Kommentare am Grill – das Stück ist schon gut

21. August 2016

In den letzten Tagen hatte ich viele Grillveranstaltungen mit zahlreichen Gästen. Die Kommentare am Grill sind immer von fröhlicher und lustiger Natur. Diese habe ich einfach einmal ganz ohne Wertung zusammengetragen. Vielleicht haben Sie den einen oder anderen Spruch schon selber gemacht oder gehört. Ich mag diese Unterhaltung am Grill sehr!

„Ich bin das erste Mal hier!“ – ein Gast der wiederholt zum Grill kommt.
„Ist das heiß hier?“  – Kommentar zum heißen Grill.
„Mit Dir wollte ich auch nicht tauschen!“ – in Anspielung zu Hitze am Grill.
„Musst du schwitzen?“ – weil die Hitze am Grill immer heftig ist.
„Das Stück ist schon gut!“ – Drängler am Grill.
„Das daneben meinte ich…!“ – weil das Stück optisch 50g schwerer ist.
„Alles unter 500g ist Carpacchio!“ – nur die dicken Steaks zählen.
„Ich habe einen Grill für 5000.- € zu Hause!“ – frei nach dem Motto: Teuer ist auch gut!
„Die Wurst ist aber lecker!“ – weil viele nur noch den „Einheitsbrei“ aus dem Discounter kennen.
„Wir wollen pünktlich um 19 Uhr essen!“ – und man wird vorher 20x gefragt, ob die Gäste schon kommen dürfen.
„Ich muss für meinen Mann etwas mitbringen!“ – wenn jemand zwei Teller mitbringt.
„Auf diesen Teller ein Steak – und auf diesen zwei Steaks!“ – Gast mit zwei Teller am Grill.
„Ich grille nur auf einem Elektrogrill!“ – Kunde der sehr viel grillt.
„Ich habe den neusten Weber-Kugelgrill zu Hause! – wenn jemand viel grillt.
„Ist das ein Schickling-Grill?“ – Gäste, die auch einen Schickling-Grill (aus Visbek) besitzen.
„Bitte das Geflügelfleisch vorab grillen, wenn noch kein Schweinefleisch auf dem Grill war! – bei Gästen muslimischen Glaubens.
„Für ein Stückcken Lammfleisch warte ich gerne!“ – Gäste die gerne Lamm mögen.
„Lamm muss heiß gegessen werden!“ – alte Überlieferung.
„Gib mir mein ein Steak vorab – muss ja keiner sehen!“ – Gast der sein Fleischkonsum verbal reduziert hat.
„Ist die Wurst schon fertig?“ – erster Gast am Grill – wenn alles andere schon fertig ist.
„Die Wurst muss schon dunkel sein!“ – wenn auch (fast) verbrannte Würste Abnehmer finden.
„Die Wurst geht schon!“ – wenn weiße Bratwürste Abnehmer finden.
„Pack die Wurst mal hier ins Brötchen…!“ – Gast der sich einen „Hot-Dog“ zusammenstellt.
„Gibt es auch eine halbe Wurst?“ – wenn man eigentlich satt ist.
„Ich kaufe man Fleisch nur beim Fleischer!“ – ohne Kommentar.
„Ich habe da mal eine Frage an den Fachmann…!“ – interessante Fachfragen zum Thema Fleisch.
„Mein Entrecote bitte ganz durch!“ – wenn es bei mir weh tut.
„Wie reinigt ihr die Grillgeräte?“ – Fragen von vielen Frauen.
„Benutzt ihr keinen Fön zum Anzünden?“ – wie Leute ihren Grill anzünden.
„Fleisch ist mein Gemüse!“ – beides vom Grill ist aber auch lecker.
„Das sieht aber lecker aus!“ – erster Blickkontakt.
„Ich lasse mir besondere Steaks immer per Post schicken!“ – Neuland ist im Kommen.
„Wir besuchen immer Grillseminare!“ – man lernt nie aus.
„Ich habe ein Schnäppchen gemacht: Nackensteaks für 39 Cent!“ – Geiz wird immer geiler

…es gibt noch sehr viele lustige und nachdenkliche Geschichten vom Grill. Ich habe diese Aussagen einfach einmal zusammengetragen, weil sie immer wieder vorkommen. Am Grill ist die Unterhaltung mit Gästen für mich immer besonders schön und wertvoll. So bekommt man viele Anregungen und Tipps.
Was ist Ihr/Dein Lieblingsspruch am Grill?

