Gewinnen, indem man verliert

12. März 2010

Foto: Die Wurst wird unter die Decke gehängt. Anja Hinz hat schnell ein Foto geschossen…

Luftgetrocknete Milano – ein herrliche Salami in mediterraner Geschmacksrichtung. Da wir mit der Produktion etwas ins Hintertreffen gekommen sind, soll es jetzt etwas schneller gehen. – Schneller mit der Trocknung der Salami. Um diesen Prozess zu beschleunigen, wird die Naturreifung im Küchenbereich fortgesetzt. Unter der Decke herrscht oft warme und feuchte Luft. Ein idealer Ort für die Milano, aber auch für unsere Schinken. (Die Rollschinken müssen ebenfalls trocknen). Einige unserer Kunden warten schon auf die luftgetrocknete Wurst. Wer diese später im Wohnzimmer beim brennenden Kamin mit einem scharfen Messer in dünne Scheiben schneidet, bei diesem klatschen die Gaumen Applaus. :-)   [...dazu einen trockenen Rotwein...]
Übrigens – eine Salami verliert bei der Reifung bis zu 30% vom Frischgewicht. Man könnte sagen: „Wir vernichten hier viel Geld!“ Es ist aber anders, denn eine Salami muss Wasser verlieren, damit sie später haltbar ist. Die Wurst gewinnt, indem sie verliert…

Auf der Wurststraße durch Deutschland

10. März 2010

Foto: Die Wurststraße – so schmeckt Deutschland.

Wir alle kennen die berühmten deutschen Straßen wie: Märchenstraße, Eichenstraße, Spargelstraße, Alleenstraße oder  die Ferienstraße.
Eine „Wurststraße“ werden Sie nicht finden – noch nicht. Dabei ist Deutschland weltweit gerade wegen der Wurst berühmt. Was liegt also näher, wie die Weißwurst, die Thüringer Bratwurst, den Schwarzwälder Schinken, Flönz, Pinkel, westfälischen Schinken und luftgetrocknete Mettwurst von der Küste mit einer Route zu verbinden. Diese geniale Idee wollen Monika und Francis Sim umsetzen. Glückwunsch zu der Wurststraße!

Die Wurststraße vermittelt Qualitätswurst als Gewinn für Lebensqualität und Genuss im Bratwurst und Würstchen Alltag. Die regionalen Spezialitäten und deren Erzeuger bzw. Verarbeiter werden so, wie auch die Region um die Wurst, direkt und authentisch zum Erlebnis. Die Wurst lässt sich auf Messen und touristischen Veranstaltungen hervorragend vermarkten. Jeder Fleischer und Wursthersteller, der auf seine Produkte stolz ist, kann sich dieser Idee anschließen und dadurch sich und seine Region bekannter machen.

Viele Reiseveranstalter und Urlauber suchen immer nach einem besonderen Event und einem besonderen Reiseverlauf. Die Wurststraße quer durch Deutschland – egal wo gestartet – kann zu einem echten Genuss werden.  Ich stelle mir eine amerikanische oder  japanische Gruppe vor, die in Frankfurt landet, in Hessen die „Ahle Wurst“ testet und erlebt, in Thüringen das Bratwurstmuseum besichtigt und bei einem Kollegen einkehren, in Berlin die Currywurst besuchen und die Reise über Westfalen (Schinken), Kohlpinkel (Oldenburger Münsterland) und an der Küste mit den norddeutschen Wurstspezialitäten fortsetzten. Das Ganze durch eine zauberhafte Landschaft geführt und mit entsprechenden Straßenkarte ausgerüstet – das könnte ein echter Renner werden.

Da jede Region und fast jeder handwerklicher Fleischer eine Besonderheit hat, die er hiermit gut verknüpfen kann, müsste die Idee von Monika und Francis leicht umsetzenbar sein. Ich hoffe, dass viele Kollegen und Innungen diese Chance erkennen und diese Straße bauen. Wer hat die erste Wurst…?

Antipasti-Buffet

8. März 2010

Italienische Antipasti sind bei uns sehr beliebt. Bei einigen Buffets werden nur Antipasti Spezialitäten geliefert und bei anderen Bestellungen liefern wir sie als Vorspeisenbuffet an. Vor einigen Tagen haben wir im Zentrum Zukunft ein 15-Personen Buffet ausgeliefert. Von diesem Antipasti-Buffet habe ich einen kleinen Clip gedreht, weil das Gebäude der EWE eine echte Augenweide ist. Leider konnte ich den herrlichen Duft der Gerichte nicht einfangen :-) …aber als kleiner Appetitanreger kann der kurze Spot sicherlich dienen.

Erbsensuppe mit Tomatenmark…?

