Bleibt bitte in der Spur!

7. Dezember 2019

Foto: Die BEEF! wird von mir inhaltlich immer “verwurstet”…

Über die letzte BEEF! möchte ich eine Kritik schreiben, weil sie mich beim Lesen sehr verwirrt hat. Die Kritik hat nichts mit dem späten Eintreffen des Mediums zu tun, sondern sie betrifft die sehr massive Werbung in dem 170 Seiten Magazin. Mag sein, dass es mit der Weihnachtsausgabe zu tun hat. Die BEEF! war prall gefüllt mit Zusatzheftchen, die man wie bei einer billigen Sonntagszeitung erst einmal ausschütteln kann. Da diese Heftchen nicht immer nur Werbung beinhalten, sortiere ich die „Zugaben“ für den Papierkorb und für Lesenswertes aus.

Kommt das Magazin an, nehme ich mir immer viel Zeit beim Stöbern in den Blättern. Oft vergeht hierbei schon eine ganze Stunde. Das habe ich auch in einem Kommentar auf Facebook beschrieben, der sogar im Heft auf der Seite 168 abgeduckt wurde. Doch das neue Werk war anders. Ich konnte sehr oft den Unterschied zwischen redaktionellen Text und Werbeanzeige kaum unterscheiden. Es steht dann zwar oben klein gedruckt „Anzeige“, dass aber stört mich, weil ich mehrfach auf solche Texte „hereingefallen“ bin.

Ich habe mir die Mühe gemacht und alle Anzeigen in der 6er-BEEF-2019 gezählt. Im Heft eingebunden waren 54 (!) ganzseitige oder großflächige Anzeigen von Firmen (inkl. hauseigener BEEF-Anzeigen, plus loser Werbeheftchen). Fast jede 3.Seite wurde von Anzeigenkunden bezahlt – dabei kostet das Heft ja schon 12,00 € je Ausgabe. Ich kann ja gut verstehen, dass man als Herausgeber ein Heft lukrativ aufstellen muss, damit es auch wirtschaftlich ist.

Die Anzeigenverkäufer vom Verlag Gruner + Jahr GmbH (Hausgeber der BEEF!) sind echte Profis. Die Anzeigen erscheinen mit Rubbellos, festem schwerem Karton im Heft (Reliefdruck), eingebundenes Heft, mehrseitige Werbung mit guten Texten und schönen Fotos und fachlichen Themenanzeigen. Die verstehen ihr Handwerk. Anzeigen, die mir persönlich als Handwerker (Fleischermeister) weniger gefallen, sind die vom Discounter. Scheinbar habe die aber entdeckt, dass kochende Männer (Genussmenschen) als ein lukrativer Markt umworben werden muss.

Die BEEF 6/2019 wiegt gute 700g und bei einer Auflage von 60.000 Heften sind das immerhin 42.000 kg Papier in schönster Form.

Fazit: Ich werde dem Heft treu bleiben – keine Frage. Ich musste aber die Weihnachtsausgabe kritisieren, weil es „too-much“ an Werbeinhalt war. Ich kenne tolle Lifestyle-Magazine, die nicht erkannt haben, dass die Werbung in ihren Heften zu viel wurde und von den Lesern dadurch gemieden wurde. Das soll „meiner“ BEEF! nicht passieren. Ich schätze die Mädels und Jungs aus Hamburg! Sie machen erstklassige Bilder, bringen mir viele Anregungen, stellen super Kollegen vor, es gibt kreative Rezepte und es wird auch einmal völlig quer gekocht. Das mag ich an Euch! Bleibt bitte in der Spur.

Euer treuer Stammleser: Ludger Freese

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Wenn Schlüsseldienste kommentieren

26. November 2019

Liebe Schlüsseldienste aus den unterschiedlichen Teilen Deutschlands.

Wir freuen uns immer, wenn Kommentare im Blog geschrieben werden. Auffällig ist jedoch, wenn immer eine URL-Adresse eines Schlüsseldienstes hinter den Kommentar steckt. Das nervt schon, weil ich die Zusammenhänge zwischen der Mailadresse des Verfassers und der URL nicht verstehe und aus meiner Sicht unseriös wirkt. Die Kommentare bestehen oft aus nur einem Satz und stimmen inhaltlich nicht („Der Grünkohl war mal wieder lecker!“ – „Ich war bei Kochkurs dabei…!“ usw.)  Manchmal haben die Kommentare herzlich wenig mit dem Inhalt des kommentierten Artikels zu tun.

