Geburtstagsparty: Seit 10 Jahren Blogger!

25. März 2017

Eines der ersten Handwerker-Blogs in Deutschland.


Foto: Nun bin ich schon 10 Jahre Blogger…eine schöne Zeit!

Ende März 2007 habe ich meinen ersten Blogbeitrag geschrieben – das war genau vor 10 Jahren! Unser Blog „Essen kommen!“ feiert sein 10-jähriges Jubiläum! Wahnsinn. Wenn mir vorher jemand gesagt hätte, dass ich über 10 Jahre über unsere Arbeit im Internet ein „Tagebuch“ schreibe, den hätte ich müde angelächelt und nur gedacht: „Was raucht der denn für seltsames Gras?“
In dieser langen Zeit wurden fast 2000 Artikel geschrieben, die mit fast 9000 Kommentare dokumentiert wurden. Auf diese Zahlen bin ich schon ein wenig Stolz, weil sie mir zeigen, dass auch kleine Handwerksbetriebe Interesse beim Blogbesucher wecken können. Danke schon einmal an alle die regelmäßig mitlesen, kommentieren, verlinken oder uns daraufhin “live” besuchen kommen.
In den Jahren vor dem Blog war ich Gastautor bei dem Businessblog „Stadt des Lächelns“ von Elita Wiegand. Hier wurde mir Mut gemacht, über meine tägliche Arbeit zu berichten. Die Beiträge wurden stark frequentiert, so dass bald die Entscheidung getroffen wurde, mit einem eigenen Blog zu starten. Mit „Essen kommen!“ wurde ein Titel gefunden, der alle Geschäftsfelder abdeckt (damals auch noch die Fleischerei). Mit einem Traumstart konnte ich sehr schnelle unglaubliche Besucherzahlen generieren. Im Schnitt kommen täglich zwischen 3.500 und +5.000 Besucher täglich zu uns. Ganz besonders möchte ich mich an dieser Stelle noch einmal bei Kirstin Walther aus Arnsdorf bei Dresden bedanken. Sie betreibt dort eine Kelterei mit erstklassigen Säften und war Deutschlands bekannteste Business-Bloggerin. Durch Ihre Verbindungen in der Szene hat sie mich überall vorgestellt. Wir durften später sogar zusammen beim Kommunikationskongress in Berlin auftreten. Danke für alles, liebe Kirstin.

„Was bringt Dir das Bloggen?“, diese Frage bekomme ich sehr oft gestellt. Erstens macht es mir sehr viel Spaß zu schreiben und anderen Menschen an unsere Arbeit, Nöte, Erfolge, leckerem Essen und Humor teilhaben zu lassen.

  • Es wurden über unserem Blog zahlreiche Bücher geschrieben! (Best practice)
  • Es kam zu Fernsehauftritte
  • Etwa 20 Studenten haben ihre Bachelor- u. Masterarbeiten über unseren Blog geschrieben
  • Viele persönliche Freundschaften sind dadurch entstanden
  • Viele Besuche, die zu uns gekommen sind oder ich andere besucht habe
  • Neue Geschäftsfelder und neue Produkte
  • Umsätze durch das Bloggen (im Geschäft und im Onlineshop)
  • Zahlreiche Auftritte als Referent um über das Bloggen zu berichten
  • Viele Magazine, Fachzeitungen und andere Medien berichten über unser Blog
  • Bekanntheitsgrad durch das Blog bundesweit gestiegen
  • Neue Mitarbeiter gewonnen
  • Interviews mit Journalisten, weil Blogger als Fachleute gelten
  • Unterstützung bei einigen Handwerkskollegen (Werbung, Social Media, Blog…)
  • Tipps und Anregungen von Kunden
  • Kundengewinnung
  • Partyservice Aufträge
  • …und vieles mehr!

Ich glaube, die Liste könnte man noch weiterführen. Sie soll aber nur zeigen, dass ein Blog sehr wertvoll ist und man damit sehr eindrucksvoll seine Arbeit aufwerten kann.

