Paketversand ist ein harter Wettbewerb

13. Februar 2020

Foto: Ist die Preiserhöhung der DHL angemessen?

Als ich vor ein paar Tagen zwei Pakete mit Grünkohl & Pinkel zur Post (DHL) brachte, war ich etwas erschrocken, was ich bezahlen durfte: 36,98 € für zwei Pakete! Das Gewicht der Sendung war nicht einmal hoch, sondern nur 10,5 und 10,7 kg. Ich hätte also meinen Kunden 18,49 € für ein 10kg Paket in Rechnung stellen müssen. Das habe ich natürlich nicht gemacht. Mir wurde mitgeteilt, dass es zum Jahreswechsel eine Preisanpassung für Paket gab.

Daraufhin habe ich mich im Netz eine Pressemittelung der DHL angelesen. Das Unternehmen reagiert u.a auf deutliche Kostensteigerungen im Personal- und Transportbereich. Auch in der Qualitätsverbesserung und im Service soll investiert werden. „Ok“, dachte ich mir: „Eigentlich bin ich ein sehr treuer und loyaler Kunde, der gerne so verschickt, wie es für meine Kundschaft perfekt ist.“ Damit meine ich die Samstagszustellung, Nähe zum Paketzentrum / Postfiliale, Nachnahme, Schnelligkeit der Sendung. Die Loyalität zum Versender ist für mich aber in Frage gestellt, wenn es plötzlich so dramatisch teuer wird.

Aufgrund der Erhöhung bin ich nun zu meinem Nachbarn gelaufen, der einen Hermes Paketshop in seinem Markt hat. Mir war sofort klar, dass der Versand über Hermes erheblich günstiger ist. Als Empfehlung wurde mir noch erklärt, wenn ich die Paketkarten online ausstelle, wird es noch günstiger.

Mein erster Testlauf war sehr gut. Ich hatte schon vor dem Versand eine Sendungsnummer und den Versandkostenpreis, die ich dem Kunden mitteilen kann. Die Paketkosten werden nach Umfang des Kartons berechnet und nicht nach Gewicht. Um das an meine beiden Paketbeispiele zu verdeutlichen: Für dieselben Pakete (oben) zahle ich nur 5,95 € je

Die Deutsche Post hat jetzt aktuell angekündigt, dass sie die Preiserhöhung nach der Kritik der Bundesnetzagentur wieder zurücknimmt. Die Behörde hatte ein Verfahren eingeleitet, weil sie vermutet, dass der Konzern seine marktbeherrschende Stellung missbraucht. Diese Verfahren geht die Post nun aus dem Weg. Die Preise sollen zum 1.Mai 2020 wieder rückgängig gemacht werden.

Ich verschicke nun nicht so viele Pakete, so dass man denken könnte: „Ist doch egal was ein Paket kostet!“ Ich möchte aber für meinen Kunden einen fairen Versand garantieren. Über die Zufriedenheit mit dem Hermes-Versand, werde ich mich bei meinen Kunden erkundigen.
Die Preiserhöhung der DHL hat mich wachgerüttelt – aber so läuft der Wettbewerb.

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Durch Achtsamkeit eine neue Führung definieren

7. Februar 2020

Foto von Malerische Wohnideen: Dominik Ley und Volker Geyer

Vor einigen Wochen schickte mir Volker Geyer (Malerische Wohnideen, Wiesbaden) eine sehr interessante Mail. Darin stellte er sein neustes Seminarprojekt vor, dass in Barcelona stattfinden soll. Volker lebt und arbeitet viel in Barcelona. Da ich Volker Geyer sehr schätze, war diese Vorstellung für mich hochinteressant. Mit Volker habe ich schon einige Vorträge gehalten (Internet-Marketing-Tag im Handwerk, usw.). Daher weiß ich auch, dass Veranstaltungen mit Volker immer hochaktuell und sehr wertvoll sind.