Das Staraufgebot: Iberico, Buntes Bentheimer, Dry Aged Steak, Lamm & Co

10. August 2016

Foto: Das “3eydscht Kotelett” vom Bunten Bentheimer Schwein.

Sehr gut besucht war unser Kochabend „So gelingt Ihr Steak! Ein Abend für Steakliebhaber mit besonders viel Hochgenuss. Die Teilnehmer/innen trafen alle pünktlich um 19 Uhr ein so, dass wir gleich mit dem sehr umfangreichen Steakprogramm beginnen konnten.
Zur Begrüßung wurde ein „Grauer Burgunder mit Aroniasaft“ angeboten. Nach einer kurzen Vorstellung ging es dann in die Küche, wo die Rezeptmappen schon bereitlagen. Bei unseren Steakabenden ist es immer schwer die auf dem Punkt gebratenen Steaks lange warm zu stellen. Also wurden schon sehr viele Steak gleich nach der Fertigstellung in der Küche probiert. Das kam bei den Steakliebhabern gut an.

Als erstes wurde eine Marinade für das Flank-Steak herstellt und das Rindfleisch darin eingelegt. Normal ist die Zeit zu kurz, aber mir ging es darum zu zeigen, wie das Fleisch im Rohzustand auszieht.
Sehr ausführlich bin ich auf die Temperaturen im Fleisch eingegangen. Die Kerntemperatur ist der Schlüssel zum perfekten Steak. Das wurde bei fast allen Gerichten vorgeführt.
Gebraten und probiert wurde auch erstmals Steaks vom Grill. Der neue Napoleon-Grill kam dazu zum Einsatz. Hier habe ich ein „3eydscht Kotelett vom Bunten Bentheimer Schwein“ gegrillt. Lieferant war die Firma Kalieber aus Lastrup. Ich habe vorher so ein Steak noch nie gegrillt und war vom Geschmack und der Zartheit des Fleisches sehr begeistert. Das Steak wurde mit Meersalz gewürzt, kurz und scharf gegrillt und dann mit einer Creme aus Meerrettich, Senf, Gewürzen, Zwiebeln und frischen Kräutern berichten. Genial lecker.

Weiter wurde zubereitet:
Rehrücken mit einer Parmesankruste
Rumpsteak im Suppenteller gegart
Lammlachse mariniert in Kräuter
Entrecote aus dem Beefer
Iberico Steak in Honigsauce glasiert
Schinderhannes-Steak aus dem Backofen
Rinderhüftsteak – rückwärts gebraten
Flank-Steak
Porterhouse Steak
Gemüse-Kartoffelgratin
Drillinge mit Pesto Sauce
Himbeerdessert

Zum Schluss wurden aber noch alle Steaks und Beilagen als Buffet präsentiert, probiert, kritisiert und kommentiert. Dieser Part des Kochabends ist für mich/uns besonders wertvoll, weil hier Fragen und Anregungen kommen. Leider habe ich es an diesem Abend völlig versäumt Bilder zu machen, weil das Thema „Steaks“ auf meinen Schultern liegt. Beides war nur schwer kombinierbar. Ich bin mir aber sicher, dass die Teilnehmer viele Ideen, Anregungen und neue Brattechniken mitgenommen haben. Ein toller Abend für uns und für die Teilnehmer. Die nächsten Kochabende finden Sie auf unserer neuen Homepage.

Mein Weg zum Napoleon-Grill

29. Juli 2016

Foto: Der Grill mit (fast) allen Brennern in Betrieb

Wenn ich mir etwas anschaffe, bin ich selten so spontan und kaufe „nur so“ und benutze es später nicht. So gehe ich mit der Anschaffung eines weiteren Grills schon sehr lange „schwanger“. Meine Überlegungen ob weiterhin auf Holzkohle gearbeitet werden soll oder nun doch ein Gas Grill ins aktive Grillgeschäft eingreifen soll, waren schon sehr ausgeprägt. Nach Abwägung vieler Faktoren ist es ein Gas Grill geworden, weil ich damit länger am Stück arbeiten kann – oder schnell mal etwas nachgrillen – und früher Betriebsbereit bin.

