Ein Samstag im Juni

10. Juni 2019

Es gibt Arbeitstage, bei denen man schon vorher weiß, dass es zeitlich sehr eng wird. Ich möchte einmal aufzeigen, wie so „normaler Samstag“ aussieht. Dazu habe ich chronologische Zeitfolge an diesen Tag mitgeschrieben. Natürlich ist das nur meine Sicht der Dinge und nicht die der anderen aus dem Team. Was man nicht erfassen kann, ist die Anspannung an einen solchen Tag. Alle Speisen müssen punktgenau stimmen und die Buffeteröffnung auf den jeweiligen Veranstaltungen sind unser Messfaktor.

Ein Samstag im Juni…
7:00 Uhr – Aufstehen und sich zurecht machen.
7:30 Uhr – Rindfleischsuppe ansetzen. Wir kochen etwa 30 l Suppe.
8:20 Uhr – Wir bringen ein großes Grillgerät nach Vechta für die Hochzeitsfeier am Abend.
8:45 Uhr – Einen anderes Grillgerät von einer Veranstaltung des Vortages wird abgeholt.
9:00 Uhr – Ein Transporter wird von einem Autoverleih aus Vechta mitgenommen. Am Abend brauchen wir drei Fahrzeuge.
9:15 Uhr – Grill ausladen und die Grillrosten zur Reinigung einlegen. Der Grill wird am Abend benötigt.
9:30 Uhr – Entrecôtes für eine Beefer-Aktion zu Mittag zuschneiden. Die Gäste werden um 12 Uhr erwartet.
9:45 Uhr – Bulli beladen mit der Riesenpfanne, Grillgeräten, und 250 Teller, Dessertschalen usw.
10:00 Uhr – Der Grill ist gereinigt und auch verladen.
10:10 Uhr – Vom heftigen Sturm ist die Verankerung des Sonnensegels gerissen. Das Segel muss abgebaut werden, die Terrasse muss geräumt werden. Das passt gar nicht ins Zeitfenster!
10:15 Uhr – Ein weiterer Bulli fährt nach Wildeshausen, um dort das Geschirr vom Vortag abzuholen (80 Personen).
10:30 Uhr – Die Rindfleischsuppe ist fertig. Erste Kunden holen die Suppe schon ab.
10:30 Uhr – Ein Kunde bringt mit seinem Fahrzeug Gefäße von einer Feier zurück. Die 70-Personen-Feier war auch am Vortag. Er hat das gesamte Geschirr perfekt gereinigt! Danke dafür.
11:00 Uhr – Wir sind in Vechta verabredet, um die Buffettische herzurichten und den Grillstand aufzubauen.
11:30 Uhr – Alles perfekt gelaufen. Die Buffettische waren da. Den Grillstand konnte ich wegen des Sturms noch nicht aufbauen.
11:40 Uhr – Auf den Rückweg nach Visbek. Schnell noch von einer 200 Personen Veranstaltung das Geschirr einsammeln. Gottlob lag es auf meiner Wegstrecke. Um 12:00 Uhr kommen ja die Beefer-Gäste.
12:00 Uhr – Die Beefer-Gäste waren super pünktlich. Fleisch vorgestellt, beefen und präsentieren.
13:00 Uhr – Weitere 20 Personen waren zum Spargel-Burger angemeldet. Die verspäten sich scheinbar…
13:30 Uhr – Die Burger-Gäste treffen ein. Begrüßung – wir sind aber sehr gut vorbereitet. Ich schneide derweil 30kg frischen norwegischen Lachs für das Grillevent am Abend.
