Schinkensülze mit Aroniasaft

24. Februar 2009

Foto: Schinkensülze mit Bio-Aroniasaft – man erkennt die rötliche Färbung.

Die ersten Anfragen kommen schon über Twitter: „Was ist denn nu…? Was wird aus der geheimnisvollen Wurst?“ Die Antwort kommt hier: Wir haben eine „Schinkensülze mit Bio-Aroniasaft“ komponiert. Die Sülze ist sehr mager und bekommt durch den Einsatz vom Muttersaft der Aroniabeere einen feinen Geschmack, sowie eine dunkele Geleefarbe. Das zusammen schmeckt mir sehr gut. Der Aspik/Gelee ist etwas weich, Dadurch kommen die gesamten Komponenten sehr deutlich zur Geltung. Kurz: „A Star was born!“
Wir werden nun 15 Gläser zum Testen in Deutschland verschicken. Wer möchte probieren? (Kommentar reicht)
Wir wollen das neue Produkt in unseren neuen Onlineshop anbieten. (Wenn der Chef des Hauses Freese mal in die Füße kommt :-( ) Ich bin aber fast fertig – gut Ding braucht eben eine Ewigkeit Zeit.

Weder Papier noch Seife

23. Februar 2009

Wenn es nicht wirklich so passiert wäre, könnte man sagen: „Frei erfunden!“ Vor einigen Tagen kam Susanne (Azubi Hauswirtschaft) in die Küche und sagte nur: „Auf der Toilette ist zum Händewaschen der Seifenspender leer und die Papierhandtücher fehlen auch…!“ (Das passiert auch nur bei uns…)
Fast zeitgleich sah diesen Spot. Wie im richtigen Leben. Viel Spaß.

Die neue geheimnisvolle Wurst…

23. Februar 2009

Foto: Noch etwas verschwommen…

Das ich gerne an neuen Produkten „arbeite“, ist ja bekannt. So stelle ich gerade ein neues Produkt her. Einen kleinen Einblick habe ich schon geschaffen, indem ich – von dem noch nicht fertigen Produkt – ein Foto gemacht habe. Dazu habe ich heute mit einer mir bekannten Bloggerin telefoniert, um Einzelheiten zu klären. Während ich den Bericht schreibe, wird das Glas gerade gekocht. Ich habe noch ein wenig Zeit und bin auf das Ergebnis gespannt. Morgen zum Frühstück wird es getestet. Einen Namen gibt es noch nicht. Ich habe aber ein sehr gutes Gefühl – zumindest sah es lecker aus.
Also liebe Bloggerweld – noch einmal schlafen und dann gibt es ein Blogger-Frühstück in Blogbek. Ich glaube es ist…nein – ich verrate es noch nicht!

Die Kresse vom Brunnen

22. Februar 2009

Foto: Diese Kresse wurde schon beschnitten…

Ein älteres sehr nettes Ehepaar hatte gestern Gäste geladen. Es waren nur acht Personen, für die Finger Food und Suppe geliefert wurde. Wir kommen durch die Auslieferung von Speisen in sehr viele verschiedene Wohnungen und sehen sofort, was die Gastgeber mögen und schätzen. Ich achte beim Reintragen der Gerichte auf Bilder, Möbel, Teppiche, Bücher und auf die Küchenausstattung. Das ist so ein kleiner Tick von mir. Ich bewerte das gar nicht, sondern versuche dadurch ein Gesprächsthema zu finden.

Das Ehepaar bekam u.a. eine Brunnenkressesuppe mit feinen Lachsstreifen. Diese Suppe liefern wir immer als „Self-Mix-Soup“ aus. Dazu stellen wir die Lachsstreifen, die fein geschnittenen Brunnenkresse (mit der Schere geschnitten) und die Sahne zur Suppe. So kann jeder Gast entscheiden, ob er vegetarisch essen möchte, mit oder ohne Sahne und ob er noch mehr Kresse zur Suppe möchte. (oder alles zusammen).