Die Entscheidung wie groß die Grillfläche und welche zusätzlichen Vorrichtungen das Gerät haben sollte, konnte ich in vielen Veranstaltungen sammeln. So gab es immer wieder Grillprodukte, die nur mit viel Aufwand das gewünschte Ergebnis brachten. Ich konnte ich nie etwas mit einem Grillspieß anbieten oder Soßen am Grill kochen oder kräftige Rindersteaks auf den Punkt grillen. All das ist mit dem neuen Gerät möglich. Dazu kommt, dass ich in Zukunft sehr viele neue und innovative Grillgerichte anbieten kann. Ich stelle schon länger fest, dass Gäste gerne neue Gerichte probieren möchten und weniger “Standard-Produkte”…

Eine Entscheidung habe ich schon sehr früh getroffen: Die Marke des Grillgerätes. Ich habe dazu in der Ausstellung in Oldenburg meine persönliche Erfahrung sammeln können. Dort standen sie – die namhaften Hersteller aller heißen Geräte. Nach einem Rundgang und vielen „Ruckeln“, „Anheben“, „Klopfen“ und einen Vergleich der Technik, ist meine Entscheidung auf Napoleon Grillgeräte gefallen.

Meine Entscheidung wurde gefestigt durch die vielen Bilder von echten Grillprofis, die auf ihren Events sehr häufig mit Napoleon grillen. Gespräche mit verschiedenen Kollegen aus der Branche unterstützten meinen Entschluss. Ich bewundere immer diese „Vollblut-Grill-Junkies“ was sie für tolle Gerichte von den Grills zaubern. Das werde ich in der Perfektion und Kreativität so schnell nicht schaffen.

Ich freue mich aber wie ein kleines Kind zum Weihnachtsfest, dass nun endlich der Napoleon LEX 730 für uns mitarbeiten kann. Das Gerät hat vier Brenner, einen Seiten Brenner (für Soßen und Co.), einen Rückseitigen Brenner für Gerichte am Spieß und dazu einen Sizzle-Brenner für die besonderen Steaks. Dazu kommen verschieden Staufächer und viele sehr durchdachte Annehmlichkeiten für die Arbeit am Grill.
Einziges „Manko“ sind für mich die superkleinen Räder unter dem Grill. Mit diesen Rädern ist die Fahrt über Gehplatten, Sandwege, Schotter, Rasen, feuchten Boden oder Holzplatten kaum möglich. Einige Ideen habe ich aber schon, wie man hier Erleichterung schaffen kann.

Die nächsten Wochen wird viel Erfahrung gesammelt, denn die Auftragsbücher sind voller Grillevents.

Ganz besonders möchte ich mich für die Beratung und den tollen Service bei Jörg Pässler von “Cook and Grill” bedanken.

Steaks & Co. – nur noch wenige freie Plätze

19. Juli 2016

Foto: So ein Steak werden wir auf dem Kochabend zusammen zubereiten…

Steaks sind immer ein sehr beliebtes Thema. Nicht nur die unterschiedlichen Fleischsorten werden diskutiert, sondern auch der Garpunkt, die Würzung oder wie es gebraten wird. Daher habe ich am 09.August 2016 unseren nächsten Kochabend mit diesem Thema besetzt. „Steaks & Co.“ heißt es an diesem sehr genussvollen Abend. Wir zeigen, wie Ihre Steaks garantiert gelingen und was alles ganz easy zu beachten ist. Wenn Sie also ein Steaklieber sind oder werden möchten, so gibt es noch einige freie Plätze (4 Personen). Sie können diesem Steak-Kochabend auch Geschenk einem lieben Menschen überreichen – der sich dann später bestimmt mit einem tollen Steakessen revanchiert.

