Fleischerei Freese…guten Tag…

28. Juli 2010

Das Telefon kann Segen oder auch Fluch sein. Heute habe ich einfach einmal eine „Strichliste“ geführt, um die Anrufe zu zählen. Es war kein besonders hektischer Tag, sondern ein ganz normaler Mittwoch. Zwischen 8 Uhr und 14 Uhr gingen über 80 Anrufe ein. Das mag nicht besonders viel sein, aber wenn man z.B. mitten in einem Angebot steckt, ist man gedanklich wieder heraus. Kunden am Telefon sind uns besonders wichtig. Sie bringen uns Aufträge, Umsätze und neue Kunden. Die heutigen  Anrufe waren von der Buffetbestellung, Eintopfabfrage, Auftragsabfrage, Fleischlieferanten, Bestellungen für Restaurant, Besuchsankündigung vom Gewürzlieferanten, Anfragen einer Zeitschrift und natürlich Anrufe wegen unsere “Kreditkartenmailing“.
Die meisten Anrufe werden im Büro von der sympathischen Stimme Doreen Metzler entgegen genommen. Wenn aber die Hauptleitung besetzt ist, (es kommen oft vier Anrufe gleichzeitig) kann natürlich auch das Verkaufspersonal die Wünsche entgegen nehmen. Ist jemand nicht „greifbar“ wir immer ein Rückruf angeboten. So ist unser Telefon tatsächlich ein unglaublich wichtiges Instrument. Es kommen ja auch noch Mails, Faxe, Briefe und echte lebhafte (!) Kunden, die uns ihre Wünsche persönlich mitteilen! (Fällt mir gerade ein wie es wäre, wenn eine Computerstimme unsere Kunden begrüßt: “Wünsche Sie ein Buffet sagen Sie laut: drei. Möchten Sie eine Bestellung im Restaurant Essideen aufgeben, sagen Sie laut: vier…ich habe Sie nicht verstanden… :-) )

Leben im Überfluss

27. Juli 2010

Vor einigen Tagen bin ich per Zufall bei YouTube auf das Video gestoßen. Es zeigt sehr schön wie ein Fuchs auf Nahrungssuche ist. Mein spontaner Gedanke: Wie einfach haben wir Menschen es mit der Nahrung. Wir gehen Essen und können zwischen Qualitäten, Zeiten, Geschmack, Ort, Menge, Preis, Auswahl, Jahreszeit, aus aller Welt, Aktionen, Marken, Glaubensfragen, Ethik, und Gesundheit wählen. Wie schön, dass wir so eine sichere und logistisch tolle Einrichtung geschaffen haben, die es uns ermöglicht, diese Auswahl zu treffen. Ein schlauer Fuchs muss suchen – wir Menschen [zumindest in unseren Breitengraden] können im totalen Überfluss auswählen. Sind wir uns dessen immer bewusst?

Saftkur

26. Juli 2010

Wer sich ein wenig im Netz tummelt kennt Sie, wer Blogs besucht kennt Sie, wer bei Twitter und auf Facebook aktiv ist kennt Sie, wer gerne Saft trinkt (sollte) Sie kennen und wer bei uns im Geschäft war, kennt Sie auch [Saftboxen, Saftproben]: Kirstin Walther alias die Safttante, Chefin der Kelterei Walther in Arnsdorf bei Dresden. Warum stelle ich Kirstin hier auf „Essen kommen!“ vor? Die Kelterei hat eine neue Webpräsenz und dabei die ganze Bandbreite des Social Media (Blog, Twitter, Facebbok, Saftkanal, etc.) mit der Firma vernetzt. Die sympathische Unternehmerin stellt die Seite persönlich vor. So bekommt der Saft ein Gesicht, denn hier arbeiten Menschen mit viel Einsatz und „Know how“.
Wir arbeiten schon einige Jahre mit den „saftigen Fruchtpressern“ zusammen. Daraus sind nicht nur neue Produkte (Salami mit Aronia, Schinkensülze mit Aroniasaft, Lammkotelett in Aronaisoße, usw.) entstanden, sondern auch viele Bekanntschaften, Freundschaften und Besuche.
Herzlichen Glückwunsch, liebe Kirstin. Die „Saftkur“ hat sich gelohnt – ich wünsche Dir und Deiner Mannschaft viel Erfolg und immer eine handbreite Saft in den Tanks.

