Kettenreaktion

25. Januar 2010

Es gibt Dinge, die eine unglaubliche Kettenreaktion hervorrufen. So geschehen in der letzten Nacht…
In unserem hinterm Betriebskeller (unter den Produktionsräumen) haben wir einige Geräte und Maschinen stehen. Verschiedene Kühlmaschinen, Kompressoranlage, Wärmerückgewinnung, Wassertank für heißes Wasser, Tank für kaltes Wasser, Motor für Hochdruckreiniger und die Wasserpumpe. Im Sommer ist es in diesem Raum sehr warm, so dass kräftig gelüftet werden muss. Über Türen und Fenster entsteht hier immer ein „Zwangsbe- und Entlüftung“. Haben wir einen sehr kalten Winter, müssen die Türen verschlossen werden, damit die Wasserleitungen nicht einfrieren. Daher habe ich die Tür mit einem Gummispanngurt fest verschlossen, damit der Ostwind nicht in den Keller fällt.

Letzte Nacht ist nun dieser breite Gummispanngurt gerissen, die Tür stellte sich auf, der kalte Wind kam in den Kellerraum, die Wasserpumpe ist eingefroren, der Pumpenkeilriemen ist dabei gerissen, (Heiß gelaufen, weil die Pumpe eingefroren ist), die Pumpe lief ohne Keilriemen und förderte aber kein Wasser mehr, die Kühlmaschinen hängen am Wasserkreislauf (wegen der Wärmerückgewinnung), die Kühlräume kühlten nicht mehr richtig, die Produktion konnte nicht reinigen… (Das alles wegen eines Spanngurtes)

Wir haben das nicht früher bemerkt, weil wir zwei Wasserkreisläufe im Gebäude haben. Die Pumpe läuft nun wieder und alle anderen Geräte auch. Die automatische Temperaturaufzeichnung im Kühlhaus zeigt keine Abweichung an, so dass kein weiterer Schaden entstanden ist.

Eine echte Kettenreaktion…

Erste Startreihe

23. Januar 2010

Foto: Bald sehen wir gleich aus…

Am kommenden Monat geht nun das neue Fahrzeug zur Beschriftung. Damit ein einheitliches Bild entsteht, wird das neue Auto genauso gestaltet wie die anderen Bullis.
Beim alten Auto ist nach dem Unfall die Motorhaube nicht mehr mit dem „Freese-Logo“ beklebt. Hier sollen in Zukunft alle unsere Webadresse kleben. (World-wide-wurst.de, kohlpinkel.de, Blog: Essen kommen, mybratwurst.de, Twitter…) Wenn wir auf Feierlichkeiten stehen, höre ich von vielen unserer Kunden nur positives über unseren Webauftritt. Daher die gesamte Auflistung auf der Haube. Zielgruppe der Werbebotschaft: Hochzeiten/Empfänge [stehen beim Empfang oft draußen], Veranstaltungen mit Service [Fahrzeug bleibt länge vor Ort], Gäste die rauchen [treffen sich immer vor der Tür und sprechen über die Domainadressen]

Die Fahrzeuge stehen daher immer in der ersten Startreihe…

Buchempfehlung: Best of Fleischer/Metzger Blog

21. Januar 2010

Ich muss ganz ehrlich zugeben, oft ist es mir schon ein wenig peinlich, wie oft ich in den Büchern des Sachbuchautors Hans-Jürgen Schmidt erwähnt werde. Die Branche hat so viele tolle Kollegen, mit vielen innovativen Sachen, sehr fleißigen Handwerkern und einmaligen Produkten.
Hans-Jürgen Schmidt ist auch der Blog-Moderator des Fleischer-Blogs. Logisch, dass ich hier gerne schreibe und auch Artikel verfasse. Es macht mir einfach Spaß, der Branche etwas zu geben. Das neue Sachbuch „Best of Fleischer/Metzger-Blog 2009!“ ist vor einigen Tagen erschienen. Darin wird das ganze Blog-Jahr zusammengefasst und in fundierten Themen zusammengefasst. Der Leser erhält sinnvolle Anregungen zur [möglichen] Krisenüberwindung, innovative Ansätze zur Umsatzsteigerung, kreative praxisgestützte Empfehlungen zur Nachahmung, sowie Erkenntnisse wie der Betrieb Kundenwünsche und Werte zu seinen Gunsten nutzen kann. Im neuen Sachbuch durfte ich an fünf Beiträgen mitarbeiten. Beim Lesen des Buches war ich über die fachlich sehr hochwertigen Beiträge angenehm überrascht. Ich bin mir sicher, dass jeder Betrieb hier etwas finden wird, um das neue Jahr erfolgreich zu begegnen.
Ich wünsche Hans-Jürgen Schmidt viele Kunden, denn das Buch ist für die Branche eine „Pflichtlektüre“.

Blutsuppe – der Eintopf für Genießer

20. Januar 2010


Foto: So sieht sie aus: Blutsuppe mit Pfötchen und Öhrchen


Foto: Feinschmecker wissen, was gut schmeckt…!

