Insekten aus der Pfanne – ich glaube Essen ist eine reine Kopfsache!

4. Dezember 2016

Foto von links: Mehlwürmer; Heuschrecken und Grillen. Der Schokoriegel ist die “Dschungelade” mit Mehlwürmer.

Vor einigen Wochen waren wir in Bremen auf der Messe „Fisch und Feines“. Die Messe war voller Anregungen und Ideen für uns – obwohl es mehr eine Verbrauchermesse war. Besonders interessant fand ich den Insektenstand, weil er zuvor schon in den Medien groß vorgestellt wurde. Auf dem Rückweg habe ich mich entschlossen eine paar „Köstlichkeiten“ zu kaufen. Ich wollte einfach wissen, wie Insekten schmecken – und dabei meine ich nicht die, die man beim Fahrradfahren verschluckt!
Nun habe ich die Grillen, Heuschrecken und Mehlwürmer schon einige Tage im Büro liegen. Einen Selbstversuch wollte ich anfangs vor der Kamera machen, aber ganz ehrlich: Ich habe mich nicht getraut! Die innere Überwindung war einfach zu groß, um hier objektiv urteilen zu können. Weiter war ich oft nicht in der „mentalen Laune“ so etwas zu probieren. Heute nun war der Tag. Die Glasröhrchen (warum füllt man diese Lebensmittel eigentlich in Glasröhrchen?) wurden zu einem Fotoshooting in die Küche gebracht. Die Pfanne und ein Backofen wurden nach Angaben erhitzt. Mit Salz, Pfeffer, Knoblauch und etwas Rapsöl wurde zunächst die Mehlwürmer geröstet. Da immer mehr Mitarbeiter probieren wollten (und auch Gäste), habe ich die volle Menge genommen. Nur mit höchster Konzentration und Überwindung habe ich die Mehlwürmer probiert. Ich glaube Essen ist eine reine Kopfsache!
Geschmacklich waren sie wie geröstete Sonnenblumenkerne. Na ja…ganz ehrlich: Davon könnte ich niemals 220g (Schnitzelgröße) essen… Ok. Ich war sehr stolz auch mich, dass ich die ersten Insekten probiert habe. Die Heuschrecken und die Grillen habe ich bei 120°C kurz im Ofen gehabt. Das ging besser, als wie die die Tierchen in der Pfanne.
Mit den Heuschrecken bin ich dann zu den Gästen gegangen. Sie haben sich sehr gefreut, dass sie probieren durften. Die Heuschrecken waren um Klassen besser und sogar lecker. Leicht rußig – da waren wir uns alle einig. Die Grillen waren auch kurz im Ofen. Auch der Test viel gut aus. Die Grillen waren knusprig wie Chips und nicht ganz so geschmackvoll wie die Heuschrecke. Zusammen mit Schokolade könnte das bestimmt gut harmonieren.
Nun bin ich eine „Genuss-Erfahrung“ reicher. Insekten, liebe Leser/innen werden definitiv nicht auf unsere Speisekarte oder im Partyservice erscheinen. Soviel ist sicher. Meine Frau hat sogar angedroht, dass sie dann nur noch vegetarisch essen wird. Also: Keine Sorge – der Test diente nur dazu, meine Neugierde zu besänftigen. Insekten sind für uns Lebensmittelleute nur „Schädlinge“ die wir lieber bekämpfen.  Ich bleibe bei einem schönen Stückchen Fleisch, dass ich mit Hochgenuss essen kann.
Die Insekten wurden bezogen über snack-insects.com

Am Weihnachtsfest müssen Sie nicht kochen!