Was hat er vorgestellt? Sein Seminar lautet: „Achtsame Unternehmensführung & Menschenführung im Handwerk“ Das erste Achtsamkeitsseminar im Handwerk für Inhaber und Führungskräfte. Da kamen sofort warme und wundervolle Gedanken auf. Im Jahr 1997 habe ich über einige Wochen das „Dale Carnegie-Training“ in Bremen besucht. Die Trainerin Lydia Lind hat uns Kommunikation- und Menschenführung vermittelt. Achtsamkeit war hier der Grundbaustein und genau hier knüpfen Volker Geyer mit seinem Partner Dominik Ley an. Beide leben in der kosmopolitischen Hauptstadt der spanischen Region Katalonien. Dort haben Sie sich bei einer Fußballübertragung kennen gelernt. (Sorry Volker, dass Werder Bremen den BVB aus dem DFB-Pokal geworfen hat). In zahlreichen Gesprächen kamen immer wieder die Kernfragen. „Wie sollte das moderne Führen von Unternehmen aussehen? Wie kann man im Unternehmen den Menschen in den Mittelpunkt stellen, authentisch und mit Weitblick und wertschätzend kommunizieren?

Als Handwerker arbeiten wir permanent mit Menschen zusammen – auf der Kundenseite und im Betrieb. Meistens laufen diese Treffen unter Zeitdruck und nebenher ab und leider auch nicht immer mit der nötigen Achtsamkeit. Ein weiterer Faktor ist die Informations- und Reizüberflutung unserer Welt (wir alles kennen das. Handy, Internet, Erreichbarkeit, sofort erledigen, Bewertungen…). Und hier wird in dem Seminar eine Antwort gegeben, weil das Training bei einem selbst ansetzt. Ich kann mir gut vorstellen, dass für mich ein Nährboden für Kreativität und Ideen entstehen wird und dass ich Dinge mit sehr viel Leichtigkeit in den Fluss bringe. Allein das ist für mich ein Pfund, dass ich sehr lange nutzen kann.

Ich habe mit Volker gesprochen um zu erfahren, was im Seminar gemacht wird. Die Inhalte werden vom Mindfulness-Experten Dominik Ley gezeigt und trainiert. Die Aktivitäten reichen vom Umgang mit Gedanken, Journaling-Schreibübungen zur Bewusstseinsförderung, Meditations- und Bewegungsübungen, emotionale Intelligenz und Einiges mehr mit dem Ziel, die Achtsamkeit in neue Ideen und Handlungen umzusetzen. Volker wird aus Sicht des Handwerksunternehmers aus der Praxis berichten, welche Auswirkungen Achtsamkeit haben können.

Die gesamte Veranstaltung findet in einem wunderschönen Hotel in Barcelona statt, dass sicherlich für ein stimmungsvolles Miteinander sorgen wird. Das besondere Seminar ist vom 25. – 28.März 2020. Sehr gerne wäre ich nach Barcelona gekommen, aber der Betrieb fordert uns gerade in der Zeit sehr.
Ich bin mir sicher, lieber Volker, dass zahlreiche Teilnehmer im März zu Euch kommen werden. Dazu wünsche ich euch ein gutes Gelingen, viele tolle gemeinsame Stunden und Gedankenströme ohne Ablenkung.

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Von Rasta-Vechta lernen! Kampf und Leidenschaft schaffen treue Fans!

30. Januar 2020

Am Ende war es noch sehr knapp! Es wurde gekämpft aber dennoch verloren.  Ich schreibe vom Basketballspiel Rasta Vechta gegen AEK Athen in der Champions-League Gruppenphase (BCL), dass wir mit der gesamten Belegschaft am Mittwochabend besucht haben. Der Rasta Dome war ausverkauft mit 3140 Besuchern. Als ich die Karten bestellt habe, war mir noch nicht bewusst, wie hochaktuell diese Begegnung sein und wie hochklassig das Spiel war. Ich habe nur geschaut, ob Rasta Vechta auch auf einem Mittwoch spielt, da wir dann nur bis 14 Uhr geöffnet haben und alle Mitarbeiter auch mitfahren können.
Foto: Stimmungsvoller Festabend im Rasta-Dome mit viel Leidenschaft
Rasta Vechta hat das Spiel mit 70:81 verloren. Der verdiente Sieg der Athener kam zustande, weil in der ersten Halbzeit die Griechen auf einem anderen Level spielten. Für uns war es aber klasse anzusehen, wie man mit Kampf, Leidenschaft und dem Willen zu Siegen noch vieles ändern kann. Die Spieler lagen zeitweise mit weit über 20 Körben zurück. Wären einige Bälle in der 2. Spielhälfte im Korbe gelandet, dann wäre noch eine sportliche Sensation in der Luft gewesen.

