Goldschmiedemeister, Malermeister und Fleischermeister – eine Erlebnistour

9. April 2015

„Wer eine Reise macht, hat etwas zu berichten!“ – ein uralter Spruch, der aber immer noch zutrifft. Ich war mit meiner Tochter Elisabeth zu Vorstellungsgesprächen nach Münster/Westf. und nach Freiburg. So einen Kurztrip versuche ich immer möglichst sinnvoll zu nutzen. Gute Freunde, die ich nur aus dem Netz kenne, sollten ein Gesicht bekommen. So war mein erster Besuch beim Freiburger Goldschmied Dieter und Monika Lechler. Sie sind Inhaber der Goldschmiede Solitaire Lechler. Wir haben uns über verschiedene Blogs vor ca.7 Jahren kennen gelernt, aber nie persönlich getroffen. Für mich ist es immer spannend, wenn nach so langer und vertrauter Zusammenarbeit „plötzlich“ ein realer Mensch vor einem steht. Man kennt sich gut und hat Vorstellungen, wie die Person wirklich ist. Für mich sind solche Begegnungen immer sehr spannend. Wer sich aber authentisch im Netz bewegt, gewinnt hier schnell tolle Freunde. Ich war früh im Geschäft und wurde von Mitarbeitern herzlich begrüßt. „Herr und Frau Lechler kommen sofort! Möchten Sie einen Kaffee? Darf ich Ihre Jacke abnehmen?“ Dann betraten sie den Laden und sofort war eine vertraute Herzlichkeit zu spüren. Ich hatte das Gefühl, als ob wir uns schon ein Leben lang kennen und ich nur kurz außer Haus war. Die Gespräche waren sehr angenehm und vertraut. Mir wurde sogar gezeigt, wie man einen Goldring auf einem „Messerstahl“ aufzieht und mit dem Hammer treibt… (ist das Laienhaft erklärt…? :-) )

Foto: für mich ungwohnte Arbeit – Meine Ringe sind in Wurstform… :-)

Kurz vor Mittag bin ich dann zu meinem Freiburger Kollegenpaar Jürgen und Angela Pum gefahren. Auch wir kannten uns nicht persönlich, sondern nur über Facebook und Mailkontakte. Ich war schon etwas nervös, bevor ich die Metzgerei betrat. Erkenne ich „Angi und Jürgen“ sofort? Den ganzen Beitrag lesen »

Sonntagssuppe – ein Ostergruß der besonderen Art

3. April 2015

Foto: Eine Aufnahme mit dem Handy von der Sonntagssuppe

Wie jeden Samstag kochen wir auch am Karsamstag unsere „Sonntagssuppe“. Die Suppe wird mit viel Gemüse, Eierstich, Zwiebackklöße (handgedreht), magerem Rindfleisch und Nudeln gekocht. Wir benötigen für einen Topf Sonntagssuppe übrigens über 150 Eier! Viele unserer Kunden bestellen die Suppe vor, damit auch die gewünschte Menge noch vorhanden ist. Andere Kunden kommen ganz spontan, um die Suppe zu holen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Sonntags wird in den Familien gerne spät gefrühstückt, so dass ein Mittagessen nicht so üppig ausfallen muss. Die Suppe bietet hier eine perfekte Alternative. Andere Kunden gehen am Samstagabend feiern und möchten am Sonntag mit einer heißen Suppe die müden Geister wecken. Eine dritte Gruppe holt sich die Suppe zu Vorbeugung gegen einen grippalen Infekt… All das erzählen uns Kunden, die mit Begeisterung sogar aus Nachbarstädten zu uns kommen um die Suppe zu holen.

Zum Osterfest kochen wir sogar etwas mehr Suppe. Grund dafür ist, dass man so eine Suppe auch perfekt als „Ostergruß“ einsetzen kann. Schenken Sie einem lieben Menschen in der Nachbarschaft, Mitarbeiter, Kindermädchen, Schwiegereltern oder Familienmitglieder die Sonntagssuppe verbunden mit dem Gruß: „Frohe Ostern! Sende Dir einen leckeren Gruß. Die Eier findest Du im Eierstich…!“
Zwischen 10:00 Uhr und 22:00 Uhr kann die Suppe abgeholt werden. Ich freue mich schon jetzt auf eine heiße Tasse Suppe!

Rezept: Lammkeule in einer Salzkruste – So gut schmeckt Ostern!