14:00 Uhr – Mittagessen und kurze Pause bis 15:00 Uhr. Bin aber so aufgeregt, dass ich kaum Ruhe finde.
15:00 Uhr – Das vorgepackte Geschirr in die Fahrzeuge verladen. Die kalten Gerichte (Antipasti, Salate, Dessert) für die Hochzeitsfeier einladen.
16:00 Uhr – Buffet ausladen. Mir läuft etwas die Zeit davon, weil nicht alles passte und das Wetter immer noch grausam ist (Sturm, Regen).
16:30 Uhr – In einem zweiten Bulli hatten wir gleichzeitig ein weiteres Buffet an Bord. 110 Personen -Aufbau – Produktschilder anlegen – perfekt! Zeit gewonnen!
17:15 Uhr – Rückfahrt nach Visbek – wir hängen in der Zeit, weil um 18:00 Uhr der Empfang auf der Hochzeit schon geplant ist.
17:30 Uhr – In der Firma schnell das Grillfleisch verladen, noch einen Arbeitstisch mitnehmen und wieder nach Vechta.
17:45 Uhr – In Vechta bei der Hochzeitsfeier – Auto schnell ausladen. Ich bleibe am Buffet vor Ort. Der Bulli muss aber schnell zurück, um einige warmen Kartoffelgerichte zu holen. (Buffet soll um 19       Uhr eröffnet werden).
18:10 Uhr – Die Grillgeräte glühen. Wir beginnen um 18:15 Uhr mit dem Grillen.
18:40 Uhr – Der Bulli ist zurück mit den Kartoffelgerichten. Buffet ist schon vorbereitet (Folien abziehen, Anlegebestecke…).
18:55 Uhr – Ich teile dem Brautpaar mit, dass wir mit dem Buffet starten können.
19:00 Uhr – Punktlandung. Das Buffet wird eröffnet, obwohl das Wetter noch einen Strich durch den Ablauf machte. Die Gäste konnten nicht zu den Grillgeräten kommen (Starkregen).
19:30 Uhr – Zeitgleich wurden noch Buffets ausgeliefert mit: 110 – 50 – 28 Personen.
20:30 Uhr – Die Hochzeitsgäste waren mit den Vorspeisen, Grillbuffet, Dessert und Beilagen sehr zufrieden.
21:00 Uhr – Wir sind mit dem gesamten Schmutzgeschirr schon wieder in Visbek. Alles wird sofort gereinigt und ins Geschirrlager gepackt.
21:30 Uhr – Noch einmal zur Hochzeit in Vechta. Die Mitternachtsschnittchen werden frisch angeliefert.
21:45 Uhr – Alle Grillgeräte wurden verladen – nicht so einfach, wenn man allein damit beschäftigt ist.
22:30 Uhr – Mit den Grillgeräten zurück. Das gesamte Geschirr der Hochzeit ist schon gespült und verpackt. Die Küche wird gerade gereinigt.
22:45 Uhr – Grillgeräte zur Reinigung ausgeladen und eingeweicht in einer heißen Seifenlauge.
23:00 Uhr – Küche ist fertig. Grillgeräte sind eingeweicht.
23:15 Uhr – Kasse aus dem Restaurant muss noch abgeschlagen und gezählt werden.
23:15 Uhr
– Mit einem Glas Rotwein versuche in nun, mich etwas zu „entschleunigen“. Bin sehr dankbar, dass alles so gut geklappt hat. Dank an mein Team, meine Frau Carola und meinen Sohn Lucas.