Toll war es für uns auch, dass man so viele Kunden beim Spiel trifft. Oft wurde „Moin“ gesagt oder gefragt: „Na? Uk dor bi? Ik käp die hier ja noch nie seihn!“ Sogar die Buchung eines privaten Kochkurses wurde mir zugetragen! Kundenbindung kann wunderbar bei einem Basketballspiel gelbt werden!
Foto: Genuss mal über den Tellerrand gedacht.
Der gesamte Abend mit unserer Crew stand unter dem Motto „Griechischer Abend“ (weil ja gegen Athen gespielt wurde). Also wurde vor dem Spiel lecker imRestaurant “Alte Druckerei” griechisch gegessen. Der Restaurantbesitzer hat uns als Kollegen erkannt und sich besonders viel Mühe gegeben. Herzlichen Dank dafür.

Der Abend hat uns als Team gutgetan, weil wir viel Spaß miteinander hatten. Wir konnten sehen, dass man nur als Team mit viel Leidenschaft weiterkommt und so Kunden (Fans) gewinnt. Danke an alle Mitarbeiter für das vergangene Jahr. Wir sind stolz auf Euch!

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Eine arbeitsreiche Woche im Januar

13. Januar 2020

Die Adventszeit und das Weihnachtsgeschäft ist bei uns immer eine sehr aufregende Zeit. Oft denkt man nur von einem Tag zum nächsten Tag, um vor lauter Aufregung noch klar im Kopf zu bleiben. Danach folgen gleich die Silvesterfeiern. Ich freue mich immer auf den Jahreswechsel, damit man mal wieder einen Schritt langsamer laufen kann.

Doch im neuen Jahr ist diese Regenerationszeit nur sehr kurz ausgefallen. Es fehlten viele Konserven, die wir selber herstellen. Auch Grünkohl und Pinkel mussten dringend neu gefertigt werden. In der 3.Kalenderwochen stehen gleich zahlreiche Events an. Am Donnerstag findet der erste Kochkurs statt. Der „Männerkochabend“ ist immer ein sehr beliebtes Weihnachtsgeschenk und daher sind beide Männerkochkurse sehr gut gebucht. (16.Januar und 20.Februrar)

Am Freitag hat eine Firma ihre Mitarbeiter zum Neujahrsempfang eingeladen (anstatt einer Weihnachtsfeier) Hier werden gut 100 Personen kulinarisch verwöhnt. Am Abend des selben Tages folgen noch Grünkohlessen.
Foto: Festliche Stimmung auf der Sportgala
Der Samstag steht im Zeichen von größeren Events. Etwa 250 bis 300 Personen treffen sich zum Neujahrsempfang des Handwerks. Zahlreiche Handwerksunternehmer, Verbände und Freunde des Handwerks aus Vechta treffen sich und wünschen sich ein „Glück seis Neijohr!“ (Plattdeutsch) Zum Empfang gibt es traditionell „Kilmerstuten mit Schinken“ (Kilmerstuten ist ein süßliches Weißbrot mit Zuckerguss, Rosinen und dazu Schinken)

Am Samstagabend steht dann die Sportgala vom „SV Fortuna Einen“ in Goldenstedt auf unserer „To-do-Liste“. Zu diesem festlichen Ball (ausverkauft!) werden sehr viele Gäste in Goldenstedt erwartet. In der Mensa der Schule wird uns die Küche zur Verfügung gestellt (Danke dafür). Dor bereiten wir die Gerichte frisch zu. Bis in die frühen Morgenstunden können die Gäste des Balls essen. Dann muss noch alles gereinigt werden, schließlich sind wir nur Gast in der Küche.  Vor dem Ball haben wir aber noch zwei kleiner Buffets auszuliefern…

