Alle Jahre wieder…

23. November 2009

KugelnFoto: Gib mir die Kugel…

Alle Jahre wieder: Die Weihnachtsfeiern im Betrieb, im Verein oder im Freundeskreis stehen an. (oder überall – Stichwort: Feierstress) Die Meinungen zu den Adventsritualen sehen sehr unterschiedlich aus. Es gibt Firmen, die jedes Jahr die Vorjahresveranstaltung überbieten wollen, es gibt Vereine die wie-im-letzten-Jahr feiern. Wir erleben „Frustsaufen“ („Den Chef wollen wir mal richtig schädigen!“) aber auch sehr dankbare Feiern mit vielen Geschenken und Annerkennung.

Für uns sind die letzten sechs Wochen des Jahres immer sehr hektisch. Präsente packen, Buffets liefern, Feiern im Restaurant und natürlich auch viele Kunden im Laden.

Höchste Zeit für eine kleine Umfrage: Wie sieht Ihre Weihnachtsfeier aus?
(P.S. Wenn Ihre Antwort nicht dabei ist, dürfen Sie gerne einen Kommentar schreiben. :-) )



Lieblingshomepage

Einladung zur Neueröffnung

20. November 2009

FreeseFoto: So wird das Gebäude später aussehen…(Handskizze)

Nun ist es bald so weit. Bagger, Presslufthammer und Staub werden unseren Tagesablauf erheblich stören. Unser sehr lang geplanter Umbau beginnt nun endlich. Von den Toiletten, über den Gastraum, neue Geräte, Zu- und Abluft, Fensteranlagen und Bestuhlung – bei uns wird alles modernisiert. Das Tagesgeschäft soll – so gut es geht – weiter laufen. Sicherlich werden unsere Kunden einige Unannehmlichkeiten ausgesetzt sein. Ich bin mir aber sicher, dass es schnell vergessen sein wird, wenn das Neue erst einmal erkennbar ist.
Unser Hausbäcker wird mit einem Shop in unser Konzept eingebunden sein. Darauf freuen sich schon sehr viele Kunden, wenn Sie Wurst, Fleisch, Brot, Kuchen und leckeres Essen unter einem Dach, von guten Handwerkern bekommen können. Wir werden nun regelmäßig über die Bauphase berichten. Als Anfang dient dieser Entwurf von der Fassade und der Außenansicht. Es wird sehr schick werden… Ich freue mich schon, wenn es in den neuen Räumen heißt: „Essen kommen!“

Schweinegrippe

20. November 2009

Mal etwas zur Aufheiterung über die “Schweinegrippe”:

Ein Bär, ein Löwe und ein Schwein treffen sich und diskutieren, wer den stärksten Einfluss hat und mächtig ist. Der Bär sagt: “Wenn ich brülle, zittert der ganze Wald vor Angst.” Der Löwe sagt: “Wenn ich brülle, zittert der ganze Dschungel vor Angst.” Darauf das Schwein: “Ha, ich brauche nur zu husten und die halbe Menschheit rennt zum Arzt!“ :-)

Dankeschön

19. November 2009

Hochzeit

Heute war in der Post ein sehr netter Brief von einem Brautpaar, dessen Hochzeit wir beliefert haben. Der Text:

…für einen unvergesslichen Tag!
Eine Feier ist immer so nett wie die Gäste. Es hat uns Spaß gemacht, unsere Hochzeit gemeinsam mit Euch zu feiern. Danke für Eure gute Laune, die vielen Glückwünsche und Geschenke.
Unsere Gäste und auch wir waren vom Essen begeistert. Tanja & Daniel

Machen Sie Wellness?

19. November 2009

Welche Bedeutung hat Wellness für mich? Diese Frage wurde mir in einem Bloginterview gestellt. Anfangs dachte ich, dass ich gar nicht Wellness mache. Im Interview stellte sich aber heraus, dass ich tatsächlich Woche für Woche Wellness mache – ohne dass es mir richtig bewusst war. Sauna und Fitnessstudio gehören “eigentlich” jede Woche dazu. Wellness kann aber auch ein schönes Essen sein, genüsslich speisen, ein guter Tropfen und eine dicke Zigarre. Auf dem Blog vom Wellness Life können sie dazu kräftig Kommentare schreiben, ob Wellness und Männer zusammen passen…

P.S. Wir haben sogar eine “Wellness-Leberwurst” im Programm. (Aber nicht als Gesichtsmaske :-) )

