Internet-Marketing-Tag fürs Handwerk – Kompetenz vom Feinsten!

20. Juni 2016

Foto von links: Thomas Issler und Volker Geyer. Sie verstehen ihr Handwerk und sind bekannt in ganz Europa.

Der 2. Internet-Marketing-Tag fürs Handwerk wird gerade vorbereitet. In diesem Jahr wird die Veranstaltung im Frankfurter „Campus-Westend“ (Goethe Universität) stattfinden. Die Veranstalter Thomas Issler und Volker Geyer sind echte Leuchttürme im Internet-Marketing. Ihre Fachkompetenz bringt mich immer wieder ins Staunen. Als Volker anfragte, ob ich mir vorstellen könnte, die Veranstaltung als Referent zu unterstützen, war ich zunächst richtig überrascht. Schon beim ersten Marketing-Tag waren unglaublich viele Besucher und hochkarätige Referenten. Mit dieser Vorinformation war die Messlatte enorm hoch angesetzt und meine Gedanken fuhren Achterbahn. Nun ist die Fahrstrecke bei einer Achterbahnfahrt ja vorgegeben und bei einem Vortrag als Referent ist man selber Pilot. Da ich über mein Blog „Essen kommen!“ sprechen soll, viel mir die Zusage sehr leicht.
Danke für Euer Vertrauen, lieber Thomas und Volker.

Das Event wird auch in diesem Jahr von der bekannten Moderatorin Nina Ruge begleitet. Wir alle kennen die UNICEF-Botschafterin und Moderatorin aus vielen Fernsehsendungen.
Besonders freue ich mich auf den Vortrag vom Ex-Fußballprofi Michael Rummenigge. Der Bayern-Star spricht über das Thema: „Der Faktor Mensch – vom Fußballball-Profi lernen!“
Natürlich sind die anderen Referenten echte Chorophäen auf Ihrem Gebieten. Viele davon kenne ich schon lange aus dem Netz, andere sogar aus persönlichen Kontakten. Mit dabei sind: Umberta Andrea Simons, Ralf Steinhoff, Werner Deck (Malermeister, Mister Social Media), Heike Schauz (Business Feng-Shui) und Heike Eberle (Eberle Bau).

Das Internet und die sozialen Medien sind der Turbo für intelligentes Marketing, gerade für das Handwerk und andere kleine und mittlere Betriebe. Das Web bietet nahezu unvorstellbare Möglichkeiten, wenn man es richtig angeht. Genau das ist die Chance!
Ich freue mich sehr auf diesen Tag und möchte meine Empfehlung für alle Interessierte aussprechen. Kommt nach Frankfurt!

Das Steak. Lebensqualität genießen.

14. Juni 2016

Foto: Ein Entrecôte noch mit Knochen…

Unter dem Motto. „Das Steak“ habe ich im Restaurant eine Aktion laufen. Am kommenden Freitag und Samstag (17. und 18.06.16) gibt es das ganz besondere Steak. Dazu bin ich heute schon bei Fleischveredler Rico Schlegel gewesen. Mit seiner Firma „True Wilderness“ hat er sich auf Premium-Rindfleisch spezialisiert. Mit der Herstellung von Dry Aged Beef Spezialitäten ist Rico wirklich ein echter Vollprofi. Er beliefert mit dem besonderen Fleisch zahlreiche Spitzensteakhäuser in ganz Deutschland. Um für uns die besonderen Steaks zu holen, muss ich nicht sehr weit fahren. Friesoythe erreiche ich nach 40km Autofahrt. Ich fahre gerne persönlich zum Rico Schlegel, weil wir immer gerne über die Branche, Steaks und Besonderheiten sprechen. Meistens bringe ich viel mehr mit, weil er mir immer wieder neue Produkte vorstellt.
Heute war ich aber wegen einiger Entrecôte dort. Das Steakfleisch hat fünf Wochen am Knochen gereift und ist dann im Reifeschrank abgehangen. Als Fachmann erkennt man sofort die Qualität: Gleichmäßige Marmorierung, leichter Fettrand und feine Fleischfasern zeigen mir, dass es von einer Färse stammt (weibliches Tier) Das Fleisch einer jungen Färse ziehe ich immer vor. Kein Labberfleisch, sondern hocharomatische Steaks mit individuellem Charakter, dessen markanten Röstaromen von einer karamelliger Süße begleitet werden. Damit die Röstaromen besonders deutlich im Geschmack herausgekitzelt werden, werde ich das Steak im BEEFER bei über +800°C anrösten. Das deutsche Steak werde ich anschließend mit einem hausgemachten Meersalz aus Zypern würzen. Das Salz ist geschmacklich der Hammer und wurde uns von Elke und HW gebracht.
Weiter kommen nur noch frisch gemahlener Pfeffer und Kräuter zum Steak. Am Steakabend servieren wir die Spezialität dann mit ofenfrischem Brot und hausgemachter Kräuterbutter. Wählen kann man dann zwischen der Gewichtsklasse +500g und 250g (Ladys Cut) Alternativ zum Rindersteak biete ich dann noch ein „Schinder Hannes Grillsteak“ vom Schweinekamm an. Das Steak lege ich einige Tage vorher ein, damit es wunderbar zart und aromatisch wird.
Wenn Sie also am Wochenende Lust auf ein besonderes Stück Lebensqualität verspüren, würde wir uns über einen Besuch sehr freuen. Zum Essen gehört auch etwas „schnacken“. Lass uns über Fleisch, Steaks und Genuss sprechen. Das wird köstlich werden. Ich würde mich über einen Besuch sehr freuen!