Am Sonntag ist dann bis 17 Uhr schnelle Entspannung angesagt, weil dann unser Restaurant geöffnet ist. Von einer langweiligen Woche ist jedenfalls nichts zu spüren. Ob es nächste Woche anders wird…? Wohl kaum, denn wir leben von der Zufriedenheit unserer Kunden und dienen mit verdammt viel Leidenschaft. Wie heißt es so schön: „Eine lange Reise beginnt mit dem ersten Schritt…!“

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Willkommen 2020 – auf die Würzung kommt es an!

31. Dezember 2019

Foto: Das Jahr steckt voller Würze.

Für 2020 schicke ich Euch einige Würzungen.
Schärfe für die Zweisamkeit.
Pfeffer für den Alltag.
Süße gegen die Bitterkeit.
Die richtige Mischung für das Miteinander.
Gesundheit mit besonderen Gewürzen.
Achtsamkeit und keine Überwürzung im Leben.
Geduld, wenn etwas Würze fehlt.
Zeit damit die man in Ruhe Besonderes erkennt.
Anerkennung, wenn es geglückt ist und immer eine Prise Humor, Gelassenheit und Zurückhaltung.
2020 beginnt für uns alle zu selben Zeit – die Würze dazu geben wir uns im Miteinander.
Ich grüße und schätze Euch.

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Das Rezept: Spekulatius-Himbeer-Dessert

18. Dezember 2019

Foto: Das Weihnachtsdessert

Zum Weihnachtsfest möchte ich ein leckeres Dessert vorstellen: Das Spekulatius-Himbeer-Dessert.

Und so wir es gemacht.
Zutaten: 250g Sahne, 250g Quark, 250g Mascarpone, 125g Zucker, 1 Päckchen Vanillezucker
Alles diese Zutaten schön glatt verrühren.

Weitere Zutaten.
350g Himbeeren (TK), 250g Spekulatius-Kekse
Die Kekse grob zerkleinern und in einer Schale füllen.
Die Himbeeren werden gefroren verarbeitet.

Herstellung: In Portionsschälchen alles abwechselnd schichten. Etwas von der Creme, darauf dieselbe Menge Spekulatius, Creme, Spekulatius, gefrorene Himbeeren, Creme und noch einmal Spekulatius.
Alles schön kühl stellen und schon ist ein zauberhaftes Weihnachtsdessert fertig.

Zubereitungszeit: ca. 20 Minuten. Guten Appetit.

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Bleibt bitte in der Spur!

7. Dezember 2019

Foto: Die BEEF! wird von mir inhaltlich immer “verwurstet”…

Über die letzte BEEF! möchte ich eine Kritik schreiben, weil sie mich beim Lesen sehr verwirrt hat. Die Kritik hat nichts mit dem späten Eintreffen des Mediums zu tun, sondern sie betrifft die sehr massive Werbung in dem 170 Seiten Magazin. Mag sein, dass es mit der Weihnachtsausgabe zu tun hat. Die BEEF! war prall gefüllt mit Zusatzheftchen, die man wie bei einer billigen Sonntagszeitung erst einmal ausschütteln kann. Da diese Heftchen nicht immer nur Werbung beinhalten, sortiere ich die „Zugaben“ für den Papierkorb und für Lesenswertes aus.

Kommt das Magazin an, nehme ich mir immer viel Zeit beim Stöbern in den Blättern. Oft vergeht hierbei schon eine ganze Stunde. Das habe ich auch in einem Kommentar auf Facebook beschrieben, der sogar im Heft auf der Seite 168 abgeduckt wurde. Doch das neue Werk war anders. Ich konnte sehr oft den Unterschied zwischen redaktionellen Text und Werbeanzeige kaum unterscheiden. Es steht dann zwar oben klein gedruckt „Anzeige“, dass aber stört mich, weil ich mehrfach auf solche Texte „hereingefallen“ bin.

