kippt (sauer wird).

Fotos: Bild 1 – Grundbrühe ansetzen Bild 2: Der Blumenkohl kommt in die Suppe

Fotos: Bild 3 – die zahlreichen Zwieback-Klöße werden per Hand gedreht. Bild 4 – der Eierstich muss genau bei 8o°C garen

Fotos: Bild 5 – Rindfleisch wird fein gewürfelt Bild 6: Die suppe wird zur Abholung abgefüllt

Ein Onsen-Ei zum Osterfest

10. April 2017

Foto: Das Onsen-Ei  serviert mit: Schnittlauch, Pfeffer, Chili und auf  auf Rucola Salat.

Bei unserem letzten Kochabend war das Thema „Temperaturen“ in der Küche ein wichtiges Thema. Wenn ein Steak genau auf den Punkt gegart werden soll, ist die Kerntemperatur die entscheidende Geling-Garantie. Wie wichtig die genaue Temperatur ist, habe ich dann mit der Zubereitung von einem „Onsen-Ei“ gezeigt. Es soll Sternerestaurants geben, wo ein „Onsen-Ei“ bis zu 35.- € kostet… Jeder, wie er es mag. Zum Osterfest möchte ich Ihnen das besondere Ei einmal vorstellen.
Die Zubereitung kommt aus Japan, wo die Eier in heißen Quellen gegart werden – in sogenannte Onsen. Anders als üblich gekochte Eier garen sie dabei in der Regel rund eine Stunde bei Temperaturen zwischen 60 und weniger als 70 °C, wodurch sowohl Eiklar wie Dotter nur leicht gerinnen und eine gleichmäßig wachsweiche Konsistenz erhalten. Bei 70 °C würde das Eiklar stocken, was nicht gewünscht wird. Ich gare die Eier nun bei 64,5 bis 65,0 Grad im „Sous Vide Gar Gerät“. So kann ich ganz sicher sein, dass ich nicht über die 70°C komme. Für den Garprozess lege ich die Eier bei Zimmertemperatur für 60 Minuten ins Wasserbad.

Nach einer Stunde trenne ich vorsichtig die Schale vom Onsen-Ei. Zu Würzung kann ich dann etwas Meersalz und groben Pfeffer nehmen. Abwandlungen sind immer möglich, z.B. mit Chili, Schnittlauch, Kräuter oder Trüffel verfeinern. Auch auf einem Rucola Salat oder Kartoffelpüree wird die Spezialität eine echte Freude bereiten. Vorstellen kann ich mir das Gericht auch gut zum Lachs und Spargel…

Foto: Das Onsen Ei kurz frittiert…

Eine weitere Möglichkeit ist es, dass fertige Ei vorsichtig pelle und vom weichen Eiweiß befreie. Das wachsweiche Onsen Ei vorsichtig in Mehl wenden, dann mit verquirlten, gut gewürztem Ei überziehen und mit Semmelbröseln panieren. Anschließend goldbraun frittieren. Mit der Beilage zum Ei kann man herrlich variieren und probieren. Vielleicht steht Ostern zum Frühstück ein Onsen-Ei auf Ihrem Frühstückstisch…aber bitte planen Sie mind. eine Stunde für die Zubereitung mit ein.

Kochevent und Seminar für Feinschmecker

30. März 2017

In den vergangenen Tagen hatten wir wiederholt besonderen Besuch im Haus. Die Landfrauen aus der Gemeinde Bakum waren zu einem Abend eingeladen, bei dem die Themen Kochen und Fleisch intensiv vorgestellt wurde. Die 30 Damen waren zu einer Art Kochkurs zu uns gekommen. Das die Gruppe für einen Kochkurs zu groß war, haben wir die Produkte in der Küche vorbereitet und dieses dann der Gruppe im Restaurant vorgestellt und probieren lassen. Von einer vegetarischen Vorspeise, Suppe, Rumpsteaks, Salzkurstenbraten, Antipasti und natürlich einem Dessert. Es kam keine Langeweile auf, die Damen waren sehr zufrieden mit den Tipps, Tricks und Anwendungsmöglichkeiten, die wir gezeigt haben. Wir bedanken uns noch einmal sehr herzlich, dass wir ein Teil des Jahresprogramms sein durften.