1. Dezember 2016

„Was essen wir am Heiligabend? Was gibt es wenn die Verwandtschaft am Weihnachtsfest kommt?“ – solche Fragen werden im Moment tausendfach gestellt. Oft gibt die Tradition am Weihnachtsfest das Essen vor, aber etwas Besonderes muss es eigentlich immer sein.
Damit das Fest für Ihre Küche völlig tiefentspannt abläuft, bieten wir auch in diesem Jahr wieder unseren Menüservice an – auch schon eine Art Tradition. Aus unserer Menüliste kann man ganz bequem sein Gericht zusammenstellen und diese dann bis zum 19.Dezember bei uns abgeben oder mailen. Wir kochen dann sehr genussvoll ihre Gerichte, die dann am Heiligabend bei uns abgeholt werden können. Alle Köstlichkeiten werden in hitzebeständigen Schalen verpackt und Sie können ganz nach Ihren Wünschen den Inhalt aufbacken. Die Schalen tragen einen Garhinweis, so dass es auch garantiert gelingt.
Sie haben Zeit für Ihre Familie und können entspannt Weihnachten feiern. (und haben am Heiligabend auch keine Wartezeiten an irgendwelchen Supermarktkassen)
Den Menüplan können Sie bei uns abholen oder wir schicken Ihnen die Auflistung oder sie drucken ihn von der Homepage aus. Sie erhalten von uns dann eine Abholnummer – und schon ist kann das Weihnachtsfest kommen.

Pinkel erreicht “Kumpel und Keule” in Berlin

20. November 2016

Sehr erfreut war ich diese Woche über unsere hausgemachte Kohlpinkel. Sie hat wirklich viele Kilometer zurückgelegt und dabei viel Prominenz getroffen. So war ich am vergangenen Montag in Hannover auf dem Messegelände für die „Euro-Tier“. Dort wurde noch fleißig aufgebaut. Ich war überrascht, wie viele LKWs und Lieferanten wenige Stunden vor einer Messeeröffnung noch auf dem Gelände arbeiten. Ich habe dort zur Zentralküche Kohlpinkel, Mettwurst, Kasseler und sehr viele Lebensmittelspenden von örtlichen Großbetrieben gebracht. Die Leckereien waren für den parlamentarischen Abend des „Oldenburger Münsterlandes“ auf der Messe gedacht. Gerne übernehme ich immer wieder diese Aufgabe, damit die Region kulinarisch gut dargestellt wird.

Am Dienstag habe ich dann eine erste Bestellung von Pinkel zu einem besonderen Kollegen nach Berlin geschickt. Über diesen Auftrag habe ich mich sehr gefreut, denn er ging in die Markthalle Neun. Auftraggeber waren die „Rockstars des Fleischer-Handwerks“:  Kumpel und Keule. Was Jörg Förstera und Hendrik Haase dort gerade aufziehen, sorgt in der gesamten Branche, bei allen (!) Medien und natürlich auch bei den Kunden für ein unbeschreibliches Staunen. Sie schaffen es, richtig gut und ehrlich unseren Beruf zu verkaufen. Hendrik Haase ist Aktivist und Künstler und bringt die Kunden zusammen um über Fleisch, Wurst und Ernährung zu sprechen. Das macht er erschreckend offen, ehrlich und transparent. So liebe ich Menschen, die sich um Ernährung kümmern. Zusammen mit Jörg – ich durfte beide bei einer Ehrung in Frankfurt treffen – betreiben sie auf wirklich engsten Raum eine neue Fleischerei in Berlin. („DAS BESTE MITTEL GEGEN DAS METZGERSTERBEN? EINE METZGEREI AUFMACHEN!)
Sehr häufig wird über „Kumpel und Keule“ in den Medien berichtet – und das völlig zu Recht. (“Diese Berliner Metzgerei ist spitze! Kein Wunder also, dass der Eröffnung (…) so viel Beachtung geschenkt wird, wie sonst nur der Eröffnung der Fashion Week oder der Berlinale.”  — ZDF Mittagsmagazin)

Das Team von Kumpel und Keule kochen und bieten jetzt Grünkohl an. Schön, dass wir dazu die „Gastwurst“ liefern durften. Danke! Ich hoffe, dass der Grünkohl und die Pinkel nun Berlin erobern wird und dann vielleicht im neuen Jahr heißen wird: „Grünkohl und Pinkel für die Berlinale – Stars pfeifen auf Kaviar!“ ; :-)

Das Interview führt der von mir sehr geschätzte Georg Schweinsfurth

Segeltörn und Partyservice im Auktionsangebot

16. November 2016

Noch bis zum 20.November 2016 (21 Uhr) läuft eine sehr interessante Auktion bei meiner Lokalzeitung, der „Oldenburgischen Volkszeitung“. Dort bieten unterschiedliche Firmen aus der Landkreis Produkte und Dienstleistungen an, die dann per Gebot ersteigert werden können. Ich finde diese Form des Angebots sehr reizvoll und habe mich daher mit 5 zu ersteigernden Angeboten beteiligt. Wir bieten für unser Gourmet-Segeltörn im Mai 2017 zwei Auktionen im Wert von je 250.- Euro an (Infos dazu: Klicke auf 1.Link und 2.Link). Ersteigern Sie diesen Gutschein können Sie viel Geld sparen und erleben ein tolles Wochenende gemeinsam mit uns und sehr viel Genuss.

