On Tour – Besuch bei innovativen Kollegen

22. Januar 2017

Beeindruckende Betriebe: Metzgerei Wittmann und “Der Ludwig

Vor einigen Tagen war ich im Süden des Landes auf Tour. Logisch, dass man sich bei Kollegen umsieht um Anregungen und Ideen zu bekommen. Ich hatte auf einem geschlossenen Facebook-Fleischerkreis sogar meine Tour vorgestellt, damit sich interessierte Kollegen melden können. Besucht habe ich dann tatsächlich andere Kollegen, die zum Teil schon sehr lange auf meiner Liste standen.

Auf dem Rückweg war ich im Hotel eines Kollegen in Neumarkt in der Oberpfalz – bei Norbert Wittmann. Ich kannte ihn vorab nicht, aber die Übernachtungsmöglichkeit war dicht an der Autobahn und die Homepage versprach mir interessante und kreative Ideen. Ich wurde nicht enttäuscht. Die Familie Wittmann hat ein großes Hotel, Gasthaus, Metzgerei und ein Catering. Die Anmeldung verlief sehr einfach und ohne große Kreditkartennachweise (was ich gar nicht mag). Die Begrüßung war beeindruckend freundlich, herzlich und willkommen. Die Zimmer waren gepflegt und gut ausgestattet. Das Restaurant war sehr gut besucht. Beeindruckt hat mich die außergewöhnliche Speisekarte. Darin wurden alle Lieferanten den Produkten zugeordnet. Regionale Spezialitäten wurden mit einer Geschichte kurz beschrieben. Rinderrassen und Steaksorten wurden fachlich hervorragend erklärt und in Bildern festgehalten. Der Betrieb wird ökologisch geführt. Naturbelassene Zutaten, meist aus kontrollierten biologischen Anbau kommen hier zum Einsatz – die ausnahmslos in der Region eingekauft werden. Die Weißwurst ist der „Leuchtturm“ des Betriebes und wird entsprechend in der Karte aufgeführt. Sehr kreative Gerichte gab es dazu, z.B. ein Weißwurst-Carpaccio (mega klasse!). Tochter Nadja war 2013/2014 die erste Weißwurstkönigin! So gibt es rund um die Weißwurst tolle Präsente, ein königliches Weißwurst-Kochbuch (toll gemacht), und die Weißwurst-Akademie. Kollege Wittmann versteht es wirklich sehr gut, sein Fachwissen den Gästen zu vermitteln. Die Akademie ist gleichzeitig ein Museum, mit zahlreichen Exponaten, Maschinen und Werkzeugen aus der Geschichte des Metzgerhandwerks. Norbert Wittmann hat mir das Museum in einer privaten Führung vorgestellt. Viele der Geräte kannte ich noch aus meiner Lehrzeit, doch die meisten Geräte waren viel älter.
Zur Verköstigung habe ich mir noch etwas mitgenommen: Saure Zipfel, Bofflamott, Weißwürste, Weißwurst-Kochbuch, die Norberto-Salami, Tomahawk Steak vom Schwäbisch-Hällische Landschwein und ein Brotzeit-Box mit sechs Dosen. Danke für die Zeit, die Gespräche und die Gastfreundschaft, lieber Norbert Wittmann und Mitarbeiter. Ich werde bestimmt einmal wiederkommen (wenn das neue Hotel 2018 fertig ist!)