Viele Blogger- und Twitterfreunde haben mich gebeten, einmal die „Blutsuppe“ hier im Blog vorzustellen. Der Name ist bestimmt etwas abweisend und ruft bei vielen eine runzelige Stirn hervor, gepaart mit einer krausen Nase: „Was ist das denn…iiih!“
Der regionale Eintopf wird nur in den Wintermonaten angeboten. Vom Ursprung her wurde dieser Eintopf bei der Hausschlachtung auf den Bauernhöfen gekocht. Der heutige Eintopf ist quasi eine Kartoffelsuppe, die mit viel Gemüse, Backpflaumen, Rosinen, und frischem Schweineblut gekocht wird. Dazu gibt es gepökelte Pfötchen, Öhrchen und Schwänzchen.
Da der Eintopf nur noch ganz selten in den Familien gekocht wird, ist der „Run“ auf die Suppe immer sehr groß. Einige Kunden nehmen eine lange Fahrt auf sich, (30 km und mehr) um diese Spezialität zu bekommen. Sie kommen mit ihren Töpfen in den Laden und sagen dann mit freudiger Stimme: „Bitte fünf Portionen mit vielen Pfötchen…!“
Auf dem Foto erkennen Sie drei „Feinschmecker“, die heute wegen der Blutsuppe gekommen sind. Für sie wird der Eintopf zelebriert und mit allen Sinnen gegessen.
Tja – einige Leser werden nun bestimmt denken: „Diese Vampire in Visbek!“ – dabei wird nur etwa 3% Blut für den Eintopf genommen.
Etwas Eintopf ist noch übrig geblieben – so viele Genießer können sich nicht irren: Die Blutsuppe ist wirklich ein Hochgenuss.

Spezialitäten für Berlin

19. Januar 2010


Foto: Sicherheit geht vor – die Beamten sperren Berlin!

Wenn einer eine Reise tut… Gestern war ich nun in Berlin, um eine ganze Ladung frischer Lebensmittel aus dem Oldenburger Münsterland zu liefern. Die heutige Veranstaltung findet im Gästehaus der niedersächsischen Landesvertretung mit über 250 Gästen statt. Rouladen (von Freese) Hähnchenfilet, Schnitzel, Gemüse, Kartoffel, Salate, Rote Grüße, Saucen und Rosche Korn waren an Board des Kühlwagens. Mit dem Koch in der Landesvertretung hatte ich nach kurzer Zeit Minuten schon eine „kräftige Meinungsverschiedenheit“ – so einen unfreundlichen Typen habe ich schon lange nicht mehr getroffen. :-( Egal.

In Berlin war ein Megastau. (Siehe Foto aus meinem Wagen) Die Stadt wurde komplett gesperrt. Gefühlte 100 Sicherheitsfahrzeuge fuhren Richtung Brandenburger Tor – dann kamen die „dicken Brummer“ – Angela Merkel und der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu (mit fünf israelische Minister!) waren zu Besuch. Die Sicherheitsvorkehrungen waren sehr hoch angesetzt, denn ich stand mindestens 30 Minuten auf dem Fleck. Die Zufahrt zur Landesvertretung lag auch noch im Radius des Holocaust-Mahnmals – was die Sache nicht einfacher machte.

Gerne hätte ich Kirstin Walther noch getroffen, die zeitgleich in Berlin war. (Sie ist ohne Sicherheitsvorkehrungen nach Berlin gereist :-) ) Wir hatten jedoch ein unterschiedliches Zeitfenster.

Ich wünsche den Gästen aus meiner Heimat heute Abend einen geselligen Abend. (und den Koch eine dicke Panne!)

Imagepolitur fürs Handwerk

16. Januar 2010

Am vergangenen Donnerstag war ich zu einer Pressekonferenz in einem Oldenburger Kino. Der Hauptgeschäftsführer unserer Kreishandwerkerschaft Dieter Mertens, Ludger Wessels (Kreishandwerksmeister) und Stephanie Tatenhorst (OV, Lokalzeitung) waren dabei, wie erstmals der Werbespot für die neue Imagekampagne präsentiert wurde. Zeitgleich wurden in Deutschland 100 solche Pressegespräche geführt. Das Handwerk hat sich dazu die Berliner Agentur Scholz and Friends als Partner gesucht und einen fünfjährige Werbeplan aufgestellt. (Kosten: jährlich 10 Millionen Euro!)
Der Spot zeigt, wie sich das Leben verändert, wenn das Handwerk plötzlich nicht mehr da wäre. Der Slogan: „Das Handwerk. Die Wirtschaftsmacht von nebenan!“ untermauert den Spot und macht deutlich, wie wir im sozialen Netzwerk eingebunden sind.
Fünf Millionen Handwerker (150 versch. Berufe) sorgen täglich für das Wohl von uns Deutschen. Die geamte Aktion wird mit Aufklebern, Fahnen und vielen anderen Dingen begleitet und an alle Betriebe geschickt.
Durch die Kampagne soll das Ansehen des Handwerks verbessert werden und Jugendlichen eine berufliche Perspektive gegeben werden.

