Eine Woche zu früh!

26. November 2008

Foto: Möchten Sie drei oder vier Stückchen?

Pünktlich um 10 Uhr fuhr ich heute auf das Betriebsgelände einer großen Firma in Vechta. An Bord waren herrliche Canapès für die Büroangestellten. Die Mitarbeiter saßen alle in einer Besprechung und waren freundlich am winken, als sie mich sahen. „Die sind ja gut drauf“, dachte ich nur. Der Geschäftsführer winkte dazu noch ganz nervös. Bin ich etwa zu falsche Betriebsstätte gefahren? Im Foyer kam er mir entgegen gelaufen. „Herr Freese! Was machen Sie denn schon hier? Unser Chef feiert erst in einer Woche seinen Geburtstag! Da muss ein Missverständnis vorliegen.“
Wir konnten die 200 Canapès wieder mit nach Visbek nehmen. Vier Stück habe ich im Auto schon verspeist. Die anderen stehen noch im Kühlraum. Wenn jemand einen leichten Hunger verspürt, kann er gerne „Essen kommen!“ :-)

Warten auf einen neuen Lebensmittelskandal

26. November 2008

Ich warte auf einen neuen „Lebensmittelskandal.“ Das mag sich ein wenig provokativ anhören, aber in den vergangenen Jahren begannen einige Skandale in der Vorweihnachtszeit. Ob Dioxine im Lachs, Salmonellen im Putenfleisch, Würmer im Fisch, gesundheitsschädliche Schokolade (Salmonellen), Gammelfleisch, BSE, Schadstoffe in Olivenöl oder Kolibakterien in Rohmilchkäse. Irgend etwas wird immer gefunden. Ich halte die Lebensmittelüberwachung für eine gute Sache, auf die der Verbraucher einen Anspruch hat. 
Viele der Skandale wurden im November / Dezember zum Weihnachtsgeschäft in den Medien gebracht. Ich weiß nicht, ob dahinter „System“ steckt, oder ob es wirklich nur zufällig so ist. Ich bin mir fast sicher, dass in Kürze wieder etwas gefunden wird. Hoffentlich ist meine Vermutung falsch, und wir können genussvoll alle Produkte genießen.

Advent, Advent, ein…

24. November 2008

Der 1. Advent naht. Die „besinnliche Zeit“ (Sorry, dass passt bei uns leider nicht) kommt, die Weihnachtsmärkte beginnen, der Glühwein schmeckt besonders gut und die Wunschzettel der Kinder werden immer länger.
Auch die Adventskalender warten darauf, geöffnet zu werden. Meistens werden gleich am ersten Tag alle Türchen geöffnet. Es geht aber auch ganz anders. Im Business-Blog von Elita Wiegand gibt es einen „Blog-Adventskalender“ – tja, so etwas gibt es! (…und wir sind dabei)
Jeden Morgen um 9 Uhr öffnet eine gute Fee ein „innovativ-in-Türchen”. Dahinter verbergen sich tolle Gewinne. Es lohnt sich also einen Kommentar zu schreiben, denn nur so nehmen Sie am Gewinnspiel teil.
Die kleine „Manufaktur für Genießer“ belegt auch ein Türchen mit einer Ü-lecker-raschung. Wenn besondere Wünsche bestehen, so können diese hier geäußert werden. Ich mache Einiges mit… :-)  (verraten wird aber nichts)

Auf Sendung?

24. November 2008

Die erste Frage im Büro war heute nur: „Waren wir wieder im Fernsehen?“ Doreen hatte allen Grund zu der Frage, denn es waren über das Wochenende viel mehr Bestellungen gekommen, wie sonst. Diese Beobachtung machen wir oft. Wird eine Sendung von uns über die Mockturtlesuppe, dem Party-Service oder von der Kohlpinkel wiederholt, so kommen zahlreiche Bestellungen. Wir merken oft gar nicht, auf welchem Sender die Wiederholungen laufen. Unsere Vermutung liegt aber oft richtig und irgend eine Bestellung kommt dann mit dem Hinweis: „…wir haben Sie auf N 24 gesehen…“
Wir verschicken gerne – ich muss jetzt aber dringend zur Post. Um 14:30 Uhr kommt der Paketwagen!

Wintereinbruch

22. November 2008

Mit dem Schnee ist das so eine Sache. Es sieht immer toll aus, die Kinder haben ihre Freude, Ski fahren macht auch viel Spaß (lang ist es her), ein Waldspaziergang ist herrlich – aber… das Schnee schippen und das langsame Autofahren gefällt mir gar nicht!
Heute ist so ein Tag. Der Samstag ist voll mit Arbeit und eine Stunde für den Schnee abzweigen, ist unmöglich. Unsere Kehrmaschine hat auch leichte Probleme mit dem schweren Schnee. Daher habe ich diese Arbeit eingestellt…
Als ich heute im tiefen Wald aus einer alten Fachwerkhütte das Geschirr vom Vortag abgeholt habe, krachten mehrere Bäume von der Schneelast zusammen. So etwas habe ich noch nie gesehen.
Wir werden heute Abend niemals alle Buffets (16 Stück) pünktlich ausliefern können. Trotz Leihwagen habe ich alle Kunden angerufen, dass wir keine Pünktlichkeit garantieren können. Die meisten Kunden hatten dafür volles Verständnis.

Zur Schnecke machen

21. November 2008

Foto: Sarah und der “Jüppy” drehen Schnecken.