Wertloser Meisterbrief

17. November 2009

Meisterbrief

Die Meisterprüfung im Fleischerhandwerk ist aus meiner Sicht in den letzten Jahren völlig unter die Räder gekommen. Das Niveau der Prüfung war nie sonderlich hoch und anspruchsvoll. Der komplette Vorbereitungslehrgang dauert nur 8- 10 Wochen. Fast jeder besteht die Prüfung, weil die Schulen alle im Wettbewerb stehen. Jede Schule möchte, dass ihre Absolventen mit einem Abschluss nach Hause geht – doch zu welchem Preis?
Ganz schlimm finde ich es, das junge Menschen direkt nach der Gesellenprüfung (quasi am Tag nach bestandener Prüfung) gleich mit der Meisterprüfung weiter machen können. Zwei Monate später sind sie dann „Fleischermeister“ und sollen Verantwortung übernehmen, Jugendliche ausbilden und verlangen auch das Gehalt eines Meisters.

Die Realität sieht jedoch ganz anders aus. In jüngster Zeit sind mir wiederholt solche „Green-Meister“ über den Weg gelaufen. Die Beruferfahrung ist leider gleich null. Sie kennen nur den Ausbildungsbetrieb und haben keinerlei Erfahrung aus anderen Betrieben, Verfahrensweisen oder den Umgang mit Menschen. (Ich behaupte sogar, dass einige Lehrlinge diesen „Meistern“ überlegen sind) Die alte Lösung, dass ein Geselle erst einige Jahre Erfahrung im Beruf sammeln muss bevor er Meister werden kann, ist sicherlich verantwortlicher und weitsichtiger.

Ein Fahranfänger wird auch nicht gleich „Formel 1 Rennfahrer“. Er muss täglich lernen, lernen, lernen, bis er seinen Titel hat. Und das geht nur mit Erfahrung und nicht „mal-so- nebenbei!“ Ein Fleischerlehrling kann nicht in zwei Monaten zum Meister werden. Auch er muss lernen, braucht Erfahrung und muss sich menschlich beweisen. Ich würde mich freuen, wenn die Verantwortlichen aus dem Handwerk hier einmal in Klausur gehen und über diesen Missstand nachdenken. (Vielleicht auch mal eine Person aus der Praxis fragen) ..und alles unter den „Deckmantel –EU“ zu schieben, ist auch keine Lösung.

Schlossallee

14. November 2009

Schlossallee

Per Zufall haben wir vor einiger Zeit im Golfclub Vechta ein sehr hochwertiges Lifestyle Magazin für das Oldenburger Land entdeckt. (Nein, wir spielen kein Golf – wir liefern dort…) Das 115 Seiten Magazin berichtet über Wellnees & Beauty, Genuss, Gesundheit, Homestory, Kunst & Kultur und viele weitere aktuelle Themen. Ich beschreibe hier die „Schlossallee“ vom Verlag Körber. In der November/ Dezember Ausgabe habe ich erstmals eine Anzeige geschaltet. Die jüngste Oldenbuger Ausgabe kann im Netz „durchblättert“ werden, und unsere „Werbebotschaft“ (Entwurf: Werbeagentur Dieter Wiemkes) finden Sie auf einer linken Seite. (einfach oben links anklicken, und die Seite wird weiter geblättert)
Gleich am ersten Ausgabetag kamen die ersten Bestellungen – so soll es sein.

Dicke Luft in der Wurstküche

13. November 2009

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Foto: Dicke Luft in der Wurstküche. Der Druck vom Kessel wird abgelassen.

Hier in der Region findet das zweitgrößte Schützenfest in Niedersachsen statt. Dort gibt es scheinbar immer Erbsensuppe für die Schützenbrüder (.und Schützenschwestern). Jetzt hat der Vorstand von unserer Erbsensuppe erfahren und möchte eine Probe von uns haben. Da wir aber nicht 7 l kochen können, habe ich gleich 100 l gekocht und die restliche Menge in Dosen eingekocht. Die Erbsensuppe geht heute mit einigen leckeren Wiener Würstchen zum (vielleicht) neuen Kunden raus.
Unsere Eintöpfe kochen wir immer im Korimat. (Druckkochkessel) Wenn wir den Überdruck ablassen, entsteht immer sehr viel Dampf und ein sehr angenehmer Duft. Kleine Geschichte dazu: Heute um 7 Uhr kam ein LKW-Fahrer zu uns ins Geschäft und sagte im Magdeburger Dialekt: „Ich lieg hier im LKW und rieche den tollen Duft der Fleischerei. Da nehme ich doch mal ein paar Wiener mit…!“
Die Erbsensuppe ist nun eingefüllt, verschlossen und bei 115°C abgekocht worden. Es fehlt nur noch die Banderole und die 100 Dosen stehen ab Montag im Laden.

