“Warum schreibst du nicht dein eigenes Buch?”

19. November 2017

Ein eigenes Buch schreiben – mit diesem Wunsch gehe ich schon sehr lange schwanger. Als Blogger habe ich fast 9000 Artikel geschrieben – was liegt näher, als aus diesem Erfahrungsschatz ein Buch zu schreiben. Das Werk soll sich aber nicht nur mit dem Blog beschäftigen, sondern wird meine Kindheit beleuchten, wie auch die Schulzeit. Daraus entstand der berufliche Werdegang mit der Ausbildung zum Fleischer und der „Wanderzeit als Geselle“.

Aus dieser Reifung wurde der Betrieb meiner Eltern übernommen und immer weiter ausgebaut. Dass es im Leben Höhen und Tiefen gibt, werden viele Menschen bestätigen können. Auch die schwere Zeit meiner Insolvenz, das Verhältnis zu Banken und Partnern wird ein ausführliches Thema werden.

Mein Buch soll Mut machen, aufwecken und meinen Berufsstand Impulse geben. Kreativität und Erfahrung werden mir den Rücken stärken. Viele liebe Menschen die es gut mit mir/uns meinen, haben mir viel Zuspruch zum Projekt gegeben. (Stichwort: Workshop auf Kos). Allen vorab schon mal ein Dankeschön – lasst mir etwas Zeit: ein guter Braten braucht Zeit, gute Gewürze und Hitze. Das Buch soll einfach lecker werden…!

Genießen Sie das Weihnachtsfest – wir kochen für Sie!

13. November 2017

Foto: Carola und Ludger Freese sorgen für ein entspanntes Weihnachtsfest

„Wir freuen uns schon auf die leckeren Weihnachtsmenüs!“ – oder – „Gibt es schon den Weihnachtsflyer mit den leckeren Sachen?“ – „Wir sind Weihnachten nur zu zweit! Da lohnt sich das Kochen nicht! Kocht ihr wieder für uns?“

Diese oder ähnliche Aussagen hören wir in den letzten Tagen sehr oft! Das Fest naht und die Gedanken: „Wat äht wi nu?“ werden in vielen Familien besprochen. Um es vorweg zu nehmen: Sie können Weihnachten herzlich genießen – und das völlig ohne Arbeit! (PDF Datei mit dem Angeboten). Auch für alle drei Festtage bieten wir eine große Auswahl an. Ob Sie nun eine Antipasti Platte, Entenbrustfilet mit Orangensauce, Zanderfielt auf Blattspinat, Beilagen oder das Dessert bestellen- für jeden Geschmack ist etwas dabei.

Alle Gerichte kochen wir frisch für Sie und packen diese in backofenfeste Menüschalen ab. Die Schalen werden versiegelt und beschriftet mit einem Garhinweis (inkl. Allergene Kennzeichnung). Bei der Bestellung bekommen Sie von uns eine Abholnummer, mit der am 23.Dezember die fertigen Gerichte bis 18:00 Uhr ganz bequem abgeholt werden können.

Bei Bestellungen, die uns per Mail, Twitter, Facebook oder Flaschenpost erreichen, wird anschließend die Abholnummer mitgeteilt. Damit wir Ihre Wünsche auch erfüllen können, sollten Sie uns bis zum 18.Dezember den Wunschzettel zukommen lassen.
Was unsere Küchenengel für Sie anbieten, finden Sie auf unsere Internetseite: essideen.net – wir kochen für Sie!

So komme ich ins Gefängnis

8. November 2017

Foto von Kreimer/ OV: Filmdreh in der Vollzugsanstalt: Peter Cardon (rechts) erklärt Ludger Freese und Anuschka Bacic seine Arbeit

„Leserbeirat macht Zeitung“ – unter diesem Motto wurde am Dienstag (07.November 2017) Zeitung gemacht. Ich bin bei meiner Lokalzeitung – der Oldenburgischen Volkszeitung – im Leserbeitrat tätig. Wir treffen uns vierteljährlich zu einem kritischen und konstruktiven Austausch mit der Redaktion. Wie nun Zeitung gemacht wird, und welche umfangreichen Aufgaben ein Journalist hat, dass durften wir vom Leserbeirat hautnah erleben, indem wir die Themen für die Ausgabe am 09.November bestimmen. Mit neun Personen gingen wir unterschiedliche Aufgaben an. Einige arbeiteten am Newsdesk, andere waren mit Reportern auf Tour, und ich war mit der Video-Redaktion auf Bilderfang.