Meine Weiterfahrt führte mich nach Schlüchtern – das Mekka der Steakfans! Kollege Dirk Ludwig führt hier mit seiner Frau ein unglaublich innovatives Fachgeschäft. Ich kenne und schätze Dirk schon sehr lange – zu einem Besuch hat es nie geklappt. Leider war das Ehepaar Ludwig urlaubsbedingt nicht anwesend, aber mir wurde der Leiter der Steakschaft Dominik Rossbach zugeteilt. (Danke dafür!) Dominik ist Koch und Leiter eines europaweit einmaligen Projekts: Die Steakschaft! Die Steakschaft ist die erste Fleischerlebniszentrale in Europa. Direkt angrenzend an die Metzgerei hat Dirk Ludwig ein Paradies für Steakfans und Fleischfreunde geschaffen: In der Steakschaft kann man nicht nur einfach Steak kaufen, sondern Steak erleben. Das Fleisch hängt sichtbar in einer Dry Aging Reifekammer mit Salzkristallwand, in dem das Fleisch über Monate reift. Die TV-Teams, Promiköche, BBQ-Größen und Steakfans geben sich hier die Klinke in die Hand und haben diesen Ort zu einer Pilgerstätte gemacht. Ich bin wirklich tief beeindruckt, wie hier Fleisch in aller höchster Vollendung angeboten wird.
Im Verkaufsraum findet dann ein Feuerwerk von Iden statt. Die Theke war sehr schön eingeräumt und es herrschte Hochbetreib zur Mittagszeit im Laden. Im Laden spürt man sehr deutlich, dass hier das Handwerk mit sehr viel Leidenschaft gelebt wird. Das Verkaufsteam war sehr aufmerksam, hochmotiviert und sehr harmonisch untereinander. Es macht richtig Spaß, so etwas zu erleben. Dazu die unzähligen kleinen Dinge, die es im Laden zu entdecken gibt. Kompliment auf ganzer Linie, liebe Familie Ludwig.
Zur Verköstigung habe ich mir folgendes einpacken lassen: ein ausgereiftes Côte de Boeuf Dry Aged ein Smoked Rib Eye Steak, Vollmondsalami, Altes Ferkel – Dry Aged Kotelett, Schwarten Magen (habe ich noch nie gegessen!) sowie ein Kinderkochmesser von Tim Mälzer…
Was die Ludwigs geschaffen haben verdient meine höchste Anerkennung und verdient das Prädikat: besonders empfehlenswert!

Fehlerkultur und Lernen aus Fehlern

12. Januar 2017

Foto: Der Gummiring soll das Glas verschlossen halten…

Nicht immer klappt alles und man macht dann auch Fehler. So habe ich gestern „Currywurst im Weckglas“ hergestellt und etwa 20% der Gläser sind nicht geschlossen geblieben. Einige Gummiringe haben sich beim Kochen wenige Millimeter verrutscht. Dadurch konnte kein Vakuum im Glas aufgebaut werden und die Gläser blieben nicht verschlossen. Das ist sehr ärgerlich, weil der Inhalt entsorgt werden muss. Man kann bei der Herstellung von Glaskonserven viele Fehler machen. Warum nun so viele Gläser nicht verschlossen blieben, darüber zerbreche ich mir gerade den Kopf. Das Ausgangsmaterial und die hausgemachte Currysauce waren sehr gut. Die Temperatur im Kessel (wir kochen bei +107°C ein) stimmt. Der Druck im Kessel was konstant bei 1,5 – 1,7 Bar. Kurzseitig war er mal auf 2,0 Bar angestiegen. Die gefüllten Gläser wurden sauber verschlossen – der Gummiring lag immer gut auf. Das Füllgewicht der Wurst im Glas habe ich sehr genau und gewissenhaft gemacht. Bei der Aussortierung möglicher Fehler sind mir drei Sachen aufgefallen, die als Ursache angenommen werden könnte. 1. Die Kochzeit habe ich um 45 Minuten überzogen, weil ich den ganzen Kochvorgang vergessen hatte. 2. Ich habe zu viel Currysauce ins Glas gefüllt. Die Wurst hat sich ausgedehnt und konnte nur über die Gummidichtung entweichen. 3. Wenn man den Druck vom Kessel lässt, muss man genau auf den Gegendruck achten. Öffnet man den Kessel zu schnell, können die Gläser sogar platzen.
Da ich in den nächsten Tagen erneut „Currywurst im Weckglas“ kochen muss, liegt mein Augenmerk jetzt auf jede Kleinigkeit im Produktionsablauf. Durch Fehler lernen – das treibt mich ungemein an.

Segeln Sie mit uns!