Im zweiten Paket sind drei Auktionsgutscheine von je 250.- Euro für eine Lieferung unseres Partyservice. Wir beliefern Ihre Geburtstagsfeier, Grillfest, Betriebsfest oder Familienfeier (oder jede andere Art von Festlichkeiten) im Wert von 250.- Euro. Übersteigt die Gesamtsumme der Feier den Gutschein, zahlen sie nur noch die Differenz.

In den vergangenen Jahren war die Auktion sehr beliebt. Viele Kunden wissen schon jetzt, dass Sie im Jahr 2017 eine größere Feier haben und können so den ersten Baustein dazu setzen, indem sie für den eigenen Geburtstag bieten…

Einige Kunden fragten auch an, ob sie z.B. den ersteigerten Gutschein für den Segeltörn auch in unserem Partyservice einsetzen können (wenn z.B. der Termin nicht passt, oder es dem Partner/in nicht gefällt). Auch hier sind wir flexibel. Der Gutschein kann für alles bei uns eingelöst werden.

Und nun wünsche ich Ihnen viel Glück bei der Auktion – anmelden und bieten – vielleicht erleben Sie so ein traumhaftes Segelwochenende mit unserer Küchencrew. Ich würde mich sehr freuen.

Kopfkino

13. November 2016

Ein Beitrag ohne Fotos, nur mit Bildern aus dem Gedächtnis.

Ich suche im Dunkeln ein Straßenschild – ich fahre sehr langsam. Das Schild ist nicht zu finden, wie so oft in Siedlungen. Ich fahre aber mit dem Buffet aus meinem Gedächtnis heraus in die Straße rein: Haunummer 6 suche ich. Oft ist die Lieferadresse dort, wo die meisten Autos stehen – blöd – ich komme bei Haus mit der Nr. 4 an. Es ist sehr eng auf dem Hof, und ich fahre nur nach dem Akustiksignal des Autos zurück auf die Straße. Dort finde ich rückwärtsfahrend die Nr. 6 nicht. „Warum habe ich keine Taschenlampe dabei?“, frage ich mich. Ich drehe mein Auto so, dass ich mit den Scheinwerfern den Hauseingang erkenne. Beim ersten Haus ist nichts zu sehen…alles dunkel und keine Hausnummer! Ich fahre kurz vor…Bingo: Die Nr.6 ist zu sehen! Die Hofeinfahrt ist auch sehr eng, und ich möchte nicht an einer Gartenmauer hängen bleiben. Also wende ich großzügig und halte an der Straße. „Seltsam, hier ist ja alles dunkel“, dacht ich noch. Mein Kontrollblick auf die Auftragsbestätigung sagt aber: Nr. 6. Ich öffne die Heckklappe des Transporters. Was nehme ich zuerst mit? Die Salate mit der Dressing Sauce wäre gut, weil ich ja noch an der Haustür klingeln muss! Ich gehe also mit einer Schüssel Rucola Salat mit Parmesan und zwei Glaskaraffen mit Dressing zum Eingang. Der Weg steigt leicht an – es ist aber verdammt dunkel. Nur noch wenige Meter bis zur Tür und dann passierte es!