„Gab ist im Blog schon einmal einen Shitstorm, Kritik oder mussten Kommentare gelöscht werden? – auch diese Frage wird oft gestellt. Gelöscht habe ich in den 10 Jahren nur ganz wenige – ich müssten schätzen – vielleicht 10 Kommentare. Meistens wurde andere beleidigt oder es wurde in fremder Sprache geschrieben. Kritik ist immer gut, solange sie ehrlich verfasst wurde. Auch hiermit habe ich keine schlechten Erfahrungen gemacht. Einen Shitstorm gab es nur einmal, den ich aber genüsslich beobachten konnte, weil die Community mich hier gut verteidigt hat. Auch eine schriftliche Aufforderung das Blog zu schließen, um mich mehr auf meine Arbeit zu konzentrieren, bin ich nicht nachgekommen. Darüber bin ich immer noch sehr froh

Fazit: 10 Jahre “Essen kommen!”. Eine sehr wertvolle Zeit, die mich ungemein geprägt hat, die immer noch Spaß macht, wo ich Vorbild sein kann und die Kontinuität verlangt. Weiter habe ich tolle Menschen kennengelernt – und das alles „nur“, weil ich etwas über meine Arbeit schreibe. Das ist doch wundervoll! Danke, dass es Euch gibt!
Auf die nächsten 10 gemeinsamen Jahre!

Innovative Verpackungsideen gesucht

19. März 2017

Foto: Ein großer Teil der täglichen Gerichte werden verpackt für außer Haus.

Wenn jemand keine Plastiktüte im Textilgeschäft „Schröer – Fashion for Kids Teens“ nimmt, bekommt an der Kasse 10 Cent ausgezahlt. Eine Hammer-Idee vom Firmenchef Antonius Schröer in Vechta (siehe Video). Jetzt mögen einige Kritiker denken: „Okay, ich bekomme nur 10 Cent! Das macht mich auch nicht reich…!“ Es geht hier nicht um die Barauszahlung der Summe, sondern darum, dass ein Unternehmen seine Einsparungen bei den Verpackungskosten an seinen Kunden weitergibt. Der Kunde wird an der Kasse für aktiven Umweltschutz belohnt! Sonst zahlt man an der Kasse eine Tüte (bis zu 30 Cent und mehr) – hier bekommt man Geld, wenn man keine Tüte nimmt. Großes Kompliment! Es besteht an der Kasse die Möglichkeit, diese 10 Cent für eine Schule in Kenia zu spenden. Diese Spendenaktion läuft von der Firma Interfleur, der schon einige Schulen in Kenia errichtet hat!

Ich bin schon gehe schon sehr lange mit der Idee „schwanger“, auch bei uns im Betrieb auf Plastiktüten zu verzichten. Nun verkaufe ich jedoch Produkte, die nicht unbedingt mit Papier ein inniges Verhältnis haben. Viele Gerichte aus dem Restaurant werden außer Haus verkauft. Es kommen Hitze, Feuchtigkeit, frittierte Kartoffelprodukte, Flüssigkeit und Gewichte zusammen in eine Tüte. Wenn hier etwas ausläuft wird das Papier feucht und die Lebensmittel liegen im Auto auf der Rückbank…

Ich weiß aber, dass es viele Fleischer/Metzger und Restaurants gibt, die hier eine Lösung gefunden haben, damit die Ware gut und sicher nach Hause kommt und auf Plastik verzichten. Welchen Weg der Verpackung geht ihr, damit es heiß bleibt? Welche positiven Beispiele und Erfahrungen haben Leser/innen gemacht? Ich würde mich sehr freuen, wenn hier im Kommentarbereich oder per Mail mir Ideen vorgestellt werden, wie es anderswo perfekt funktioniert.