Wenn Sie am 09.August keine Zeit haben sollten, so bieten wir in unserem Programm „Rendezvous am Küchenherd“ weitere Kurse an. Sie können auch einen privaten exklusiven Kochkurs bei uns buchen. Dazu sollte die Gruppe mindestens aus 8 Personen bestehen. Ich freue mich jedenfalls sehr auf den Steakabend, auf dem Sie garantiert nicht hungrig nach Hause gehen werden. :-)

Hochzeit auf hoher See – ein tolles Erlebnis

12. Juli 2016

Foto: Die 36 meter lange Poseidon mit zwei Masten.

Im Partyservice kommt es immer wieder zu außergewöhnlichen Aufträgen. So haben wir jetzt eine Hochzeitsgesellschaft auf einem dreitägigen Segeltörn begleitet. Was sich zunächst noch als „normal“ anhören mag, war doch von einer logistischen Herausforderung begleitet. Jeder weiß, wie eng es auf einem Segelschiff ist und wenn dann dort noch gekocht, gebraten und gearbeitet werden soll, wird für einen ungeübten Skipper die Schweißperle zu einem Markenzeichen.

Vor gut einem Jahr wurde ich von sehr guten Kunden angesprochen, ob ich mir vorstellen könnte, in Holland auf einem Segelboot etwa 25 Gäste über ein langes Wochenende kulinarisch zu verwöhnen. Ich sollte also mitsegeln und für Frühstück, Mittag und einem Hochzeitsmenü sorgen. Nach kurzer Bedenkzeit habe ich dann zugesagt.

Es wurden einige Tage vorher das Menü und der zeitliche Ablauf besprochen. Am Freitag trafen die Gäste, das Brautpaar, die Crew und der Pfarrer auf der „Poseidon (Plattbodenschiff) im Niederländischen Harlingen ein. Die Schiffstrauung sollte am frühen Samstagnachmittag stattfinden.

Foto: Blick in die Küche, mit einem Teil des Buffets.

Meine Planungen waren im Vorfeld so stark, dass ich so manche „Nacht“ schon unter vollem Segel auf Tour war…:-) Wie sieht die Küche aus? Welche Geräte sind dort? Was muss ich noch mitnehmen? Ist genügend Kühlkapazität vorhanden? Werde ich seekrank? Wie stark schaukelt so ein Großsegler – und: kann man dann noch kochen?

Auch durfte nichts vergessen werden, vom Backpapier bis zum Hygienehandschuh, vom Stichthermometer bis zur Buffetdecke, vom Schneidebrett bis zur Alufolie…

Sie merken schon, dass so eine Hochzeitsplanung etwas anders aussieht. Nichts kann „mal-schnell-geholt-werden“.

Die gesamten Lebensmittel wurden bei uns vorbereitet und in der Speisenfolge verpackt und im Bulli verstaut. In Holland angekommen, wurde alles über ein anderes Schiff hinweg an Bord getragen und in die Küche gebracht. Die Küche an Deck war mir sofort sympathisch. All meine Sorgen fielen wie eine Last von mir ab. Im Tiefkühler war Platz für über 100 Brötchen, Baguettebrot und Blätterteigfleurons. Im riesigen Kühlschrank konnte ich in jeder Etage ein Menü verstauen. Es passte alles super in den schon vorgekühlten Geräten.

Beim Eintreffen der Gäste sollte es einen kleinen Empfang an Deck der „Poseidon“ geben. Dazu wurde folgendes gereicht: Mini-Pizzen, Putenfiletwürfel, Grillpflaume im Speckmantel, Röstie mit Lachs, Mozzarellaspieße, Garnellen im Knusperteig und herzhafte Hackbällchen. Später am Abend gab es noch eine heiße Gyroscremesuppe und für die vegetarischen Gäste eine Minestrone. An Bord war ausreichend und gutes Porzellan. Überhaupt, das gesamte Schiff, die Küche und die sanitären Anlagen waren in einem wirklich hervorragenden Zustand. Der erste Gourmettag ist perfekt gelaufen.

Zum Frühstück am Samstag war meine größte „Sorge“ der Backofen. Jeder Backofen hat seine Tücken und Eigenarten. Ich konnte aber klasse Brot aus dem Gerät bekommen. Dazu gab es: Kaffee, Tee, Säfte, Marmelade, Nutella, Tomaten mit Meersalz, Cornflakes mit Milch, Quark, Fleischsalat, Schinken, Aufschnitt, Käse und aus der Pfanne frisch gebratenes Rührei.