Als Thema hatte ich einen Drehtag hinter den Gefängnismauern der Justizvollzugsanstalt (JVA) in Vechta angeregt. Ich war noch nie in einem Gefängnis, und weil es in Vechta gleich zwei Anstalten gibt, wollten wir Bilder aus dem Inneren zeigen. Es war schon sehr spannend, bis wir hinter den dicken Mauern waren. Der Personalausweis wurde geprüft und alle Mobiltelefone mussten abgeben werden. Weiter gab es eine Belehrung wie wir uns verhalten müssen.

Wir wurden dann in einem verschlossenen Raum gebracht, bis wir von einer Begleitperson in die Anstalt geführt wurden. Schwere Schlüssel kamen an jeder Tür zum Einsatz. Von diesen Türen gab es unzählige… Im Vorgespräch erklärten uns zwei Mitarbeiterinnen aus der Verwaltung etwas über die JVA Vechta. Die Inhaftierten sind „Jungtäter“ zwischen 18 und 24 Jahre alt sind. Bis zu 330 Insassen sitzen dort überwiegend in Einzelzellen, die von 220 Mitarbeiter im einem dreischichtigen Dienst bewacht werden. Peter Chardon macht dort seine Ausbildung zum „Anwärter im Justizvollzugsdienst“. Er stand Rede und Antwort über seinen Beruf, seine Aufgaben und erklärte uns seine Arbeit. Anuschka Bacic ist die Crossmedia Expertin bei der OV in Vechta. Sie hat das Video produziert und mit sehr viel Fachwissen und Weitblick aufgenommen. Die Fragen hatten wir vorher gemeinsam ausgewählt.

Als wir die Aufnahmen im Haupthaus machten, waren mir sofort Bilder aus dem „Tatort“ präsent. Die Anstalt ist wirklich so wie man es aus dem Krimiserien kennt – in Kreuzform erbaut und mehrgeschossig. Vorbild war eine panoptische Bauweise eines Gefängnisses in Pennsylvania. Die Aufnahmen verliefen sehr professionell und mit einer einmaligen Ruhe von Anuschka. Sie wusste genau, was dem Betrachter des Videos interessiert und fing auch diese Bilder ein. Meine größte Anerkennung.

Nachdem wir alles im „Kasten hatten“ ging es wieder über die Besuchertür in die „Freiheit“. Beeindruckend so ein Aufenthalt hinter den Gitterstäben. In der Redaktion wurden dann die Bilder geschnitten, der Ton gerichtet, die Übergänge bestimmt und passende Musik gewählt. Diese Aufgabe erklärte mit Anuschka sehr anschaulich…ich bleibe aber lieber in der Küche. Wie beim Kochen werden aus den Zutaten (Bilder) und den Gewürzen (Ton) ein leckeres Gericht (Video). Nach etwa 90 Minuten wurde aufgetischt und das Gericht präsentiert. Klasse geworden, wir waren alle sehr zufrieden mit dem Video.

Später habe ich dann noch den Text für die Zeitung dazu geschrieben, damit die Leser/innen auch auf das Video aufmerksam werden. In den ersten Stunden wurde der Filmbeitrag schon über 6000mal angesehen.

Am Ende meines ungewöhnlichen Arbeitstages muss ich einfach meine Anerkennung den Zeitungsmachern aussprechen. Die fertige Zeitung ist das Ziel nach einem langen Tag und die Beiträge müssen sehr sorgfältig verfasst werden. Kompliment, wie das immer geschafft wird. Ich war jedenfalls geschafft, wie nach einem 16 Stunden Tag mit 700 Gästen am Buffet. Danke, dass ich mit dabei sein durfte.