Eine weitere Idee ist mir beim Schreiben dieser Zeilen gekommen. Man könnte Kunden auch damit belohnen, wenn Sie ihre Taschen, Beutel oder Körbe von zu Hause mitbringen, und wir legen die in Pergamentpapier gewickelten Sachen dort hinein. Das entsprechend kommuniziert und belohnt, könnte auch ein Weg sein, um auf Plastiktüten zu verzichten.

Das Umfüllen von Lebensmittel in Gefäßen von Kunden ist aus hygienischen Gründen leider nicht erlaubt, d.h. man könnte nicht mit 5 Töpfen ankommen und sagen: „Da bitte die Schnitzel rein, in dem Stieltopf die Soßen und in den kleinen Topf ohne Deckel die Pommes…!“ Das würde auch von der Logistik hier nicht funktionieren.

Ich freue mich auf viele Anregungen, Vorschläge und Tipps, wie man auf Plastik in unserem Bereich verzichten könnte.

Meine Lieblingsmagazine in Szene gesetzt

14. März 2017

In den vergangenen Tagen lagen drei unterschiedliche Magazine auf den Schreibtisch. Die BEEF!; das Mercedes-Benz Magazin und das Social-Hub Mag. Alle Hochglanzmagazine sind sehr unterschiedlich vom Inhalt und von der Zielgruppe der Leserschaft. Die Hefte lese ich sehr gerne, weil sie sehr interessante Themen, Hintergründe, Tipps und Trends aufzeigen.

Meine Überlegung war, wie man die Zielgruppe der Magazine mit den jeweiligen passenden Fotos belegen könnte. Bei der „BEEF!“ war es nicht so schwer. Da habe ich Roastbeef, Flank Steak und Rinderbrust für Pastrami gewählt. Alles Rindfleisch von höchster Güte, dass auch zum Heft passt. Okay – die Jungs und Mädels von der „BEEF!“ können das Fleisch besser fotografieren – aber unsere Endprodukte bleiben auch in guter Erinnerung.

Beim Mercedes-Benz Magazin freue ich mich immer auf die Berichte aus dem Motorsport. Aber auch die „Neuen Sterne“, das „Characters“ und „Emotionen“ sind immer sehr wertvoll. Alles ist sehr edel und fein – vom Papier bis zum Inhalt. Dazu habe ich King Prawns Garnelen auf Pesto Sauce, mit Rucola Salat, Olivenöl und einem Prosecco gewählt.

Ein ganz neues Magazin ist die 3. Ausgabe des „Social Hub Mag“ („Das Magazin für Social Media Helden“). Eigentlich eine ungewöhnliche Geschichte, dass in der schnelllebigen Social Media Welt ein Printmagazin die Leser in den Bann zieht. Es funktioniert aber! Das Heft gibt viele hilfreiche Tipps und Tricks und verbindet diese mit einer frechen Aufmachung. Dazu lesenswerte Interviews, Kundenstimmen, Gastbeiträge, Termine und sehr viel mehr auf 72 geballten Seiten. Mein Bild zu diesem Magazin ist unser „Dry Aged Burger“.  Genauso „Trendy & Hype“ wie das Magazin, das überwiegend von einem jungen Publikum genutzt wird.

Alle Magazine liegen bei uns im Restaurant aus. Beobachte ich die Leserschaft der Hefte, spiegelt sich meine Assoziation zu den Gerichten wieder. Ich persönlich lese sehr gerne auf „Papier“ und nutze die Zeit gerne mit tollen Magazinen.

Wie wird in Zukunft Fleisch eingekauft?

7. März 2017

Foto von Martin Heinzig. Diskussionsrunde mit: Katharina Koch, Frank Dohrmann, Gero Jentzsch, Isabell Dohm, Ludger Freese

„Digitalisierung im Handwerk“ – unter diesem Motto stand der Fleischerverbandstag Niedersachsen-Bremen am 05. Und 06.03.2017 in Lüneburg. Zu dieser Veranstaltung habe ich eine „doppelte Einladung“ bekommen – einmal als Delegierter/Obermeister der Innung und als Referent. Am Sonntag durfte ich den Eröffnungsvortrag vor den zahlreichen Kollegen/innen halten. Das war mir eine besondere Ehre über unser Blog „Essen kommen!“ und die digitale Kommunikation mit Kunden zu sprechen.