1. April 2015


Nicht nur zur Osterzeit schmeckt Lammfleisch gut. Ich persönlich bin ein großer Lammfleisch-Fan und mag das besondere Fleisch in allen Variationen.
Logisch also, dass ich Ihnen ein Rezept vorstellen möchte: „Lammkeule in Salzkruste“.

Dazu habe ich eine Lammkeule ohne Knochen genommen (gerne auch Lammfleisch aus der Region) Das Fleisch habe ich kräftig mit Pfeffer gewürzt und mit einer geriebenen Knoblauchzehe. Anschließend habe ich grobes Meersalz mit Eiklar vermischt (ok. – Im Video hat es nicht so gut geklappt. Aber mit einer PET-Flasche geht das ganz gut! [obwohl das bei uns soooo keiner macht]. Sie können auch ganz herkömmlich die Eier trennen!)

Aus dem Eiweiß und dem Meersalz eine Mischung herstellen und darin die Lammkeule einpacken und kräftig andrücken. Das Fleisch darf nicht mehr sichtbar sein! Die Keule in einer Auflaufform bei 190°C knapp 2 Stunden braten (Heißluft). Die heiße Schale aus den Ofen nehmen und etwa 15 Minuten ruhen lassen. Mit einem Hammer die Salzkruste zerschlagen und das Fleisch servierfertig anrichten. Dazu passen gut Rosmarinkartoffeln, Ratatouillegemüse und ein kräftiger Rotwein. Ich wünsche ein gutes Gelingen. Rufen Sie später laut durch die Wohnung. „Essen kommen!“

Das Rezept: Lammschulter im Bratschlauch

30. März 2015

Foto: Die Lammschulter im Bratschlauch

Osterzeit ist Lammfleischzeit. Dabei muss es nicht immer die Keule oder der Rücken sein. Die preiswerte Lammschulter ist mein Geheimtipp und sehr leicht zu machen. Lecker, schnell und praktisch– Ostern kann so praktisch sein! (und der Ofen bleicht auch noch sauber!)

Ich möchte Sie zu einer Lammschulter im Bratschlauch mit viel Gemüse animieren.
Dazu nehmen Sie eine frische Lammschulter (ca. 1,0 – 1,2 kg) würzen Sie mit Salz, Pfeffer, Knoblauch und Kräuter der Provence. Den Bratschlauch von einer Seite fest zubinden, die Lammschulter in den Beutel legen. Füllen Sie nun geputztes Gemüse in den Beutel, wie Porree, Zwiebeln, Möhren und einen Zweig frischen Rosmarin. Die zweite Seite gut verschließen.
Das ganze legen Sie in den vorgeheizten Backofen. Garzeit: 1,5 Stunden bei 180°C –  fertig. Aus dem Backofen nehmen und 15 Minuten ruhen lassen.
Als Beilage empfehlen wir, Rosmariekartoffeln, Speckböhnchen, Feldsalat mit Pfifferlingen und einen schönen Rotwein. Frohe Ostern!

Linda Spree hält uns seit 20 Jahren die Treue!

25. März 2015

Foto: Linda stellt bei uns seit 20 Jahren alle Salate her

Als Lind Spree bei uns anfing, hat sie unsere Kinder noch zum Kindergarten gebracht. Heute ist sie 20 Jahre bei uns im Unternehmen. Sie ist unsere Salatmamsell und beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit der Herstellung aller Salate. Wir kaufen keine fertigen Salate zu, sondern stellen alle Salate selber her. Ob Blattsalate, Krautsalat oder Kartoffelsalat, bei Linda ist nicht die Menge entscheidend, sondern die Frische, der Geschmack und gleiche Qualität. Wir haben Linda heute mit einem Präsent überrascht und natürlich über die zurückliegenden Jahre gesprochen und auch gelacht.  Linda: „Es kommt mir so vor, als ob ich gestern erst angefangen bin!“
Danke für Deinen gewissenhaften Einsatz und Deine Treue. Schön, dass wir gemeinsam diese lange Strecke zurückgelegen konnten.

Bin gerne bei Euch

24. März 2015

Foto. Petra bei der Arbeit

Heute kam im Gespräch mit Petra Völz raus, dass sie fast 9  Monate bei uns ist.  Spontan gefragt: „Und? Gefällt es Dir bei uns?“ – Petra: „Ja sehr!“ Sie lächelt… Ihre Augen funkeln. Sie kommt bei unseren Gästen auch gut an und kann gut mit Kunden umgehen. Petra weiter: „Ich mag das Familiäre bei Euch!“ Sie lacht: „Und das gute Arbeitsklima und meine Arbeitskollegen! Ich bin gerne bei Euch!“ Danke Petra! Wir schätzen Dich auch!

