Einladung zum Kochkurs: Fisch is(s)t mein Fang!

6. Juli 2018

Foto: Die Lachsforelle wird mit diesen Zutaten gerillt.

Fisch essen wir sehr gerne. Eigentlich logisch, dass ein Kochkurs mit dem Thema gemacht werden muss. Am 17.Juli stellen wir uns dem Thema: „Fisch is(s) mein Fang – kreative und nachkochbare Fischgerichte!“

Wir werden an diesem Abend hochwertige Fischvariationen zubereiten und viel Informationen geben. Alle Rezepte werden wie gewohnt ausgehändigt. Der Spaß an diesem Abend soll nicht zu kurz kommen. Wenn Sie also als kleine Gruppe teilnehmen möchten, dann sprechen Sie uns rechtzeitig an. (Telefonische Anmeldungen unter: 04445-7513. Kosten: 79.00 €/ Pers.) Noch gibt es freie Plätze im „Casher!“

Vorab möchte ich schon einmal eine Lachsforelle vorstellen, die wir auf einer Kirschholzplanke gegrillt haben. Den Fisch haben wir vom Forellenhof Holzenkamp aus Visbek.
Zubereitung: Holzplanke für eine Stunde kalt wässern. Fisch mit Olivenöl einreiben. Kleine Taschen schräg in das Fischfleisch scheiden und abwechselnd mit Zitronenscheiben, Nektarinen, Heidelbeeren spicken. Die Früchte sollten senkrecht stehen bleiben. Dann mit Meersalz, Pfeffer aus der Mühle und brauen Rohrzucker würzen. Alles vorsichtig auf die Holzplanke ziehen und im Grill bei etwa 200°C mit geschlossenem Deckel knapp 30 Minuten grillen. (nicht zu heiß grillen, weil das Holz entflammbar sein kann) Die fertige Lachsforelle auf der Holzplanke servieren. Guten Appetit.

Foto: Mit Früchten gespickt und gewürzt

Foto: mit der Kirschholzplanke auf den Grill legen

Foto: Nach etwa 25 bis 30 Minuten folgt der Genuss

So werden tolle Steaks geschnitten und zubereitet!

5. Juli 2018

Piet und Jay wurden vom Fleischereiverband nach Hamburg eingeladen. Dort lernen Jay und Piet vieles über den Fleischereiberuf, über die Fleischer-Nationalmannschaft und wie man ein Steak richtig zubereitet.

Ich finde das Video ist extrem gut gelungen. Die Macher vom Fleischerverband in Frankfurt haben sich hier wirklich gut beraten lassen. Authentisch, lehrreich, humorvoll und sehr kurzweilig (trotz der Videolänge). Also schaut es Euch einfach an, um mehr über Steaks und dem Fleischerberuf zu erfahren!

Prüfung zur Hauswirtschafterin mit Auszeichnung bestanden!

27. Juni 2018

Foto: Viviane Knickmann (links) mit Ihrer Ausbilderin und Chefin Carola Freese, Hauswirtschaftsmeisterin und Köchin.

Sie hat es geschafft! Parktisch Note: 1!!! – Theoretisch Note: 2!!! Glückwunsch liebe Viviane Knickmann. Viviane hat bei uns die Ausbildung zur Hauswirtschafterin gemacht und mit einem fantastischen Ergebnis die Prüfung gemeistert! Sie war mit sehr viel Leidenschaft bei der Arbeit und hat sich immer wieder Notizen bei der täglichen Arbeit gemacht, Rezepte notiert und vieles ausprobiert. Man merkte förmlich Ihre Liebe zu diesem Beruf. Sie vertritt auch den Beruf der Hauswirtschafterin nach außen sehr vehement, kritisiert auch schon mal Lehrpersonen und macht deutlich, dass sie etwas erreichen will.

In ihrer Ausbildungszeit war Sie auch noch für sechs Wochen in Spanien zu einem Praktikum. Der Auslandsaufenthalt wurde von uns positiv begleitet, denn dort Erlerntes bleibt ein Leben lang.

Wie sieht eine Abschlussprüfung in der Hauswirtschaft aus? Der theoretische Teil wird in der Schule geprüft mit fachlichen und allgemeinen Aufgaben. Der praktische Teil wird im jeweilige Ausbildungsbetrieb abgehalten. So ist der Prüfling sicherer und kennt die Geräte und den Ablauf im Betrieb. Der zweite praktische Prüfungsteil findet in der Schule statt. Drei Prüfer wachen und benoten die Arbeiten.