Foto: Der Bakumer Landfrauenverein zum Kochevent

Bei einem Seminar der Fleischer-Einkaufs-Bremen durften wir als Gastgeber fungieren. Es wurden 25 Kunden aus dem Oldenburger Bereich zu diesem Grillseminar eingeladen. Der Vortrag wurde von dem sehr bekannten Fachehepaar Christa und Harald Schilbock vorgetragen. Sie haben in Celle eine Kochschule, wo sie im vergangenen Jahr fast 2000 Teilnehmer hatten. Da sie auch Grillevents der gehobenen Klasse veranstalten, lag es nahe, dass sie Ihre Fachkompetenz zum Thema Grillen an die Teilnehmer übermitteln. Die Profis haben in einem theoretischen Teil und in einem praktischen Teil sehr eindrucksvoll ihr Wissen vorgetragen. Da konnte jeder Kollege etwas für die Praxis mitnehmen und gleich anwenden. Am Grill gab es reichlich Rinder-u. Schweinesteaks in verschiedenen Garmethoden.
Der dritte Teil des Abends fand dann bei uns im Restaurant statt. Iris Korte ist Fach- u. Betriebsberaterin beim Fleischer-Einkauf. Sie hatte ein tolles Buffet mit Salaten und Antipasti hergerichtet und gleichzeitig die Tische besonders dekoriert. Harald hat uns tolle Rindersteaks aus Australien grillt. Als Dessert wurde „Apfel-Crumble und echter Vanillesoße“ zubereitet. Die Teilnehmer konnten herrlich schlemmen und sich fachlich austauschen. Das unser Betrieb die Gastgeberrolle hatte, hat uns sehr geehrt. Schön, das so viele bekannte Kollegen, Freunde und Bekannte zu uns gekommen sind. Danke.

Foto: Harald und Christa Schilbock (Final-Teilnehmerin bei “The Taste”)

Foto: Fachleute genießen tolle Gerichte



Geburtstagsparty: Seit 10 Jahren Blogger!

25. März 2017

Eines der ersten Handwerker-Blogs in Deutschland.


Foto: Nun bin ich schon 10 Jahre Blogger…eine schöne Zeit!

Ende März 2007 habe ich meinen ersten Blogbeitrag geschrieben – das war genau vor 10 Jahren! Unser Blog „Essen kommen!“ feiert sein 10-jähriges Jubiläum! Wahnsinn. Wenn mir vorher jemand gesagt hätte, dass ich über 10 Jahre über unsere Arbeit im Internet ein „Tagebuch“ schreibe, den hätte ich müde angelächelt und nur gedacht: „Was raucht der denn für seltsames Gras?“
In dieser langen Zeit wurden fast 2000 Artikel geschrieben, die mit fast 9000 Kommentare dokumentiert wurden. Auf diese Zahlen bin ich schon ein wenig Stolz, weil sie mir zeigen, dass auch kleine Handwerksbetriebe Interesse beim Blogbesucher wecken können. Danke schon einmal an alle die regelmäßig mitlesen, kommentieren, verlinken oder uns daraufhin “live” besuchen kommen.
In den Jahren vor dem Blog war ich Gastautor bei dem Businessblog „Stadt des Lächelns“ von Elita Wiegand. Hier wurde mir Mut gemacht, über meine tägliche Arbeit zu berichten. Die Beiträge wurden stark frequentiert, so dass bald die Entscheidung getroffen wurde, mit einem eigenen Blog zu starten. Mit „Essen kommen!“ wurde ein Titel gefunden, der alle Geschäftsfelder abdeckt (damals auch noch die Fleischerei). Mit einem Traumstart konnte ich sehr schnelle unglaubliche Besucherzahlen generieren. Im Schnitt kommen täglich zwischen 3.500 und +5.000 Besucher täglich zu uns. Ganz besonders möchte ich mich an dieser Stelle noch einmal bei Kirstin Walther aus Arnsdorf bei Dresden bedanken. Sie betreibt dort eine Kelterei mit erstklassigen Säften und war Deutschlands bekannteste Business-Bloggerin. Durch Ihre Verbindungen in der Szene hat sie mich überall vorgestellt. Wir durften später sogar zusammen beim Kommunikationskongress in Berlin auftreten. Danke für alles, liebe Kirstin.