Seit nun genau 10 Jahren bin ich Blogger im Netz aktiv. Aus dieser langen Zeit kann man mit viel Erfahrungen und Ratschläge in so einen Vortrag gehen. Keiner der anwesenden Betriebsinhaber hat einen Blog, so dass ich zunächst erklärt habe, was ein Blog ist, sowie welche Möglichkeiten und Chancen sich daraus ergeben. Im weiteren Verlauf habe ich meinen Kollegen die Erfolge aus der Bloggerei aufgelistet.

Nach dem Vortrag wurden in einer Diskussionsrunde über die Digitalisierung und die neuen Verkaufswege im Fleischerhandwerk gesprochen. Isabell Dohm – Geschäftsführerin des Verbandes- moderierte diese Runde. Sie hat dazu wunderbare fachliche Fragen vorbereitet. Mit dabei waren Katharina Koch (landfleischerei-koch.de), die zusammen mit Ihrem Vater das Geschäft führt. Sie stellte Ihre Erfahrungen im Onlinehandel vor, der durch die „Ahle-Worscht“ groß geworden ist. Frank Dohrmann (rossfleischversand.de) verkauft einen Großteil seiner Waren im Internet. Der Umfang des Onlinehandels nimmt einen Großteil der täglichen Arbeit ein. Seine Erfahrungen aus diesem Geschäftsmodel stellte er vor. Vom Deutschen Fleischerverband wurde Gero Jentzsch eingeladen. Er ist dort zuständig für die Medien und Pressesprecher und konnte mit vielen Zahlen die Entwicklungen im Onlinehandel untermauern. Nur 11,4% aller Fleischereibetriebe in Deutschland haben einen Internetshop. Das zeigt ganz deutlich, dass hier noch sehr viel Spielraum nach oben ist. Das Thema „digitalen Kommunikation“ wurde in dieser „Talk-Runde“ dann noch ausführlich diskutiert.

Auch der zweite Veranstaltungstag stand im Zeichen der neuen Medien. Im Fachvortrag sprach Udo Kaethner zum Thema: „Facebook, Twitter, Google + Co – Wahnsinn oder sinnvoll?“ Der Referent ist Dipl.-Sozialökonom der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade. Im weiteren Verlauf der Mitgliederversammlung sprach unser Präsident Herbert Dohrmann. Er leitete die Sitzung in gewohnter Souveränität mit viel fachlichem Informationen. Das schätze ich an unseren neuen Präsidenten. So ein Treffen ist immer ein wunderbarer Austausch unter Kollegen. Dafür möchte ich allen ein herzliches „Dankeschön“ aussprechen.

Fleischermeister verzichtet auf Fleisch

1. März 2017

Foto: Abstinenz schärft die Sinne

Die 40-tägige Fastenzeit liegt vor uns und viele Menschen setzen sich ein Ziel, auf was sie in dieser Zeit bewusst verzichten möchten. Ich hatte vor einigen Tagen ein Telefongespräch mit der Redaktion von „Kirche und Leben“, bei der es um Fastenziele ging. Ich hatte mich damit noch nicht viel beschäftigt und noch keine klaren Zielevorgaben mit mir vereinbart. Es gab Jahre, wo ich nichts gemacht habe, aber auch Jahre in dem ich bewusst auf Alkohol verzichtet habe. Spaßig ist es natürlich gemeint, wenn ich darauf verzichte, mit der U-Bahn zu fahren. (was ja in Visbek leicht möglich ist). Einige meiner persönlichen Ziele habe ich geschafft, andere sind schon nach wenigen Tagen gescheitert. Die innere Stimme sucht dann immer nach „Ausreden“ oder sagt mir. „Aber morgen wieder!“ Das ist eine reine Willenskraft, die besiegt werden muss. Schafft man es, ist man überglücklich. Beim Verzicht auf Alkohol wird man schon mal angesprochen. „Was ist los? Kein Bier, kein Wein?“ Nach einer kurzen Erklärung wenden sich einige kopfschüttelnd ab. Egal – es ist ja meine Entscheidung, die nicht jeden gefallen muss.