4. Januar 2017

Wasser, Wind und Wellen…dazu herrlich schlemmen. Das haben wir uns aufs „Segel“ geschrieben für ein besonderes Event vom 12. Bis 14.Mai 2017. Gemeinsam segeln wir von niederländischen Harlingen auf der Poseidon. Auf dem gesamten Segeltörn werden wir alle Gäste kulinarisch begleiten. Auf dem Boot ist eine perfekte Küche eingerichtet, in der man gut arbeiten kann. Wir haben auf dem Segler auch schon eine Hochzeit über einige Tage begleitet und kennen daher die Örtlichkeiten. Unser Angebot für diese Reise ist ein Komplettangebot, inkl. Übernachtung (auf dem Boot), Verpflegung, Getränke usw.
Ich erinnere mich sehr gerne an meine erste Tour auf dem Segler. Meine Sorgen zum Thema Seekrankheit oder Segelkenntnisse waren völlig unbegründet. Die Segelcrew hat wirklich alles im Blick und es war ein wunderbares harmonisches Miteinander. Auch die abendlichen Stunden auf dem Schiff oder der Landgang auf den westfriesischen Inseln waren von einer besonderen Atmosphäre.
Dieses Erlebnis möchten wir gemeinsam mit Kunden, Gästen und Freunden noch einmal aufleben lassen. Auf unserer Homepage finden Sie dazu weitere Informationen (Startseie unten). Lassen Sie sich rechtzeitig eine Kabine reservieren. Ideal ist es auch, wenn man mit einem befreundeten Paar, einer Gruppe oder mit Arbeitskollegen diese Tour unternimmt. Ich würde mich sehr freuen, wenn wir gemeinsam ein paar maritime Tage verbringen können, die bestimmt „lecker und fröhlich“ sein werden!

Und – wie feiert Ihr Silvester?

30. Dezember 2016

Foto: Am Jahresende geben wir noch einmal “Vollgas”…

Das Jahr neigt sich dem Ende – eine letzte Hürde steht vor uns: Silvester! Auch in dieser Woche gab es immer noch Anfragen, ob man zu Silvester noch etwas bestellen kann. Dabei sind wir seit Anfang Oktober für den Jahreswechsel ausgebucht. Ich glaube, es sind etwa 600 Personen, die an diesem Wochenende beköstigt werden wollen.

Wir müssen also nur noch Putenfilet in Kräuterrahm, Lachs auf Gemüsebeet, Entenbrust in Portwein, Hähnchenfielt in Sherry Rahm, Lasagne, Schweinelendchen mit Champignons, Schnitzel (+600!), Kaminbraten, Wildschweinbraten, Hackbällchen, Rouladen, Kasseler Lachs, Hähnchenschnitzel, Tilapia Fischfilet, Chicken-Sticks, Krautsalat, Brötchen backen. Schnitten mit Forellen, Canapés, Röstitaler, Käse-Lachsröllchen, Mozzarella-Spieße, Gemüseplatten, Röstkartoffeln, Kartoffelgratin, Fischplatten, Käseplatten, Schinkenröllchen, Hühnersuppe, Rindfleischsuppe, Gulaschsuppe, Stammtischsuppe, Minestrone, Ofenkartoffeln, Nudeln Feldsalat mit Pfifferlingen, Rucola Salat mit Parmesan, Schneegestöber (Dessert), Beerengrütze, 10 verschiedene Antipasti Sorten, Rotkohl, Mischsalate, Dressing Saucen, Obstsalat, Panna Cotta, Herrencreme, Vanille Quark, Rigantoni, Pilzpfanne und Kartoffelcreme herstellen, sowie das Porzellan, Besteck und Anlegebesteck packen.

Erst dann können wir sagen: Danke 2016 – willkommen 2017!

Friedliche und genussvolle Weihnachten

25. Dezember 2016

Foto: Aufnahme aus unserer Genuss-Küche

Frohe Weihnachten!

Wir freuen uns, dass wir zusammen das Fest feiern können. Es ist aber auch Zeit Danke zu sagen.
Danke an die vielen Kunden – ohne Euch und Eure Wünsche würde es uns gar nicht geben
Danke für Euer Verständnis – nicht alles klappt, nicht alle konnten wir bedienen
Danke an die Mitarbeiter – für Euren unermüdlichen Einsatz in den letzten Wochen
Danke an unsere Lieferanten – Verlässlichkeit und Vertrauen kommt nicht vom Himmel gefallen
Danke an die zahlreichen Fans – wir kennen nicht alle, aber wir sind sehr stolz auf jeden Besucher
Danke an unsere Kollegen – der Austausch ist uns immer sehr wichtig
Danke für die vielen Briefe und Wünsche -  sie sind der Balsam auf unsere Seele
Danke, dass es Euch gibt!