Es bleibt eine kurze Nacht (schnell schlafen), weil am Sonntag um 9:00 Uhr schon das erste Geschirr wieder eingesammelt werden muss.
Ein (fast) ganz normaler Samstag im Partyservice. Es macht uns aber Spaß und wir sind mit Freude, Leidenschaft und viel Erfahrung bei der Arbeit.

Meine Buchempfehlung: Grillen das ganze Jahr

24. Mai 2019

http://tomsgrillwerkstatt.at/wp-content/uploads/2015/05/tom-veggi.jpgFoto: Tom Heinzle ist leidenschaftlicher Griller (Bildquelle: Webseite Tom Heinzle von Vivi d`Angelo)

Die Grillgeräte glühen schon lange. Immer neue Geräte, Grillprodukte und besondere Beilagen werden präsentiert. Die Zeit des „einfachen Nackensteaks“ scheint vorbei zu sein. Das deckt sich auch mit unseren Grillerfahrungen, die wir im Partyservice machen und natürlich auch bei den Kochkursen zum Thema Grillen.

Die Zeitschriften, Zeitungen und auch Online findet man sehr viele Rezepte, Anregungen und Tipps dazu. Ich liebe aber Gerichte, die schmecken, die einfach umsetzbar sind und die etwas Spielraum für Kreativität lassen. Diese Anregungen findet man in den Büchern von Tom Heinzle. Ein begnadeter Grillprofi aus Österreich, der mir schon vor sehr langer Zeit aufgefallen ist, weil er mit außergewöhnlichen Kreationen begeistert. Ich durfte Tom auf zwei Grill-Veranstaltungen live erleben, beim Dirk Ludwig in seiner Steakschaft und im „Garten von Ehren“. Seine Gelassenheit und Ruhe am Grill zeigen mir, dass ihm das Spiel mit hochwertigem Lebensmittel, Aromen, Kräutern und seine Vorstellungskraft für innovative Gerichte liegt. Mit seiner charmanten österreichischen Mundart stellt er ganz ruhig seine Grillprodukte vor. Selbst wenn er einige Grillgeräte gleichzeitig bedient, bringt er sein Fleisch punktgenau auf den Teller.

Gleich drei seiner Bücher habe ich fast ständig auf dem Schreibtisch liegen. Eigentlich kann ich alle sehr empfehlen: „Toms Grillwerkstatt – Roast’n Roll Forever“ – „Wild Grillen“ – und neu: „Grillen das ganze Jahr“.

Im neusten Werk des Grillmeisters – „Grillen das ganze Jahr“ begleitet er die unterschiedlichen Jahreszeiten. Frühling, Sommer, Herbst und Winter – jede Jahreszeit bietet seinen ganz speziellen Hochgenuss, den Tom perfekt auf die jeweiligen Monate heruntergebrochen hat. Klasse auch am Ende jeder Jahreszeit das 4-Gängige Menü mit Aperitif. Da spüre ich schon beim Lesen große Grilllust in mir! Diese 239 Seiten bekommen von mir das Prädikat: besonders lesenswert mit dem Zusatzsternchen: Grilllust pur!

Besonders schätze ich Fischgerichte, die mit Blutwurst gefüllt werden, oder Fenchelgemüse vom Grill, Öle, Gewürzmischungen, Wildpreiselbeersauce mit Schokolade und die sehr einfachen Zubereitungserklärungen.  Auch die Fotos in den Büchern sind sehr ansprechend gemacht (Fotografie: Vivi d` Angelo).

Wenn man einen Grill-Fan eine große Freude machen möchte (Vatertag?), so schafft man mit einem Buch von Tom gleich zwei Dinge! 1. Freude beim Beschenkten und 2. eine Einladung zu einem genussvollen Grillabend mit vier Gängen…

Der Scharfmacher

13. Mai 2019

Jeder hat Aufgaben, die er nicht gerne erledigt und entsprechend lange vor sich herschiebt. Mir geht es immer so beim Thema „Messer schleifen“. Ich warte oft so lange, bis ich kaum noch einen Beutel aufschneiden kann. Meistens haben wir 10 verschiedene Messer, die täglich benötigt werden. Kleine zum Ausbeinen, große Fleischmesser zum Zuschneiden oder Tranchiermesser, um Sehnen und Knorpel vom Fleisch zu schneiden. Einige Messer liegen gut in der Hand. Bei anderen (meistens schwere Messer) wird die Hand schneller müde. Wenn dann aber zunehmend alle Messer stumpf sind, dann nehme ich auch schon einmal ein „unbeliebtes Messer“ um das Fleisch zu schneiden.

Irgendwann kommt man aber an einen Punkt an, wo mein innerer Schweinehund zu mir sagt: „Ludger, heute schleifst du aber die Messer! Keine Ausrede mehr!“ Dann reinige ich die Messer gründlich (müssen alle fettfrei beim Schleifen sein) und los geht’s. Das Bandschleifgerät steht immer betriebsbereit. Für die 10 – 12 Messer benötige ich etwa 30 Minuten, wobei ich die großen Messer lieber schärfe. Wenn ich dann alle Messer frisch geschliffen habe, werden sie noch einmal mit dem Polierstahl (besonders glatter Wetzstahl) ganz vorsichtig abgezogen. Es ist darauf zu achten, dass sich kein Grad auf der Messerklinge bildet, weil man damit später nicht arbeiten kann und auch mögliche kleinste Metallsplitter ins Fleisch gelangen können. Fakt ist auch, dass man sich mit einem stumpfen Messer leichter schneidet, als mit einem scharfen Messer. Der Grund ist klar: Mit einem stumpfen Messer muss man mit viel mehr Druck und Kraftaufwand schneiden. Die frisch geschliffenen Messer hingegen schneiden wie das berühmte „Messer durch die Butter“.