Was mache ich nun in diesem Jahr? Muss ich überhaupt fasten? Schaffe ich es durchzuhalten? Welche Veranstaltungen / Feiern stehen an, wo ich „Probleme“ mit meiner Entscheidung bekomme? Was ist ein wirklicher Verzicht für mich? Wie verhalte ich mich, wenn ich „schwach“ werde und mein Fasten breche?

Dies Fragen versuche ich für mich zu beantworten, denn ich möchte 40-Tage kein Fleisch essen! Wo sich bei uns 24 Stunden am Tag alles um Essen und Trinken dreht, ist so ein Entschluss für mich persönlich mutig. Mutig auch, weil ich ihn hier im Blog öffentlich mache und mir so eine Art freiwilligen Druck auferlege. Sie müssen sich das so vorstellen, dass beim Frühstück natürlich viel Wurst, Schinken, Fleischsalat und Salami auf dem Teller liegt. Und weiter so kurz vor 11 Uhr die ersten Schnitzeltests gemacht werden (Mittagstisch für Kunden), Frikadellen mal kurz probiert werden und das knackige Würstchen „das-da-so-rumliegt-nicht-mehr-lange“… Das Mittagessen mit eine fleischhaltigen Suppe und Fleischbeilage habe ich mir natürlich auch verdient…ist ja genügend da! Am Nachmittag so gegen 17 Uhr kommt der kleine Hunger wieder und die eine oder andere Wurstscheibe wird im Vorbeigehen in den Mund gesteckt…warum auch nicht. Ist ja lecker! Am Abend gehe ich dann oft in den „begehbaren Kühlschrank“ und sehe Steaks, Burger-Fleisch, Geflügel, Wurst, Vitello tonnato oder Spare Ribs…der Ofen ist nicht weit und schon ist die Portion (für einen ausgewachsenen Mann natürlich!) auf dem Teller.

Damit soll nun Schluss sein? Diese angenehmen Gewohnheiten? Ich bin doch Fleischermeister und kein Tofu-Fachhändler! Warum verzichte ich dann?

Zunächst möchte ich mir ganz allein „Willensstärke“ zeigen. Ich möchte mir beweisen, dass ich selber entscheide, was ich wann esse und wann ich es tue und nicht die Uhrzeit oder die Gewohnheit. Mir geht es nicht um die Pfunde, dich ich vielleicht verlieren werden. Ich möchte meine Sinne schärfen und stolz auf das erreichte Ziel sein. Durch meinen Verzicht auf Fleisch will ich außerdem meinen Geschmackssinn positiv verändern, denn nach einer Abstinenz werden die Sinnesorgane geschärft sein. Fleisch ist etwas sehr wertvolles und purer Genuss – das möchte ich nach dieser Zeit wieder deutlicher spüren.

„Fasten ist eines der stärksten Medikamente, die uns zur Verfügung steht!“, dass lass ich kürzlich in einem Magazin. Dieser Satz hat mich nachdenklich gemacht. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass ein begrenzter Verzicht Freude auf genussvolles Essen macht. Auf diese Erfahrung freue ich mich.

Meine größten „Hindernisse“ die in diese Zeit fallen werden sein: der Verbandstag der Fleischer am kommenden Wochenende, der nächsten Kochkurs mit unseren Kunden, eine Messe in Hamburg und mein „Stresshunger“ wenn die Arbeit mich auffrisst. Wenn ihr mögt, gebe ich hier im Blog mal kurze Feedbacks, wie meine Fastenzeit verläuft.

Was kommt nach dem Grünkohl?