Realer Irrsinn: Öffnungszeiten am Heiligabend

6. November 2017

Ich muss da einmal etwas loswerden. Woher kommt diese schwachsinnige Diskussion, ob in diesem Jahr am Heiligabend die Geschäfte geöffnet haben dürfen/sollen? Das kann doch wirklich keine ernsthafte Diskussion sein, ob man am Heiligabend noch einkaufen muss! Da laufen alle Mitarbeiter einen ganzen Monat auf „Hochtouren“ um die Wünsche aller Kunden zu befriedigen und dann soll man am Heiligabend für ganz Unentschlossene, Vergessliche, Wichtige, Superwichtige, ich-zu-erst-Kunden noch für einige Stunden sein Geschäft öffnen?

Sind unsere Kühlschränke zu klein, dass wir nicht 3-Tage ohne Einkauf überleben können? Oder sind unsere Ansprüche derart hoch, dass unser Konsum weit über dem Weihnachtsfest und der stillen Nacht steht? Mir sind die Mitarbeiter und auch meine Familie wichtiger, als jemand, dem am 24.Dez. noch einfällt, dass er doch noch 100g Salami holen muss. Das muss wirklich nicht sein! Es gibt wunderbare Möglichkeiten, seinen Vorrat zu lagern. Stichwörter wie einfrieren, vorkochen, draußen kühl lagern oder einfach für zweit Tage kochen könnten sehr hilfreich sein.

Für mich sind „3-Tage-nicht einkaufen“ kein „Ausnahmezustand“. Ich wundere mich immer, dass dazu nur die großen Discounter gehört werden, ob sie am Heiligabend geöffnet haben (die meisten haben Gott-sei-Dank geschlossen). Die weitaus größere Zahl sind jedoch kleine Familienbetriebe. Sie freuen sich auf ein paar ruhige Stunden vor dem Heiligabend, wo sie in aller Besinnlichkeit und Ruhe sich auf das Weihnachtsfest vorbereiten können – inkl. deren Mitarbeiter.

Eine Regelung der Öffnungszeiten am Heiligabend finde ich schon gut und sinnvoll, weil sonst das christliche Weihnachtsfest ausgehüllt wird. Ich finde es jedoch unglaublich zynisch, wenn das Thema „Sonntags-Öffnungszeiten“ nur jetzt ein Thema ist, weil es der Heiligabend ist.
Wir werden am Heiligabend jedenfalls nicht öffnen und freuen uns auf ein ruhiges, geschmackvolles und besinnliches Weihnachtsfest. Alle Bestellungen zum Fest können am 23.Dez. sogar bis 20:00 Uhr noch bei uns abgeholt werden!

Ist es für sie ein „Ausnahmezustand“, wenn man 3-Tage nicht einkaufen kann?

Kos – we have a dream!

31. Oktober 2017

Abschalten vom Alltag. Umschalten. Die Perspektive wechseln. Zusammen mit anders Denkern Erfahrungen austauschen. Den Horizont erweitern. Inspirieren und inspirieren lassen. – unter diesem Motto veranstalten Hannes und Sabrina Treichl ihre „Insel.Zeit“ auf Kos in Griechenland.

Ich kenne und schätze Hannes schon seit einigen Jahren – quasi von der ersten Stunde meiner Tätigkeit als Blogger (2007). Er ist bekannt als Business-Speaker, Autor, Blogger, Coach und begnadeter Querdenker aus Österreich. Er ist anders – und lebt dieses Wort bis zur höchsten Vollendung. Seine Webpräsenz macht das sehr deutlich: andersdenken.at

Mit Hannes hatte ich einige Mal Kontakt, aber zusammen gesprochen, telefoniert oder zu einem persönlichen Gespräch haben wir es nie geschafft. Ich mag und schätze ihn einfach. Das wurde plötzlich anders, als wir uns auf Kos bei seinem Workshop getroffen haben. Plötzlich stand er vor mir – so als ob ich einen langjährigen Kumpel wieder treffen: Authentisch, offen, freundlich, herzlich – einfach: Hannes!

„Insel.Zeit“ auf Kos – das hätte ich mir nie träumen lassen. Nun war ich dort und ungemein gespannt, was mir diese Zeit bringen wird. Allein die Zusammensetzung des Wortes „Insel.Zeit“ dokumentiert schon vieles: Insel – Sonne, Strand, gute Laune, freie Gedanken, keine Ablenkung, Entspannung, keine Fluchtmöglichkeit… und Zeit: was wir alle nicht haben, sehr wertvoll ist und wir nur verschenken können (niemals gewinnen!). Aus diesen zwei Wörtern haben Sabrina und Hannes ein unvergessliches Erlebnis geschaffen. Dazu kommen wenige Menschen aus fast ganz Europa, die alle eine Leidenschaft antreibt: Anders denken, Umschalten und die Perspektive wechseln.