Ich möchte meine Leser/innen schützen vor diesen Schlüsseldiensten und schalte einig Kommentare erst frei, wenn ich die URL gelöscht habe oder ich alles als Spam lösche. Ich möchte einfach keine Bühne für solche Firmen sein. Die Masche ist die, wenn man auf den Namen eines Verfassers im Blog klickt – um zu sehen, wer den Kommentar geschrieben hat – kommt man auf die Seiten der Schlüsseldienste. Klar ist auch, dass es auch seriöse Schlüsseldienste gibt. Das möchte ich nicht anzweifeln.

Liebe Schlüsseldienste der Republik: Sucht euch bitte andere Wege um Türen zu öffnen. Mein Blog ist tabu für Euch!

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Grünkohl jetzt!

11. November 2019

Foto: Die Plakate “Grünkohl jetzt” mit dem Gewinnspiel machen Lust auf Leckeres aus dem Norden!

„Grünkohl jetzt!“ – so lautet die Aktion der Fleischermeister und des Fleischerverbandes Nord. In den kalten Jahreszeiten steht Grünkohl mit Pinkel bei den meisten mehrfach auf dem Speisenplan.  Ob in den eigenen vier Wänden oder auch bei den zünftigen „Kohlfahrten“ mit Tanz. Bei der Aktion kann man auch ein leckeres Grünkohlpaket gewinnen. Von November 2019 – Februar 2020 werden jeden Monat drei Gewinner gezogen, die jeweils ein Grünkohlpaket im Wert von je 100.-€ gewinnen können. Einfach auf gutergenuss.de gehen, mitmachen…ganz easy – so wie wir Norddeutschen nun einmal sind.

Bei uns steht der Grünkohl jetzt natürlich auch groß im Fokus der täglichen Arbeit. Es werden Pinkel und Mettwürste hergestellt und verschickt. Für zahlreiche Grünkohlevents liefern wir jedes Wochenende das komplette Grünkohlmenü. Wir kochen den Grünkohl auch in Weckgläsern ein, damit man ein Stück Genuss aus der Heimat auch leicht mitnehmen kann. Am kommenden Mittwoch (13.Nov.19) kochen wir wieder unseren beliebten Grünkohleintopf mit Pinkel und Mettwurst. Das wird wieder sehr viele Freude in der Region auslösen!

Viele unserer Gäste im Restaurant bestellen auch die „Greunkohl-Pann“ in der die ganzen Spezialitäten mit Bratkartoffeln in einer Pfanne serviert werden. Den Schnaps dazu nehmen die wenigsten Gäste, weil meistens das Auto vor der Tür steht. Dazu stellen wir dann unseren „Kohlpinkelsenf“ der unglaublich gut zu dem Gericht passt.

Im Video möchte ich einfach noch einmal zeigen, wie wir unsere Pinkel herstellen. Gesprochen wird auf Plattdeutsch, so wie es hier jeder macht.

Ich wünsche Euch viel Glück beim Gewinnspiel, eine schöne Grünkohlzeit und viele lustige Momente mit Pinkel und Co. Könnte die Wurst jede Saison ein Buch schreiben, was sie so alles auf den Festlichkeiten erlebt, ich glaube das Buch würde ein sehr lustiges Werk werden.
Wie oft essen Sie/Du in der Saison Grünkohl?

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Nur Hygienemängel oder doch kriminelle Energie?

7. November 2019

Foto: Hygiene muss gelbt werden!

In jüngster Zeit mehren sich die Listerienfunde in Fleischwarenfabriken. Der Fall in Hessen forderte sogar Todesopfer. Ein weiterer Fall in unserer Nachbargemeinde Goldenstedt macht nun negative Schlagzeilen. Hier wurden Listerien in gebratene Frikadellen gefunden. Der Betrieb wurde geschlossen, wie auch das Stammwerk in Essen/Oldenburg. Die Staatsanwaltschaft stellt Strafanzeige. Der Betrieb stand unter Beobachtung, weil es in der Vergangenheit schon Verstöße gegen die Hygienevorschriften gab.