28. Februar 2017

Foto: Einige 100kg Grünkohl wurden in dieser Saison gekocht…

Die Grünkohlsaison neigt sich so langsam dem Ende entgegen. Nur noch wenige Bestellungen mit Kohl & Pinkel sind im März vorbestellt – kein Wunder, denn man riecht den Frühling schon! (oder man sehnt ihn herbei) Die Saison um den Grünkohl ist aber sehr eindrucksvoll gelaufen. Über 800 Personen wurden mit Grünkohl in den letzten Wochen beliefert. Dazu kommen die Grünkohleintöpfe, Weckgläser mit Grünkohl und einige Pakete mit Genussvollem aus dem Oldenburger Münsterland. Wenn man sich dann noch die Mengen an hausgemachte Pinkelwurst, Kochmettwurst, Kasseler, geräuchertem Bauch und Pinkelsenf vorstellt, dann wird einem erst bewusst, welche Bedeutung der Grünkohl in der Region hat.
Nach der Grünkohlzeit geht es lückenlos in die Kommunion -u. Konfirmationszeit über. Im Partyservice gibt es kaum eine Verschnaufpause. Leider ist auch hier unsere Kapazität begrenzt. Der „Weiße Sonntag“ und die Folgesonntage sind schon ausgebucht. Ich beschreibe die begrenzte Kapazität deshalb, weil wir 1. aus Qualitätsgründen uns nicht zu viel zumuten und 2., weil ich heute schon zwei Kommunionfeiern absagen musste. Absagen ist nicht so schön, aber es gehört auch zum Arbeitsalltag. Wir bitten da um Ihr Verständnis.

Die wichtigsten Zukunftstrends im Handwerk

24. Februar 2017

Foto: Jörg Mosler von (Quelle (c) Guido Rehme)

Trends erkennen – Zukunft eine Richtung geben!

Ich bin ja im Handwerk viel unterwegs – meistens fachlicher Natur. Es macht mir einfach Spaß, Menschen zu begeistern. So habe ich kürzlich ein Podcast mitmachen dürfen. Eine super Erfahrung, die ich sehr gerne erfüllt habe. Das Handwerk Magazin ermöglich Jörg Mosler auf ihrer Plattform sein Podcast den Hörern zu präsentieren. Genial gemacht und wirklich super interessant. Ich durfte die 3. Folge besprechen mit dem Titel: „Geschäfte via Social Media“. Ganz toll und wirklich hörenswert ist jedoch das Interview mit Oliver Leisse. Er zeigt die 30 größten Zukunftstrends für das Business auf und hat darüber ein Buch geschrieben. Er gibt wirklich tolle Anregungen aus allen Gewerken wie: Banken, Service und natürlich dem Handwerk! Was Kunden und Mitarbeitern in Zukunft erwartet, schildert er an schönen Beispielen. Von solchen „Querdenkern“ (positiv gemeint!!!) können wir lernen und unsere Zukunft ausrichten.  Trends erkennen – Zukunft eine Richtung geben! Tolles Interview von Dir, lieber Jörg! Mein Dank gilt auch Oliver Leissen für die sehr anregenden und belebenden Worte!

Wir grillen an mit tollen Spare Ribs

23. Februar 2017

Foto: Sebastian Heun

Leidenschaft kennt kein schlechtes Grillwetter. Wir grillen an! Am Freitag (24.Feb.17) glühen ab 18 Uhr die Grillstäbe. Auf dem Grill gibt es wunderbar-zarte Spare Ribs. Die Aktion ist ein „all-in-Angebot“, d.h. es kann nachgeholt werden, bis man zufrieden ist. Für Gruppen ab 5 Personen, spendieren wir je ein Softgetränk dazu. Wenn Sie also Lust auf einen ersten Grillevent 2017 haben, dann kommen Sie doch einfach zu uns. Reservierungen sind natürlich auch möglich. Sie können auch Portionen mit nach Hause nehmen – quasi „Rippchen-to-go“…Sehen und schmecken wir uns?

Ein Hygienebarometer – Segen oder Fluch?