Ohne Moos nichts los

23. Juli 2010

  Foto: Online gibt es keine Wurst per Krditkarte mehr.

Seit dem 11. April 2009 ist unser Online Shop „MyBratwurst“ online. Darin kann man viele leckere Sachen zum Grünkohl, Konserven, Gerichte und Bratwurst mit einem persönlichen Etikett bestellen. Im Relauch des Shops haben wir erstmals eine Kreditkartenzahlung als mögliche Zahlungsart angeboten. Mir war es wichtig, dass meine Onlinekunden wie im „normalen“ Geschäft einfach und bequem einkaufen können. Darum haben wir uns für diesen weiteren Zahlungsmodus entschieden.

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Ins rechte Licht gerückt

22. Juli 2010

Auf diesen Fototisch war ich echt scharf! Das Gerät habe ich vor einigen Jahren (!) bei meinem Bruder (Geschäftsführer) in der Firma gesehen. Der Tisch stand plötzlich zum Verkauf und da war ich ganz schnell geworden. Der Aufnahmetisch ist sehr gut gebaut und echt nützlich. Meinen bisherigen Aufnahmetisch habe ich „versehendlich“ bei eBay ersteigert.

  Foto: Dieser Aufnahmetisch steht nun in meinem “Aufnahme-Foto-Zimmer”

Jetzt steht das gute Teil bei mir und die Kollegen aus dem Frankenländle müssen sehr tapfer sein. Ich habe zum „Test“ eine Aufnahme von unserer „Frankenschmaus“ gemacht – die wir sogar sehr gut verkaufen. Also liebe  Franken, die erste Aufnahme auf diesem Tisch gehört Euch! Der neue Aufnahmetisch ist nicht so groß wie der Alte, aber technisch ist er um klassen besser. Daher dürfen sich alle Blogbesucher auf weiter tolle Fotos von leckeren Speisen freuen, denn das Blog heißt ja: „Essen kommen!“ (…und für den 1. Eindruck gibt es keine 2.Chance! :-) )

  Foto: Die Frankenschmaus verkaufen wir im Oldenburger Münsterland

Eine coole Zeit

21. Juli 2010

  Foto: Diese schöne Karte aus Mirow erreichte uns…

Die Kath. Kirchengemeinde St.Vitus in Visbek fährt jedes Jahr ins Ferienlager mit den Jungendlichen. Es fahren die Messdiener (Jungs) in der ersten Woche und die Mädchengruppen in der zweiten Woche. Die Einrichtung ist sehr ehrenhaft und wir unterstützen diese Aktion mit echten Sonderpreisen für die Ware, die in dieses Lager mitgenommen wird. In diesem Jahr waren die Gruppen in Mirow.
Es gab jedoch erhebliche Probleme im Vorfeld der Fahrt. Die Kühlanhänger wurden kurzfristig abgesagt, so dass die 150-köpfige Gruppe keine Möglichkeit hatte, die Lebensmittel von Visbek nach Mäc Pomm zu fahren. (und das bei +35°C!!!) Damit für die Teenies und die Kochfrauen etwas weniger Stress entsteht, haben wir ganz spontan unseren Kühltransporter für diese Aktion frei gestellt. Am Sonntagmorgen um 6:00 Uhr wurden einigen hundert Kilo Lebensmittel in den Wagen verladen. (von der Kartoffeln bis zum Quark). Die Truppe hatte scheinbar eine tolle Woche mit herrlichem Wetter im schönen Mriow. Eine Postkarte aus diesem Lager wurde geschickt. Wir haben uns über diese nette Geste sehr gefreut und werden im neuen Jahr unseren Kühlwagen gerne wieder frei machen.