Wenn ich dann die Messer alle wieder auf den neusten Stand habe, bin ich glücklich und happy – heute sogar so sehr, dass ich darüber einen Blogbeitrag schreibe! In einem älteren Video zeige ich, wie das Messerschleifen funktioniert. (+91.000 Klicks!)

Die Legalisierung von Burger und Spargel

5. Mai 2019

Auf unserer Spargelkarte hat sich der „Spargelburger zu einem wahren „Prachtkerl“ entwickelt. Sehr beliebt ist er! Es gibt Gäste, die sich beim Bezahlen für die tollen Burger bedanken. Ein Grund für mich, ihn einmal in einem Video vorzustellen. Emad Ramadan bereitet ihn für uns zu. Die Besonderheit ist das hausgemachte „Birnen-Chutney“ das dem Ganzen eine tolle Note gibt. (und natürlich der Spargel vom Alfken Hof) Viel Spaß mit dem Filmchen. Es kann sein, dass man beim Betrachten etwas „sabbert“ – also bitte nicht direkt oberhalb der Tastatur zuschauen…

Sehen wir uns auf dem Grillfest?

29. April 2019

Foto: Die Lachsforelle auf der Holzplanke

Im Partyservice grillen wir bekanntlich auch sehr viel beim Kunden. Es gibt die unterschiedlichsten Veranstaltungen, von Geburtstagen, Familienfeiern, Hochzeitsfeiern, Betriebsfeste oder auch das berühmte Klassentreffen.
Auch die Wünsche, was auf die Grillstäbe gelegt werden soll, sind sehr unterschiedlich. Einmal soll es klassisch sein, mit zarten Nackensteaks und Grillwürsten und andere Kunden möchten etwas sehr Hochwertiges vom Grill.
Folgendes Grillbuffet habe ich für einen Kunden angeboten. Was würde Euch gut schmecken? Was kommt auf Euren Teller?

Vorspeisen Buffet
Antipasti
Spargelspitzen eingelegt
Zucchini eingelegt
Gefüllte Minitomaten
Marinierte Auberginen
Eingelegter Fetakäse
Gefüllte Peperonis
Marinierte Austernpilze
Vitello Tonnato
Carpacchio von der Entenbrust

Frisch vom Grill
Lammkarree
Schweinelachssteak vom „Bunten Bentheimer Schwein“ mit Olivenöl und Meersalz
Lachsforelle von der Holzplanke
Grobe fränkische Bratwurst mit Emmentaler Käse
Bacon Kartoffeln
Mediterranes Grillgemüse
Grüner Spargel im Speckmantel

Salat Buffet
Rucola Salate mit Parmesan
Feldsalat mit Scampi
Griechischer Schafskäsesalat
Tomaten mit Mozzarella
Blattsalate mit hausgemachtem Himbeerdressing
Ofenfrisches Ciabatta
Hausgemachte Kräuterbutter
Verschiedene Dips

Dessert Buffet
Beeren vom Räucherbrett mit Joghurtcreme
Mascarpone Trifle

Na? Sehen wir uns am Grillbuffet? Würde mich freuen!
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Lust auf etwas andere Spargelgerichte?

25. April 2019

Foto: Der Spargelburger entwickelt sich zum Liebling

Ein Genuss aller erster Güte ist die Spargelzeit. Das junge zarte Gemüse ist einfach sehr schmackhaft und lässt sich hervorragend mit tollen Zutaten verfeinern. Wir bieten gleich zwei unterschiedliche Möglichkeiten an. Wer für seine Feier Spargel geliefert haben möchte, dafür hält unser Partyservice ein tolles Angebot parat. Auf unserer Homepage finden Sie dazu einen Link zum Monatsangebot. Dort ist ein sehr üppiges Spargelbüffet zu sehen. Geliefert wird Ihnen: Schweinefilet in Pesto-Sauce, Hähnchenschnitzel, hausgemachter geräucherter Schinken, Spargel, Saucen, Schwenkkartoffel mit Dip, Salzkartoffeln und Blattsalate. Zur Krönung das Dessert mit Erdbeeren, Vanillesauce und Herrencreme.