Foto: Teilansicht des Prüfungs-Buffets von Viviane

Viviane hat im praktischen Teil ein spanisches Buffet gekocht und zubereitet. Darin waren enthalten: spanische Tapas, backen eines Ciabatta Brotes, Avocado-Dip, spanischer Kartoffelsalat, gebratene Tomaten, gebratener Blumenkohl, Tortilla, Dattel im Bacon Hemd, Gazpacho und gefüllte Champignons. Das ganze Buffet wurde mit Schildern und Dekoration angerichtet.

Im zweiten praktischen Prüfungsteil (Schule) hat Viviane Tischwäsche fachlich gebügelt und gefaltet, Blumenschmuck für eine Kaffeetafel erstellt und einen Kühlschrank richtig gereinigt und fachgerecht wieder eingeräumt.

Abschließend möchte ich noch einige Vorteile aufzählen, was den Beruf der Hauswirtschaft ausmacht. Man schnuppert in sehr viele Bereiche rein wie: Kochen, reinigen, Kindererziehung, Altenpflege, Gartenpflege, Blumen und Dekorationsaufgaben, Preiskalkulation, Hygiene in der Küche und im Haus, Management, zeitlicher Einsatz, Wochenplanung, Arbeiten an sehr vielen Küchengeräten und Mengenkalkulationen. Das Aufgabenfeld ist wirklich sehr umfangreich.

Wir wünschen Viviane eine tolle Zukunft. Sie hat uns schon verlassen um sich auf Ihren Meistertitel vorzubereiten. Wir sind uns sicher, dass sie auch das mit Bravour meistern wird. Alles Gute dazu, liebe Viviane. Halt die Ohren steif!

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Es glüht der Grill und es brennen die Füße…

26. Juni 2018

Foto: Der Grill glüht ständig…

Die vergangenen Tage waren mit einer Höchstleistung für ganze Team belegt. Viele sehr große Aufträge durften wir im Partyservice bearbeiten. Ich möchte mal stichpunkthaft die vergangenen Tage aufzählen, damit man einen Eindruck bekommt, wie die Arbeit vor dem Buffet aussieht.

Mittwoch: Am Mittag ein Grillevent mit 130 Personen zum Abistreich ausgerichtet.

Donnerstag: Ausgebuchter Grillkurs auf dem wir 12 verschiedene Artikel unseren Teilnehmern präsentiert haben.

Freitag: Am Mittag eine kleines, aber feines Fingerfood Buffet. Am Abend durften wir einen Abi-Ball in Vechta kulinarisch begleiten. Dort waren über 360 Gäste im Saal, die ein leckeres mediterranes Buffet von uns erhielten. Die Gesellschaft war nach 60 Minuten bedient (Vorspeise, Hauptbüffet, Dessert) am selben Abend wurde wie immer das gesamte Geschirr noch gespült.

Samstag: Buffets am Mittag, kleinere Buffets am Abend, sowie ein größeres Grillevent im Osnabrücker Großraum

Sonntag: Am Tag standen die Herrichtung von benutzten Grillgeräten und die Vorbereitung eines weiteren großen Buffets für den Montag an.

Montag: Neben dem Mittagstisch wurde für die Verabschiedungsfeier eines Rektors ein Buffet für 180 Person ausgeliefert.

Dienstag: Wieder steht die „Schulpolitik“ im Fokus der Arbeit in der Küche. 45 Gäste wurden mit Köstlichkeiten bestehend aus Suppe und Fingerfood beliefert.

Mittwoch: Noch eine Schule feiert eine Verabschiedung. 100 Gäste erwarten ein italienisches Buffet. Am Abend zum Länderspiel der Deutschen Mannschaft hat ein Unternehmen 55 Gäste eingeladen, die begrillt werden möchten.

Donnerstag: Vorbereitungen für Grillveranstaltungen am Freitag (70 Personen) und für den Samstag mit einem spanischen Grillabend (150 Personen)

Einige Buffets und Grillveranstaltungen mussten von uns auch abgesagt werden, weil wir ausgebucht waren. Alles Buffets mussten minutengenau geliefert werden, viele mit Porzellangeschirr und Grillgeräten. Die Aufträge mögen für einige Kollegen normal sein, aber für unsere kleine Firma waren die Aufgaben sehr umfangreich. Die Zeit vor den großen Ferien ist immer wieder spannend und selten langweilig. Danke für so viel Vertrauen in unsere Genussarbeit.