Die Geschichte von der Bohnensopp und dem Schwarzbrotbier

18. Dezember 2016

Bei der Auslieferung von Buffets komme ich in die unterschiedlichsten Wohnungen. Es kommt dabei oft vor, dass man vom Gastgeber/in ein kleines „Dankeschön“ erhält. Darüber freue ich mich immer ganz besonders, weil es eine Anerkennung für unser Team ist.
Vor einigen Tagen drückte mit einer Dame ein Glas mit „Flüssigkeit“ in die Hand: „Hier, ist für dich! Du magst das doch so gerne!“ Ich schaute auf das Glas und konnte den Inhalt so nicht deuten. „Das ist ostfriesische Bohnensopp! Es stand doch in der Zeitung, dass Du diese gerne mal wieder essen möchtest!“ Dazu muss ich kurz erklären: Meiner Lokalzeitung – die Oldenburgische Volkszeitung – stellt jeden Samstag in einem Porträt Menschen aus der Region vor. „LEUTE VON HIER!“ heißt die Serie, wo immer dieselben Fragen gestellt werden, die dann sehr persönlich, lustig, ehrlich oder mit einem Augenzwinkern beantwortet werden. Vor einigen Jahren (!) durfte ich dabei sein. Auf die Frage. „Was würden Sie gerne einmal wieder essen?“ habe ich geantwortet: Bohnensopp aus Ostfriesland. Das ist ein Getränk, dass es zur Geburt eines Kindes gibt. In meiner Gesellenzeit in Esens bin ich oft mit diesem hochprozentigen Getränk in Berührung gekommen. (besteht u.a aus Branntwein, Rum Kandis, Rosinen…) Danke für diese nette Überraschung und den geistreichen Präsent.
Ein weiteres sehr interessantes Getränk wurde mir in der „Hausbrauerei Stierbräu“ überreicht: das „Schwarzbrot Bier“. Es ist ein „Dark Ale Bier“, das zusammen mit dem Braumeister Dr. Pablo Meissner und der Schwarzbrotbäckerei Thomas Meyer als Kooperationsprojekt gebraut wurde. Die limitierte Edition in der 0,75l Flasche ist mit sehr viel Liebe zusammengestellt. An einer Kordel hängt ein kleines Schildchen, wo die Geschichte des Schwarzbrotbieres erklärt wird: „Schon in der Antike wurde Bier aus gebackenem Brot und nicht aus Malzmaise hergestellt. Trotz Archäologischer Funde ist jedoch nicht klar erkennbar, was zuerst kam: Das Brot oder das Bier! Später im Mittelalter bestand eine enge Zusammenarbeit zwischen Bäcker und Brauer – was heute in Vechta noch besteht!“
Das Bier hat ein sehr „leuchtendes Schwarz“ – mir ist jedenfalls der Glanz aufgefallen (vor dem ersten Glas!). Es schmeckt nicht zu herb und hat für mich eine feine „süffige“ Süße. Ich finde das Bier sehr gelungen und bewundere die Zusammenarbeit zweier Handwerksberufe zu einem perfekten Endprodukt. Zum Bier hatte ich übrigens ein „Dry Aged Tomahawk Kotelett“ vom bunten Bentheimer Schwein…