13. Februar 2017

Foto: Das Hygienebarometer solle Kunden helfen – auch den Unternehmer?

In Niedersachsen ist die Einführung einer „Hygienebarometer“ geplant. Ziel soll es sein, dass der Verbraucher anhand eines Symbols beim Betreten des Geschäfts / Restaurants erkennen kann, wie es um die Hygiene des Betriebes bestellt ist. Wenn also ein „grünes Männchen“ lacht, heißt das: alles ok. Super hier. Eine “gelber Bursche“ mit ernster Miene:  naja…so alles ist nicht ok., aber man ist bemüht etwas anders zu machen. Ein “roter Teufel“ der böse schaut: Nee, lieber Kunde, hier gehe lieber nicht rein.
Was ich hier so humorvoll beschreibe, kann u.a. einem Betrieb die Existenz kosten, weil die Kunden wegbleiben. Sie werden zu Recht anmerken: „Ja, aber ein Lebensmittelunternehmer muss doch immer alles sauber und perfekt haben!“ Stimmt, aber nicht alles im Alltag läuft rund: Mitarbeiter die keine Lust haben oder einen schlechten Tag. Lieferanten die mangelhafte Ware geliefert haben. Ein technischer Defekt, der nicht sofort bemerkt worden ist…usw.
Der Niedersächsische Minister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Christian Meyer (Grüne), möchte in einer Projektgruppe mit Vertreterinnen und Vertreter kommunaler Behörden und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ministeriums, sowie der Verbraucherzentrale Niedersachsens, die ein Pilotprojekt starten. Darin sollen Erfahrungen gesammelt werden, die eine Umsetzung im Herbst 2017 realisierbar machen. Folgende Betriebskategorien sind davon betroffen: Gastronomie, Einzelhandel, Fleischereien und Bäckereien (Verkauf), Gemeinschaftsverpflegungen, Bäckereien, Konditoreien und Fleischereien mit eigener Herstellung. Unternehmerverbände können Ihre Überlegungen mit einfließen lassen.

Ich möchte meine Fragen zum Hygienebarometer gerne stellen – obwohl das im Ministerium sicherlich keiner lesen wird.

1.    Wenn ein Aushang des Hygienebarometers nicht verpflichtend ist, warum der ganze Aufwand? (Die Guten zeigen sich, die anderen werfen die Bescheinigung weg…)
2.    Das Oberlandesgericht in Münster hat den Testlauf für ein Hygienebarometer gekippt, weil es zu oberflächlich ist. Hat man aus dem Urteil nichts gelernt? Hat man mit den dortigen Behörden in Nordrhein-Westfalen gesprochen?
3.    Ist Hygienebarometer landesweit schon im Einsatz?
4.    Wird es in anderen europäischen Ländern eingesetzt und ist das Gesetz konform mit Europäischem Recht?
5.    Wer zahlt den Kontrollaufwand der Behörden?
6.    Es ist zunächst eine freiwillige Teilnahme geplant. Wird die Regelung später verpflichtend werden?
7.    Sind die Behörden personell für die Hygienebarometer-Aufgaben ausstattet und geschult?
8.    Kontrollen sind meistens subjektiv. Ein Mangel kann also auch zur Diskussion führen. Wer entscheidet im Streitfall?
9.    Wie lange bleibt eine negative Bewertung (roter Teufel) bestehen?
10.    Habe ich als Betrieb die Möglichkeit kurzfristig nachzubessern? Wie schnell sind hier die Behörden?
11.    Gehören „Hofläden“ und „Biohöfe“ auch in die Betriebskategorie?
12.    Warum sitzen in der Projektgruppe keine Unternehmer?
13.    Entmündigen sie den Verbraucher ein wenig, wenn ihm „vorgegaukelt“ wird, dass ein „grüner Smylie“ gut ist, obwohl es z.b. sichtbar unhygienisch in dem Betrieb zugeht?
14.    Wird eine Bäckerei mit z.B. 30 Geschäftsstellen jeweils einzeln bewertet, oder gibt es für den gesamten Betrieb ein Siegel?
15.    Wie werden Schausteller bewertet und wohin kleben Sie ihren Aushang? (Zelte, Wurststände…)
16.    Wochenmärkte haben ihre eigene Dynamik. Werden auch hier dieselben Maßstäbe angesetzt?
17.    Wie greift die Regelung bei wiederkehrenden „gemeinnützigen“ Veranstaltungen (Adventskaffee der Landfrauen, kirchliche Feste mit Verkauf…)
18.    Gibt es in der Landesregierung zum Thema Hygienebarometer eine einheitliche Stimme, oder ist der Koalitionspartner möglichweise anderer Meinung (Stichwort: Landtagswahlen)