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Beratungsgespräche als Service-Gedanke

18. Juni 2018

Obstsalat mit Tete de Moines

Die Beratungsgespräche für Partyservice-Aufträge werden meistens als Termin vereinbart. So hat man die Gewähr, dass auch jemand da ist und Zeit hat. Wir bereiten uns auch schon auf das Gespräch vor. Adressen – wenn vorhanden – werden schon eingetragen und der Anlass der Feier wird gedanklich vorbereitet. Das Vorgespräch ist einfach sehr wichtig, weil dass schon zur späteren gelungenen Feier dazu gehört.

Was wir immer schon angeboten haben, ist die Möglichkeit, ein Beratungsgespräch in den eigenen vier Wänden des Auftraggebers. Das bedarf natürlich einer sehr genauen Zeitvorgabe, damit keine Wartezeiten entstehen. Für mich sind Gespräche beim Kunden immer sehr hilfreich. Man sieht schon die Räume in denen gefeiert werden soll, erkennt den Platzbedarf fürs Buffet und weiß schon, ob das Buffet in höhere Stockwerke geliefert werden muss. Auch die Parkplatzsituation kann vorab geklärt werden. Es gibt so enge Hofauffahrten, wo wir mit unserem großen Lieferfahrzeug nicht aufs Gelände kommen.

Auch die „Nebengespräche“ sind meistens sehr dienlich. Kunden sprechen dann über Ihren Beruf, ihre Kinder, Hobbys oder wer eingeladen wird. So kann ich mich auch besser auf Vorschläge einlassen oder neue Ideen einbringen. Die Zeit der Beratung ist bei uns kostenlos. Ich weiß, dass einige Kollegen sich hier schon fürstlich „belohnen“ lassen. Für mich ist die Auftragsannahme aber „SERVIVE“ – und das gehört nun einmal zum Job. Fast alle Beratungsgespräche beim Kunden enden in einen Auftrag – so dass die Zeit auch sehr wertvoll ist.

Bei Firmen kommt noch hinzu, dass die Rückabholung des Schmutzgeschirrs geklärt werden kann. Firmen mit Pförtner oder Sicherheitsdienste sind meistens am Wochenende nicht erreichbar. All diese Fragen sind telefonisch oder per Mail nur schwer zu checken.
Sie sehen also: Eine Feier beginnt für uns schon sehr viel früher als mit dem „Empfang der Gäste“.

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Das “Bunte Bentheimer Schwein” – frisch vom Grill!

31. Mai 2018

Am Freitag (01.Juni 18, ab 19 Uhr) grillen wir für Gäste vor unserem Restaurant. „Besonderes Fleisch für besondere Gäste!“ – unter diesem Motto legen wir Steaks vom “Bunten Bentheimer Naturschwein” auf. Das Bentheimer Fleisch liefert uns die Firma Kalieber aus Lastrup. Die Steaks werden wir punktgenau frisch grillen und dann mit hausgemachtem Meersalz würzen.  Als Beilage werden wir Bacon-Kartoffeln grillen. Dazu servieren wir frische Salate und ofenfrisches Brot. Wer seine Frau oder Lebenspartner mitbringt, wird mit einem kühlen Prosecco begrüßt. Das Angebot wird komplett für 14,50 € je Person angeboten. (sorry für die Preiswerbung hier im Blog) Tische – auch auf der Terrasse können reserviert werden. Als Getränk empfehlen für ein „Original Veltins Grevensteiner“ Pils… Welcome. :-)

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Feuer, Leidenschaft und Fleisch!

27. Mai 2018

"Besondere Steaks und Beilagen werden gegrillt!"

Wir freuen uns riesig auf unseren nächsten Kochkurs – der unter freien Himmel stattfindet. Am 21.Juni heißt es bei uns: „Sommeranfang – Zeit für das sommerliche Grillvergnügen!“
Der Kurs ist schon jetzt gut gefüllt (es gibt aber noch ein paar Plätze). Wir werden gemeinsam Bratwurst herstellen – jeder kann seine eigene Wurst füllen. Das wird schon einmal sehr interessant werden, weil wir Eure Wurst grillen werden! Es kommt aber auch sehr viel Fleisch auf den Grill. Steaks, Dry aged gereifte Steaks, Lammfleisch, regionale Besonderheiten und natürlich Fisch. Zu einem ganzen Menü gehören auch die Beilagen – die auch mit auf den Grill kommen werden. Zur Krönung werden dann noch verschiedene Desserts zubereitet.

Aber auch über Garmethoden, Grillanzünden, Reinigung und Würzungen werden wir uns sehr kurzweilig unterhalten. Es wird ein Abend der Genüsse werden – nicht nur für Männer!