Foto: Zahlreiche Robben auf der Sandbank

Die Spülmaschine an Bord war Gold wert. Nach nur 90 Sekunden war jeder Spülgang fertig. So dass wir aus dem Hafen von Terschelling auflaufen konnten. Der Kapitän Nico Goeres mit seiner Familie sind sehr sympathische Leute. Zusammen mit einem Helfer wurden dann die Segel gesetzt. (echte Handarbeit!) Es wurden die Robbenbänke angesteuert und alles für die Hochzeit an Deck vorbereitet. Die Stimmung war großartig und sehr freundschaftlich. Bei herrlichem Sonnenschein macht Segeln sehr viel Spaß. Die Trauzeremonie an Bord wurde vom Pfarrer sehr feierlich gestaltet. Ein sehr bewegender Moment für alle Teilnehmer. Zwischendurch tauchte immer mal wieder eine neugierige Robbe auf, um zu sehen, ob alles läuft. :-) Solche Momente vergisst man sicherlich nie wieder.

Zum Hochzeitsbuffet wurde dann wieder der Hafen in Terschelling angefahren. Ich konnte mich sehr ausgiebig und mit viel Zeit auf das Festessen vorbereiten. Um 19:30 Uhr wollten die Jungvermählten das Buffet eröffnen. Dafür habe ich folgendes im großen Speisesaal aufgetischt: norwegischer Lachs auf Gemüsebeet, Hähnchenfilet in Cafe de Paris, vegetarische Cannelloni, Gourmetkartoffeln, frische Salate mit Dressingsaucen, Tomaten mit Mozzarella, im Sous Vide gegartes Gemüse: Zuckerschoten, Paprika, Mini- Fingermöhrchen, Brokkoli, Käseauswahl, Brot, Matjes und als Dessert: Sauerrahmcreme mit Himbeerpüree, sowie Mousse au Chocolate.

Es ist wirklich ein entspanntes Arbeiten gewesen mit tollen Gästen. Das macht Spaß und tat auch gut. Am Abend konnten wir an Deck die laue Sommernacht genießen. Klasse.

Foto: Auf Deck war es immer wunderschön (Handyaufnahme)

Der nächste Morgen war gleich wieder ein ausgiebiges Frühstück angesagt. Gut, dass wir am Vorabend noch alles gespült hatten. So konnte ich ungestört alles zubereiten. Gegen Mittag sind wir dann nach einer kleinen Inselerkundung in See gestochen. Der Wind war kräftig, so dass eine gute Schräglage für viel Stimmung sorgte. Der Suppentopf unter Deck rutschte oft kräftig, so dass ich ihn im Waschbecken sichern musste. Kurz vor dem Heimathafen wurde auf hoher See gespeist. Gut gefallen hat mir, dass kaum etwas übrig geblieben ist und fast alles verwertet werden konnte. Im Hafen gab es viele helfende Hände, die alles Töpfe, Rechauds, Kisten und Thermobehälter zum Bulli brachten. Die Verabschiedung war sehr herzlich – so eine mehrtägige Segeltour schweißt doch zusammen. Danke möchte ich an dieser Stelle dem Brautpaar aussprechen, weil sie in uns das Vertrauen gesetzt haben.

Der nächste Segeltörn im Sommer 2017 ist schon geplant und bei uns schon gebucht worden.

Eine Bratwurst mit Charakter

6. Juli 2016

„Und? Was war der Renner bei der Grillveranstaltung?“, fragte meine Lieblingsfrau, als ich von einem Partyservice-Auftrag zurückkam. Ich durfte in Vechta vor einem sehr erlesenen Publikum grillen. Neben vielen Steaksorten hatte ich auch unsere „Mexikanische Bratwürste“ mitgenommen auf als „Dessert“ aufgelegt. „Die Bratwürste waren wieder der Hammer!“, antwortete ich. Viele der anwesenden Gäste kamen zum Grill, nur wegen der Bratwurst. Eine ungewohnt lange Warteschlange bildete sich, so, dass ich Gelegenheit hatte, mit einigen ins Gespräch zu kommen. „Stellt ihr die Wurst selber her?“ – „Kann man die bei euch auch im Restaurant kaufen?“ – „Habt ihr die immer da?“ – „Schmeckt ja mal richtig gut, gegenüber der abgepackten Gummiwurst aus dem Supermarkt!“