„Was bringt Dir das Bloggen?“, diese Frage bekomme ich sehr oft gestellt. Erstens macht es mir sehr viel Spaß zu schreiben und anderen Menschen an unsere Arbeit, Nöte, Erfolge, leckerem Essen und Humor teilhaben zu lassen.

  • Es wurden über unserem Blog zahlreiche Bücher geschrieben! (Best practice)
  • Es kam zu Fernsehauftritte
  • Etwa 20 Studenten haben ihre Bachelor- u. Masterarbeiten über unseren Blog geschrieben
  • Viele persönliche Freundschaften sind dadurch entstanden
  • Viele Besuche, die zu uns gekommen sind oder ich andere besucht habe
  • Neue Geschäftsfelder und neue Produkte
  • Umsätze durch das Bloggen (im Geschäft und im Onlineshop)
  • Zahlreiche Auftritte als Referent um über das Bloggen zu berichten
  • Viele Magazine, Fachzeitungen und andere Medien berichten über unser Blog
  • Bekanntheitsgrad durch das Blog bundesweit gestiegen
  • Neue Mitarbeiter gewonnen
  • Interviews mit Journalisten, weil Blogger als Fachleute gelten
  • Unterstützung bei einigen Handwerkskollegen (Werbung, Social Media, Blog…)
  • Tipps und Anregungen von Kunden
  • Kundengewinnung
  • Partyservice Aufträge
  • …und vieles mehr!

Ich glaube, die Liste könnte man noch weiterführen. Sie soll aber nur zeigen, dass ein Blog sehr wertvoll ist und man damit sehr eindrucksvoll seine Arbeit aufwerten kann.

„Gab ist im Blog schon einmal einen Shitstorm, Kritik oder mussten Kommentare gelöscht werden? – auch diese Frage wird oft gestellt. Gelöscht habe ich in den 10 Jahren nur ganz wenige – ich müssten schätzen – vielleicht 10 Kommentare. Meistens wurde andere beleidigt oder es wurde in fremder Sprache geschrieben. Kritik ist immer gut, solange sie ehrlich verfasst wurde. Auch hiermit habe ich keine schlechten Erfahrungen gemacht. Einen Shitstorm gab es nur einmal, den ich aber genüsslich beobachten konnte, weil die Community mich hier gut verteidigt hat. Auch eine schriftliche Aufforderung das Blog zu schließen, um mich mehr auf meine Arbeit zu konzentrieren, bin ich nicht nachgekommen. Darüber bin ich immer noch sehr froh

Fazit: 10 Jahre “Essen kommen!”. Eine sehr wertvolle Zeit, die mich ungemein geprägt hat, die immer noch Spaß macht, wo ich Vorbild sein kann und die Kontinuität verlangt. Weiter habe ich tolle Menschen kennengelernt – und das alles „nur“, weil ich etwas über meine Arbeit schreibe. Das ist doch wundervoll! Danke, dass es Euch gibt!
Auf die nächsten 10 gemeinsamen Jahre!

Innovative Verpackungsideen gesucht

19. März 2017

Foto: Ein großer Teil der täglichen Gerichte werden verpackt für außer Haus.

Wenn jemand keine Plastiktüte im Textilgeschäft „Schröer – Fashion for Kids Teens“ nimmt, bekommt an der Kasse 10 Cent ausgezahlt. Eine Hammer-Idee vom Firmenchef Antonius Schröer in Vechta (siehe Video). Jetzt mögen einige Kritiker denken: „Okay, ich bekomme nur 10 Cent! Das macht mich auch nicht reich…!“ Es geht hier nicht um die Barauszahlung der Summe, sondern darum, dass ein Unternehmen seine Einsparungen bei den Verpackungskosten an seinen Kunden weitergibt. Der Kunde wird an der Kasse für aktiven Umweltschutz belohnt! Sonst zahlt man an der Kasse eine Tüte (bis zu 30 Cent und mehr) – hier bekommt man Geld, wenn man keine Tüte nimmt. Großes Kompliment! Es besteht an der Kasse die Möglichkeit, diese 10 Cent für eine Schule in Kenia zu spenden. Diese Spendenaktion läuft von der Firma Interfleur, der schon einige Schulen in Kenia errichtet hat!