Das freundliche Ehepaar hat sich genau erklären lassen, wie die „Self-Mix-Soup“ (immer die englischen Wörter :-) ) serviert werden muss. „Essen kommen!“ – es ist angerichtet – “Mix-it-Darling!”

Es geht auch ohne Glutamat

20. Februar 2009

Foto: Auch unsere Malawiwurst wird ohne Glutamat hergestellt.

Seit Jahresbeginn verwenden wir in allen unseren Wurstsorten kein Glutamat mehr. Diese Entscheidung trage ich schon sehr lange in mir. Nach anfänglichen vorsichtigen Versuchen, sind wir immer wieder auf Glutamat zurück gefallen. Jetzt kaufe ich einfach nichts mehr! Begonnen haben wir mit den Wiener Würstchen. Anfangs habe ich meinen Kunden nichts davon erzählt, damit nicht „behauptet“ wird, die Wurst schmeckt nicht mehr. (Wiener ist ein sehr starker Artikel bei uns und mehrfach prämiert worden) Kein Kunde hat etwas gesagt und es wurde nicht weniger verkauft. Also bin ich mutig weiter gegangen. Alle meine Gewürzlieferanten verkaufen mir nur noch Mischungen ohne Glutamat. Nach einigen Wochen im neuen Jahr, kann ich nun sagen, dass wir glutamtfreie Wurst anbieten. Die neuen Konserven (Werden bald im neuen Onlineshop vorgestellt) sind ebenfalls ohne Glutamat. Die neue Etikettierung der Ware ist noch nicht ganz abgeschlossen. Die ersten Werbebotschaften haben wir aber schon gesendet.

Wenn man etwas unter Glutamat googelt, findet man die tollsten Berichte. Untersuchungen, Labortests und Forschungen kommen zu ganz unterschiedlichen Ergebnissen, ob Glutamat  gesundheitsschädlich ist oder nicht. Glutamat ist sogar Bestandteil der Muttermilch. Dennoch geht die Diskussion von [..wirkt nervenstärkend...] über [...unterstützt die Gehirnfunktion...] bis zum [Kopfschmerzen, Schweißausbrüche, Herzrasen, Stoffwechselstörungen, Krebsgefahr...] Eine Prise Glutamat (Geschmacksverstärker) im Essen ist kein Grund zur Sorge. Doch bei Menschen, die auf Glutamat empfindlich reagieren und regelmäßig mit Glutamat gewürzte Speisen essen, könnte es anders aussehen.

Glutamat sind chemische Substanzen, die unser Hungergefühl im Gehirn simulieren soll.  Dadurch kommt auch die Diskussion der Übergewichtigkeit unserer Gesellschaft ins Spiel.  Ich finde, eine gute Wurst braucht so etwas nicht. Weniger ist mehr. Wir haben gute Sinnesorgane, die uns mitteilen, ob etwas gut schmeckt. Eine Täuschung brauchen wir nicht, schon gar nicht, wenn sie gesundheitlich bedenklich ist. „Essen kommen!“ –  jetzt mit neuer Ausrichtung! Sehr gut erklärt wird das Thema auf Kitcheneers.de