Mehr dazu auf unserer Homepage. (klick hier!)

Racing Queen

9. Juni 2016

Foto: Carola Freese macht schon einmal eine Sitzprobe…

Unser Obst- und Gemüselieferant hat eine tolle Sammlung Motorräder. Ein ganz besonderes Stück steht nun bei uns im Restaurant: Eine echte Martin. Die Martin stammt aus Frankreich und wurde 1988 mit der Seriennummer 16 gebaut. Damals kostete die Maschine stolze 58.000.-DM. Ein 900 ccm Kawasaki Motor treibt die Maschine an. Sehr viele Teile des Renners sind sehr hochwertige Teile. Ich bin jetzt nicht der Fachmann, um alles zu erklären, aber einige Biker haben mir das schon bekundet. Das 28-jährige Motorrad ist perfekt gepflegt und eine echte Augenweide. Dadurch kommt man mit sehr vielen Gästen ins Gespräch.
Für das Foto hat sich Carola auf die Maschine geschwungen. Ob wir damit in Zukunft unsere Bestellungen ausfahren war bei Redaktionsschluss noch nicht ausdiskutiert. :-)

So gelingt das Rinderfiletsteak

29. Mai 2016

Foto: Das Rinderfilet wurd bei +55° Grad aus dem Ofen genommen und dann drei Minuten in einer Ruhephase versetzt. (Handyaufnahmen)

Ein rosa gebratenes Rindersteak ist kein Zufallsprodukt. Man kann es fast spielerisch leicht schaffen. Ich möchte heute für das Steak – das sie im Foto sehen – eine Rezeptur schreiben.

Fleisch: 300g abgehangenes Rinderfiletsteak (geht auch mit 200g  )
Würzung: Meersalz, grober Pfeffer aus der Mühle
Pfanne: Gusspfanne mit Pflanzenfett (bitte keine Butter verwenden!)

Zubereitung: Das Steak beim Fleischer Ihres Vertrauens einkaufen. Fragen sie auch noch der Reifezeit des Steaks. Es darf gerne über 25 Tage gereift sein.
2. Das Steak einige Stunden vor dem Braten aus der Kühlung nehmen (ist wichtig)
3. Die Pfanne ohne Fett kräftig vorheizen.
4. Pflanzenfett zugeben und dann das Steak kurz anbräunen. (mit einer Zange wenden, mit einer Gabel)
5. Hat das Steak eine leichte Bräunung erreicht aus der Pfanne nehmen
6. Leicht mit Meersalz und Pfeffer würzen (Meersalz bitte vorsichtig einsetzen)
7. Das Steak im vorgeheizten Backofen (110°C) legen und auf einer Kerntemperatur von 55°C garen. Dann aus dem Ofen nehmen und abgedeckt (Tuch) einige Minuten ruhen lassen. So gart das Steak ca. 1,0 bis 2,0 Grad weiter. Der Fleischsaft bleibt so im Fleisch.
8. Du kannst mit der Temperatur gut „spielen“ – früher raus (54°): Medium rare – später raus (58°): rosa.

Alles lässt sich auch gut und leicht auf Grillfleisch projizieren!

Dazu empfehle ich einen Salat mit Olivenöl, etwas Brot und einen guten Wein.

Willkommen auf der Genuss-Promenade

28. Mai 2016

Foto: Genuss – zum Essen und zum Lesen!