Jeder von den Teilnehmern hatte seinen „Stolperstein“ im Koffer mitgebracht. Diese Steine wurden in ungewöhnlichen Lokation (…wie sollte esa anders sein?) ausgepackt – Lokation wie z.B. antike Tempel am Meer, einer Kapelle hoch über einer Meeresbucht, am Sandstrand mit Meeresrauschen oder in zahlreichen privaten Gesprächen. Schnell wurden aus „Stolpersteine“ realistische Träume und aus unbekannte Menschen wurden beste Freunde! Eine mir bis dahin unglaubliche Erfahrung, über die ich sehr dankbar bin.

Auch einige Tage nach dem Workshop lebe ich immer noch wie Robinson Crusoe, der nach langer Zeit das Leben außerhalb einer Insel entdeckt hat. Ich bin unendlich dankbar über diese Erfahrung, die wertvollen Gespräche, die vielen neuen Freundschaften und über alles Gute, was ich auf und nach der „Insel.Zeit“ erleben durfte. Danke Sabrina und Hannes!

Fotos kommen von: Freese, Freese, Carina, Freese, Sabrina. (von oben)

Craft-Bier trifft auf Wild-Spezialitäten

17. Oktober 2017

Foto: Ein Wildfleisch-Burger wird zusammen in der Küche zubereitet

Wild und Bier – das passt immer zusammen! Zusammen mit Petra Pekeler (Genusszeiten.com) und dem bekannten Biersommelier Helge Cordes bieten wir einen außergewöhnlichen Abend an. Am 09.November präsentieren wir ausgewählte Craft-Biere und dazu servieren wir Wild-Spezialitäten. Ein besonderer Clou: Es wird gemeinsam eine Wildbratwurst bei uns in der Küche von den Teilnehmern hergestellt. Diese Bratwurst wird dann gegrillt und in Begleitung mit einem Craft-Bier serviert. Auf der Abendkarte stehen dann eine Sherry Bouillon mit Hirschklößen, Wild Burger, Rehrücken mit Parmesankruste und ein passendes Dessert. Helge wird dazu Bier aussuchen, die zur Kombination Wildfleisch hervorragend passen. Anmelden kann man sich bei Petra Pekeler unter: petra@genusszeiten.com

Foto: Gemeinsam werden wir den Abend gestalten. Von links: Carola Freese, Ludger Freese, Petra Pekeler, Helge Cordes

Aktion gegen Wahlmüdigkeit

15. Oktober 2017

Foto: Antenne Niedersachsen begleitet die Wahl sehr geschmackvoll

Wahlsonntag in Niedersachsen – nach der Bundestagswahl 2017 nun wenige Wochen später die Landtagswahl. Wieder trefft sich der Wahlvorstand bei uns im Restaurant – dem Visbeker Wahllokal 007. Heute ist es jedoch etwas ungewöhnlich, weil die Wahl vom Radiosender „Antenne Niedersachsen“ bei uns begleitet wird. Antenne hat den letzten Wahl-Blogbericht von uns gelesen. Sie fanden es einfach „cool“, dass in einem Restaurant gewählt wird. Sie wollten mit einer Aktion eine mögliche Wahlmüdigkeit entgegenwirken. Sie riefen mich am Donnerstag vor der Wahl an, und stellten mir die Aktion vor: Die ersten 100 Wähler/innen erhalten eine Bockwurst mit Kartoffelsalat! Schnell habe ich hier eine Zusage gegeben, weil ich mir gut vorstellen kann, dass die Visbeker so eine Aktion wohlwollend begleiten.