Gemeinsam eine Lösung erarbeitet

21. Juli 2010

  Foto: Die unterschiedlichen Schneidebretter werden von 7:30 – 12 Uhr (weiß) und bis 18 Uhr (rot) benutzt.

Schon seit über10 Jahren arbeiten wir in unserem Betrieb aktiv mit HACCP. Wir schulen jährlich unsere Mitarbeiter, führen Prüfungen durch, nehmen mikrobiologische Proben (Abklatschproben) von Geräten und Maschinen, dokumentieren unsere Reinigung und viele weitere betriebsinterne Aktivitäten. Das ganze Programm wird von der staatlich geprüften Lebensmittelmittelkontrolleurin Claudia Timm begleitet und kontrolliert.
Beim letzten Hygiene-Audit (Bericht Juni 2010) stellte sich heraus, dass die Schneidebretter auf der Ladentheke einen etwas zu hohen Keimwert hatten. In der Mitarbeiterbesprechung haben wir nun gemeinsam überlegt, wie wir dieses Problem in den Griff bekommen. Da der Laden von 7:30 – 18 Uhr durchgehend geöffnet ist, kann eine Reinigung (Desinfektion) in der Mittagsstunde nicht stattfinden. Die abendliche Reinigung in der Spülmaschine ist zeitlich zu weit weg. Unser Ergebnis war, dass wir eine komplette zweite Garnitur Schneidebretter kaufen, die wir gegen 12 Uhr tauschen. Die gebrauchten Bretter werden gereinigt und desinfiziert. Die neuen Bretter haben eine andere Farbe (rot), wie die anderen Schneidebretter (weiß). So kann eine Verwechselung nicht stattfinden: Vormittags weiß, nachmittags rot!
Wir wollen unseren Kunden durch diese Maßnahme noch mehr Sicherheit und Hygiene bieten.
Das Analyseergebnis der anderen Proben war übrigens perfekt und ohne Beanstandung. Gut dass wir eine freiwillige Selbstkontrolle haben, denn nur so konnten wir diesen Fehler abschalten.

Wer fliegt nach Neuseeland?

19. Juli 2010

Foto: Lammlachs mit einer hausgemachten Bernaise-Sauce 

Das ich sehr gerne Lammfleisch esse, habe ich schon mehrfach erwähnt. (wenn wir essen gehen, bevorzugen ich aber auch gerne Fisch)
Auch am Grillbuffets und bei unseren Grillspezialitäten steht Lammfleisch hoch im Kurs. Jetzt hat mich Bettina Göttsche – die bei uns schon einmal einen Film über Mockturtle gedreht hat – darauf aufmerksam gemacht, dass die Webseite von Neuseeland-Lamm ein tolles Gewinnspiel ausgeschrieben ist. (Ich habe darüber schon auf Facebook und Twitter geschrieben) Es gibt eine Reise nach Neuseeland zu gewinnen!

Auf der Webseite heißt es:
Zeigen Sie uns, wie Sie Ihr leckerstes Rezept mit neuseeländischem Lammfleisch zubereiten und gewinnen Sie mit etwas Glück eine Flugreise in die Heimat des Feinschmecker-Lammfleisches: nach Neuseeland. Drehen Sie los! Einfaches Rezept oder ausgefeiltes Menü, Show oder Party, Kochtipp oder Spaßfilm – das beliebteste Video gewinnt!

Ich habe mich mit einem Video und einem meiner Lieblingsrezepte (Lammkeule auf Heu) [Koch & Show] dort beworben. Da meine Konkurrenten schon gestartet sind und einige Punkte erreicht haben, muss ich mit einem Start aus der „5.Reihe“ das Feld von hinten aufholen. Also bewerten Sie ihr Lieblingsrezept (muss ja nicht aus dem Hause Freese stammen) und sorgen Sie dafür, dass die Person ins Heimatland der Lammfleisches fliegt. Liebe Lämmer in Neuseeland – der Freese kommt! :-)

Der 1000. Blogbeitrag auf “Essen kommen!”