Listerien sind meldepflichtig und keine harmlose Sache. Geschwächte Menschen oder bei Schwangeren kann der Verlauf erhebliche gesundheitliche Folgen bis hin zum Tod haben. Durch die zunehmende industrielle Produktion von Lebensmitteln mit ihren vielen Zwischenstufen erhöhen sich die Kontaminationsmöglichkeiten. Kommen dann noch Hygienemängel im Betrieb dazu, kann es schnell zu Problemen kommen. Wird ein Betrieb über Wochen wegen solcher Vorfälle geschlossen, ist das wirtschaftliche Überleben meistens besiegelt (wenn nicht ein großer Konzern hinter der Firma steht).

Ich stelle mir oft die Fragen, warum verantwortliche Geschäftsführer/Betriebsleiter nicht massiv gegen hygienische Missstände im Betrieb vorgehen? Jetzt kann man natürlich nach dem Gesetzgeber und der Aufsichtsbehörde rufen, aber wenn eine Art kriminelle Energie im Betrieb steckt, nutzen auch die Parameter wenig, weil sich oft hintergangen und getäuscht werden.
Ich versuche einmal etwas hinter die Kulissen zu blicken, um aus meiner Sicht deutlich zu machen, woran so gravierende hygienische Mängel entstehen können. Es soll nicht als Entschuldigung gesehen werden – im Gegenteil. Ich möchte einfach ein paar Punkte aufdecken, die auch Ursache sein könnten.

Personal – Ich sage immer: „Hygiene kann nicht vom Gesetz befohlen werden – Hygiene muss gelebt werden! Jeden Tag! Immer wieder!“ Für mich ist die größte Stellschraube das Personal. Es wird immer weniger Fachpersonal eingestellt, weil es keine mehr gibt! Dann kommen Hilfskräfte, ungelernte Helfer zum Einsatz. Viele kommen aus Osteuropa und sprechen oder verstehen unsere Sprache nicht. Anweisungen und Erklärungen werden aus zeitlichen Gründen nur halbherzig durchgeführt, mit dem Ergebnis das Fehler und Fehlproduktionen passieren. Ich kenne die Problematik aus Erzählungen von Kollegen, die in solchen Fabriken arbeiten.

Eine weitere Lustlosigkeit für das Personal entsteht durch die mangelhafte Wohnsituationen der Arbeiter aus Osteuropa. Es gibt kaum eine Privatsphäre und man hockt auf engsten Raum zusammen. Das solche Mitarbeiter ihren Frust mit in den Betrieb nehmen ist klar. Die Motivation wird durch viele Gemeinheiten (Benutzung des Pausenraums wird vom Lohn abgezogen, usw.) weiter demotiviert.

Kostendruck – Die Produkte werden meistens in Discountern und Supermarktketten angeboten. Hier entscheidet der Preis, ob man liefern darf oder nicht. Logisch, dass dann alles darangesetzt wird, wie ich ein Produkt billiger, schneller und mehr herstellen kann. Auch hier kann ich sagen, dass nicht alles was an Fleisch eingekauft wird, immer noch 100%-genusstauglich ist. Einige Mitarbeiter wissen das auch, aber unter dem Mantel des Drucks, Stress und Gleichgültigkeit werden Augen zugedrückt. Die Personalkosten und der Wareneinkauf sind die Schrauben, die es ermöglichen ein Produkt im Discounter zu listen. Natürlich gibt es Qualitätskontrollen und Laboruntersuchungen der Waren. Gute Betriebe sind dabei auch nicht auffällig, aber wo die „Luft“ dünner wird, wird auch die Eigenkontrolle ein Stück der manipulierten Qualität.

Hygiene – Hygiene kostet Zeit und Geld! Wenn dann die Betriebe noch Mehrschichtig fahren, wird es immer schwieriger eine perfekte Reinigung zu schaffen. Es ist meistens ein Prozess, der sich einschleicht und immer weiter zunimmt. Als ich die Bilder mit der verschimmelten Wurst aus dem hessischen Wurstbetrieb gesehen habe, war ich doch sehr verwundert. So eine Entwicklung entsteht nicht über Nacht. (ich habe mich nur gewundert, wie solche Bilder aus dem Unternehmen in die Presse gekommen sind). Hat ein Lebensmittelunternehmen hygienische Probleme, müssen die Behörden konsequent durchgreifen und die Geschäftsführung muss das auch sofort umsetzen. Für mich eine Selbstverständlichkeit – es gibt aber auch Geschäftsleitungen, die das erst einmal aussitzen und die Zeit laufen lassen. Auch so können langfristig Probleme entstehen.