Gestern kam eine Dame zu uns mit einem großen Stapel Magazine: Die neue Promenade ist da! Die möchte ich hier abgeben!“ Ich hatte zwar gerade etwas anderes zu tun, aber für das neue Magazin lege ich sofort meine Arbeit für 3,5 Minuten nieder, um mir schnell einen Überblick zu verschaffen. Ich freue mich immer, wenn das Hochglanzmagazin kommt, weil es voller lesenswerter Themen ist.
So widmet sich die Juni-Ausgabe im Hauptthema dem Bier (500 Jahre Reinheitsgebot). Sehr schöne Geschichten und Innovatives zum Thema Bier wird mit schönen Bildern und verständlichen Texten vorgestellt. (Wirtshausgeschichten, Brauerei Stierbräu, Bier-Brauset, Bierzapftheken für zu Hause, Craft Beer von Dehlwisch, …)

Das Magazin trifft weiter sehr gut die sommerlichen Themen, die uns alle betreffen. So trifft sich der Spargel mit der Fußball EM, Sonnenbrillen (Haute Couture für die Nase) und der eigene Schwimmteich im Garten. Ich finde die Kombinationen aus Genuss, Porträt, Wellness, Gesundheit Auto, Kultur, Wohnen und Garten sehr gut vereint.
Im Mittelteil werden immer einmalige Bilder vom Naturfotografen Willi Rolfes abgedruckt. (Diese Ausgabe: Blühende Landschaften)

Dass mit der Promenade über die Anzeigen auch Geld verdient werden muss, erklärt sich von selber. Die Anzeigen wirken aber nicht aufdringlich oder überfrachtet, sondern sie fügen sich im Magazin sehr gut ein. Für mich ist das 100-seitige Magazin ein erstklassiger Lesestoff und bekommt daher die volle Punktzahl.

Die Webseite “Essideen” zeigt sich in einem neuen Gewand

21. Mai 2016

Foto: Auf der neuen Startseite läuft ein Imagefilm im Hintergrund.

Unsere Internetpräsenz zeigt sich nach einer kurzen Umbauphase in einem völlig neuen Gewand. Alle unsere Domains laufen nun auf die Seite www.essideen.net zusammen. Verantwortlich für das neue frische und coole Design ist Sebastian Heun. Neben seinen Politik-Sozialwissenschaften und Medien Studium gründete er Anfang 2015 die erste Designagentur in Visbek – Heundesign.

Im Vorgespräch für die Umsetzung der neuen Seite kam Sebastian mit erstaunlich wenig „Vorgaben“ zu Recht. Er kann sich hervorragend in das Unternehmen hineindenken und diese Beobachtungen und Eindrücke auf die Seite projizieren. Er ist leidenschaftlicher Fotograf und arbeitet daher viel mit Bildern und Filmen. So läuft auf der Bildschirmversion der Webseite im Hintergrund ein Film über unsere tägliche Arbeit. Der grafische Aufbau der „responsiven“ Website erfolgt anhand der Anforderungen des jeweiligen Gerätes, mit dem die Site betrachtet wird, d. h. ob vom Smartphone oder Tablet, die Seite wird automatisch angepasst.

Viele Bilder wurden vom jungen kreativen Webdesigner selber gemacht. „Ich breche bewusst Regeln: Normal kann jeder! Die Seite muss hungrig machen!“, so Sebastian Heun. Die am meisten besuchten Seiten wurden in der oberen Leiste deutlich hervorgehoben. Das Blog, Tagesgerichte und die Speisekarte fallen dem Betrachter sofort ins Blickfeld. Aber auch unser Partyservice-Angebot und die Veranstaltungen müssen nicht lange gesucht werden. Der Besucher findet leicht alle Informationen, wird nicht überfrachtet und sieht auch Menschen aus dem Unternehmen (für uns sehr wichtig).

Ich finde, die Seite spiegelt uns hervorragend wieder und zeigt, wo und wie wir aktiv sind. Danke für Deine sehr angenehme Zusammenarbeit und die erstklassige Umsetzung, lieber Sebastian. Erste sehr lobende Worte kamen schon von Kunden …das ist Dein Applaus!

Orientierungshilfen

20. Mai 2016

Foto: Das Schild wurde an der Hausfassade an zwei Stellen angebracht

In der Vergangenheit kam es vor, dass Kunden bei uns reinkamen und fragten: „Wir suchen Freese! Können Sie uns da weiterhelfen?“ Grund war schlicht, dass der Firmenname „Freese“ nur an einer Werbepylone direkt an der Straße zu sehen war. Mit dem Restaurant-Name „Essideen“ wurde von fremden Kunden nicht unser Name in Verbindung gebracht. Wir sind hier seit fast 60 Jahren unter Freese bekannt geworden und das hat sich eingeprägt.
Dieses kleine Manko haben wir nun abgestellt und an der Hausfassade in dem Wechselrahmen erneuert. Der Text ist bewusst knappgehalten und soll nur wesentliche Merkmale herausstellen. Die Tafeln werden von der Gebäudebeleuchtung angestrahlt. Wir warten nun die Reaktionen der Gäste ab und werden dann die Tafeln in LED-Leuchtkästen ersetzen. Durch diesen „kleinen Umweg“ können wir mögliche Änderungen leicht modifizieren.