Wenn große und unerwartete Bestellungen kommen, müssen alle einspringen können. So hat ein Kunde heute 3100 Bratwurstschnecken bestellt. Das sind über 400 kg Bratwürste, die zu einer Schneckenform gedreht werden. Befestigt werden sie mit einem kleinen Spieß. Sarah ist eigentlich im Laden tätig. Sie kann aber hervorragend die Wurst drehen und macht “alles zur Schnecke”. :-)   Solche speziellen Wurstsorten können nicht maschinell gefertigt werden und müssen per Hand gedreht werden. Der Zeitaufwand ist nicht unerheblich. Klaus Depken und Heinz-Josef Feldhaus haben die Wurst hergestellt und gefüllt. Damit es etwas schneller geht, drehen alle die Wurst in die runde Form.

Kein Anschluss

20. November 2008

Wer in jüngster Zeit versucht hat, mich unter 0173 – 620 97 98 zu erreichen, wird wenig Glück gehabt haben. Ich hatte mein Handy schlicht verloren. Dann merkt man erst, wie so ein Teil dazu gehört. (sauberes Taschentuch, Portomanie, Handy) Überall habe ich gesucht – jedoch ohne Erfolg. Bei einem Buffet in Cloppenburg hatte ich es noch dabei. Heute habe ich nun das Handy angerufen und bin zum großen Bulli gelaufen. Dort klingelte es tatsächlich. Das Mobilfon lag in der Technik der Kühlanlage unter dem Fahrersitz. Ich wollte mir eh ein neues Handy zulegen. Ein „Black Berry“ habe ich schon einige Tage getestet. (ist eine tolle Sache, alle E-Mails mit dem Handy vom Hauptrechner abrufen) Jetzt geht es erst einmal mit dem „alten Knochen“ weiter.

Der neue Grünkohlkönig

20. November 2008

Foto: Das Grünkohlzepter für den neuen König.

Zu einem leckeren Grünkohlessen hatte die Fleischer-Innung Vechta eingeladen. Der gemütliche Abend wir immer sehr ausgiebig gefeiert. Wie es beim Grünkohlessen üblich ist, wird nach dem Essen ein Kohlkönig und eine Kohlkönigin nominiert. Das „grüne Monarchenpaar“ wird mit einer Amtskette und einem Grünkohlorden für ein Jahr in den Dienst gehoben. Das Zepter wurde bei uns in der Küche gebunden, mit viel Grünkohl vom Land, Kohlpinkel, Mettwurst, Kümmerling und anderen Dekorartikel wird er Besen zu einem Zepter gebunden.
Auf dem Fest wird das scheidende Königspaar gewürdigt und das neue Paar durch ein spannendes Auswahlverfahren gesucht. Lustig und feucht -fröhlich ist so ein Abend immer. Als neuer Grünkohlkönig wurde mein Kollege Konrad und Marianne Landwehr ausgewählt. Glückwunsch und eine gute Amtszeit! :-)

Die Erbsensuppe ist ein Renner

19. November 2008

Foto: Der Eintopf ist im Kochkessel umgefüllt und wird nachgeschmeckt.

Über 600 Portionen Erbsensuppe werden heute bis 10:30 Uhr gekocht. Die Zutaten stehen bereit. Wir kochen die Eintöpfe in einem „Korimat.“ Das ist ein „Autoklav“ oder eine Art Schnellkochtopf. Die Eintöpfe werden kurze Zeit mit 115° C auf Druck gekocht. Durch dieses Kochverfahren ist die Suppe haltbarer (Steril) und sämiger. Uns ist immer wichtig, dass wir frische Zutaten verwenden, damit die Suppe richtig lecker ist. Die fertige Suppe wird immer von mehreren Personen abgeschmeckt. Erst wenn alle „Tester“ ihr ok. geben, wird die Suppe in den Kochkessel der Küche umgefüllt. Dann kann die zweite Charge Erbsensuppe gekocht werden. Der Korimat (Druckkessel) fast nur 120 l, so dass wir immer mehrere Chargen kochen müssen. Die Rezeptur der Suppe ist genau bestimmt. Dadurch ist gewährleistet, dass der Eintopf immer gleich gut schmeckt.
„Essen kommen!“ – heute gibt es hausgemachte Erbsensuppe.

Kein Rauchverbot für den Nikolaus

18. November 2008

Foto: Der Nikolaus in der Rauchkammer – Smoke on the Nikolaus!

Der Nikolaus bei uns hat es nicht leicht. Er hat glatte 364 Tage Urlaub im Jahr und nur einen strammen Arbeitstag. Dann wird er bei uns auch noch zur Wurst verarbeitet und in einem Leinensack gefüllt. Nach einer mehrtägigen natürlichen Reifung wird er gründlich gewaschen. Unsere Gesellen sind da nicht zimperlich. Er wird mit einer kräftigen Bürste gereinigt. Dann kommt der Mann auch noch in den Kaltrauch. Hier hängt er einige Tage am Rauchspieß gefesselt. Kräftiger Buchenrauch wird ihm um die Nase geblasen. Der Rauch ist so dicht, dass er seine Nachbarn auf dem Rauchspieß kaum erkennt. Er bekommt dadurch eine feine Urlaubsbräune, die ihm gut zu Gesicht steht. Gut das der Rauch nur 18 – 20 Grad warm ist. Rauchverbot ist für unseren Nikolaus ein Tabuthema. Durch den Rauch bekommt er einen aromatischen Duft und unterscheidet sich deutlich vom Hl. Nikolaus.
Unser Nikolaus kommt nach der Rauchkammer noch einige Tage in einen speziellen  Kühlraum, damit er sich vom den Strapazen erholen kann. Während des ganzen Prozesses verliert er etwa 30 Prozent seines ursprünglichen Gewichts. Erst dann ist er verkauffertig und nimmt es gerne mit seinen süßen Kollegen aus der Schokoladeninnung auf.
„Essen kommen!“ -  lieber guter Nikolaus oder bist du vielleicht der Weihnachtsmann??? :-)