Wie gesagt, ich möchte nicht den Eindruck erwecken, dass ich mich auf die Seite der „Schmuddel- Betriebe“ stelle. Ich möchte vielmehr deutlich machen, welche fatale Entwicklung unsere Lebensmittelherstellung genommen hat. Ich bin mir sicher, dass es in Zukunft viele weitere Rückrufaktionen geben wird, weil man hinter dem Genussmittel keine Wertigkeit mehr sieht.

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Was würden Sie gerne einmal wieder essen?

3. November 2019

Foto: Würden Sie grne einmal wieder Grünkohl mit Pinkel essen?

In meiner Lokalzeitung – die Oldenburgische Volkszeitung – gibt es jeden Samstag eine schon langjährige Serie: „Leute von hier!“. Darin wird u.a. immer „Persönlichkeiten der Woche“ in einem Interview vorgestellt, die allesamt aus dem Landkreis Vechta stammen. Es werden jede Woche die selben Fragen gestellt. Fragen wie: „Und? Wie geht es in letzter Zeit?“ – „Was haben Sie sich einmal richtig gegönnt?“ – Welche Eigenschaften mögen Sie an sich selbst? Und welche nicht?“
Eine Frage lautet dann immer: „Was würden Sie gerne einmal wieder essen?“

Aus meiner Sicht natürlich immer eine sehr wertvolle Frage. Erstaunlich finde ich die Antworten. Es gibt tatsächlich Antworten, die sich auf ein Produkt einer ehemaligen Fleischerei beziehen. Ganz selten werden die eigenen Kochkünste in den Vordergrund gestellt. Erstaunlich hoch ist die Antwortquote immer in Richtung: „Was meine Oma gekocht hat!“ – „Die Rouladen, die meine Mutter zubereitet hat!“  – „Der Eintopf von Tante Trude…!“ Ich schätze einmal, dass über 90% der Antworten über die Jahre an Essen aus der Kindheitserinnerung gegeben wurden. Essen ist Liebe und wenn eine Person etwas ganz liebevoll zubereitet hat, bleibt das über Jahrzehnte in unserem Gedächtnis verankert.

Ich durfte an dieser Serie auch schon teilnehmen. Als Antwort auf die Frage, was ich gerne einmal wieder essen möchte, habe ich damals „Bohnensopp aus Ostfriesland!“ (Diese “Bohnensuppe” besteht aus Kandis, Sultaninen und Branntwein und wird traditionell zur Kindstaufe gereicht – da wird einem warm ums Herz! Ich kenne das aus meiner Gesellenzeit in Ostfriesland)

Ich stelle diese Frage gerne mal an alle Blogleser/innen: „Was würden Sie gerne einmal wieder essen?“ Schreiben Sie Ihre Erinnerung ins Kommentarfeld – ich bin gespannt auf viele Lieblingsgerichte.

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Neues entdecken. Unbekanntes ausprobieren. Kochkurse 2020 – jetzt neu!

22. Oktober 2019

Foto: Sebastian Heun von der Agentur Heundesign

Im Moment schreibe ich hier im Blog verstärkt über unsere Kochkurse. Das hat keine tiefere Bedeutung, sondern ist einfach der Aktualität geschuldet.  Heute stelle ich das neue Jahresprogramm 2020 vor. Die Kurse in der neuen Ausgabe sind nummeriert, damit man sie einfacher finden kann. Wir haben zwei Kurse mit Petra Pekeler (Genusszeiten) dabei „Bier trifft Steak – ein Abend für Bier-u. Steakliebhaber“ Der erste Abend am 11.Feburar 2020 ist schon sehr gut gebucht.

Empfehlen möchte ich auch den Wurstmacher-Kurs am 09.März des neuen Jahres. Dieser Kurs war ein echter Renner in diesem Jahr und hat sehr viel positive Rückmeldung gebracht.

