Happy Hour

5. Februar 2010

Am Samstag bieten wir für unsere Kunden erstmals eine neue Aktion an: Happy Hour. Solche „glücklichen Stunden“ sieht man in der Gastronomie öfter – wir starten damit jedoch in der Fleischerei. Kunden die bis 9 Uhr morgens einkaufen, erhalten einen zehnprozentigen „Frühaufsteher-Rabatt“.  Wie das angenommen wird, kann ich jetzt noch nicht abschätzen. Ich habe einige Gründe, diese Aktion zu testen.
Erstens möchte ich den frühen Kunden einfach belohnen, weil das oft sehr treue Kunden sind. Zweitens versuche ich natürlich auch neue Kunden zu gewinnen. Drittens möchte ich den Samstag etwas zu entzerren, weil es um die Mittagszeit immer sehr voll ich. Viertens hat sich das Einkaufsverhalten am Samstag durch die langen Öffnungszeiten der Discounter erheblich nach hinten verlagert.
Eine Gefahr könnte sein, dass ein Kunde der um 9:25 Uhr seinen Sonntagsbraten holt, auch gerne in den Rabattgenuss kommen möchte und darum etwas verärgert ist. Für diesen Fall stellen wir den nächsten Aktionstermin vor.
Bin mal gespannt, wie die „glückliche Stunde“ angenommen wird.

Ursachenforschung

4. Februar 2010

Foto: So dürfen leckere Wiener bei uns nicht aussehen…

Wiener Würstchen sind bei uns eine sehr starker und erfolgreicher Artikel. Viele Kunden kommen speziell wegen dieser Wurst zu uns. Nun hatten wir seit einigen Wochen „Probleme“ mit dem „Outfit“ der Knackigen Wiener. Schon wenige Stunden nach der Herstellung sah die Wurst „schrumpelig“ aus. Die Haut war eingefallen wie die Haut eines Nashorns. Der Kunde sagte zurecht beim Kauf: „Habt ihr auch frische Wiener…?“
Wir gingen also auf Ursachenforschung, warum die Wurst so zusammen fiel. Zunächst gab ich der Produktion die Schuld, weil ich dachte, die Rezeptur würde nicht eingehalten… Das war jedoch falsch, denn es wurde sehr gewissenhaft gearbeitet. Als Nächstes habe ich die Kuttermesser gegen neue schärfere Messer gewechselt. Auch hier war meine Vermutung, dass durch die alten Messer der Eiweißaufschluss nicht perfekt war. Der Erfolg stellte sich jedoch nicht ein – die Wurst blieb schrumpelig und nicht verkaufbar. (Später habe ich weitere neue Messersatz eingebaut, weil ich im Glauben war, die Messer waren schlecht geschärft…)
Auch dieser Versuch war nicht erfolgreich.
Als weiteren Schritt habe ich die Düsen der Dusche entkalkt. (Wiener werden nach dem Brühen kalt geduscht, damit sie schnell herunterkühlen und die Haut glatt bleibt) Auch dieser Schritt erwies sich als Sackgasse. Ich konnte keinen Erfolg verzeichnen. So langsam stellte sich Ratlosigkeit ein.

In der Rauch- und Kochanlage durchlaufen die Wiener einen automatischen Herstellungsprozess. (Trocknen, Temperaturüberwachung, Räuchern, Feuchtigkeit, Kochen, usw.) In meiner Not habe ich nun den Kundendienst der Anlage angerufen und nach einem möglichen Fehler gefragt…
Hier wurde ich nun fündig!!! Die Wurst ist beim Brühen in der Anlage „vertrocknet!“  Ursache war die mangelnde Dichte vom Wasserdampf während des Brühvorganges… Den Fehler konnte ich selbstständig beheben, indem ich eine Stellschraube eine Umdrehung weiter stellte – fertig. Nun ist alles wieder perfekt. Kleine Ursache, die einige Wochen Kraft und Energie gekostet haben.

Kaffee und Kuchen, statt Fleisch und Wurst

1. Februar 2010

Oft sind es die unspektakulären Dinge, die Begeisterung hervorrufen. So waren wir mit gefühlten 87,2 % der Mitarbeiter am Sonntag in einem feinen Bauerncafe. Bei sehr leckerem Kuchen und Kaffee wurde viel „geklönt & geschnackt“. Da einige locker zwei Stücke Kuchen verdrückt haben (inkl. Chef) war eigentlich der Heimweg auf „Schusters Rappen“ angedacht. Die Witterung hat uns da jedoch einen kleinen Strich durch die Rechnung gemacht. Ich bedanke mich bei allen die dabei waren. Die verhindert waren werden bestimmt bei nächster Gelegenheit mit dabei sein. Hat jemand eine Idee, was wir machen könnten…?