Ich habe mir die Mühe gemacht und alle Anzeigen in der 6er-BEEF-2019 gezählt. Im Heft eingebunden waren 54 (!) ganzseitige oder großflächige Anzeigen von Firmen (inkl. hauseigener BEEF-Anzeigen, plus loser Werbeheftchen). Fast jede 3.Seite wurde von Anzeigenkunden bezahlt – dabei kostet das Heft ja schon 12,00 € je Ausgabe. Ich kann ja gut verstehen, dass man als Herausgeber ein Heft lukrativ aufstellen muss, damit es auch wirtschaftlich ist.

Die Anzeigenverkäufer vom Verlag Gruner + Jahr GmbH (Hausgeber der BEEF!) sind echte Profis. Die Anzeigen erscheinen mit Rubbellos, festem schwerem Karton im Heft (Reliefdruck), eingebundenes Heft, mehrseitige Werbung mit guten Texten und schönen Fotos und fachlichen Themenanzeigen. Die verstehen ihr Handwerk. Anzeigen, die mir persönlich als Handwerker (Fleischermeister) weniger gefallen, sind die vom Discounter. Scheinbar habe die aber entdeckt, dass kochende Männer (Genussmenschen) als ein lukrativer Markt umworben werden muss.

Die BEEF 6/2019 wiegt gute 700g und bei einer Auflage von 60.000 Heften sind das immerhin 42.000 kg Papier in schönster Form.

Fazit: Ich werde dem Heft treu bleiben – keine Frage. Ich musste aber die Weihnachtsausgabe kritisieren, weil es „too-much“ an Werbeinhalt war. Ich kenne tolle Lifestyle-Magazine, die nicht erkannt haben, dass die Werbung in ihren Heften zu viel wurde und von den Lesern dadurch gemieden wurde. Das soll „meiner“ BEEF! nicht passieren. Ich schätze die Mädels und Jungs aus Hamburg! Sie machen erstklassige Bilder, bringen mir viele Anregungen, stellen super Kollegen vor, es gibt kreative Rezepte und es wird auch einmal völlig quer gekocht. Das mag ich an Euch! Bleibt bitte in der Spur.

Euer treuer Stammleser: Ludger Freese

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Wenn Schlüsseldienste kommentieren

26. November 2019

Liebe Schlüsseldienste aus den unterschiedlichen Teilen Deutschlands.

Wir freuen uns immer, wenn Kommentare im Blog geschrieben werden. Auffällig ist jedoch, wenn immer eine URL-Adresse eines Schlüsseldienstes hinter den Kommentar steckt. Das nervt schon, weil ich die Zusammenhänge zwischen der Mailadresse des Verfassers und der URL nicht verstehe und aus meiner Sicht unseriös wirkt. Die Kommentare bestehen oft aus nur einem Satz und stimmen inhaltlich nicht („Der Grünkohl war mal wieder lecker!“ – „Ich war bei Kochkurs dabei…!“ usw.)  Manchmal haben die Kommentare herzlich wenig mit dem Inhalt des kommentierten Artikels zu tun.

Ich möchte meine Leser/innen schützen vor diesen Schlüsseldiensten und schalte einig Kommentare erst frei, wenn ich die URL gelöscht habe oder ich alles als Spam lösche. Ich möchte einfach keine Bühne für solche Firmen sein. Die Masche ist die, wenn man auf den Namen eines Verfassers im Blog klickt – um zu sehen, wer den Kommentar geschrieben hat – kommt man auf die Seiten der Schlüsseldienste. Klar ist auch, dass es auch seriöse Schlüsseldienste gibt. Das möchte ich nicht anzweifeln.

Liebe Schlüsseldienste der Republik: Sucht euch bitte andere Wege um Türen zu öffnen. Mein Blog ist tabu für Euch!

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Grünkohl jetzt!

11. November 2019

Foto: Die Plakate “Grünkohl jetzt” mit dem Gewinnspiel machen Lust auf Leckeres aus dem Norden!