All diese Fragen haben mich auf den Rückweg nach Visbek beschäftigt. Viele glauben scheinbar, dass wir alles im Großhandel einkaufen und der Wurst keine persönliche Note geben. Ich muss aber von den Produkten am Grill überzeugt sein, und muss auf Fragen der Gäste eine ehrliche Antwort geben können. Ich stelle die „Mexikanische Bratwurst“ in den Sommermonaten regelmäßig her und habe von der Herstellung heute eine kleine Fotostrecke gemacht. „Die Wurst hat Charakter“, sagte mir einmal ein Grill-Fan. Gewürzt wird sie nur mit Kochsalz und einigen (total geheimen) Gewürzen und etwas Chili – mehr nicht. Die angenehme Schärfe entpuppt sich erst nach einer kurzen weile im Mund. Sie brennt nicht, aber sie zeigt einfach, dass sie etwas Besonderes ist und auch so behandelt werden möchte. Ihre grobe Körnung dokumentiert nicht das wahre Gesicht der Grillwurst. Vielmehr möchten die Gewürze und Kräuter der Zunge signalisieren, dass man sich hiermit vom „Einheitsbrei“ absetzt. Ohne Chemie und Zusatzstoffen und mit ganz einfachen Geräten stelle ich die Wurst im Naturdarm her.

Wie sagte Alfred Polgar einmal: „Gewohnheiten sind die Fingerabdrücke des Charakters!“ Im diesem Sinne möchte ich die „Bratwurst mit Charakter“ vorstellen…

Foto: Wichtig ist die Fleischauswahl, der Zuschnitt (ohne Sehnen und Knorpel) und die Mischung der Fleischsorten

Foto: Die Gewürze werden sorgfältig und grammgenau abgewogen

Foto: Die Gewürze werden mit dem Salz schnell vermischt

Foto: Alles wird möglichst kühl über den Fleischwolf zerkleinert

Foto: Gefüllt wird in einem Schweinedarm vom Kaliber 28/30

Foto: Mit der Hand drehe ich die Würste auf eine bestimmte Länge

Foto: So können sie auf den heißen Grill gelegt werden

Lohnt sich eigentlich Social Media?

28. Juni 2016

Foto: Twitter gehört auch zum Umfang der Aktionen.

Immer wieder werde ich von Handwerkskollegen, Freunde und „Social Media affine Menschen“ gefragt, ob sich unsere Aktivitäten auch lohnen. Erst vor wenigen Tagen war das auch ein Thema bei einem Interview für ein Fachmagazin.
Um eine Antwort vorweg zu nehmen: Es lohnt sich! Es ist mit dem Bloggen und mit Social Media nun einmal wie immer in der Werbung: Messbarer Erfolg mit dem Gradmesser „Euro“ ist immer schön und auch gut. Jedoch nicht jedes Posting bringt unmittelbar die Ladenkasse zum Glühen. Viele Aktionen dienen der Vertrauensbildung und der Information über unsere Arbeit. Durch die Regelmäßigkeit wird daraus aber eine lohnende Sache. Einige „Erfolge“, die sich aus der Arbeit ergeben, sind mir gar nicht als solche bewusst, oder ich bemerke erst viel später, dass sie durch Social Media entstanden sind.
Dazu einige konkrete Beispiele, die ich rückblickend betrachtet gerne vorstellen möchte. Für eine Hochzeitsgesellschaft werden über 150 Gläser mit „Currywurst im Weckglas“ als Gastgeschenk verpackt. Der Kunde hatte von dieser Idee und dem persönlichen „Zutaten-Etikett“ bei uns gelesen.

Zur Fußball-EM in Frankreich, bieten wir regelmäßig „Halbzeit-Snacks“ an. Ob leckere Burger oder saftige Koteletts – für die hungrigen Fans ist die eine Pause ideal um sich zu stärken. Auch bei dieser Aktion wird Aufmerksamkeit erzeugt, und es zieht Kunden ins Geschäft.