Salsiccia: Südländische Verführung in Form eine Wurst.

12. Mai 2016

Unsere neue Salsiccia Bratwurst schlägt im Netz mächtige Wellen. Auf der Firmenseite bei Facebook und hier im Blog wurde der Beitrag sehr stark frequentiert. Heute bekam ich sogar eine „Test-Bewerbung“ von der bekannten Texterin / Online-Redakteurin Dr. Silvija Franjic aus Karlsruhe. Sie stellt die italienische Spezialität sehr informativ und gut vor. Danke liebe Silvija für Deine Arbeit.

Dr.Silvija Franjic schreibt:

Dass die Italiener Süßigkeiten machen, die auf der Zunge zergehen, das hört man schon, wenn man das Wort „Dolce“ genüsslich ausspricht. An eine Art Bratwurst denkt man nicht gerade, wenn man italienische Köstlichkeiten essen möchte, oder? Und doch erfuhr ich vor einigen Jahren, dass Salsiccia etwas ganz Besonderes sind.

Köstlichkeit und Kostbarkeit?

Für eine gute Salsiccia fährt ein Italiener ganz gerne mal durch die ganze Stadt oder in die benachbarten Orte, wenn er hört, dass es sie wiedergibt. Frisch muss sie sein, die Sasiccia und diese feine Fenchelnote haben. Wenn eine Italienerin dann noch weiß, wie sie richtig zubereitet, schafft sie es glatt, ihrer Schwiegermutter den Rang in der Küche abzulaufen, hat doch „La Mama“ sie auch immer einmal im Monat am Samstag oder Sontag zubereitet – ein kleines traditionelles Festessen.

Die Grazie unter den Würsten

Wer sich jetzt wundert und nur an eine angebratene Wurst denkt, der fehlt. Ein wahres Traditionsgericht: Salsiccia con Pasta. Dafür löst man die Wurst aus dem Darm und verwendet das Brät. Wegen ihrer feinen Geschmackskomponenten braucht es sonst nicht viel: Pasta (möglichst frisch), das Brät erhitzt mit Olivenöl, Peronchini, etwas Salbei oder Oregano, Knoblauch und wer es tomatig mag, fügt hier noch ein paar geschälte Tomatenstücke hinzu. E Basta! Aus Wurst und Nudeln ein feines Gericht machen? Das schaffen auch nur die Italiener. :-)

Die Salsiccia für Ihr Grillfest

10. Mai 2016

Foto: Die Salsiccia wird ungebrüht angeboten und auch so gegrillt…tolles Aroma!

Vor einigen Tagen rief ein Kunde an: „Hey Ludger, kannst Du mir eine größere Menge von italienischer Salsicca-Bratwurst machen?“ „Na klar kann ich das! Wann brauchst du sie…?“ Der Auftrag wurde kurz abgesprochen. Ich muss aber gestehen, dass ich bis dahin noch nie von einer solchen Bratwurst gehört oder gelesen habe (oder nur im Unterbewusstsein). Jedenfalls bin ich sofort angefangen und haben das schlaue Internet gefragt. Die Rezepte dort rissen mich nicht vom Hocker. Daraufhin habe ich eine kleine Charge hergestellt, um meine Neugierde zu befriedigen. Diesen „Prototyp“ habe ich auf einem Grillfest eingesetzt. Dort erhielt die Wurst eine sehr gute Rückmeldung. Ich mochte die Wurst aber nicht – sie traf nicht meinen Geschmack! Zuviel Knoblauch und der Rotwein schmeckt zu kräftig heraus. Also waren meine Hausaufgaben nicht gut gemacht. Unter einem Aufsatz in der Schule würde dann stehen: „Netter Versuch. Thema verfehlt: 5- Du musst noch üben Ludger!“

Also habe ich einen guten Kollegen in Süddeutschland angerufen. Zufällig ist jemand aus seiner Verwandtschaft ein Italiener, so dass ich mich auf seine Angaben gut verlassen konnte. Die Wurst braucht in der Herstellung etwas „Anlauf“. Diese Zeit habe ich mir genommen und heute habe die Salsiccia erneut hergestellt. In die Wurst gehört u.a. zu Würzung Fenchelsamen. Dieses Gewürz habe ich mir aus einem Biogeschäft geholt und angeröstet. Sie gibt dem Italiener die gewünschte Note. Die anderen Zutaten habe ich sehr sorgfältig ausgewählt und daraus eine „salumi gustosi” hergestellt.