Kundenkommunikation auf der CeBit in Hannover

22. März 2015

Foto: von links: Lars Lüder, Prof. Dr. Peter von Mitschke-Collande, Dr.Geetje Lewin, Michaela Scheeg, Ludger Freese, Prof. Dr.-Ing. Thomas Ritz.

Erstmals war ich nun auf der CeBit in Hannover. Die Messe begeisterte mich schon länger – einfach um zu sehen, ob ich hier für unsere Firma etwas mitnehmen kann.
Nun wurde ich als Referent vom eBusiness-Lotse Hannover eingeladen, um am Stand des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie zu sprechen. Prof. Dr. Peter v. Mitschke-Collande von der Uni-Hannover begleitet das Projekt „Mittelstand-Digital“.

Die Key Session lautet: „Kundenkommunikation und Online Handel“. Zum Thema „Handel der Zukunft“ sprach Prof. Dr.-Ing.Thomas Ritz von der FH Aachen. Er zeigte deutlich auf, der Markt sich zukünftig durch 3-D Drucker deutlich verändern wird. An Beispielen aus der Praxis wurde das sehr deutlich.
Als zweiter durfte ich über „Neue Kundensegmente durch Social Media“ sprechen. Nach mir kamen Lars Lüder und Dr.Geertje Lewin von der Fa. Galore Flightcase OHG zu Wort. Ihr Vortrag beschäftigte sich mit „Aufbau und Pflege eines Online Shops“. Auch hier wurde sehr deutlich gezeigt, wie ein Online-Shop aufgebaut und immer weiter leicht ausgebaut werden kann. Gerade für KMU`s ist dieses System leicht umsetzbar.
Am Ende der Vortragsserie sprach Michaela Scheeg, FH Brandenburg über „Interaktiver Handel im ländlichen Raum am Beispiel Pritzwalk“. Sie stellte die Problematik von Pritzwalk vor und wie die Unternehmer die Leerstände in der Stadt (30%!) und schwindender Kaufkraft begegnen. Frau Scheeg ist mit sehr viel Leidenschaft bei der Arbeit, um aus der Region einen „Leuchtturm“ zu machen. Andere Orte orientieren sich schon am Beispiel Pritzwalk. Das ist eine schöne Annerkennung für die geleistete Arbeit.
Die Vorträge wurden gewohnt souverän und gut vorbereitet von Prof. Dr. Mitschke-Collande moderiert. Danke für die Einladung und für einen schönen Messetag in Hannover.

Nach der Vortragsserie durfte ich noch ein kleines Interview für einen neuen TV-Beitrag geben. Das Kamerateam war zufällig auf der Messe und konnte so erste Bilder für den Beitrag einfangen. Der Beitrag wird in unserem Betrieb fortgesetzt. Ich werde berichten.

Woran erkennt man eigentlich gute Qualität?

18. März 2015

Als ich erstmals die neue Lidl-Werbung in einer Zeitungsanzeige gesehen habe (lidl-lohnt-sich.de), war ich sehr erstaunt. Meine ersten Gedanken: „Eine so hochwertige Anzeige passt nicht zum Billiganbieter“ – „Wow, die gehen ja einen ganz anderen Weg“ – „Glaubt der Verbraucher das Versprechen von Lidl?“ – „Passt nicht zu Lidl – aber gut gemacht!“  – „Wie wird der Mitbewerber darauf reagieren?“

Diese Gedanken hatte ich spontan. Scheinbar will das Unternehmen vom Billig-Image weg und mit einer Qualitätsoffensive einen anderen Weg gehen. Ich denke, die EDEKA wird diese Kampagne am meisten treffen. „Gute Qualität erkennt man an der Qualität. – Was ist gut?“ Es wird in den jeweiligen Produktgruppen Fleisch, Kaffee, Schokolade, Obst & Gemüse, Wein und Brot sehr ausführlich erklärt und beschrieben. Es können sogar Fragen gestellt! (Wer beantwortet die eigentlich?)
Für mich ist deutlich zu erkennen, dass es nicht allen Kunden „nur“ ums sparen geht, sondern das hinter jedem Lebensmittel eine Geschichte steckt, die Antworten warten. Artgerechte Tierhaltung, Haltungsbedingungen, Herkunft des Fleisches usw. möchten Kunden beantwortet haben und nicht auf Flyern oder Verpackungsaufklebern. Im Handwerk und den inhabergeführten Lebensmittelherstellern (Bäcker, Fleischer, Landwirte…) wird das „Mittel-zum Leben“ schon jahrzehntelang gelebt und mit viel Tradition und Innovation praktiziert. Da aber diese Gruppen zunehmend aus dem Markt verdrängt werden, entstehen solche Werbekampagnen. Die Ursachen sich vielschichtig, aber die „Preis-ist-geil“-Mentalität hat sicherlich dazu beigetragen. Es geht immer etwas billiger. Darum bin ich überrascht, dass gerade ein Discounter aus der untersten Preisschiene hier seine Produkte aufwerten möchte.