In der Urlaubszeit fahren viele Menschen an die Nordsee oder noch weiter in den Norden. Es kommt so regelmäßig vor, dass sich Menschen aus dem „Internet“ bei uns vorstellen, essen und auch einkaufen. Ich freue mich immer sehr, wenn man sich auch persönlich kennen lernt. Die Zahl der Besucher ist nicht unerheblich.

Am Wochenende hatte ich ein größeres Grillbuffet im Großraum Emden. Die Seestadt liegt nun nicht unmittelbar vor der Haustür, aber sie reicht für einen schönen Auftrag, der ohne Facebook und Co. nicht zustande gekommen wäre. Mit dem Gastgeber verbindet uns eine lange Netzbekanntschaft. Durch unsere regelmäßigen Beiträge über leckeres Essen, Buffets und Grillen, wurde auch hier ein Auftrag generiert. Er hat unsere Dienstleistung für seine Gäste gebucht, weil er von uns über Social Media gelesen hat. So ein Vertrauensvorsprung fällt nicht vom Himmel und muss immer wieder bearbeitet werden. (An Klaus: Danke, dass wir deine Gäste kulinarisch verwöhnen durften)

Auch der neue „Dry aged Burger“ ist eine Kind aus dem Netz und hat dadurch den Weg bis auf unsere Speisekarte gefunden. Unsere Kochabende werden vornehmlich im Netz vorgestellt und gebucht.
Sie sehen also, dass sich die Aktionen immer wieder lohnen – einiges läuft ganz schnell, andere Bretter müssen länger gebohrt werden.
Auf jeden Fall macht es viel Spaß und man kann vielseitig arbeiten.

Internet-Marketing-Tag des Handwerk – Kompetenz vom Feinsten!

20. Juni 2016

Foto von links: Thomas Issler und Volker Geyer. Sie verstehen ihr Handwerk und sind bekannt in ganz Europa.

Der 2. Internet-Marketing-Tag des Handwerk wird gerade vorbereitet. In diesem Jahr wird die Veranstaltung im Frankfurter „Campus-Westend“ (Goethe Universität) stattfinden. Die Veranstalter Thomas Issler und Volker Geyer sind echte Leuchttürme im Internet-Marketing. Ihre Fachkompetenz bringt mich immer wieder ins Staunen. Als Volker anfragte, ob ich mir vorstellen könnte, die Veranstaltung als Referent zu unterstützen, war ich zunächst richtig überrascht. Schon beim ersten Marketing-Tag waren unglaublich viele Besucher und hochkarätige Referenten. Mit dieser Vorinformation war die Messlatte enorm hoch angesetzt und meine Gedanken fuhren Achterbahn. Nun ist die Fahrstrecke bei einer Achterbahnfahrt ja vorgegeben und bei einem Vortrag als Referent ist man selber Pilot. Da ich über mein Blog „Essen kommen!“ sprechen soll, viel mir die Zusage sehr leicht.
Danke für Euer Vertrauen, lieber Thomas und Volker.

Das Event wird auch in diesem Jahr von der bekannten Moderatorin Nina Ruge begleitet. Wir alle kennen die UNICEF-Botschafterin und Moderatorin aus vielen Fernsehsendungen.
Besonders freue ich mich auf den Vortrag vom Ex-Fußballprofi Michael Rummenigge. Der Bayern-Star spricht über das Thema: „Der Faktor Mensch – vom Fußballball-Profi lernen!“
Natürlich sind die anderen Referenten echte Chorophäen auf Ihrem Gebieten. Viele davon kenne ich schon lange aus dem Netz, andere sogar aus persönlichen Kontakten. Mit dabei sind: Umberta Andrea Simons, Ralf Steinhoff, Werner Deck (Malermeister, Mister Social Media), Heike Schauz (Business Feng-Shui) und Heike Eberle (Eberle Bau).

Das Internet und die sozialen Medien sind der Turbo für intelligentes Marketing, gerade für das Handwerk und andere kleine und mittlere Betriebe. Das Web bietet nahezu unvorstellbare Möglichkeiten, wenn man es richtig angeht. Genau das ist die Chance!
Ich freue mich sehr auf diesen Tag und möchte meine Empfehlung für alle Interessierte aussprechen. Kommt nach Frankfurt!