Auch wenn die neuen Kurse vielleicht denselben Titel haben wie auf dem 2019er Exposé – inhaltlich überarbeiten wir immer die Kurse und stellen neue Gerichte vor. Völlig neue Kurse habe ich auch mit dabei: „Sous vide – das raffinierte Garen unter Vakuum“ am 28.April. Ein neues Thema ist auch dieser Kurs: „Wintergrillen mit Wildgerichten und jahreszeitlichen Gerichten“ am 06.Oktober

Beim Kurs mit der Nummer 6 stellen wir unserem Segeltörn vor: „Genuss unter Segel“. Im neuen Jahr planen wir zwei Törns auf dem Wasser. Der zweite Törn ist noch nicht im Prospekt zu sehen, weil er ganz neu festgelegt worden ist. Die erste Genusstour ist vom 19.- 21.Juni 2020 und die zweite Tour wird vom 14.- 16. August 2020 stattfinden. Anmeldungen werden schon angenommen.

Das Programm kann von unserer Internetseite ausgedruckt werden. (hier klicken und ausdrucken!) Es gibt auch viele Kunden, die sich Kurse als Gutschein verpacken lassen und diese zum Weihnachtsfest ihren Lieben überreichen. Auch der Segeltörn kann als Gruppe – Firma -Verein oder Freundeskreis prima genutzt werden.

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Die besonderen Kochkurse

8. Oktober 2019

Foto: Tolle Steaks präsentieren wir auf dem Kochkurs „Der große Amerika-Abend – welcome Beef!

Wir haben in diesem Jahr noch zwei große Kochkurse, die ich gerne vorstellen möchte, bevor der neue Kursplan für 2020 kommt.
Am 22.Oktober kochen wir amerikanisch. „Der große Amerika-Abend – welcome Beef!“. Da dieser Abend schon ausgebucht ist, gibt es zwei Tage später einen Zusatztermin. Am Donnerstag, den 24.Oktober ist der 2.Abend mit dem selben Thema. Was werden wir zubereiten? Natürlich Steaks, Spare Ribs, Burger, Pulled Pork und zahlreiche weitere Gerichte. Wir werden uns an diesem Abend nicht mit der Politik des Landes befassen, sondern nur mit Genussmomente.
Wer Lust hat, kann sich für den 24.Oktober noch anmelden. Wir beginnen um 19 Uhr. Weitere Infos dazu auf unserer Internetseite.

Ein weiterer besonderer Kurs findet am 21.November statt. „Weihnachtsküche – ganz entspannt kochen!“ Sie kennen das sicherlich, wenn zum Weihnachtsfest das Haus voller Gäste ist und man vor lauter Aufregung und Zeitmangel kaum etwas auf den Tisch bekommt. Wir zeigen leckere Gerichte, die sehr einfach und genussvoll nach zu kochen sind. Von der Suppe bis zum Dessert liegt das Hauptaugenmerk darauf, dass es einfach und lecker zuzubereiten ist. Denn am Weihnachtsfest gehört die Zeit der Familie und nicht der stundenlanger Küchenarbeit. Der Kurs ist immer sehr beliebt und daher auch oft ausgebucht. Auch an diesen Abend beginnen wir um 19 Uhr und versuchen mit dem Essen gegen 22:15 Uhr fertig zu sein. Alle Rezepte, Informationen gibt es natürlich dazu.

Wir würden uns sehr freuen, wenn sie Weihnachten sagen können: „Dieses Jahr hatte ich viel mehr Zeit und es war unglaublich lecker!“

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Eintöpfe des Nordens! Heute: Steckrübeneintopf

3. Oktober 2019

Foto: Das ist der Eintopf von Sascha mit viel Mettwurst und Kasseler.