15. Juli 2010

  Foto: Ulla Kolhoff bedient bei uns die Füllmaschine

Heute schreibe ich meinen „Jubiläumsbeitrag“ auf diesem Blog! Ich veröffentliche hier den 1000. Blogbeitrag. Eine lange Zeit, die gebunden ein dickes Buch „The Story of the Butcher Freese“ heißen könnte. :-)  Genau 5651 Kommentare zeigen, dass sich im Blog „Essen kommen!“ viele Gäste am Tisch versammeln. Danke dafür!!!

Foto:  Ulla füllt das Gemüse in den Kutter.

Zu meinem heutigen Thema. Eine Kundin hat vegetarische Bratwurst bestellt, die ich schon lange nicht mehr hergestellt hatte. Also haben wir heute die Bratwurst aus Broccoli, Blumenkohl, Zwiebeln, Paprika, Erbsen, Möhren und einer Gemüsebrühe hergestellt. Dazu habe ich das Gemüse gedämpft und gekühlt in den Kutter unter Zugabe eines Quellmittels (aus Grünkern, Sojaeiweiß, Weizenpaniermehl, pflanzliche Öle, Zucker,…) zu einem Brät hergestellt. Das Brät habe ich in einem Kunstdarm gefüllt und gebrüht, wie z.B. es bei einer Currybratwurst üblich ist. Die fertige Gemüsebratwurst habe ich heute testen lassen.
Mein persönliches Ergebnis der Verköstigung: Ich mag sie nicht! Jetzt werden viele denken: „Warum macht der Freese denn so eine Wurst?“ – oder – „Typisch Fleischer! Denen schmeckt nur Fleischiges…!“  Mir ging es um die Erfüllung eines Kundenwunsches, dem ich gerne nachkomme. Fleisch ist mein Gemüse – ich mag gerne Gemüse, Salate und Vegetarisches, aber diese Wurst trifft eben nicht meinen Geschmack. (Das esse ich lieber Gemüse in der klassischen Form) Da ich fast nur Produkte verkaufe, dich ich auch mag, werde ich die Gemüsebratwurst nicht als meinen „Sommerhit“ küren…

Eintopf war nicht der Hit

14. Juli 2010

   Foto: Einopf mit “Antennen” zum Kühlen

Bei so einem heißen Wetter wie heute, gehört Eintopf nicht zu den „Lieblingsgerichten“ der Visbeker. Wir haben uns heuten jedenfalls kräftig verkalkuliert und haben etwa 50 Liter Schnippelbohneneintopf übrig behalten. Scheinbar sind viele unserer Kunden im Urlaub, im Schwimmbad oder bevorzugen leichte Kost. Es ist jedenfalls nicht so gelaufen, wie ich es erwartet habe.

Im Kühlraum sah in heute Nachmittag, wie wir den Eintopf kühlen. Das möchte ich meinen Bloglesern gerne vorstellen. Viele kennen das, das eine Suppe oder Eintopf „kippt“ und sauer wird. Was passiert mit der Suppe? Die Suppe erstickt schlicht und kühlt nicht schnell genug zum Kern herunter.
Abhilfe schaffen „Kühlantennen“. Stellen Sie in ihren (egal wie großen) Topf einfach ein paar Metallteile rein, damit die Hitze aus dem Kern, an diesen „Antennen“ die Temperatur abgeben können. Rühren sie auf keinen Fall den Eintopf oder die Suppe um, weil Sie so Sauerstoff in die Suppe schlagen und diese dadurch garantiert schlecht wird.
Einfach Tipps, die aber sehr wirklich sehr natürlich sein können.