4. März 2010

Wie kann man so blind sein! Heute haben wir gleich zwei sehr gravierende Fehler auf unseren Etiketten entdeckt. Die „jüngste Ente“ ist zudem noch zu einem Wettbewerb geschickt worden. Bei der „Diepholzer Moorschnuckenleberwurst mit Mango-Chutney“ habe ich unter Zutaten: „Lammkleber“ stehen. Na – haben sie den Fehler entdeckt? „LammKleber“ ! Wir verkleben die Wurst natürlich nicht… Gut, dass ich eine aufmerksame Schwester habe, die den Fehler entdeckt hat. Danke Babsi! Das Etikett lässt sich übrigens sehr leicht ändern und beim nächsten Ausdruck sieht alles besser aus.

Etwas „blöder“ ist das mit den gedruckten Papieretiketten für unsere Erbsensuppe. Wir haben drei Produkte, die wir in Dosen einkochen und mit entsprechenden Druckgut bekleben: Gulaschsuppe, Mockturtle und Erbsensuppe. Vor einigen Monaten haben wir die Etiketten nachdrucken lassen. Dabei ist die Zutatenliste der Gulaschsuppe versehendlich auf die Erbsensuppe gedruckt worden! (Erbsensuppe mit Pilzen und Tomatenmark…) Das hat bisher niemand (!!!) bemerkt, weder ein Kunde noch wir hier im Betrieb. Aufgefallen ist es heute der Erika Werneke, als Sie für eine größere Bestellung Dosen bekleben sollte…
Jetzt haben wir einige tausend Etiketten hier liegen. die wir alle mit einer zusätzlichen und richtigen Zutatenliste überkleben müssen.
Passiert ist passiert, da nützt kein erhöhter Blutdruck. [...oder sollte ich etwa die Erbsensuppe mit Pilzen und Tomatenmark kochen...? ]

Mockturtle für Gut Immenhof

3. März 2010

Foto: Leckere Mockturtle – eine regionale Spezialität

Erinnern Sie sich noch? „Die Mädels vom Immenhof“ der Familienkultfilm des deutschen Fernsehens. Der traumhafte Gutshof in Malente ins von einem Visbeker Geschäftsmann gekauft worden. Er will den Hof aus dem Dornröschenschlaf erwecken und zu altem Glanz verhelfen. Ein großartige Aufgabe, die sich der neue Besitzer gestellt hat.
Die Medienwelt ist an diesem Projekt sehr interessiert. Dazu werden nun einige Vertreter auf dem Reiterhof erwartet. Die Gäste werden mit einer Oldenburger Spezialität verwöhnt: Mockturtle. Diese Suppe haben wir heute frisch gekocht, damit die Gäste etwas Zünftiges zu Essen bekommen. Wir wünschen der Familie Stolle viel Erfolg und eine schöne Zeit auf dem Hof.

Frauen an die Macht…!

2. März 2010

Foto: Die Guppe nach der Aufführung. “August und Anni Freese, 2.und3.v.r.

In Rechterfeld (OT Visbek) läuft zur Zeit ein sehr amüsantes Theaterstück  „Frolüe an`e Macht…?“ Das plattdeutsche Stück wird auf einer uralten Bauerndiele aufgeführt, die je Vorstellung für etwa 200 Gästen Platz bietet. 
Vor einigen Tagen hat mir eine Kundin im Laden in einem „Nebensatz erzählte: „…die Firma Freese kommt da auch darin vor…!“ Ich habe das gar nicht beachtet, weil die Theatergruppe unsere Wiener Würstchen und Frikadellen in den Pausen verkauft.
Nun habe ich gestern gehört, dass meine Eltern in dem Stück eine „Hauptrolle“ spielen – zwar nicht in Person, aber namentlich. Der Schlachtermeister August und Anni Freese spielen einen Schlachtermeister, der als Ratsherr einiges durcheinander bringt. Das Stück wird in einer alten Dorfkneipe gespielt und ist mit den Akteuren glänzend besetzt worden. Schön finde ich es, dass die Namen der Mitwirkenden „zufällig“ Namen aus dem realen Leben im Dorf sind. Es werden immer wieder aktuelle Querverbindungen zu Themen in Visbek gefunden und erzählt. Köstlich – ich habe Tränen gelacht…. Das Stück hat eine Nettospielzeit von 3,5 Stunden (!!!). Alle zehn Aufführungen sind restlos ausverkauft – auch ein Indiz, dass diese Komödie gut ankommt und den „Geschlechterkampf“ um die „Vorherrschaft“ im Visbeker Rat gut wiederspiegelt.