Dear Guest…

31. Januar 2010

  Foto: Die Auswertungen werden täglich beobachtet…

Stelle hier einfach einmal einen aktuellen Screenshot von unseren Webbesuchern ins Blog. Die Besucherzahlen aus dem Januar 2010 werden bei kapp 70.000 Besuchern ankommen. Das ist gegenüber dem Vorjahr eine kleine Steigerung. Die Besucherzahlen ergeben sich aus allen unseren Webseiten im Netz. (Kohlpinkel.de, mybratwurst.de, world-wide-wurst.de und das Blog)
Intern sagen wir oft, wenn jeder Besucher nur 50 Cent überweisen würde, dann würden wir sehr hartnäckig an die 100.000er Marke arbeiten… :-)
Ich danke allen Besuchern! “Kiek moal woller rin!”  :-)

Vollmond-Buffet

30. Januar 2010

Foto: Winter und Vollmond passen gut zusammen.

Auch wenn es bei der Auslieferung von Buffets oft hektisch ist – es bleibt auch noch Zeit für die Natur. Heute Abend fuhr ich in Richtung Goldenstedt. Der Mond strahlte über eine große Ackerfläche. Auf der 2. Tour hatte ich dann Stativ und Kamera an Bord und habe ein paar Aufnahmen von der „Vollmondlandschaft“ gemacht. Vielleicht ein wenig egoistisch, weil die anderen noch voll am arbeiten waren, aber das war mir der Moment wert.

Foto: Dieses Bild habe ich mit “Foto Sketcher” bearbeitet.

Der Schilderwald hilft

30. Januar 2010

Foto: Der Zaun wirkt wie eine Mauer…

„Der Freese hat geschlossen, weil die ja umbauen…!“ Solche Sätze erzählt man sich beim Friseur. Dabei haben wir in jeder Zeitungsanzeige nicht nur ein aggressives Angebot, sondern auch den Hinweis auf die Öffnungszeiten. Ein Bauzaun direkt vor dem Laden fördert nicht den Umsatz an. Ich beobachte auch, dass einige Kunden vor dem Zaun stehen und den Eingang nicht finden. Darum habe ich große Schilder anfertigen lassen mit den Hinweisen: „Eingang hier“ – „Eingang –>”  und „Geöffnet“. Das hilft den Kunden sehr. Auch einige, die im Auto vorbei fahren, halten nun an und denken wohlmöglich: „Ah, der Freese hat doch geöffnet!“ Ohne Schilder geht es scheinbar nicht… Nur unsere Onlinekunden merken nichts davon… :-)

Achtung. Auf Gleis 1 ist soeben eingelaufen…

28. Januar 2010

  Foto: Der “Bahnhof” ist wieder gut gefüllt.

An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Fahrgästen (Onlinekunden) bedanken, die es so lange ohne Grünkohl ausgehalten haben. Zahlreiche Bestellungen musste ich auf das „Wartegleis“ stellen, weil keine Gläser vorhanden waren. Wir konnten schlicht die „Grünkohlfahrt“ nicht machen, weil irgendein „Schaffner“ es vergessen hat, mir eine Nachricht zu geben, dass der letzte Zug (Gläser sind alle) abgefahren ist.
Im Wagon (Laden) waren auch alle Gläser mit dem roten Gummiring vom Bahnsteig verschwunden. Neue Fahrgäste (Gläser) nicht hergestellt werden, weil unser Glaslieferant auch auf dem „Abstellgleis“ stand (unsere Glassorte war vorübergehend ausverkauft)…

“Bahnvorstand” Ludger Freese hat alle Signale übersehen – es gab keine neuen Gläser.
Heute nun kam nun endlich ein Express, beladen mit einigen Paletten leerer Gläser bei uns an. Die „Lok“ lief gleich unseren Rangierbahnhof an. Schnell wurde entladen. Im Speisewagen war alles vorbereitet: Grünkohl und Pinkel standen auf dem Tisch. Die Glaskonserven wurden verschlossen und das Signal der Einkochung ertönte kurz darauf. Der Schnellzug (Druckschnellkochkessel) setze sich in Bewegung. 36 Fahrgäste (Gläser) waren im ersten Abteil und erlebten eine atemberaubende Fahrt bei +106°C. Nach nur 80 Minuten waren sie am Ziel. (Der Nachtzug ist übrigens gleich mit der nächsten Charge gestartet…)