Im Restaurant bieten wir eine Kurzkarte mit vier leckeren Gerichten, wo der Spargel den Ton angibt.  Der Spargelsalat „Feine Dame“ – ein rein vegetarischer Teller – wird der Spargel mit Sherry-Tomaten, Balsamico Dressing, gekochten Ei und Baguette Brot serviert.

„Spargelrösti“ nennen wir einen kleinen Snack, wenn der Hunger nicht so groß sein sollte. Hier kommen Kartoffel-Rösti, Spargel, Sauce Hollandaise, geräucherter Landschinken und Rucola Salat zum Einsatz.

Der „Spargel-Burger“ entwickelt sich zum Liebling der Gäste. Ein klassischer Burger mit einem Rindfleisch-Patty, Kochschinken, Rucola Salat, Spargel, hausgemachten Birnen Chutney und Hollandaise.

Auf unserem „Renner“ – dem „Spargelteller“ – sind acht Stangen Spargel, Hollandaise Sauce, zwei Schweineschnitzel, Schwenkkartoffel mit Pesto Sauce zu schmecken.

Den gesamten Spargel beziehen wir natürlich aus der Region vom Alfkens-Hof – mitten in der Wildeshauser Geest. Der Hof liefert uns wirklich erstklassigen Spargel. Der Anbau von Spargel und Beerenfrüchten ist dort eine Herzensangelegenheit – das spürt man als Kunde sofort, wie herzlich der Umgang mit Mitarbeitern, Kunden und der Ware ist.

Wenn Sie also Lust auf eine Spargelevent haben, dann reservieren Sie gleich jetzt einen Tisch. Auch Gruppen sind uns sehr willkommen. Damit wir auch alles perfekt zubereiten können, sollten Gruppen sich vorab anmelden. Herzlich willkommen!

Anerkennung, Toleranz, Respekt – verlieren wir gerade die Contenance?

18. April 2019

n der Sendung „HART ABER FAIR“ vom 15.April 2019 wurde das Thema: „Mit hübschen Siegeln gegen schlechtes Gewissen?“ kontrovers diskutiert. Mir geht es weniger um die Sendung, die Themen und die Inhalte der Diskussionen. Da wir eh jeder eine andere Sicht der Dinge haben. Für mich gehören Fleisch, Wurst und Lebensmittel tierischer Herkunft zum Leben, genauso wie Gemüse, Salate und auch Erzeugnisse aus pflanzlicher Herkunft.

Ich war nur entsetzt, welch heftige Diskussionen nach der Sendung im Netz standgefunden hat. So viel Haas, Aggressionen, Unwissenheit und verletzte Worte haben mich sprachlos gemacht. Jeder hat das Recht seine Meinung zu nennen – das ist auch gut so. Aber bei politischen Themen und bei Ernährungsthemen tierischen Ursprungs, wird oft unsachlich und bewusst der Person verletzend argumentiert. Auf Facebook wurden zu den Themen der Referenten über 1600 Kommentare geschrieben. Die meisten Beiträgen waren extrem kritisch verfasst. Warum macht man das? Welche Gründe gibt es, mit so kritischen Worten auf fremde Menschen zu dreschen? Ist das neuer Stil in der Gesellschaft keine andere Meinung und Lebensform zu tolerieren? Anerkennung und lobende Worte findet man kaum noch. Verkommen wir zu unmenschlichen Kritikmonstern?
Gerade die kritischen Zeilen gegen Sarah Dhem (Kalieber, und Wurstwaren Schulte, Lastrup) haben mich regelrecht bedrückt. Ich kenne Sarah und Mirko Dhem persönlich. Ich bewundere Ihren Weg, denn bei Ihnen steht das Tierwohl, Gesundheit und Fairness im Mittelpunkt des Unternehmens. Sie setzen sich leidenschaftlich mit dem Offenstall-Programm, besonderes Fleisch und dem Dialog mit der Landwirtschaft, Schaltbetrieb und den Kunden auseinander. Durch ihr „TUN“ haben sie sich zu einem Leuchtturmbetrieb entwickelt. Wenn ich dann die unqualifizierten Kommentare lese, bleibt mir nur noch fremdschämen übrig.  Ich glaube, dass nur ganz wenige über den Tellerrand geschaut haben, bevor sie einen Kommentar ins Netz gestellt haben. Es wird vieles falsch interpretiert, vermischt und mit seltsamen Beispielen belegt.