Wie wird er Kunde auf diese Werbung reagieren?  Wird er plötzlich seinen L-Markt hochwertiger sehen? Wird er beim nächsten Lidl-Markt die schlecht gelaunten Mitarbeiter ins Werbelicht der Werbung setzen? Ich bin mir nicht sicher, ob der „Werbefeldzug“ wirklich authentisch ankommt oder als „overdress“ wahrgenommen wird. Bei uns heißt es auf Plattdeutsch: „Wenn ut`n Schiedpott ein Broatpott wät…!“

Ich höre immer sehr genau hin, wenn meine Kunden über Lidl sprechen. Es wird nicht schlecht über die Produkte gesprochen. Wenn ich aber die Stimmen in ein Bild zusammenfasse, fehlt es so einem Konzern einfach an Menschlichkeit, regionaler Bezug im Ort (Stadtteil), Einbindung in die soziale Geflogenheiten der Region (Unterstützung der Verein, Kindergärten, Ehrenpreise, Anzeigen, Kaufmannschaft, Ausbildung, familienfreundliche Arbeitszeiten…) Es steckt kein Gesicht hinter dem Unternehmen.

Ich befürchte, dass eine Diskrepanz zwischen Anspruch & Wirklichkeit die Kampagne mehr Schaden als Erfolg bringen wird.
Wie ist Ihre Meinung zu Lidl? Lohnt sich Lidl wirklich? Welcher Discounter gefällt Ihnen gut?

Das Tierwohl im Blickfeld der Leitbildbetriebe

14. März 2015

Foto: Gruppenaufnahme vor der Metzgerei Dosenbach

Wenn sich Fleischereibetriebe aus Deutschland in Frankreich zu einer Besichtigung treffen, dann muss hier etwas Besonderes geboten werden. Der “Deutsche Fleischerverband” hat zu einem Treffen der „Leitbildbetriebe“ eingeladen. Wir gehören mit unserem Betrieb dieser Gruppe an und ich bin daher dieser Einladung gefolgt.
Die Leitbildbetriebe werden von der „Schweisfurth-Stiftung“ unter der Leitung von Prof. Dr. Franz-Theo Gottwald begleitet. Prof. Dr. Gottwald genießt bundesweit einen einmaligen Ruf in Fragen der Nachhaltigkeit und Ethik für die gesamte Agrar- und Ernährungswirtschaft. Unser Treffen stand unter dem Top-Thema: Tierwohl. Hier hat das Fleischerhandwerk schon immer die Nähe zum Landwirt und zum Verbraucher gesucht. Durch die Industrialisierung der Landwirtschaft entfernt man sich jedoch immer mehr vom Verbraucher. Die Politik macht gesellschaftlich Stimmung auf die Produzenten – der Druck im Kessel steigt auf allen Seiten! Auf die berechtigten Fragen der Verbraucher müssen wir Antworten finden und diese auch kommunizieren.
Foto: Blick in den Stall mit Küken

Mit dieser Richtung war das Treffen in Frankreich angelegt. Den ganzen Beitrag lesen »

Am Abend wird “gebeeft”…

10. März 2015

Foto: Die Hitze kommt von oben! 800°C – aber nur kurz….

Beefen macht Spaß! Heute eine Gruppe mit Entrecotè aus dem Beefer zu Gast gehabt. Die Steaks werden bei +800°C gegrillt. Das Fleisch wird mit hausgemachtem Meersalz und Pfeffer gewürzt. Dazu gibt es ofenfrisches Brot, Salat und Butter mit vielen Kräutern. Ein Fest für den Gaumen und alles Sinne. Für Fleischliebhaber eine toller Event, den wir auf Anmeldung anbieten.

Foto: So sehen die 600g Entrecotè-Steaks fertig gegrillt aus.