Ich bemerke eine kleine Stufe – die ich jedoch nicht gesehen hatte – keine Chance! Die Glasschüssel mit dem Salat in der rechten Hand flog – sehr hoch! Mit einem langen „Ausfallschritt“ versuchte ich vergeblich einen Sturz zu vermeiden, um die Dressing Saucen zu retten. Im Flugmodus der Salatschüssel schaltete der Bewegungsmelder das Licht vor der Eingangstür ein. Licht im freien Flug! Ein tolles Gefühl, wenn man sieht, wohin man fällt. Der Blumenkübel vor der Tür waren mein persönlicher Stopper. Der Salat – man mag es kaum glauben – flog etwa 2 Meter hoch unter der Eingangstür und blieb dann direkt vor der Tür liegen. Besser kann niemand parken! Die Saucen landeten daneben – ein Bild wie aus der Biotonne. :-) Es schepperte mächtig, weil alles auch Glas war und die Geräuschkulisse ohrenbetäubend war. Durch meine sportliche Fitness ( :-) ) konnte ich mich elegant abrollen. Ich spürte nur leichte Zerrungen und am Handgelenk etwas Schmerzen. „Verdammte Sch…e!“, war mein erster Satz, als ich wieder stand! Sekunden später ging die Tür auf, weil der Lärm scheinbar auch innen zu hören war. „Das Essen muss da sein! Ich habe da so etwas gehört…!“, so die Gastgeberin….
Das Haus mit der Nr. 6 ist mir nun bekannt und bei der zweiten Salatlieferung war mir die Stufe noch in guter Erinnerung.

Genuss unter Segel. Fahren Sie mit uns?

3. November 2016

Foto: Ein wunderschöner Segler: Die Poseidon – ein Plattbodensegler – wunderbar ausgestattet

Unter großen weißen Segel sitzen, entspannt das Meer lauschen und den frischen Wind in vollen Zügen genießen. Dazu leckeres mediterranes Essen, das auf dem Segelschiff zubereitet wird. So etwas klingt nach Urlaub, Südsee und braungebrannten Menschen.

Unter dem Motto „Genuss unter Segel – die Freese Gourmetsegeltörn“ haben wir einen holländischen Großsegler gechartert und möchten zusammen mit Ihnen eine 3-tägige Genussreise unternehmen. Wir werden Sie kulinarisch verwöhnen und möchten unvergessliche Stunden bereiten. Der Segeltörn vom 12.Mai bis zum 14.Mai startet an der westfriesischen Küste in Harlingen/Holland. Wenn der Wind es zulässt, segeln wir nach mit der Crew hinaus. Die Inseln Ameland und Terschelling sind Ziele, die wir anlaufen möchten. Unter Deck kochen wir leckere Gerichte. Zusammen mit erlesenen Getränken möchten wir diese Tage fein und mediterran gestalten. Am Abend kann auf den Inseln das Nachtleben ausgiebig getestet werden. Geschlafen wird auf unserem Boot, der „Poseidon“. Der Komfort ist rustikal, sehr gepflegt und zum wohl fühlen. (10 x Zwei-Bett Kabinen, 2 x Vier-Bett Kabinen, 2 x Duschen und 4 x Toiletten) Im großen Salon ist Platz für einen „Schnack“ und schönen Aussichten aufs Meer.

Das gesamte Paket bieten wir als „All-in“ an, d.h. alle Übernachtungen, Frühstück, Mittagessen, Buffets, Snacks, Getränke, Parkplatz und die Möglichkeit aktiv am Segeln mitzuwirken, sind im Paket enthalten. Es sind keine Segelkenntnisse nötig, denn die Crew wird uns sicher leiten.

Wenn sie Interesse an ein schönes und genussvolles Wochenende haben, schicken wir Ihnen gerne weitere Informationen zu. Auch als Präsent zum Weihnachtsfest können wir das Event sehr empfehlen. Teilnehmer müssen nicht aus unserer Region kommen, sondern Sie können von überall her dazu kommen um dabei zu sein.
Ich freue mich schon auf dieses Event- segeln Sie doch einfach mit!

Foto: Blick in unsere “gemeinsame” Küche…

Ein Marketingtag voller Ideen und Begeisterung

1. November 2016

Der zweite Internet-Marketing-Tag im Handwerk fand am 26.Oktober 2016 in Frankfurt statt. Im Camps der Frankfurter Goethe-Universität fand das Treffen der Netzaffinen Handwerker statt. Die Location war aller erste Sahne um es vorweg zu nehmen.
Foto: Eine sehr herzliche Begrüßung durch Nina Ruge


Ich hatte vom Veranstalter Thomas Issler und Volker Geyer eine Anfrage bekommen, ob ich auf dem Event über mein Blog „Essen kommen!“ referieren möchte. „Erfolgreich Bloggen im Handwerk“ stand auf der Tagesordnung. Die Veranstaltung war mit richtig tollen Referenten und einem bunten Themenstrauß gespickt. Schon am Vorabend konnte ich im Hotel sehr viele Freunde, Blogger, Handwerker und Querdenker begrüßen. Dieses „Come Together“ war für mich der erste Höhepunkt, weil man hier viele Gemeinsamkeiten zum Thema hat.