Foto: von links – Justus Franz, Ludger und Kai von Häfen vor dem Interview

In einigen Interviews konnte ich die Aktion mitvorstellen. War schon spannend, wenn man sich später selber im Radio hört. „Die ersten 100 Wähler erhalten ein Würstchen mit Kartoffelsalat!“ – das bedeutet, für die Radiomacher, dass sie am Wahlsonntag schon sehr früh in Visbek aufschlagen müssen. Justus Faust und Kai von Häfen waren vor Eröffnung des Wahllokals bei uns und genau um 8:00 Uhr war auch der erste Wähler da. Ein Taxifahrer hatte Feierabend und nutzte das Angebot um sein „Abendbrot“ zu genießen. Viele Besucher waren über den Service sehr angenehm überrascht, andere hatten davon natürlich im Radio gehört.

Um 9:46 Uhr waren alle 100 Wiener mit Kartoffelsalat verteilt. Kai von Häfen hat immer wieder „live“ berichtet. Von Wahlmüdigkeit war bei uns nichts zu spüren. Ich schreibe den Beitrag vor Schließung des Lokals und kenne die Quoten natürlich noch nicht. Es zeichnet sich aber eine gute Beteiligung ab und Antenne Niedersachsen hat sicherlich dazu beigetragen.

Ein herzliches Dankeschön nach Hannover, dass wir die Aktion begleiten durften.

Foto: Auch im Nebel findet Antenne Niedersachsen zum Ziel

Antipasti für die Besprechungsrunde

10. Oktober 2017

Foto: Oben beim Löffel fängt die Auflistung an (Uhrzeigersinn)

Heute rief eine Firma an, die unerwartet Gäste bekommen haben. Das wird öfter passieren, und wenn man über Mittag bleibt, möchte man den „Beratungsfluss“ nicht mit einem Mittagessen im Restaurant unterbrechen. Die Firma fragte also an, ob sie kurzfristig eine Antipasti Platte bekommen können. Also muss die Küchencrew schnell aktiv und kreativ werden, um einige Sachen zu zaubern.

Zum Ciabatta Brot wird diese Platte gereicht. Wenn man oben beim Löffel anfängt und im Uhrzeigersinn weitergeht, wurde Folgendes angerichtet:

Marinierter Blumenkohl
Grünkohl Bruschetta
Lachs mit hausgemachter Pesto Sauce
Schwarze Oliven mit Basilikum
Tomaten mit Mozzarella und Balsamico Creme
Marinierte Frühlingszwiebeln
Mitte: eingelegte grüne Bohnen mit Garnelen
Es fehlen auf dem Bild noch die Parmesanblätter.

Das ganze Angebot wurde wenig später abgeholt. Manchmal muss es schnell und praktisch gehen. Wenn wir jetzt noch ein „Duftbild“ senden könnten, wäre alles perfekt. Wie gefällt Ihne die Antipasti Platte?

Die Messe mit prallgefüllten Ideen

3. Oktober 2017

Vor einigen Tagen hatte ich Kontakt mit der Projektleiterin der „SÜFFA“ in Stuttgart. Meine Anfrage bezog sich darauf, ob auf der Messe wieder ein „Bloggertreffen“ geplant ist. Das ist von der Messe nicht geplant. Vielleicht können wir ein Treffen von „netzaffinen Fleischer“ vor Ort selber organisieren.

Beim Gespräch kam das Angebot, dass ich auf einer der Bühnen einen Vortrag halten könnte: „Wie sie durch Social Media neue Kunden gewinnen!“ Die Neugier war geweckt. Leider musste der Vortrag abgesagt werden, weil die Bühnen terminlich alle voll ausgelastet sind. Die SÜFFA ist in den letzten Jahren zu einer der wichtigsten Messen in unserer Branche geworden. Vom 21. – 23.10.2017 treffen sich hier die handwerklich orientierten Fleischer – oder wie es im Süden heißt: Metzger. Der Veranstalter hat es auch in diesem Jahr mal wieder verstanden, aktuelle Trendthemen auf die Messe zu holen. Erstmals gibt es eine gläserne Wurstküche, wo vor Ort live produziert wird. Inspirieren lassen kann man sich auch auf der „BBQ & Foodtruck Area“ Der Trend der Streetfood Festivals ist voll trendig und bringt den Unternehmen zusätzliche Einnahmequellen. Hier gilt es einfach, die „jungen wilden Ideen“ aufzugreifen und mit Inhalt zu füllen.