19.    Warum werden wir immer mehr durch Gesetze und Verordnungen gemaßregelt, obwohl jeder Lebensmittelunternehmer ein Eigeninteresse daran hat, dass alles hygienisch einwandfrei ist?

20.    Hätte die Einführung eines Hygienebarmeters nicht viel mehr Erfolg (und hätte auch schneller eine Verbraucherapzektanz) wenn man auf einen Belohnungsmodus für die Betriebe umsetzt? Wer viel und schnell alles umsetzt, wird vom Staat belohnt. Mit Speck (Geld, Vorteile…) fängt man Mäuse.

21.  Wurden mögliche Risiken (Betriebsschließungen, Mitarbeiterentlassungen, Insolvenz) aus Unternehmersicht beleuchtet?

Diese Fragen habe ich in sehr kurzer Zeit zusammengetragen. Es schließt das Thema sicherlich nicht ab und wird auch noch für viel Diskussionsstoff sorgen. Es zeigt mir aber, dass man nicht alles per Verordnung anderen zuschieben kann. Für mich gehört Hygiene, Verantwortung, Gesundheit und Transparenz zu meinem Unternehmen. Darauf sind wir in unserem Betreib auch ein wenig stolz!

Rezept: Grünkohlpizza – urdeutsches Gemüse macht Karriere

10. Februar 2017

Foto: 1,2,3 – schnell gemacht: Die Grünkohlpizza

Ich hatte in den letzten Tagen eine „Blog-Denk-Blogkarde“ – ich hatte keine Idee, was ich im Blog schreiben könnte. Da kam mit plötzliche eine Eingebung, die zur Jahreszeit perfekt passt! Die Grünkohlpizza!

Folgende Zutaten für den Quarkölteig: 300g, Weizenmehl, 1 Backpulver, 150g Magerquark, 6 EL Milch (1,5%), 1 Prise Salz.
Zubereitung: Mehl mit Backpulver vermischen und übrige Zutaten in eine Rührschüssel geben. Mit der Küchenmaschine vermengen – zunächst langsam – dann auf höchster Stufe zu einem glatten Teig rühren. Teig kurz mit der Hand kneten und wie gewohnt ausrollen und auf einem Blech mit Backpapier auslegen.

Zutaten für die Auflage: 2 EL Tomatenmark, 2 Toamten, 250g gekochter Grünkohl (trocken, mit wenig Flüssigkeit), 1 Kohlpinkel, 1 Kochmettwurst, 3 Scheiben Bacon Speck, Salz, Pfeffer, Kräuter der Provence. 50g geriebener Parmesankäse.

Zubereitung: Kohlpinkel und Kochmettwurst in dünne Scheiben schneiden. Teig mit Tomatenmark bestreichen, Grünkohl großflächig verteilen, Tomatenscheiben auflegen und dies mit Salz und Pfeffer würzen, Pizza mit Kräuter der Provence würzen, Pinkel- und Kochmettwurstscheiben auflegen und Bacon Speck dazu. Den Rand des Teigs etwas andrücken. Pizza mit Parmesankäse bestreuen. Backofen auf 200°C vorheizen und die Pizza 20 Minuten backen.
Dazu passt ein kühles Bier. Ich wünsche Ihnen einen guten Appetit und viel Spaß beim Kochen.