Das Steak. Lebensqualität genießen.

14. Juni 2016

Foto: Ein Entrecôte noch mit Knochen…

Unter dem Motto. „Das Steak“ habe ich im Restaurant eine Aktion laufen. Am kommenden Freitag und Samstag (17. und 18.06.16) gibt es das ganz besondere Steak. Dazu bin ich heute schon bei Fleischveredler Rico Schlegel gewesen. Mit seiner Firma „True Wilderness“ hat er sich auf Premium-Rindfleisch spezialisiert. Mit der Herstellung von Dry Aged Beef Spezialitäten ist Rico wirklich ein echter Vollprofi. Er beliefert mit dem besonderen Fleisch zahlreiche Spitzensteakhäuser in ganz Deutschland. Um für uns die besonderen Steaks zu holen, muss ich nicht sehr weit fahren. Friesoythe erreiche ich nach 40km Autofahrt. Ich fahre gerne persönlich zum Rico Schlegel, weil wir immer gerne über die Branche, Steaks und Besonderheiten sprechen. Meistens bringe ich viel mehr mit, weil er mir immer wieder neue Produkte vorstellt.
Heute war ich aber wegen einiger Entrecôte dort. Das Steakfleisch hat fünf Wochen am Knochen gereift und ist dann im Reifeschrank abgehangen. Als Fachmann erkennt man sofort die Qualität: Gleichmäßige Marmorierung, leichter Fettrand und feine Fleischfasern zeigen mir, dass es von einer Färse stammt (weibliches Tier) Das Fleisch einer jungen Färse ziehe ich immer vor. Kein Labberfleisch, sondern hocharomatische Steaks mit individuellem Charakter, dessen markanten Röstaromen von einer karamelliger Süße begleitet werden. Damit die Röstaromen besonders deutlich im Geschmack herausgekitzelt werden, werde ich das Steak im BEEFER bei über +800°C anrösten. Das deutsche Steak werde ich anschließend mit einem hausgemachten Meersalz aus Zypern würzen. Das Salz ist geschmacklich der Hammer und wurde uns von Elke und HW gebracht.
Weiter kommen nur noch frisch gemahlener Pfeffer und Kräuter zum Steak. Am Steakabend servieren wir die Spezialität dann mit ofenfrischem Brot und hausgemachter Kräuterbutter. Wählen kann man dann zwischen der Gewichtsklasse +500g und 250g (Ladys Cut) Alternativ zum Rindersteak biete ich dann noch ein „Schinder Hannes Grillsteak“ vom Schweinekamm an. Das Steak lege ich einige Tage vorher ein, damit es wunderbar zart und aromatisch wird.
Wenn Sie also am Wochenende Lust auf ein besonderes Stück Lebensqualität verspüren, würde wir uns über einen Besuch sehr freuen. Zum Essen gehört auch etwas „schnacken“. Lass uns über Fleisch, Steaks und Genuss sprechen. Das wird köstlich werden. Ich würde mich über einen Besuch sehr freuen!

Mehr dazu auf unserer Homepage. (klick hier!)

Racing Queen

9. Juni 2016

Foto: Carola Freese macht schon einmal eine Sitzprobe…

Unser Obst- und Gemüselieferant hat eine tolle Sammlung Motorräder. Ein ganz besonderes Stück steht nun bei uns im Restaurant: Eine echte Martin. Die Martin stammt aus Frankreich und wurde 1988 mit der Seriennummer 16 gebaut. Damals kostete die Maschine stolze 58.000.-DM. Ein 900 ccm Kawasaki Motor treibt die Maschine an. Sehr viele Teile des Renners sind sehr hochwertige Teile. Ich bin jetzt nicht der Fachmann, um alles zu erklären, aber einige Biker haben mir das schon bekundet. Das 28-jährige Motorrad ist perfekt gepflegt und eine echte Augenweide. Dadurch kommt man mit sehr vielen Gästen ins Gespräch.
Für das Foto hat sich Carola auf die Maschine geschwungen. Ob wir damit in Zukunft unsere Bestellungen ausfahren war bei Redaktionsschluss noch nicht ausdiskutiert. :-)