Mit der Aktion „Eintöpfe des Nordens!“  habe ich Kunden aufgerufen, dass sie uns eine Rezeptur von Ihrem Lieblingseintopfs schicken. Wir kochen ihn dann nach uns stellen das Foto und das Rezept ins Blog. Sascha A. aus Visbek (Name wegen Datenschutz nicht vollständig) hat uns sein Rezept vom Steckrübeneintopf geschickt. Danke dafür…die Belohnung (verschiedene Eintöpfe von uns) bringe Euch persönlich rein. Wir wünschen viel Spaß beim Nachkochen.
Er schreibt uns:
Hier ein Rezept aus unserem Familienkochboch:
Steckrübeneintopf

1 Steckrübe
Kartoffeln
Fleisch nach Geschmack ( Bauch, Kasseler, grobe Bratwurst/Mettwurst…)
Salz, Pfeffer, Muskat

Steckrübe und Kartoffeln schälen und würfeln, verhältnis ca. 2/3 Rübe, 1/3 Kartoffeln, zusammen mit dem Fleisch im Topf gar kochen.
Das Fleisch rausnehmen.
Die Kartoffeln und Rüben stampfen würzen und zu dem Fleisch servieren.

Abwandlung:
Die gewürfelten Kartoffeln und Rüben mit dem Fleisch in Gemüsebrühe gar ziehen, das Fleisch würfeln und wieder in den Topf geben. Würzen, abschmecken,als Suppe/Eintopf servieren. Schönes Winteressen.
Gruß von
Sascha

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Eintöpfe des Nordens und Ihre Geschichten

25. September 2019

Foto: Erbsensuppe ist der Klassiker unter den Eintöpfen. Was ist Ihr Lieblingseintopf?

Wir kochen bei uns traditionell sehe viele Suppen und Eintöpfe. Der Mittwoch ist z.B. unser Eintopftag, an dem wir immer im großen Kessel die verschiedenen Eintöpfe kochen. Aber auch als Konserve kochen wir Suppen und Eintöpfe in Gläser und Dosen ein.

Da nun der Herbst vor der Tür steht, möchten wir regelmäßig norddeutsche Eintöpfe vorstellen, nach Ihren Rezepten. Sie mailen (Adresse steht unten) uns Ihr Eintopfrezept und wir kochen es nach. Von den jeweiligen Eintöpfen verfassen wir einen Blogbeitrag mit Foto vom Gericht, der Rezeptur und einer kleinen Geschichte zu dem Eintopf. Ihre Bemühungen sollen natürlich nicht umsonst sein. Jeder Eintopf der vorgestellt wird, erhält von uns zwei verschiedene Eintöpfe als Honorar zugeschickt. Die Aktion ist zunächst auf 10 Vorstellungen begrenzt.

So wird es gemacht:
1.    Rezeptur mit Ihrem besonderen Lieblingseintopf mailen: info@essideen.net
2.    Ihre Adresse nicht vergessen
3.    Wir kochen Ihren Eintopf nach und präsentieren dann alles hier im Blog.
4.    Sie erhalten das Eintopfpräsent von uns. (zugeschickt oder persönlich überbracht)

Eintöpfe des Nordens. Wir freuen uns auf kreative Ideen, Anregungen uns Rezepte, von denen später alles Leser/innen profitieren.

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Buchvorstellung: Genuss mit wachem Geist! New Cuts für tolle Steaks.

11. September 2019

Foto: Die “neuen Schnitte” oder “New Cuts vom Rind!”

Vor einiger Zeit bin ich nach Bochum zur Fa. Niggemann gefahren, (für mich wie ein kleiner Rungis, Paris) um dort einzukaufen. Christoph Grabowski ist dort Leiter der Fleischabteilung, Fleischermeister, diplomierter Fleischsommelier und jetzt auch Buchautor! Ich weiß gar nicht mehr genau, wie wir uns kennengelernt haben…ich glaube, er war bei uns im Betrieb, um Wagyu-Hackfleisch für einen Kunden durch den Wolf zu lassen. Ich weiß noch zu gut, dass er auf einem Samstagnachmittag bei uns war, wo bei uns der Bär steppte… (es passte eigentlich gar nicht). Egal, wir kannten uns aus dem Netz, und dass reicht mir völlig aus. Viel mehr wusste ich über Christoph auch nicht. Heute weiß ich, dass ich den “Fleisch-Flüsterer” und den Fachmann für neue Steaksorten bei mir hatte! Unglaublich! (Sorry Christoph, dass ich Dich damals nicht richtig eingestuft habe)