Becken-bauer

15. Januar 2010

UmbauDie groben Stemmarbeiten sind nun vorbei. (obwohl -zwei Wänden werden noch fallen…)
Der Staub und der Lärm waren uns schon erheblich unangenehm und peinlich. Mit etwas Humor, einem lockeren Spruch oder Erklärungen an der Bauzeichnungswand kann man die Kunden schon zufrieden stellen. Danke dafür.

Die Toilette im Restaurant ist nun ganz dem Presslufthammer zum Opfer gefallen. Zeitlich war das ein wenig anders geplant, aber nun blicken wir mutig nach vorne. Ich wollte hier im Blog noch ein „Unikat“ aus vergangenen Tagen vorstellen: ein Brechbecken! (Sie haben richtig gelesen!) In den 70er Jahren war so eine „Errungenschaft“ etwas Einmaliges. Es war eine große Keramikschüssel (ca. 80×80 cm) mit zwei festen Griffen an der Wand und einem großen Wasserhahn zum Spülen. Ich habe so etwas noch in keinem anderen Restaurant gesehen. Ich wollte davon noch ein Foto machen, aber leider waren die Maurer schneller als ich. Warum wurde das nur eingebaut? Und warum nur auf der Männerseite..? Hatte mein Vater früher kein Vertrauen in seine Produkte? :-)
Wie dem auch sei, ich habe nie jemanden erlebt, der das Becken benutzt hat. (Und das ist gut so) Das Becken war aber oft ein Gesprächsthema von unseren Gästen.
Die neue Toilettenanlage wird nun frisch, modern, sauber und von einer schlichten Eleganz aufgebaut werden. (ohne so ein Becken)

Kohl und Pinkel für Berlin

13. Januar 2010

Grünkohl
Foto: Kohl und Pinkel für Berlin…

Kohl und Pinkel für Berlin. Wenn Sie in Berlin oder im Großraum von Berlin wohnen, dann könnte ich Ihnen am kommenden Montag, den 18.Januar 2010, Kohl und Pinkel mitbringen- rauchfrisch!
Ich fahre am Montag in die niedersächsische Landesvertretung in Berlin und bringe dort viele Leckereien hin. Der Verbund Oldenburger Münsterland und einige Betriebe aus der regionalen Lebensmittelbranche laden am Dienstag zu einem Empfang anlässlich der Grünen Woche ein. Zu der Veranstaltung kommen alle politischen Größen.
Das Buffet wird mit Produkten aus unserer Region hergestellt. Rouladen, Äpfel, Gemüse, Schnaps, Hähnchenfleisch und viele weitere Lebensmittel darf ich nach Berlin bringen. Die Rouladen werden wir am Sonntag fertig drehen.

Meine zahlreichen Berliner Kunden haben nun die Möglichkeit, frische Kohlpinkel, Grünkohl, Mockturtle oder andere Produkte bei uns zu bestellen. Ich habe bestimmt noch Platz im Kühlwagen. Die Ware kann dann bei der niedersächsischen Landesvertretung (In den Ministergärten 10) abgeholt werden. (Uhrzeit wird noch genannt – gegen Mittag) Einfach eine Mail mit Ihren Wünschen schicken… :-)

So schmeckt der Winter:Krautroulade

12. Januar 2010

RouladenFoto: Das Bauchfleisch wird fachmännisch zugeschnitten und mit Sauerkraut belegt…
Rouladen
Foto: Die Krautrouladen waren 60 Minuten im Ofen…

Ein schöne Krautroulade, dazu etwas Kartoffelpüree – ein herrliches Wintergericht, dass einfach, günstig und lecker ist.
Herstellung: Lassen Sie sich vom „Fleischer Ihres Vertrauens“ das Fleisch zuschneiden. Dünne Scheiben vom Schweinebauch in Schmetterlingform schneiden und durch den Steaker lassen. (oder mit dem Steakhammer mürben) So erhalten Sie eine größere Fläche. Auf die Rouladen legen Sie gewaschenes Sauerkraut und rollen das Ganze zu einer Roulade zusammen. Von außen würzen Sie das Fleisch mit Paprika, Salz und gebrochenem Pfeffer. Die Rouladen in eine ofenfeste Form legen und bei 150/170°C etwa 60 Minuten garen. „Essen kommen!“ – so schmeckt der Winter.

Freeses Nachwuchskräfte…

9. Januar 2010

Nachwuchskräfte
Foto: Antonia (links) und Leon zeigen wie es geht…

Bei großen Fastfood-Ketten gibt es die tollsten Präsente für Kinder, damit diese auch wieder kommen. Bei uns waren bei der abendlichen Reinigung gleich zwei Kinder, die ihr Malbild lieber in einen Schrubber eingetauscht haben. Leon und Antonia (spricht schon perfekt Plattdeutsch) waren sehr bemüht, dass ihre Bewerbung auch ins richtige Licht gerückt wird. „Essen kommen!“ kann auch Spaß machen, wenn dafür schwer „geschuftet“ werden muss.