Im großen Hörsaal der Universität wurde ich sehr freundlich von der Moderatorin Nina Ruge begrüßt. Sie war perfekt vorbereitet und kannte jeden der Referenten/innen und deren Vita. Ich war beeindruckt von der Professionalität der bekannten Fernsehdame.
Die Vorträge begannen nach der Begrüßung sehr pünktlich um 9:45 Uhr mit einem Vortrag von Umberta Andrea Simonis. Sie sprach über Handwerker-Erlebnisse und die lebendige Servicekultur als Voraussetzung für Erfolg im Internetmarketing.

Kurz darauf wurden die Sieger der Handwerkerseiten des Jahres vorgestellt. Auch hier waren sehr innovative und kreative Kollegen am Werk. „My Hammer“ stellten die Gewinnerseiten vom Fliesenleger Stefan Bohlken, Eva-Maria Trummer und Anja Leipert vor. Den ganzen Beitrag lesen »

Mythos Leberwurst – das kommt wirklich rein

26. Oktober 2016

Foto: Die hausgemachte Bauerleberwurst im Dialog mit rustikalem Brot

Wenn ich mir einige Gespräche zum Thema „Leberwurst“ anhöre, dann weiß ich, dass hier sehr viel Unwissenheit herrscht. „Nee Leberwurst esse ich nicht, da kommen nur „Reste“ hinein!“ oder „Der Geselle wird vereidigt, der Lehrling zur Schule geschickt und dann wird Leberwurst gemacht!“ oder „Meister, wenn das rauskommt, was da reinkommt, kommen Sie da rein, wo sie so schnell nicht wieder rauskommen!“ Ok. Einiges mag etwas humorvoll betrachtet sein, aber es wirklich ein Thema. Das höre ich immer wieder bei den berühmten „Stammtischgesprächen“.

Ich stelle sehr gerne Leberwurst her. Als ich meinen Fleischerladen noch geöffnet hatte, wurde in den Wintermonaten 10 bis 15 Sorten dieser Delikatesse hergestellt. Ich liebe es etwas auszuprobieren und Neues zu wagen. Leberwurst mir Preiselbeeren, Bruschetta oder mit Äpfel und Zimt waren meine persönlichen Lieblinge.

Heute habe ich aufgrund vielfachen Kundenwunsches wieder „Bauernleberwurst“ in Gläser eingekocht. Um mit dem Inhaltsmythos aufzuräumen, möchte ich gerne vortragen, wie ich die handwerkliche Wurst gemacht habe. Mein alter Lehrmeister, Hans-Gerd Bruns aus Esens, sagte mir immer: „An der Leberwurst erkennt man einen guten Kollegen! Wenn die lecker ist, sind die anderen Sachen auch gut!“ Recht hatte er.

Für meine Wurst bin ich extra zu einem noch schlachtenden Kollegen gefahren, um mir dort besonders frisches Fleisch für die Wurst zu holen. Erinnern Sie sich noch: Bei den Hausschlachtungen früher, wurde immer als erstes die Leberwurst/Kochwurst gemacht, weil die Zutaten extrem frisch sein müssen. Diesen Geschmack kann man mit keinen Gewürzen bekommen! Ich habe mir also Köpfe, Schweinebacke und Schweineleber geben lassen. Diese habe ich über Nacht ganz schonend im Wasser gegart. Die Leber habe ich von den Gallengängen befreit und kurz gewässert. Von den Köpfen habe ich das magere Fleisch genommen und zusammen mit der Leber und den Backen ins betriebliche Verhältnis gemischt. Dazu wurden in Butter geschwenkte Zwiebeln gegeben und alles über den Fleischwolf grob zerkleinert. Abgeschmeckt habe ich die Kochwurst (sie gehört zur Gruppe der Kochwürste, weil alle Zutaten vorher gekocht werden) mit Kochsalz, Naturgewürzen und Naturkräutern – mehr nicht! Kein (!) Emulgator, Milcheiweiß oder andere Hilfsmittelchen. Lecker und ehrlich soll die Wurst sein.

Foto: Leider gibt es noch kein “Duftbild” -  das wäre hier perfekt!