Damit viele in den Genuss von der Salsiccia kommen, gibt es 10 Testpakete mit je 2 Würste zur Abholung. (Verschicken möchte ich die Wurst nicht). Schreibt einfach einen kleinen Kommentar, damit ich weiß wer sie abholen kommt. Ende der Aktion: Wenn alle Testpaket vergeben sind.

Was gibt es Schöneres als zufriedene Kunden?

4. Mai 2016

Vor einigen Tagen kam eine Dame in unser Geschäft die sichtlich etwas suchte. „Die Toiletten finden Sie am Ende des Raums – links!“, sagte ich zu Ihr. „Nein, nein. Ich suche die Fleischerei um leckere Wurst zu kaufen!“, erwiderte sie leise und zögerlich. „Sorry, aber die Fleischerei haben wir vor einigen Jahren geschlossen!“ Sie blicke sehr verwunderlich und enttäuscht: „Tja, gegen die großen Märkte kommt man nicht an! Sehr schade!“
Foto: Fleisch und Wurst in der Bedienung und Beratung
Warum schreibe ich hier im Blog gerade über diese Dame? Mir ist sie auf der Rückfahrt von einer Kundin gerade eingefallen, weil ich auch dort dasselbe Gespräch führte. Es ist wirklich nicht übertrieben, wenn ich hier schreibe, dass fast täglich Kunden anrufen um Grillfleisch zu bestellen oder uns aufsuchen um einzukaufen. Das macht mich einerseits stolz und zufrieden, aber es gibt ja auch die andere Seite. Viele Kunden kaufen natürlich immer noch Wurst bei uns. Sie bestellen Wurst vor und holen diese dann aus dem Restaurant ab. Es sind Wiener, Grillwürste, Salami, Kochmettwurst Nussschinken oder mexikanische Bratwurst. Viele Sorten stelle ich selber her, andere Sorten lasse ich bei einem befreundeten Kollegen herstellen. Aber auch Grillfleisch wird vorbestellt, damit es vom Kunden abgeholt werden kann. Der Unterschied ist einfach nur, dass man nicht spontan etwas holen kann, sondern die Ware vorbestellt werden muss.

Am Montag hatte ich ein Grillevent für einen Lions-Club. Unter den zahlreichen Gästen waren auch echte Feinschmecker. Ich hatte auf dem Grill u. a. eine selber hergestellte Salsiccia-Bratwurst. „Wissen Sie Herr Freese, so eine tolle Wurst findet man nirgendwo mehr. In den Märkten schmeckt alles gleich und die guten Fleischer sterben weg!“ Das wurde „nebenher“ erwähnt, aber mit solchen Sätzen verbinde ich unser Handwerk, den individuellen Geschmack jedes Betriebes und auch eine Anerkennung an unsere Produkte.

Jetzt könnten Sie denken: „Na, dann mach doch wieder eine Fleischerei auf!“ (Zitat von Kumpel & Keule aus Berlin: „Das einzige was gegen das Sterben der Fleischereien hilft ist, eine zu eröffnen!“) Mein Fleischerherz spricht ein deutliches: „Ja“ – aber die Biologie des Menschen Ludger Freese sagt. „Geht gar nicht mehr!“ :-)   (zudem ist das Fleischerhandwerk mit sehr hohen Investitionen verbunden!)

Als Ehepaar Freese haben wir mit der Umstellung auf Partyservice und Restaurant weiterhin eine volle 7-Tage-Woche. Es ist zwar früh am Morgen etwas entspannter geworden, aber die langen Arbeitstage sind geblieben. Geblieben ist auch der Anspruch, möglichst perfekt die „Mittel zum Leben“ zu verkaufen. Das macht unglaublich glücklich!

Ich habe aber immer große Lust innovative und kreative Sachen zu produzieren. So kochen wir sehr viele und leckere Sachen in Gläser und Dosen ein. Mockturtle Suppe, Pulled Pork, Currywurst, Hähnchenfilet Bangkok oder Sauerfleisch…das sind unsere neuen Renner geworden.

Wie Sie lesen, kommt keine Langeweile auf. Zudem veranstalten wir regelmäßig Kochkurse in unserer Küche. Was gibt es Schöneres als zufriedene Kunden?