Warum gelingt es uns nicht, ehrlich und fair miteinander umzugehen? Nicht der Gesetzgeber ist gefragt, sondern jeder von uns. Durch unser Einkaufsverhalten kann man etwas ändern, genauso wie auch Verzicht, bewusstes Essen, Anerkennung und Toleranz. Es ist mir bewusst, dass es vielleicht nicht funktionieren wird und dass sehr lange dauern kann. Aber mit Verboten, Beschuldigungen und den „Zeigefinger“ werden wir nichts ändern. Nur mit TUN. Lasst uns den Weg der Veränderung gemeinsam gehen. „Wenn wir nur zuerst herausfinden könnten wo wir stehen und wohin wir tendieren, dann könnten wir besser beurteilen, was zu tun und wie es zu tun ist.“ [Abraham Lincoln]

Stell Deine Wurst selber her

8. April 2019

Foto: Seine eigene Bratwurst herstellen, wer möchte das nicht einmal…

„Es geht um die Wurst!“ – Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei!“ – „Ist mir wurscht!“ – „Du bekommst keine Extra-Wurst…!“ – „Mit dem Schinken nach der Wurst werfen!“ – „Spiel nicht die beleidigte Leberwurst!“ – „Armes Würstchen!“ – Solche oder ähnliche Redewendungen hat jeder von uns schon einmal verwendet. Dabei ist die Wurst ein sehr wertvolles Lebensmittel, mit einer unglaublichen Tradition und sehr viel Handwerkskunst versehen.

Genau darüber werden wir am 16.April 19 (Start: 19:00Uhr) in unserem nächsten Kochkurs sprechen und herstellen.”Es geht um die Wurst – ich mache meine eigene Wurst!” – unter diesem Motto werden wir gemeinsam Wurst machen. Es wird sehr viel über Würzung, Fleischqualität, Därme und Qualität gesprochen werden. Jeder Teilnehmer kann auch seine ganz persönliche Bratwurst kreieren und diese individuell würzen. Seine Wurst kann er später auch mitnehmen und zu Hause seinen Gästen präsentieren. Zu allen Wurstsorten gibt es die Rezepturen und von allen hergestellten Wurstsorten gibt es Proben mit nach Hause. Ich habe die Wurstsorten auch so gewählt, dass man sie nachmachen kann. Es nützt ja wenig, wenn man zur Umsetzung teure Maschinen und Geräte benötigt. Wer also seine eigene Wurst bei nächsten Grillevent auflegen möchte, findet an diesem Abend höchse Vollendung.

Der Abend ist noch nicht ganz belegt. Es gibt noch zwei/drei Karten für diesen genussvollen Abend.

Neue Fotoausstellung: “Wir-die Freeses!”

25. März 2019

Unter dem Titel „Wir-die Freses. Eine Zeitreise von 1957 bis heute!“ haben wir im Restaurant eine neue Fotoausstellung eröffnet. Auf über 40 Bildern zweigen wir einen bunten Querschnitt, wie sich das Handwerk entwickelt hat und wie der Betrieb gewachsen ist. Luftaufnahmen aus dem Jahr 1955 zeigen einen noch sehr leicht bebautem Ortskern. Zahlreiche Bilder von Mitarbeitern, der Familie Freese, meiner Gesellenprüfung, alte Auslieferungsfahrzeuge, Eröffnungsfeiern, die alte Küche oder Hochzeitsbilder meiner Eltern. „Wir-die Freeses“ gibt unseren Gästen viel Spielraum für gemeinsam Erlebtes und für schöne Gespräche vor den Bildern.
Kommen Sie doch einfach mal rein, und schauen sich die betitelte Ausstellung an. Wir freuen uns sehr darüber.