Ich bin schon gehe schon sehr lange mit der Idee „schwanger“, auch bei uns im Betrieb auf Plastiktüten zu verzichten. Nun verkaufe ich jedoch Produkte, die nicht unbedingt mit Papier ein inniges Verhältnis haben. Viele Gerichte aus dem Restaurant werden außer Haus verkauft. Es kommen Hitze, Feuchtigkeit, frittierte Kartoffelprodukte, Flüssigkeit und Gewichte zusammen in eine Tüte. Wenn hier etwas ausläuft wird das Papier feucht und die Lebensmittel liegen im Auto auf der Rückbank…

Ich weiß aber, dass es viele Fleischer/Metzger und Restaurants gibt, die hier eine Lösung gefunden haben, damit die Ware gut und sicher nach Hause kommt und auf Plastik verzichten. Welchen Weg der Verpackung geht ihr, damit es heiß bleibt? Welche positiven Beispiele und Erfahrungen haben Leser/innen gemacht? Ich würde mich sehr freuen, wenn hier im Kommentarbereich oder per Mail mir Ideen vorgestellt werden, wie es anderswo perfekt funktioniert.

Eine weitere Idee ist mir beim Schreiben dieser Zeilen gekommen. Man könnte Kunden auch damit belohnen, wenn Sie ihre Taschen, Beutel oder Körbe von zu Hause mitbringen, und wir legen die in Pergamentpapier gewickelten Sachen dort hinein. Das entsprechend kommuniziert und belohnt, könnte auch ein Weg sein, um auf Plastiktüten zu verzichten.

Das Umfüllen von Lebensmittel in Gefäßen von Kunden ist aus hygienischen Gründen leider nicht erlaubt, d.h. man könnte nicht mit 5 Töpfen ankommen und sagen: „Da bitte die Schnitzel rein, in dem Stieltopf die Soßen und in den kleinen Topf ohne Deckel die Pommes…!“ Das würde auch von der Logistik hier nicht funktionieren.

Ich freue mich auf viele Anregungen, Vorschläge und Tipps, wie man auf Plastik in unserem Bereich verzichten könnte.

Meine Lieblingsmagazine in Szene gesetzt

14. März 2017

In den vergangenen Tagen lagen drei unterschiedliche Magazine auf den Schreibtisch. Die BEEF!; das Mercedes-Benz Magazin und das Social-Hub Mag. Alle Hochglanzmagazine sind sehr unterschiedlich vom Inhalt und von der Zielgruppe der Leserschaft. Die Hefte lese ich sehr gerne, weil sie sehr interessante Themen, Hintergründe, Tipps und Trends aufzeigen.

Meine Überlegung war, wie man die Zielgruppe der Magazine mit den jeweiligen passenden Fotos belegen könnte. Bei der „BEEF!“ war es nicht so schwer. Da habe ich Roastbeef, Flank Steak und Rinderbrust für Pastrami gewählt. Alles Rindfleisch von höchster Güte, dass auch zum Heft passt. Okay – die Jungs und Mädels von der „BEEF!“ können das Fleisch besser fotografieren – aber unsere Endprodukte bleiben auch in guter Erinnerung.

Beim Mercedes-Benz Magazin freue ich mich immer auf die Berichte aus dem Motorsport. Aber auch die „Neuen Sterne“, das „Characters“ und „Emotionen“ sind immer sehr wertvoll. Alles ist sehr edel und fein – vom Papier bis zum Inhalt. Dazu habe ich King Prawns Garnelen auf Pesto Sauce, mit Rucola Salat, Olivenöl und einem Prosecco gewählt.

Ein ganz neues Magazin ist die 3. Ausgabe des „Social Hub Mag“ („Das Magazin für Social Media Helden“). Eigentlich eine ungewöhnliche Geschichte, dass in der schnelllebigen Social Media Welt ein Printmagazin die Leser in den Bann zieht. Es funktioniert aber! Das Heft gibt viele hilfreiche Tipps und Tricks und verbindet diese mit einer frechen Aufmachung. Dazu lesenswerte Interviews, Kundenstimmen, Gastbeiträge, Termine und sehr viel mehr auf 72 geballten Seiten. Mein Bild zu diesem Magazin ist unser „Dry Aged Burger“.  Genauso „Trendy & Hype“ wie das Magazin, das überwiegend von einem jungen Publikum genutzt wird.