Später haben wir uns mehrfach getroffen, wie z.B. auf der Reeperbahn (Große Freiheit) bei einer Show des Magazins „BEEF“ mit Lucki Maurer oder in Bochum bei einer Verköstigung vom Kobe-Rind. Ich schwärme etwas über meinen Kollegen, weil er mich schlicht begeistert. Zur Buchvorstellung komme ich gleich noch – er ist auch noch Ausbilder in der Fleischerschule in Augsburg, hält sehr viele Vorträge im deutschsprachigen Raum über „New Cuts“ und schafft es zu dem noch, politisch aktiv zu sein. Warum kann er das? Ganz einfach: Weil Christoph seinen Beruf zur Leidenschaft gemacht hat! Wenn Journalisten mit ihm sprechen, wird sehr schnell klar, dass er aus dem Herzen spricht, Dinge klar anspricht und auch Missstände in der Branche erkennt und anprangert. Ein Handwerker, wie man sich ihn wünscht.

Beim Einkauf kamen wir ins Gespräch über „Gott-und-die-Welt“, wie es unter Kollegen üblich ist. „Hast du mein neues Buch schon?“, fragte er mehr beiläufig. Ich hatte die Buchvorstellung zwar auf Facebook und Co verfolgt, aber noch nicht gekauft!“ Jetzt liegt es vor mir. Ich stelle immer mal wieder Bücher hier im Blog vor, aber nur, wenn ich davon zu 100% überzeugt bin. „Neue Cuts vom Rind!“ heißt das 260-Seiten Werk, dass im DFV-Mediengruppe Fachbuch erschienen ist (ISBN 978-3-86641-326-9) Darin stellt der kreative Fleischer die neuen Schnitte für Rindfleisch vor, die sehr eindrucksvoll mit Bildern von Tobias Oehlke Photography dokumentiert werden. Mit dem Werk möchte er dem Fleischerhandwerk dienen!

Foto: Das Flanksteak habe ich früher für Gulasch verwendet – heute ein wertvolles Steakfleisch!

Die Grußworte sind von Kollegen geschrieben, die ich fast alle persönlich kenne: Tim Mälzer, Ludwig Maurer, Hendrik Haase, Heiko Brath, Dirk Ludwig und Jürgen David. Im Buch beginnt er damit, die unterschiedlichen Tierrassen vorzustellen (es gibt 48 verschiedene Rinderrassen in Deutschland! [und 12 verschiedene Schweinerassen]). Auf den Seiten werden dann die Teilstücke gezeigt und erklärt – die „New Cuts“ sind z.T. Stücke, von denen ich noch nie etwas gehört habe! (und ich bin seit dem 12.10.1981 Fleischermeister) Flapmeat, Cap of Rib-Eye oder New York Stripes sind Teilstücke, die wir bestenfalls für Hackfleisch genutzt haben, aber nicht für hochwertiges Steakfleisch! Das ist schon großes Kino – einige Stücke erkenne ich auch nach der Lektüre noch nicht. Ich musste beim Lesen oft an meinem Vater denken, der in meiner Lehrzeit oft Rinder geschlachtet hat, die (für mich) extrem verfettet waren. Heute ist so etwas kultig, marmoriertes Fleisch, zart und voller Genuss! Selbst das „Nierenzapfen-Stück“ habe ich als Hundefutter verschenkt, mein Vater hat es aber zubereitet. So ändern sich die Zeiten, so ändert sich der Zeitgeist.

Christoph geht noch sehr ausführlich auf die Fleischreifung ein – die für mich ein wichtiges Kapitel ist, weil dadurch ein Rindfleisch erst besonders wird. Auch unterschiedliche Garmethoden (Sous-vide, Kochen, Schmoren, Roh-u. Kaltgaren, Braten, Grillen…) werden vom Fleischsommelier sehr ausführlich erklärt. Rezepte findet man nicht im Buch.

Mit dem Buch hat Christoph Grabowski eine Revolution im Fleischer-Handwerk gestartet. Er beschreibt sehr eindrucksvoll, wie man „Genuss mit wachem Geist“ leben kann, dabei den Respekt zum Tier verbindet und das ganze Tier als Edelteil erkennt. Wie unsere Väter es vorgelebt haben erkennt er sehr schön, dass eine Wertschätzung und ein achtsamer Umgang mit dem Tier wichtig ist.
Danke Christoph, für Dein Lebenswerk.

1. Hinweis Beitrag enthält unbezahlte Werbung

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