Neuer Trend – die Weihnachtsfeier als Event

17. Dezember 2016

Foto: Der Grill glüht auch vor Weihnachten

Oft werde ich gefragt, wie viele Weihnachtsfeiern wir beliefern.  Die genaue Zahl kann ich gar nicht sagen, weil schon im November die ersten Firmen und Gruppen ihren gemütlichen Abend haben. In diesem Jahr hatten wir erstmals gleich drei Kochkurse, die als eine Weihnachtsfeier ausgerichtet wurden. Es wären noch mehr gewesen, aber am Wochenende habe ich für solche Events keine Kapazitäten frei.
Die Kurse bei uns in der Küche liefen als hochwertige Kochabende, wie sie auch sonst veranstaltet werden. Es ist immer schön zu sehen, wie sich die Mitarbeiter gut verstehen und als Team auftreten. Eine neue Kochveranstaltung hatte ich erstmals dabei. Eine Firma hatte zu einem „Grill-Event“ in deren Bürogebäude eingeladen, die als Kombination „Mitmachen & Kochkurs“ laufen sollte. Die Veranstaltung reizte mich, weil sie eine Herausforderung für mich war. Ich bin also mit Grillgeräten (Napoleon und Beefer) und vielen weiteren Zutaten zum Auftraggeber gefahren. Die Stimmung im Team war großartig. Nach einer Vorstellungsrunde habe ich als „Gruß-aus-der Küche“ Kalbsbäckchen zubereitet und diese auf einem Palmblatt serviert. Beim zweiten Gang mussten gleich einige Gäste mit anpacken. Wildschweinbratwurst wurde vor Ort frisch hergestellt. Dazu hatte ich eine Wurstfüllmaschine dabei, es mussten Kräuter geschnitten werden und die Wurst kräftig gemengt werden. Das Füllen der Wurst ging erstaunlich gut – scheinbar waren die Teilnehmer/innen in ihrem früheren Leben schon einmal als Fleischer tätig…
Dann wurden Lammlachse zubereitet und auf dem Grill punktgenau gegrillt. Ein Teilnehmer erzählte mir: „Ich mag eigentlich kein Lammfleisch, aber das war das beste Stück Fleisch meines Lebens!“ Schön, wenn man so etwas von Gästen hört. Weiter ging es mit dem bunten Bentheimer Schweinekotelett, dass mit Murray-River Salz gegrillt wurde. Die Portionen auf dem Teller wurde begleitet mit Ratatouille-Gemüse, welches die Teilnehmer selber geschnitten hatten. Das Gemüse wurde auch am Grill zubereitet.
Die Steaks des „Dry-aged Entrecôte“ wurden im Beefer zubereitet, mit Meersalz und Kräuter gewürzt und anschließend nach unterschiedlichen Garstufen serviert.
Nach dem Fleisch kam noch Lachs. Der Fisch wurde ebenfalls roh geliefert und in den Büroräumen zugeschnitten und anschließend gegrillt. Die Mitarbeiter hatten noch Kartoffel in einem „Wettkampf“ gepellt, die ich dann als Bruschetta-Kartoffel zubereitet habe. Das „Flanksteak“ vom Grill war leider etwas zu viel des Guten. Darauf mussten wir einfach verzichten…
Am Ende des tollen Abends wurden noch gefüllte Winteräpfel gegrillt. Ich hatte den Eindruck, dass die Gäste sehr zufrieden waren. Es hat mir unglaublich viel Spaß gemacht, diese Art von Weihnachtsfeiern zu gestalten. Für mich bestand die Herausforderung hauptsächlich darin, alles perfekt vorzubereiten. Bei unseren Kochabenden in unserer Küche, kann ich mit meiner Frau zusammenarbeiten. Wir spielen uns die Bälle zu und jeder übernimmt ein Pad am Abend. Wenn etwas fehlt, geht man schnell in den Kühlraum – das alles war hier nicht möglich. Die Firma hatte sich auch extrem gut auf dieses Event vorbereitet und mit uns abgestimmt. Auch das verdient ein dickes Lob an den Veranstalter.
Unser nächster Kochabend ist am 17.Januar 2017 bei uns in der Küche. Dazu laden wir alle Männer ein, denn wir haben unseren beliebten „Männerkochabend“ – (es gibt sehr, sehr viel Fleisch…Anmeldungen sind noch möglich :-) )

Die Kommunikation hat eine bunte Zukunft

11. Dezember 2016

Auf dem 2. Internet-Marketing-Tag im Handwerk habe ich als Referent sehr viele interessante Menschen getroffen. In einem Programmpunkt wurde ich als der „älteste / erster Handwerks-Blogger“ vorgestellt und am Ende meines Vortrags kam die „jüngste Bloggerin im Handwerk“ dazu: Jessica Jörges. Ich kannte Jessica vorab nur aus dem Netz (Facebook und Ihrem Blog: „Bunte Zukunft“, auf dem Sie über Ihre Ausbildung im Maler und Lackierer-Handwerk schreibt) Sie sprach sehr erfrischend zu den zahlreichen Zuhörern. Nach der Veranstaltung haben wir uns noch lange über Blogs und Kommunikation unterhalten. Wir haben uns dann zu einem „Online-Interview“ verabredet. Mit meinem Interview möchte ich Ihnen Jessica Jörges und Ihr Blog vorstellen…