Alle Magazine liegen bei uns im Restaurant aus. Beobachte ich die Leserschaft der Hefte, spiegelt sich meine Assoziation zu den Gerichten wieder. Ich persönlich lese sehr gerne auf „Papier“ und nutze die Zeit gerne mit tollen Magazinen.

Wie wird in Zukunft Fleisch eingekauft?

7. März 2017

Foto von Martin Heinzig. Diskussionsrunde mit: Katharina Koch, Frank Dohrmann, Gero Jentzsch, Isabell Dohm, Ludger Freese

„Digitalisierung im Handwerk“ – unter diesem Motto stand der Fleischerverbandstag Niedersachsen-Bremen am 05. Und 06.03.2017 in Lüneburg. Zu dieser Veranstaltung habe ich eine „doppelte Einladung“ bekommen – einmal als Delegierter/Obermeister der Innung und als Referent. Am Sonntag durfte ich den Eröffnungsvortrag vor den zahlreichen Kollegen/innen halten. Das war mir eine besondere Ehre über unser Blog „Essen kommen!“ und die digitale Kommunikation mit Kunden zu sprechen.

Seit nun genau 10 Jahren bin ich Blogger im Netz aktiv. Aus dieser langen Zeit kann man mit viel Erfahrungen und Ratschläge in so einen Vortrag gehen. Keiner der anwesenden Betriebsinhaber hat einen Blog, so dass ich zunächst erklärt habe, was ein Blog ist, sowie welche Möglichkeiten und Chancen sich daraus ergeben. Im weiteren Verlauf habe ich meinen Kollegen die Erfolge aus der Bloggerei aufgelistet.

Nach dem Vortrag wurden in einer Diskussionsrunde über die Digitalisierung und die neuen Verkaufswege im Fleischerhandwerk gesprochen. Isabell Dohm – Geschäftsführerin des Verbandes- moderierte diese Runde. Sie hat dazu wunderbare fachliche Fragen vorbereitet. Mit dabei waren Katharina Koch (landfleischerei-koch.de), die zusammen mit Ihrem Vater das Geschäft führt. Sie stellte Ihre Erfahrungen im Onlinehandel vor, der durch die „Ahle-Worscht“ groß geworden ist. Frank Dohrmann (rossfleischversand.de) verkauft einen Großteil seiner Waren im Internet. Der Umfang des Onlinehandels nimmt einen Großteil der täglichen Arbeit ein. Seine Erfahrungen aus diesem Geschäftsmodel stellte er vor. Vom Deutschen Fleischerverband wurde Gero Jentzsch eingeladen. Er ist dort zuständig für die Medien und Pressesprecher und konnte mit vielen Zahlen die Entwicklungen im Onlinehandel untermauern. Nur 11,4% aller Fleischereibetriebe in Deutschland haben einen Internetshop. Das zeigt ganz deutlich, dass hier noch sehr viel Spielraum nach oben ist. Das Thema „digitalen Kommunikation“ wurde in dieser „Talk-Runde“ dann noch ausführlich diskutiert.

Auch der zweite Veranstaltungstag stand im Zeichen der neuen Medien. Im Fachvortrag sprach Udo Kaethner zum Thema: „Facebook, Twitter, Google + Co – Wahnsinn oder sinnvoll?“ Der Referent ist Dipl.-Sozialökonom der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade. Im weiteren Verlauf der Mitgliederversammlung sprach unser Präsident Herbert Dohrmann. Er leitete die Sitzung in gewohnter Souveränität mit viel fachlichem Informationen. Das schätze ich an unseren neuen Präsidenten. So ein Treffen ist immer ein wunderbarer Austausch unter Kollegen. Dafür möchte ich allen ein herzliches „Dankeschön“ aussprechen.