Natürlich verpacken – ohne Plastiktragetaschen und Co.

11. März 2019

Foto: Sehr viele Bestellungen werden bei uns abgeholt und müssen gut und sicher verpackt werden. Jetzt mit viel weniger Plastik!

Sehr viele Gerichte werden bei uns im Restaurant außer Haus verkauft. Burger, Pommes und Schnitzel werden telefonisch bestellt und zu einem ausgemachten Zeitpunkt abgeholt. Dabei fällt immer sehr viel Verpackungsmaterial an. Einige Produkte können auslaufen (Saucen, Suppen und Co) andere Sachen kühlen schnell aus und benötigen noch etwas Thermoverpackung und wieder andere Gerichte sollen einfach im Auto sicher stehen und nicht umfallen.

Aus diesen vielschichtigen Anforderungen stellt sich unsere Verpackung. Wir möchte ab jetzt noch einen weiteren ganz wichtigen Punkt mit ins Licht rücken: Umweltschutz! Wir verwenden ab sofort keine Plastiktüten mehr! Wir haben alles auch umweltschonende Papiertüten umgestellt. Einige Plastiktragetaschen werden noch aufgebraucht. Die neuen Papiertragetaschen sind schon im Lager. „Natürlich verpacken!“ – das ist unser neues Credo. So haben wir auch gleich die Faltbeutel auf Papier umgestellt, die Boxen für die Burger, Pappteller (Food-Tray Schiffchen), Pappschalen für Pommes, Bagassen für Salatschalen. Alles Sachen sind ohne einen Aufdruck, weil das auch wieder Energie bedeutet.

Foto: Die neuen Papier-Tragetaschen, Tüten, Schalen, Teller und Boxen…

Was noch geändert werden muss, ist das Einwegbesteck, Trinkhalme und die Bioabfallbeutel (Papiersäcke) Davon benötigen wir keine große Mengen, aber es gehört auch zur Plastikvermeidung.
Weniger Müll geht ja immer. Daher fragen wir bei einer Bestellung auch oft, ob die Portionen einzeln verpackt werden sollen, oder ob z.B. auch die Pommes zusammen in eine Papiertüte können.  Beim Einschlagpapier verwenden wir Pergamentpapier, weil es Feuchtigkeit nicht durchlässt oder abgibt.

Eine weitere gute Möglichkeit ist es, wenn Kunden ihre Gefäße mitbringen, in denen wir die Gerichte umfüllen. Bei heißen Eintöpfen und Suppen wird das auch schon sehr oft gemacht. Bei Gerichten aus dem Restaurant, kommt das so gut wie gar nicht vor. Warum weiß ich gar nicht. Problem ist hierbei noch der Gesetzgeber. Man darf keine Gefäße von Kunden annehmen und dies im Bedienbereich befüllen. Die Befüllung musst auf der Theke im Kundenbereich erfolgen. Da beißt sich der Umweltschutz ein wenig mit der Hygiene. Wir füllen die Eintöpfe und Suppen nur ein einem bestimmten Bereich um, der später gut gereinigt werden kann.

Noch eine sehr gute Idee hat mir jüngst die Ärztin Dr. Sarah Schons gegeben. Sie hat uns vorgeschlagen, den „Henkelmann“ wieder einzuführen. Ich kenne diese Gefäße noch aus meiner Kindheit. Darin wurde oft das Mittagessen gekocht, um es bei der Arbeit im Wasserbad leicht wieder aufwärmen kann. Auch dieser Gedanke wird von uns weiterverfolgt.

Unsere Kunden reagieren schon auf die neuen Verpackungen. „Oh, schon gesehen! Ihr habt eine neue Verpackung! Kein (oder sehr wenig) Plastik! Das gefällt mir gut!“ Wir sind mit der Umstellung noch nicht auf der Zielgerade und auch noch nicht perfekt, aber der erste Schritt ist gemacht. Wenn Sie also eine tolle Idee haben, wie man Müll und Plastik vermeiden oder reduzieren kann, dann schreiben Sie uns das! Wir prüfen dann, ob das mit unseren Gerichten konform ist und umsetzbar sein könnte. Wir leben von Veränderungen – die gemeinsam am besten gegangen werden können.

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