Erbsensuppe 

Foto: Die Suppe wird in die Dosen gefüllt.

Wenn Millimeter entscheiden

12. November 2009

UhrVor einigen Tagen ist am Kochkessel in der Produktion ein kleines – nein es war ein sehr kleines – Teil in der Temperaturanzeige abgebrochen. Das Teilchen sitzt hinter Glas und ist etwa 2 – 3 mm lang. Dieser Stift musste den Temperaturregler mitnehmen, wenn ich z. B. den Kessel auf 78°C stelle. Das hat immer gut funktioniert – nur er ist abgebrochen und der 200 l Kessel war damit unbrauchbar. Der Kochkessel ist eine Einheit von zwei Anlagen (300 l und 200 l) und komplett aus Edelstahl. Die anderen Kochkessel (120 l und 80 l) waren nicht betroffen.
Als dieses winzige Teil abgebrochen war, habe ich schon spaßeshalber gesagt: „Die ganze Anlage muss neu. So etwas können wir nicht reparieren!“

Mein Vorahnung war gut, denn die Firma teilte mir sofort mit: „Sie müssen die ganze Regelanlage neu kaufen! So ein Teil haben wir nicht mehr!“ Ok. dachte ich, dann ein neues Regelwerk. „Das Teil kommt aber auf  843,09 €, Herr Freese und ob sich das noch lohnt…!“ Der offene Kessel (damit wird die Wurst gekocht und gegart) ist so stabil gebaut, dass ein Panzer sich `ne Beule einfangen würde. Ich habe nun bestellt. Die ganze Armatur kam per Post. Eine Verkäuferin dachte es sei ein leerer Karton und hat ihn gleich in den Pappcontainer entsorgt… :-)  (voller Einsatz! :-) ) Wir konnten das Ding aber noch wieder finden.

Nun wollte der Elektriker es einbauen. Es war aber viel zu klein und konnte in der Öffnung nicht befestigt werden. Wieder beim Kesselbauer angerufen: „Ja, sie sollten doch eine neue Anlage kaufen, Herr Freese…!“ Nein, dass werde ich nicht! Der Elektriker war ein cleverer Bursche. Er hat das Gerät perfekt eingebaut und es ist kaum zu sehen (siehe Foto) das es nicht original ist.
Jetzt können wir den 200 l Kochkessel wieder voll beheizen. Morgen wird darin Grütze gekocht, Grünkohl usw. „Essen kommen!“ – eine Millimetersache.

Pariertes Rindfleisch

11. November 2009

Rinderspickbraten

Foto: Ein Rinderspickbraten von der “flachen Rinderkugel/Nuss”

Ich möchte heute anhand einer Rinderkugel/Nuss zeigen, wie wir Rindfleisch zum Verkauf zuschneiden. Eigentlich wollte ich einen kleinen Film dazu machen, aber die Technik hat uns dabei nicht so richtig begeistert.

Wir lassen unser Rindfleisch mindestens drei Wochen reifen, damit es schön zart ist. Dazu parieren wir das Fleisch vor dem Verkauf. Kleine Sehnchen, Bindegewebe oder unerwünschtes Fett wird fachmännisch entfernt. So bekommen Sie ein Stück Fleisch, wie Sie es verlangen sollten. Weiter wird jedes Stück Fleisch so geschnitten, dass unser Kunde ein kompaktes Stück erhält. Der Fachmann spricht vom “Fleisch im Vlies zuschneiden”  Auch nach dem Braten muss der Kunde erkennen können, wie es geschnitten werden muss (quer zur Faser). Das wird beim Verkauf auch gezeigt und erklärt. Das ist im Fachgeschäft üblich und eigentlich selbstverständlich.

Die Freude an einem schönen Fleischstück wärt länger, als an „gesparten“ 1,87 € zu möglicherweise zähem Fleisch. Fordern Sie ihren Fleischer! Lassen Sie sich das Fleisch erklären, spicken und als Sauerbraten einlegen.