Frage: Hallo Jessica, wir durften uns in Frankfurt beim 2. Internet-Marketing-Tag im Handwerk kennen lernen. Zusammen waren wir als Blogger auf der Bühne neben Nina Ruge. Was war das für dich für ein Gefühl?
Jessica: Es war sehr spannend. Da ich sehr nervös bin wenn ich vor Leuten rede, waren meine Beine schon etwas zitterig, als ich vor so vielen Leuten sprechen  musste. Es hat mir aber sehr viel Spaß gemacht, meine Idee vorzustellen. Wenn das Publikum diese Gedanken teilt und applaudiert, ist das ein tolles Gefühl. Auch die Moderation bzw. das Gespräch mit Nina Ruge war sehr angenehm und ich habe mich auf der Bühne sehr wohl gefühlt. Du hast natürlich auch etwas dazu beigetragen, als du die netten Worte über mich und meinen Blog sagtest.

Frage: Du hast sehr erfrischend und offen gesprochen. Das spiegelt sich mit Deinem Blog sehr authentisch wieder. „Bunte Zukunft – es kommt auf dich an, wie bunt Dein Leben ist!“ Wie bist du auf diesen Titel gekommen?
Jessica: Bunte Zukunft leitet sich so ein bisschen aus dem Slogan unserer Firma  „Maler Schmidt – damit die Zukunft etwas bunter wird -„ ab.
Es sollte ein neutraler Name sein, der nicht nur das Maler- und Lackierer-Handwerk miteinbezieht, sondern sich offen gestaltet. Mein Ziel ist es, junge Leute für das Handwerk zu begeistern und ihnen zu zeigen, dass im Handwerk Erfolg möglich ist. Es soll ein Blog sein, der junge Leute dazu bringt, sich für eine Ausbildung im Handwerk zu entscheiden.
Es kommt auf dich an, wie bunt Dein Leben ist – Dieser Slogan resultiert daraus, dass ich mich mit Motivationstraining und Erfolgsbüchern beschäftigt habe. Denn nur man selbst ist dafür verantwortlich, wie man sein Leben gestaltet. Erfahrungen, die ich in diesem Bereich gemacht habe, werde ich auch in meinem Blog aufnehmen.

Frage: Wir wurden als „ältester Handwerksblogger“ und die „jüngste Handwerksbloggerin“ vorgesellt. Hand aufs Herz: Hast du einen so alten Blogger erwartet? [lacht]
Jessica: Sagen wir es mal so ich wusste, wem ich begegne und dank Social-Media habe ich dich ja schon mal gesehen sozusagen. Volker Geyer hatte mir schon früh vom ältesten Blogger im Handwerk erzählt, aber ich dachte am Anfang nicht, dass es Blogger schon so lange gibt. Für mich waren das bis dahin immer 20-30-Jährige die ganz hip über Food, Style und Travel schreiben und sich meistens vegan ernähren. Nein Spaß, das ist natürlich nur ein Klischee. Ich finde es toll, was du machst und bewundere dich dafür, dass du schon so früh entdeckt hast, was man mit bloggen erreichen kann. Denn Leute lieben es, anderen Leuten beim „Leben“ zuzusehen oder mitzulesen und deshalb gibt es mittlerweile so viele viel gelesene Blogs (vielleicht gehört meiner ja auch mal dazu).

Frage: Du schreibst im Blog über den Weg Deine Lehre im Maler- und Lackiererhandwerk. Ich stelle mir Deinen Beruf immer sehr kreativ vor, immer neue Aufgaben und Du lernst täglich neue Menschen und deren Wohnungen kennen. Gibt es auch Dinge bei der Arbeit, die Du nichts so gerne magst?
Jessica: Es ist immer sehr spannend, wenn man die Tür in eine neue Wohnung aufgemacht bekommt. Ich selbst bin ein Fan vom schönen Wohnen und freue mich immer, neue Inspiration zu finden. In jedem Beruf gibt es natürlich Bereiche, die einem nicht so gut gefallen. Im Moment muss ich viel Tapete abmachen. Eigentlich keine schlimme Arbeit, aber auf Dauer etwas einseitig und wenn die Tapete nicht ab will auch mühselig. Leimfarbe abwaschen gehört auch nicht zu meinen Lieblingsaufgaben, aber das habe ich schon in meinem Blogbericht “Wette gewonnen“ geschrieben. Ansehen lohnt sich. Link
Aber vor jeder schönen, kreativen Technik muss halt auch die Vorbereitung gemacht werden.