Ganz besonders freue ich mich an diesem Abend auf Monolith. Die Hersteller von Keramikgrillgeräten werden als Gast-Griller zeigen, welche Leckereien mit keramischen Grillen möglich sind. Darauf kann man sich schon jetzt freuen.
Zu allen Gerichten gibt es die Rezepte. Es wird quasi ein Feuerwerk über Grillkohle abgefackelt, dass man später auf dem eigenen Grill leicht übernehmen kann. Wir freuen uns auf Euch! Anmeldungen hier möglich.

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Die besondere Wurst auf den Katholikentag in Münster

13. Mai 2018

Katholikentag in Münster – und wir waren dabei. Bin sehr dankbar darüber, dass man uns die Gelegenheit gegeben hat, am „Abend der Begegnung“ in Münster die Friedenswurst zu präsentieren. Mein Dank gilt an allen, die diese Wurst gekauft haben, die aktiv am Verkauf beteiligt waren und an die vielen freundlichen Worte an diesen Abend. Hier einige Impressionen.

Foto: Angebotsflyer für die Friedenswurst

Foto von Johannes Hörnemann, Bischöflich Münstersches Offizialat – Abtiver Verkauf von den Mitarbeitern des Offizialat Vechta

Foto: Der Bischof von Dresden-Meißen, Heinrich Timmerevers, kauft die Friedenswurst

Foto: Kurt Schulte, Dompropst vom St. Paulus Dom zu Münster, kauft von Dietmar Kattinger Friedenswurst

Foto: Viele Besucher fanden die Wurst sehr lecker und passend zum Abend der Begegnung, wo sich die Region Oldenburg präsentierte. Das Ehepaar Bröring war mit dabei!

Der Spargel gibt den Ton an…ein kulinarisches Konzert!

4. Mai 2018

Spargel und Schicken - ein Hochgenuss

Sind Sie auch ein so großer Spargel-Fan? Sie lieben das Edelgemüse mit den tausend leckeren Möglichkeiten? Dann habe ich etwas für sie: Unser nächster Kochkurs am 15.Mai 2018 beschäftigt sich mit genau diesem Thema. Ab 19 Uhr präsentieren wir verschiedene Spargelgerichte, geben Tipps, Ratschläge und zeigen innovative Garmethoden. Etwa 10 Gerichte werden wir zubereiten und verkosten. Das wird Ihren Gaumen gefallen, denn wir bereiten nicht einfach Spargel mit Schinken und Schnitzel zu…nein…es wird sehr fein und extrem gesellig werden. Spaß gehört genauso dazu, wie ein toller Wein und die Rezepte. Wenn Sie also Lust und Zeit haben, kommen sie mit Freunden, Ihrem Partner oder Solo…das Motto passt zu jedem: „Der Spargel gibt den Ton an – ein kulinarisches Konzert!“ Schnell anmelden: Es gibt noch freie Plätze! (Kosten: 59,00€/Pers.)

Aber auch im Restaurant bieten wir erstklassigen uns sehr schmackhaften Spargel an. Dazu haben wir eine Kurzkarte, mit einem vegetarischen Spargelgericht, einem Spargelsnack und ein komplettes Gericht. Wir freuen uns auf Sie!

Spargel mit Geflügelfleisch überbacken

Bekommt die Grillwurst kriminelle Charaktereigenschaften?

2. Mai 2018

Der 1.Mai ist bekanntlich der „Tag der Arbeit“. Viele Kundgebungen laufen bundesweit – die Teilnehmerzahlen sind aber über Jahre rückläufig. Auch in Vechta hat der „Deutsche Gewerkschaftsbund“ und einige andere Organisationen zu einer Kundgebung eingeladen. Laut meiner Lokalzeitung sind etwa 75 Menschen der Einladung auf dem Europaplatz gefolgt. Nicht sehr viele Teilnehmer – es mag an den sehr schlechten Wetterverhältnissen gelegen haben oder das die Veranstaltung im Vorfeld nicht genügend publik gemacht worden ist.