Fleischermeister verzichtet auf Fleisch

1. März 2017

Foto: Abstinenz schärft die Sinne

Die 40-tägige Fastenzeit liegt vor uns und viele Menschen setzen sich ein Ziel, auf was sie in dieser Zeit bewusst verzichten möchten. Ich hatte vor einigen Tagen ein Telefongespräch mit der Redaktion von „Kirche und Leben“, bei der es um Fastenziele ging. Ich hatte mich damit noch nicht viel beschäftigt und noch keine klaren Zielevorgaben mit mir vereinbart. Es gab Jahre, wo ich nichts gemacht habe, aber auch Jahre in dem ich bewusst auf Alkohol verzichtet habe. Spaßig ist es natürlich gemeint, wenn ich darauf verzichte, mit der U-Bahn zu fahren. (was ja in Visbek leicht möglich ist). Einige meiner persönlichen Ziele habe ich geschafft, andere sind schon nach wenigen Tagen gescheitert. Die innere Stimme sucht dann immer nach „Ausreden“ oder sagt mir. „Aber morgen wieder!“ Das ist eine reine Willenskraft, die besiegt werden muss. Schafft man es, ist man überglücklich. Beim Verzicht auf Alkohol wird man schon mal angesprochen. „Was ist los? Kein Bier, kein Wein?“ Nach einer kurzen Erklärung wenden sich einige kopfschüttelnd ab. Egal – es ist ja meine Entscheidung, die nicht jeden gefallen muss.

Was mache ich nun in diesem Jahr? Muss ich überhaupt fasten? Schaffe ich es durchzuhalten? Welche Veranstaltungen / Feiern stehen an, wo ich „Probleme“ mit meiner Entscheidung bekomme? Was ist ein wirklicher Verzicht für mich? Wie verhalte ich mich, wenn ich „schwach“ werde und mein Fasten breche?

Dies Fragen versuche ich für mich zu beantworten, denn ich möchte 40-Tage kein Fleisch essen! Wo sich bei uns 24 Stunden am Tag alles um Essen und Trinken dreht, ist so ein Entschluss für mich persönlich mutig. Mutig auch, weil ich ihn hier im Blog öffentlich mache und mir so eine Art freiwilligen Druck auferlege. Sie müssen sich das so vorstellen, dass beim Frühstück natürlich viel Wurst, Schinken, Fleischsalat und Salami auf dem Teller liegt. Und weiter so kurz vor 11 Uhr die ersten Schnitzeltests gemacht werden (Mittagstisch für Kunden), Frikadellen mal kurz probiert werden und das knackige Würstchen „das-da-so-rumliegt-nicht-mehr-lange“… Das Mittagessen mit eine fleischhaltigen Suppe und Fleischbeilage habe ich mir natürlich auch verdient…ist ja genügend da! Am Nachmittag so gegen 17 Uhr kommt der kleine Hunger wieder und die eine oder andere Wurstscheibe wird im Vorbeigehen in den Mund gesteckt…warum auch nicht. Ist ja lecker! Am Abend gehe ich dann oft in den „begehbaren Kühlschrank“ und sehe Steaks, Burger-Fleisch, Geflügel, Wurst, Vitello tonnato oder Spare Ribs…der Ofen ist nicht weit und schon ist die Portion (für einen ausgewachsenen Mann natürlich!) auf dem Teller.

Damit soll nun Schluss sein? Diese angenehmen Gewohnheiten? Ich bin doch Fleischermeister und kein Tofu-Fachhändler! Warum verzichte ich dann?

Zunächst möchte ich mir ganz allein „Willensstärke“ zeigen. Ich möchte mir beweisen, dass ich selber entscheide, was ich wann esse und wann ich es tue und nicht die Uhrzeit oder die Gewohnheit. Mir geht es nicht um die Pfunde, dich ich vielleicht verlieren werden. Ich möchte meine Sinne schärfen und stolz auf das erreichte Ziel sein. Durch meinen Verzicht auf Fleisch will ich außerdem meinen Geschmackssinn positiv verändern, denn nach einer Abstinenz werden die Sinnesorgane geschärft sein. Fleisch ist etwas sehr wertvolles und purer Genuss – das möchte ich nach dieser Zeit wieder deutlicher spüren.

„Fasten ist eines der stärksten Medikamente, die uns zur Verfügung steht!“, dass lass ich kürzlich in einem Magazin. Dieser Satz hat mich nachdenklich gemacht. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass ein begrenzter Verzicht Freude auf genussvolles Essen macht. Auf diese Erfahrung freue ich mich.

Meine größten „Hindernisse“ die in diese Zeit fallen werden sein: der Verbandstag der Fleischer am kommenden Wochenende, der nächsten Kochkurs mit unseren Kunden, eine Messe in Hamburg und mein „Stresshunger“ wenn die Arbeit mich auffrisst. Wenn ihr mögt, gebe ich hier im Blog mal kurze Feedbacks, wie meine Fastenzeit verläuft.