Frage: Ich erinnere mich gerne an meine eigene Lehrzeit zum Fleischerberuf. Die Berufsschule war da immer zum „abhängen“ und mit anderen über deren Ausbildung sprechen? Was sagen Deine Klassenkameraden und Lehrer dazu, dass Du über die Ausbildung bloggst?
Jessica: Ehrlich gesagt wissen nur wenige aus meiner Klasse dass ich blogge. Ich bin zu der Klasse im 2. Lehrjahr da zugestoßen und wollte nicht direkt mich in den Mittelpunkt drängen zumal ich als Mädchen dazu noch mit Abitur eher die Ausnahme bin.

Frage: Wo machst Du Deine Ausbildung?
Jessica: Ich mache meine Ausbildung im elterlichen Betrieb in meiner Heimatstadt (Dreieich). Nach langem Überlegen habe ich mich dazu entschieden nicht außer Haus meine Ausbildung zu machen, was sicher auch viele Vorteile hätte. Die Ausbildung zu Hause  hat für mich die Vorteile, dass ich mir für meinen Blog die Zeit besser einteilen kann und auch Seminare und Fortbildungen so gestalten kann, wie ich es möchte. Dass mein Papa als bester Ausbildungsbetrieb ausgezeichnet wurde, ist natürlich auch ein Kriterium.

Frage: Darfst Du über alles aus Deinem Berufsalltag schreiben oder gibt es Einschränkungen vom Chef?
Jessica: Haha, also bis jetzt durfte ich alles schreiben, was ich schreiben wollte. Meine Eltern lesen netterweise immer die Berichte nochmal Korrektur, weil nichts ist schlimmer, als Beiträge, die Rechtschreibfehler enthalten. Und bis jetzt wurde noch nichts zensiert. Man sollte halt nicht über´s Unternehmen lästern, aber das habe ich nicht vor und wenn mir etwas nicht so Spaß macht, ist es halt so. Aber das kommt zum Glück nicht so häufig vor.

Frage: Hast Du schon Pläne, wie es nach der Ausbildung weitergeht? Es gibt ja schier unendliche Möglichkeiten, das Leben bunt zu gestalten – gerade in Deinem Handwerksberuf!
Jessica: Also ich habe auf jeden Fall vor, meinen Meister zu machen. Wo mich die Reise danach hin verschlägt weiß niemand…
Denn wie ich immer sage die Zukunft ist bunt!

Frage: Meine Leser/in auf „Essen kommen!“ erwarten immer etwas, dass mit Genuss, Essen und Ernährung zu tun haben. Kochst Du oft selber? – Verrätst Du uns dein Lieblingsessen?
Jessica: Auf den Baustellen muss es meist praktisch und schnell sein, deshalb bin ich ein großer Fan von Nudel-, Couscous- oder Kartoffelsalaten in jeglicher Art und Weise. Ansonsten koche ich auch sehr gerne. Ein Lieblingsgericht habe ich nicht, denn es gibt viel zu viele leckere Sachen. Dazu gehören Lasagne, Kürbissuppe und Chili con Carne alles nach Mamis Rezept.
Ich habe auch schon einmal darüber nachgedacht, Rezepte für die Baustelle in meinem Blog aufzunehmen. Vielleicht hast du ja eine Idee und ein leckeres Rezept für mich.

Ich bedanke mich für das Interview, liebe Jessica. Ich bin mir sicher, dass uns die Bühne des Handwerks noch einmal eine Begegnung verschaffen wird. Danke und „hol-di-munter!“ :-) [O-Ton Südoldenburg]

Insekten aus der Pfanne – ich glaube Essen ist eine reine Kopfsache!

4. Dezember 2016

Foto von links: Mehlwürmer; Heuschrecken und Grillen. Der Schokoriegel ist die “Dschungelade” mit Mehlwürmer.