„Grünkohl jetzt!“ – so lautet die Aktion der Fleischermeister und des Fleischerverbandes Nord. In den kalten Jahreszeiten steht Grünkohl mit Pinkel bei den meisten mehrfach auf dem Speisenplan.  Ob in den eigenen vier Wänden oder auch bei den zünftigen „Kohlfahrten“ mit Tanz. Bei der Aktion kann man auch ein leckeres Grünkohlpaket gewinnen. Von November 2019 – Februar 2020 werden jeden Monat drei Gewinner gezogen, die jeweils ein Grünkohlpaket im Wert von je 100.-€ gewinnen können. Einfach auf gutergenuss.de gehen, mitmachen…ganz easy – so wie wir Norddeutschen nun einmal sind.

Bei uns steht der Grünkohl jetzt natürlich auch groß im Fokus der täglichen Arbeit. Es werden Pinkel und Mettwürste hergestellt und verschickt. Für zahlreiche Grünkohlevents liefern wir jedes Wochenende das komplette Grünkohlmenü. Wir kochen den Grünkohl auch in Weckgläsern ein, damit man ein Stück Genuss aus der Heimat auch leicht mitnehmen kann. Am kommenden Mittwoch (13.Nov.19) kochen wir wieder unseren beliebten Grünkohleintopf mit Pinkel und Mettwurst. Das wird wieder sehr viele Freude in der Region auslösen!

Viele unserer Gäste im Restaurant bestellen auch die „Greunkohl-Pann“ in der die ganzen Spezialitäten mit Bratkartoffeln in einer Pfanne serviert werden. Den Schnaps dazu nehmen die wenigsten Gäste, weil meistens das Auto vor der Tür steht. Dazu stellen wir dann unseren „Kohlpinkelsenf“ der unglaublich gut zu dem Gericht passt.

Im Video möchte ich einfach noch einmal zeigen, wie wir unsere Pinkel herstellen. Gesprochen wird auf Plattdeutsch, so wie es hier jeder macht.

Ich wünsche Euch viel Glück beim Gewinnspiel, eine schöne Grünkohlzeit und viele lustige Momente mit Pinkel und Co. Könnte die Wurst jede Saison ein Buch schreiben, was sie so alles auf den Festlichkeiten erlebt, ich glaube das Buch würde ein sehr lustiges Werk werden.
Wie oft essen Sie/Du in der Saison Grünkohl?

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Nur Hygienemängel oder doch kriminelle Energie?

7. November 2019

Foto: Hygiene muss gelbt werden!

In jüngster Zeit mehren sich die Listerienfunde in Fleischwarenfabriken. Der Fall in Hessen forderte sogar Todesopfer. Ein weiterer Fall in unserer Nachbargemeinde Goldenstedt macht nun negative Schlagzeilen. Hier wurden Listerien in gebratene Frikadellen gefunden. Der Betrieb wurde geschlossen, wie auch das Stammwerk in Essen/Oldenburg. Die Staatsanwaltschaft stellt Strafanzeige. Der Betrieb stand unter Beobachtung, weil es in der Vergangenheit schon Verstöße gegen die Hygienevorschriften gab.

Listerien sind meldepflichtig und keine harmlose Sache. Geschwächte Menschen oder bei Schwangeren kann der Verlauf erhebliche gesundheitliche Folgen bis hin zum Tod haben. Durch die zunehmende industrielle Produktion von Lebensmitteln mit ihren vielen Zwischenstufen erhöhen sich die Kontaminationsmöglichkeiten. Kommen dann noch Hygienemängel im Betrieb dazu, kann es schnell zu Problemen kommen. Wird ein Betrieb über Wochen wegen solcher Vorfälle geschlossen, ist das wirtschaftliche Überleben meistens besiegelt (wenn nicht ein großer Konzern hinter der Firma steht).