Am Messesonntag ist der „Tag der Metzgerfrauen“ (Achtung! Terminänderung: Montag, 23. Oktober) – ein Tag in fast allen Betrieben täglich gelebt wird. Auf der Sonderschau „The Snackeria“ kann man am Sandwich-Beleg-Kurs teilnehmen. Aber auch Berufsmoden, der SÜFFA-Innovationspreis, Geschäftseinrichtungen, Werbung, Küchentechnik und Hygiene sind Themen, die immer an Bedeutung zunehmen.

Die Messe bieten den Besucher/innen einfach einen bunten „Wurstkorb“ an Ideen, um sich dem Markt zu stellen. Auf der Bühne „Trends und Neues“ werden über alle Tage hochinteressante Themen besprochen. Meine persönlichen Top-Referenten sind hier Fritz Gempel und Sven Tholius. Eine weitere Bühne – die „Praxis-Bühne“ – bietet mit 16 Veranstaltungen einen tiefen Einblick in die Fleischerbranche.
Hochinteressant sind auch die Workshops in der Halle 7 und 9. Die SÜFFA bietet wirklich ein unglaubliches Angebot, dass man an einem Messetag kaum schaffen kann. Ich kann es daher gut verstehen, wenn der Veranstalter nicht auch noch die Digitalisierung mit ins Portfolio holt. Der Messe wünsche ich viele Besucher, tolle Veranstaltungen und zufriedene Aussteller.

Aus “Party” und “Service” entsteht das Wort “Partyservice”

30. September 2017

Video: Aufnahme mit dem Smartphone vor der Buffeteröffnung

Nach größeren Veranstaltungen im Partyservice holen wir das Geschirr und die Gefäße gerne schon sehr früh vom Veranstaltungsort wieder ab. Das hat mehrere Gründe. Zum einem können wir früh mit der Reinigung beginnen. Gerade in den Sommermonaten ist das ungemein wichtig, da das Geschirr sich viel leichter reinigen lässt. Zweitens möchte der Saalbetrieb gerne zeitig die Räumlichkeiten wiederherrichten. Hier stört es einfach ungemein, wenn das Buffet noch lange dort steht und die Reinigungsarbeiten erschwert.

Wir denken aber auch an den Gastgeber der Feier. Er hat die halbe Nacht gefeiert und ist am Morgen einfach noch müde. Er ist froh, wenn wir diese Aufgabe übernehmen. Wie schon erwähnt, das bieten wir bei größeren Veranstaltungen an. Ein zusätzlicher Gedanke ist, dass der Gastgeber oft noch Übernachtungsgäste bei sich wohnen hat (z.B. bei einer Familienfeier, Hochzeit, etc.) und dann auch noch gerne eine Kleinigkeit zum Mittagessen oder zum Frühschoppen anbieten möchten. Dazu packen wir alle Speisen in Einweggefäße ab, kühlen alles und vereinbaren eine Abholzeit bei uns. So kann er seinen Gästen noch etwas anbieten. Der Gastgeber muss nichts einfrieren, umpacken oder entsorgen, sondern kann sich ganz auf sein persönliches Fest konzentrieren. Dieser Service wird im Vorgespräch bei der Bestellung immer abgesprochen. Schließlich sind es ihre Speisen und können entsprechend genutzt werden.

Foto: So verpacken wir die Speisen nach der Feier zur Abholung

Es gibt auch Gastgeber, die entweder alles selber machen möchten, weil sie in eigenen Räumen gefeiert haben, oder sie möchte nichts vom Übriggebliebenen. Hier richten wir uns einfach nach den Wünschen der Kunden. Wir versuchen uns immer in den Tagesablauf der Gastgeber nach einer Feier zu denken.

Es gibt aber auch “Regeln”. So fahren wir nicht am Sonntagnachmittag zur Abholung von Geschirr, weil wir auch mal eine kleine Pause benötigen. Die Abholzeit der Speisen wird auch besprochen, damit die Kunden nicht unnötig warten müssen. Das ist aber schon fast alles. Das Wort Partyservice setzt sind nun einmal aus den Wörtern „Party“ und „“Service“ zusammen. Zum „Service“ gehört bei uns auch der Tag nach der Feier. Man muss eben über den Tellerrand denken…