Die Abkühlung nach der Fahrt für alle Gläser eine wahre Freude. Die Mitarbeiter in der Abfertigungshalle hatten schon neue Adressaufkleber (Etiketten) ausgedruckt. Im Logistikzentrum der DB (dicker Bauch) wurden diese Aufkleber der Ware zugeordnet und für die Reise in die Republik hübsch gemacht. Am Freitag ist dann das große Packen: Das Grünkohl-Sonderticket (GoGreen) wird viel Arbeit bereiten. Wir wissen aber, dass sich die Reise lohnt – Geschmack kommt immer an. 
Bald werden alle Ampeln auf rot stehen, wenn der Freese-Grünkohlexpress durch die Lande rauscht. Im Speisenwagen heißt es dann sicherlich: „Essen kommen! – Wir servieren Grünkohl mit Pinkel der 1. Klasse…!“

Werbebotschaften auch bei 135 km/h

27. Januar 2010

Foto: Der “Neue” mit einer frischen Werbebotschaft.

Heute ist nun endlich das neue Auto mit dem „Freese-Logo“ fertig gestellt worden. Damit hat das Auto „Verantwortung“ bekommen. Konnten wir vorher noch im jungfräulichem weiß durch die Straßen fahren, steht nun in großen Lettern der Name auf dem Fahrzeug. Vorher „durfte“ man das Grüßen schon mal „vergessen“ – jetzt erkennt jeder: „Das ist doch der Freese!“ Man kann sich das kaum vorstellen, aber wer bekannt wie ein bunter Vogel ist, der kennt fast jedes Auto/Kunde/Visbeker im Ort und grüßt natürlich auch.

Freese im Netz! Mit diesem Aufhänger machen wir auf unsere Webaktivitäten aufmerksam. Dazu haben wir (fast) alle Adressen auf die Haube des Auslieferungsfahrzeuges kleben lassen. Von der World-Wide-Wurst- bis zum Twitter wird nun Werbung gefahren. Bin schon ganz gespannt, auf die ersten Kommentare meiner Kunden. [...„Stellt ihr auch noch Wurst her, oder sitzt ihr nur noch am Computer...? :-) ...]

Unglaublich, aber wahr!

26. Januar 2010

Seit einigen Jahren bin ich Mitglied im Düsseldorfer Business-Club “Innovativ-in”. Dort treffen sich sehr viele kreative, innovative und quer denkende Menschen. die sich durch „Geben und Nehmen“ vernetzen und austauschen.  Die sympathische Elita Wiegand leitet der Club der Wertschöpfer und Querdenker. Damit bin ich schon mitten im Thema: Das Wort „Querdenker“ ist als Marke geschützt und darf nicht mehr benutzt werden. Nach einigen Jahren darf dieses Wort aus dem Duden nicht mehr verwendet werden. Ich finde das mehr als lächerlich, dass das DPMA solche Dinge zulässt und genehmigt. Für Anwälte ein tolles Zubrot, für Betroffene eine lähmendes und belastendes Ärgernis. Elita hat in Ihrem Blog das ganze sehr anschaulich erklärt – unglaublich, aber wahr!
Foto von Rainer Prüm: Treffen mit Elita Wiegand in Düsseldorf.

Essen kommen – auch in der Nacht?

26. Januar 2010

Sollten wir etwa 24 Stunden öffnen? Die Frage könnte man sich stellen, wenn ich den Schaden an der Eingangsladentür heute Morgen sehe. Der Einbrecher hatte scheinbar mächtig Hunger und wollte mit aller Gewalt an leckere Wurst kommen. Es blieb beim Versuch, die Tür wurde nicht geknackt. Der Sachschaden ist immer nur ärgerlich, auch wenn die Tür in den nächsten Wochen ausgebaut wird. Die Aluprofile wurden komplett durchschlagen und sind daher sehr scharfkantig. Kinder könnten sich hier verletzen.
Die Polizei hat den Fall aufgenommen. Vielleicht hängen wir in der kommenden Nacht eine „präparierte Wurst“ an den Aussengriff. Könnte sicherlich sehr lustig werden, wenn der Typ morgens schlafend vor der Tür liegt…