Ich stelle mir oft die Fragen, warum verantwortliche Geschäftsführer/Betriebsleiter nicht massiv gegen hygienische Missstände im Betrieb vorgehen? Jetzt kann man natürlich nach dem Gesetzgeber und der Aufsichtsbehörde rufen, aber wenn eine Art kriminelle Energie im Betrieb steckt, nutzen auch die Parameter wenig, weil sich oft hintergangen und getäuscht werden.
Ich versuche einmal etwas hinter die Kulissen zu blicken, um aus meiner Sicht deutlich zu machen, woran so gravierende hygienische Mängel entstehen können. Es soll nicht als Entschuldigung gesehen werden – im Gegenteil. Ich möchte einfach ein paar Punkte aufdecken, die auch Ursache sein könnten.

Personal – Ich sage immer: „Hygiene kann nicht vom Gesetz befohlen werden – Hygiene muss gelebt werden! Jeden Tag! Immer wieder!“ Für mich ist die größte Stellschraube das Personal. Es wird immer weniger Fachpersonal eingestellt, weil es keine mehr gibt! Dann kommen Hilfskräfte, ungelernte Helfer zum Einsatz. Viele kommen aus Osteuropa und sprechen oder verstehen unsere Sprache nicht. Anweisungen und Erklärungen werden aus zeitlichen Gründen nur halbherzig durchgeführt, mit dem Ergebnis das Fehler und Fehlproduktionen passieren. Ich kenne die Problematik aus Erzählungen von Kollegen, die in solchen Fabriken arbeiten.

Eine weitere Lustlosigkeit für das Personal entsteht durch die mangelhafte Wohnsituationen der Arbeiter aus Osteuropa. Es gibt kaum eine Privatsphäre und man hockt auf engsten Raum zusammen. Das solche Mitarbeiter ihren Frust mit in den Betrieb nehmen ist klar. Die Motivation wird durch viele Gemeinheiten (Benutzung des Pausenraums wird vom Lohn abgezogen, usw.) weiter demotiviert.

Kostendruck – Die Produkte werden meistens in Discountern und Supermarktketten angeboten. Hier entscheidet der Preis, ob man liefern darf oder nicht. Logisch, dass dann alles darangesetzt wird, wie ich ein Produkt billiger, schneller und mehr herstellen kann. Auch hier kann ich sagen, dass nicht alles was an Fleisch eingekauft wird, immer noch 100%-genusstauglich ist. Einige Mitarbeiter wissen das auch, aber unter dem Mantel des Drucks, Stress und Gleichgültigkeit werden Augen zugedrückt. Die Personalkosten und der Wareneinkauf sind die Schrauben, die es ermöglichen ein Produkt im Discounter zu listen. Natürlich gibt es Qualitätskontrollen und Laboruntersuchungen der Waren. Gute Betriebe sind dabei auch nicht auffällig, aber wo die „Luft“ dünner wird, wird auch die Eigenkontrolle ein Stück der manipulierten Qualität.

Hygiene – Hygiene kostet Zeit und Geld! Wenn dann die Betriebe noch Mehrschichtig fahren, wird es immer schwieriger eine perfekte Reinigung zu schaffen. Es ist meistens ein Prozess, der sich einschleicht und immer weiter zunimmt. Als ich die Bilder mit der verschimmelten Wurst aus dem hessischen Wurstbetrieb gesehen habe, war ich doch sehr verwundert. So eine Entwicklung entsteht nicht über Nacht. (ich habe mich nur gewundert, wie solche Bilder aus dem Unternehmen in die Presse gekommen sind). Hat ein Lebensmittelunternehmen hygienische Probleme, müssen die Behörden konsequent durchgreifen und die Geschäftsführung muss das auch sofort umsetzen. Für mich eine Selbstverständlichkeit – es gibt aber auch Geschäftsleitungen, die das erst einmal aussitzen und die Zeit laufen lassen. Auch so können langfristig Probleme entstehen.

Wie gesagt, ich möchte nicht den Eindruck erwecken, dass ich mich auf die Seite der „Schmuddel- Betriebe“ stelle. Ich möchte vielmehr deutlich machen, welche fatale Entwicklung unsere Lebensmittelherstellung genommen hat. Ich bin mir sicher, dass es in Zukunft viele weitere Rückrufaktionen geben wird, weil man hinter dem Genussmittel keine Wertigkeit mehr sieht.

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