Das gesamte Kunstwerk habe ich dann ich Weckgläser mit Gummiband gefüllt – mit „viiiieeel Handwerk“. Alles wird im Druckkessel zunächst unter Vakuum gesetzt und später im heißen Wasser bei +107°C gekocht. Nach dem Kochvorgang werden die Gläser abgekühlt.

Ein kleiner Tipp noch: Leberwurst entfaltet das ganze Aroma erst, wenn sie Zimmertemperatur hat (wie ein guter Wein!) Nehmen Sie also rechtzeitig die Wurst aus dem Kühlschrank, damit der Genuss höher ist. Ich empfehle auch oft, bei einem Lebewurstbrot auf die Butter/ Margarine zu verzichten. Die Wurst hat genügend „Power“ (Stichwort: Cholesterin)

Ich wünsche jedenfalls schon einmal richtig „Heißhunger“ auf Leberwurst und rustikales Brot.
Mich interessiert natürlich auch, welche Leberwurst sie gerne essen und wo es sie gibt! (Es können auch Namen genannt werden). Freue mich auf ein Leberwurst-Feedback…Foto: Es ist viel Handarbeit dabei, bis die Gläser verkauft werden können

Neue Bilderausstellung: 30 ehemalige Visbeker Gasthäuser

24. Oktober 2016

Die Bilderausstellung bei uns im Restaurant wird immer mal wieder durch neue Aufnahmen ersetzt. Der örtliche Heimatverein hat für uns eine Bildergalerie zusammengestellt, die 30 ehemalige Visbeker Gaststätten zeigt. Die Sterben der Dorfkneipen macht auch bei uns im Ort keinen stopp. Einige der Aufnahmen zeigen wird sehr seltene Häuser, an die ich mich aus meiner Kindheit kaum erinnern kann.
Als ich die Aufnahmen und die Deko dazu fertiggemacht habe, gab es von Gästen schon die ersten Kommentare. Einige Kneipen und deren Wirte bleiben lange in Erinnerung. Am Sonntag kamen z.B. verschiedene Gäste über einen langen Zeitraum ins Gespräch. Sie standen aufgeregt vor Bildern und sprachen von alten Zeiten und Personen, die schon lange nicht mehr leben. Die Ausstellung „Ehemalige Visbeker Gaststätten“ wird so zu einem Dialog und zu einer Empfehlungsplattform für weitere Gespräche zu Hause. Ich möchte mich ganz herzlich beim Heimatverein Visbek bedanken, die uns diese Bilder zur Verfügung gestellt haben.
Gerne können Sie sich die Ausstellung bei uns ansehen und sich an vergangene Zeiten erinnern. Willkommen!
Das Video zeigt einen kleinen Einblick von den historischen Gebäuden.

Wildspezalitäten für Feinschmecker

20. Oktober 2016


Foto: Entenburst mit einer Kräuterkruste

Der letzte Kochabend stand unter dem Motto: Wildfleisch. Es hatten sich zahlreiche Gäste eingefunden, um sich kulinarisch weiterzubilden. Wie immer waren unsere Gäste echte Feinschmecker, Kenner und Liebhaber – kurz: Genussmenschen!
Wir hatten sehr viel Spaß in der Küche und einen unterhaltsamen Abend.
Meine Frau und ich haben folgende Gerichte zubereitet und anschließend zur Verköstigung angeboten:

Rehkeule mit Oliven und Walnüssen
Entenbrustfielt mit einer Kräuterkruste
Rehbraten mit einer Parmesankruste
Rehmedaillons reduziert in einer Sahnesauce
Wildburger mit Preiselbeeren
Bouillon mit Hirschklöße
Entenburst aus dem Napoleon-Grill
Roastbeef gegart im Suppenteller
Gemüse-Pfifferling Pfanne
Drilling-Kartoffeln mit einer Pesto Sauce

Dazu wurde eine spezielle Gewürzmischung gezaubert, die alle Teilnehmer mitnehmen konnten. Uns hat es mal wieder riesig Spaß gemacht und wir freuen uns auf den nächsten Kochabend, der sich mit dem Thema: Weihnachtsmenüs – leckeres für Ihre Feiertage. Wir kochen raffinierte Gerichte, damit Ihr Weihnachtsfest zum Genuss-Entspannungs-Fest wird.