Wir liefern ein Grünkohlbuffet aus

26. Februar 2010

Zur Zeit boomen die Grünkohlbuffets bei uns. Fast täglich wird Grünkohl gekocht, Kohlpinkel hergestellt und Buffets ausgeliefert. Vor der Verkostung wird von den Teilnehmern immer ein ausgiebiger „Grünkohlgang“ mit einem „Bollerwagen“ gemacht. In den Wagen sind lauter wichtige „Überlebensutensilien“, Spiele und natürlich Musik. Die Gruppen kommen oft leicht „betüteld“ in den Gaststätten an. Dort treffen sich immer verschiedene Vereine – bis zu 300 Personen. (…und mehr!) Nach dem deftigen Essen werden hochprozentige Sachen gereicht und meistens kräftig getanzt und gefeiert. Wir haben heute eine kleine Auslieferung mit der Kamera begleitet. Kommen Sie doch einfach einmal mit…

Kulinarisches Niedersachsen

24. Februar 2010

Nun sind die Produkte raus und abgeschickt! Die Marketinggesellschaft der niedersächsischen Land- und Ernährungswirtschaft e. V.  hat einen Wettbewerb ausgeschrieben, an dem wir mit drei Produkten teilnehmen werden. Der Schirmherr des Wettbewerbs ist der Ministerpräsident Christian Wulff.
Es soll für Niedersachsen eine Genussbox erstellt werden, in der typische, originelle oder innovative Lebensmittel und Spezialitäten angeboten werden. Für diese Box habe ich neue Produkte hergestellt, die alle in Gläsern eingekocht wurden.  Dazu habe ich zwei sehr regionale Spezialitäten gewählt, die für Niedersachsen außergewöhnlich sind: Die Diepholzer Moorschnucke und das Salzwiesenkalbfleisch von der Küste.
Meine Kandidaten:
1. Lammkotelett von der Diepholzer Moorschnucke in Aronia-Rahmsauce
2. Lammleberwurst von der Diepholzer Moorschnucke mit Mango-Chutney
3. Salzwiesenkalbfleisch in bunter Gemüsegesellschaft

Diese drei Produkte habe ich nun kurz vor Toresschluss eingeschickt.  Für das Produkt mit dem Salzwiesenkalbfleisch haben wir und nun für einen Namen entschieden. Der Vorschlag von Torky fand hier die größte Zustimmung. (Kommentar Nr.14)
Jetzt hoffen wir, dass die Jury ein “Visbeker Gericht” für „niedersachsentauglich“ einstuft und in die Genussbox aufnimmt… :-)

Schule + Essen = Note 5-

24. Februar 2010

Foto: Man muss nicht alles verstehen…

In unserer Lokalzeitung stand heute ein Bericht mit dem Titel: „Ungleiche Steuern bei Essen!“ Die SPD Landtagsabgeordnete Renate Geuter kritisiert das heillose Durcheinander bei der Besteuerung der Schulspeisen. Die Besteuerung des Mittagessens reicht von null Prozent bis 19 Prozent Mehrwertsteuer. „Es hängt davon ab, wer für das Mittagessen in den Schulen verantwortlich ist“, so Geuter. Dient dem Mittagessen in der Schule „Erziehungs- oder Ausbildungszwecken“, so wird keine Mehrwertsteuer erhoben. In diesem Fall ist der Schulträger der Verantwortliche.
Ist ein Förderverein oder ein Wohlfahrtsverband (z.B. MHD) für das Mittagessen der Kinder verantwortlich, so gilt der ermäßigte Satz von nur sieben Prozent. Liegt die Verantwortung bei einem Party-Service Unternehmen, ist der volle Steuersatz von 19 Prozent fällt.
Wir haben uns aus verschiedenen Gründen immer aus der Schulverpflegung raus gehalten. Der Unterschied von 19 Prozent ist nur schwer erklärbar. Wird dann noch Mittagstisch im öffentlichen Teil eines Gefängnisses angeboten (wie in Vechta) ist die Steuerlast noch mehr beim Unternehmer, weil die dortigen Insassen erheblich günstiger arbeiten.

„Kinder sind unsere Zukunft, unser Kapital“, heißt es tausendfach in vielen Talkshows und Berichten. Der Staat könnte hier sehr einfach uns effektiv allen Familien helfen, indem bei der Schulverpflegung ganz auf Steuern verzichtet werden würde. (das ganze vielleicht sogar an eine gesunde Verpflegung gekoppelt [Stichwort: Krankenkassen]) Wenn man dann noch bedenkt, dass für Tiernahrung sieben Prozent verlangt werden, verdient das Wort Heuchelei schon seine Berechtigung.
Ich persönlich würde mich freuen, wenn eine Kommission bestehend aus Schulvertreter, Eltern, Unternehmern, Politiker, soziale Verbände, Steuerbehörden und die Schulbehörde sich an einen Tisch setzen würden, um diese Problematik zu lösen Das wird aber sicherlich meine Wunschvorstellung bleiben, wenn nicht einmal ein täglicher, kostenloser Apfel in Niedersachsen für die Schüler finanziert werden kann…

Dankeschön

23. Februar 2010

Foto: Ein Rechaud voller Kuchen…

Eine sehr nette Geste haben wir von einem Kunden erhalten, der uns die leeren Gefäße von einer Party zurück gebracht hat. Der Kunde hat alle Gefäße abgestellt und gleich bezahlt. Später als wir die Rechauds an den richtigen Platz stellten, sahen wir, dass ein Rechaud voller Kuchen war, als kleines Dankeschön für das tolle Buffet…
Wir bedanken und ganz herzlich, der Kuchen wird sicherlich nicht alt werden…