Der Hauptredner war Prälat Peter Kossen, der gebürtig aus Visbek/Rechterfeld kommt. Er setzt sich unermüdlich gegen die “moderne Sklaverei” und fairen Arbeitsbedingungen in der Schlachtindustrie ein. Er nennt bei seinen Predigten offen die Profiteure der Missstände mit Namen und legt immer wieder die Finger in diese Wunde. Pfarrer Peter Kossen hat sich einen Namen damit gemacht. In vielen Talkshows und Presseberichten wird der „unbequeme“ Priester als der Mahner eingeladen. Für mich ist er auch fachlich gut im Thema. Er kennt die mangelhaften Unterkünfte der Werkvertragsarbeiter aus Osteuropa und weiß auch, dass beispielsweise Überstunden nicht gezahlt werden, die Mieten für die Mehrbettzimmer völlig überteuert sind, dass der Aufenthalt in Pausenräumen von den Mitarbeitern bezahlt werden müssen…! Sehr viele weitere Missstände in der Fleischindustrie sorgen auch bei mir immer wieder für Unverständnis. Das alles ist unter dem Dogma „wer-kann-das-Fleisch-am billigsten-verkaufen“ entstanden. Es wird von uns und von den Behörden geduldet – wir schauen einfach weg! Neue Gesetze werden mit sehr viel „kreative Intelligenz“ von den Leiharbeitsfirmen unterlaufen. Die Diskussionen über die Machenschaften in der Fleischindustrie habe auch dafür gesorgt, dass der Beruf „Fleischer“ fast völlig aus dem Berufsbild verschwindet. Ganze Berufsschulen werden geschlossen, weil keiner den Job mehr machen will. Um es aber klar zu stellen: Die Ausbildung in einem handwerklichen Betrieb, hat mit den Arbeitsbedingen und der Bezahlung der Fleischkonzerne nichts zu tun.

Es gibt aber auch positive Beispiele von großen Lebensmittelherstellern, die ohne Leih- und Werksvertragsarbeiter auskommen und die Wohnungen für die Mitarbeiter bauen und die angepasste Löhne zahlen. Auch diese Firmen werden vom Prälat Kossen positiv genannt!

Warum schreibe ich darüber hier im Blog? Erstens mag ich solche Entwicklungen nicht, wo die Produktionskosten über dem menschlichen Wohlergehen stehen und Verantwortliche unschuldig wegschauen. Zweitens haben wir alle eine Mitverantwortung, indem wir bewusster einkaufen und nicht den kleinsten Preis als Maßstab von „besonders-geil“ setzen. Billiges Fleisch und billige Wurst haben einen Ursprung. Das geht nur mit großer Masse (Tiere, Tiergesundheit), immer schneller, größer, noch mehr und mit geringsten Lohnkosten (die auf die Fleischbranche bezogen in Europa einzigartig gering sind – darum produzieren immer mehr ausländische Firmen in Deutschland).

Warum hat sich dieser Trend so entwickelt? Aus meiner Sicht locken die Discounter / Supermärkte immer noch Kunden mit Fleisch und Wurst. Wer einmal im Markt ist, kauft auch das andere ein. Die Macht dieser Ketten wird immer stärker, weil sie in der Fläche immer stärker wachsen und verdrängen. Nur der Preis ist entscheidend – alles andere hat sich dem unterzuordnen. Das betrifft die gesamte Kette vom Landwirt, Tiere, Schlachtbetriebe, Mitarbeiter bis zu Ladentheke. Nur wenn das Hackfleisch für 2,99 € /kg verkauft werden kann – ist alles richtig gemacht! Wirklich?
Eine handwerklich herstellte Bratwurst
Ich werde das Einkaufsverhalten nicht ändern können. Mir wird nur immer deutlicher, dass in unserer Gesellschaft offensichtlich Gleichgültigkeit, Wertschätzung und Ehrlichkeit stark schwindet. Denn hochwertige Lebensmittel (Fleisch & Wurst) werden selten hinterfragt – sondern oft entscheidet der Preis, welche Wurst am 1.Mai auf den Grill landet (oder beim nächsten Grill Event). Wenn eine Bratwurst für 3,12 €/kg angeboten wird, sollte bei jedem Verbraucher innere Unruhe die Fragestellung erlauben: „Wie geht das? Wem schade ich damit, wenn ich diese Wurst kaufe?“

Wir achten ich beim Einkauf von Fleisch sehr stark darauf, ob der Betrieb Werksvertragsarbeiter einsetzt und wie das Unternehmen mit seiner Stammbelegschaft umgeht. Ich habe dafür mittlerweile ein gutes Gespür und hinterfrage bei der Auftragsvergabe auch nach diesen Themen. Ich weiß aber auch, dass es nicht immer möglich ist, weil vieles stark verzweigt ist.

Daher sind so kritische Stimmen wie vom Pfarrer Peter Kossen so wichtig, die zum Überlegen anregen, mahnen und das Bewusstsein beim Einkauf stärken.

Foto von Johannes Hörnemann. Bischöfliche Pressestelle Vechta: Peter Kossen, Pfarrer in Lengerich