Vor einigen Wochen waren wir in Bremen auf der Messe „Fisch und Feines“. Die Messe war voller Anregungen und Ideen für uns – obwohl es mehr eine Verbrauchermesse war. Besonders interessant fand ich den Insektenstand, weil er zuvor schon in den Medien groß vorgestellt wurde. Auf dem Rückweg habe ich mich entschlossen eine paar „Köstlichkeiten“ zu kaufen. Ich wollte einfach wissen, wie Insekten schmecken – und dabei meine ich nicht die, die man beim Fahrradfahren verschluckt!
Nun habe ich die Grillen, Heuschrecken und Mehlwürmer schon einige Tage im Büro liegen. Einen Selbstversuch wollte ich anfangs vor der Kamera machen, aber ganz ehrlich: Ich habe mich nicht getraut! Die innere Überwindung war einfach zu groß, um hier objektiv urteilen zu können. Weiter war ich oft nicht in der „mentalen Laune“ so etwas zu probieren. Heute nun war der Tag. Die Glasröhrchen (warum füllt man diese Lebensmittel eigentlich in Glasröhrchen?) wurden zu einem Fotoshooting in die Küche gebracht. Die Pfanne und ein Backofen wurden nach Angaben erhitzt. Mit Salz, Pfeffer, Knoblauch und etwas Rapsöl wurde zunächst die Mehlwürmer geröstet. Da immer mehr Mitarbeiter probieren wollten (und auch Gäste), habe ich die volle Menge genommen. Nur mit höchster Konzentration und Überwindung habe ich die Mehlwürmer probiert. Ich glaube Essen ist eine reine Kopfsache!
Geschmacklich waren sie wie geröstete Sonnenblumenkerne. Na ja…ganz ehrlich: Davon könnte ich niemals 220g (Schnitzelgröße) essen… Ok. Ich war sehr stolz auch mich, dass ich die ersten Insekten probiert habe. Die Heuschrecken und die Grillen habe ich bei 120°C kurz im Ofen gehabt. Das ging besser, als wie die die Tierchen in der Pfanne.
Mit den Heuschrecken bin ich dann zu den Gästen gegangen. Sie haben sich sehr gefreut, dass sie probieren durften. Die Heuschrecken waren um Klassen besser und sogar lecker. Leicht rußig – da waren wir uns alle einig. Die Grillen waren auch kurz im Ofen. Auch der Test viel gut aus. Die Grillen waren knusprig wie Chips und nicht ganz so geschmackvoll wie die Heuschrecke. Zusammen mit Schokolade könnte das bestimmt gut harmonieren.
Nun bin ich eine „Genuss-Erfahrung“ reicher. Insekten, liebe Leser/innen werden definitiv nicht auf unsere Speisekarte oder im Partyservice erscheinen. Soviel ist sicher. Meine Frau hat sogar angedroht, dass sie dann nur noch vegetarisch essen wird. Also: Keine Sorge – der Test diente nur dazu, meine Neugierde zu besänftigen. Insekten sind für uns Lebensmittelleute nur „Schädlinge“ die wir lieber bekämpfen.  Ich bleibe bei einem schönen Stückchen Fleisch, dass ich mit Hochgenuss essen kann.
Die Insekten wurden bezogen über snack-insects.com

Am Weihnachtsfest müssen Sie nicht kochen!

1. Dezember 2016

„Was essen wir am Heiligabend? Was gibt es wenn die Verwandtschaft am Weihnachtsfest kommt?“ – solche Fragen werden im Moment tausendfach gestellt. Oft gibt die Tradition am Weihnachtsfest das Essen vor, aber etwas Besonderes muss es eigentlich immer sein.
Damit das Fest für Ihre Küche völlig tiefentspannt abläuft, bieten wir auch in diesem Jahr wieder unseren Menüservice an – auch schon eine Art Tradition. Aus unserer Menüliste kann man ganz bequem sein Gericht zusammenstellen und diese dann bis zum 19.Dezember bei uns abgeben oder mailen. Wir kochen dann sehr genussvoll ihre Gerichte, die dann am Heiligabend bei uns abgeholt werden können. Alle Köstlichkeiten werden in hitzebeständigen Schalen verpackt und Sie können ganz nach Ihren Wünschen den Inhalt aufbacken. Die Schalen tragen einen Garhinweis, so dass es auch garantiert gelingt.
Sie haben Zeit für Ihre Familie und können entspannt Weihnachten feiern. (und haben am Heiligabend auch keine Wartezeiten an irgendwelchen Supermarktkassen)
Den Menüplan können Sie bei uns abholen oder wir schicken Ihnen die Auflistung oder sie drucken ihn von der Homepage aus. Sie erhalten von uns dann eine Abholnummer – und schon ist kann das Weihnachtsfest kommen.