Druckluft für Visbek

19. Februar 2009

Gestern wurde der neue Kompressor angeliefert. Als ich das große Teil sah, dachte ich nur: „Mensch Ludger. Das hast du falsch bestellt oder Michael hat es falsch verstanden!“ 
Unser Kompressor von der Rauch- und Kochanlage ist defekt. Nach über zehn Jahren kann das mal passieren. Das neue Gerät sollte etwas mehr Leistung bringen, so viel stand fest. Michael hat mich dazu gut, schnell und perfekt beraten. Logisch, dass man dann dort auch kauft.
Der „Neue“ wurde gleich angeschlossen. Auf dem Foto erkennt man das alte Gerät (in der linken Hand :-) ) und das neue Arbeitsgerät. Es läuft sehr leise, sparsam und souverän.
Mit dem Kompressor werden die Luftklappen der Rauchanlage gesteuert, der Tischklipper betrieben (zum verschließen der Würste) und der Koriamt (Druckkessel) auf Gegendruck gebracht. Viele Aufgaben – auf ein langes Arbeitsleben!
Wer Michael ist? Oh, sorry! Michael und Dagmar Lalk vom Baudax – ein Blogger, Kundenbringer, Besteller, Anrufer, Genießer und Ratschlaggeber. (…und Lilly)
Ich freue mich auf ein baldiges, persönliches kennen lernen.

Das große Marketingspiel

16. Februar 2009

Foto: Lucas Freese in Bremen am 14.Feb.09

Ich habe von Blogkollegen Jürgen Heinz ein Stöckchen zugeworfen bekommen. Der Ursprung des Stöckchens ist das KMU-Marketing-Blog von Frank Baermann.
Kann man die Wirtschaftkrise durch gezieltes Marketing gegensteuern? Oder soll man jetzt alle Werbeausgaben ersatzlos streichen? Dieses Stöckchen lag nun vor mir…

Marketing – ohne geht es nicht.
Die Weltwirtschaftskrise ist bei uns auf dem Land noch nicht angekommen und sie wird es auch nicht. Direkte Auswirkungen spüren wir kaum. Einzig die Medien verunsichern den Verbraucher. Er hält sein Geld zurück, spart wo es geht und gönnt sich nicht jeden Tag etwas besonderes. Vielleicht denkt sich der Verbraucher: „Ja! Heute habe ich gespart und bin nicht zum teuersten Fleischer gefahren. Ich war beim Al-Die.“ (Stichwort: Psyshologie)
Das Verhalten ist durchaus zu verstehen, denn das Geld sitzt überall ein wenig enger.

Wie kann ich als Fleischer nun gegensteuern? Welchen neuen Spieler soll ich schicken? Welchen verbrauchten Spieler auswechseln?

Im Marketingsturm spielen wir weiterhin mit drei Spitzen. Die Zeitungswerbung ist für uns immer noch wichtig. Sie wurde jüngst überarbeitet und neu „motiviert“. Eine weitere Sturmspitze ist unser Internet. Sie wird aus dem Mittelfeld bedient und greift immer wieder an. Mit den Portalen fleischerei-freese.de, Kohlpinkel.de, world-wide-wurst.de und dem Firmen-Blog „Essen kommen!“ haben wir eine sehr homogene und angriffslustige Truppe geschaffen. Einige Tore dieser Truppe wurden schon im Fernsehen gezeigt. (Tor des Monats :-) )
Die dritte Spitze ist der Printausdruck, die auf Plakaten, Flyern, Angebotstafeln, Rezepten und Exposès zu finden sind. Sie werden z.T. von einem Spezialtrainer gecoacht.

Im Mittelfeld spielen weitere gute Leute, die uns zu einem Team machen. Ganz links spielt unser Engländer „Corporate Social Responsibility“  Er vertritt unser soziales Gewissen mit der Malawiwurst. Das macht er sehr gut, völlig uneigennützig.
Weitere Mittelfeldstars sind die freundlichen Mitarbeiter. Sie stehen im ständigen Kontakt mit unseren Fans (Kunden) Durch ihre schönen Flanken und durch Ihre Übersicht, bleibt das tägliche Spiel attraktiv und menschlich.

In der Marketingabwehr wird ständig experimentiert. Immer werden neue Bälle ins Spiel gebracht. Einige werden vom Mittelfeld aufgenommen, andere Bälle werden sofort vergeigt und kommen beim Gegner an. Die Abwehr ist aber hochaktiv und sehr sensibel am Werk. Sie beobachtet nicht nur den Gegner, sondern auch den Markt, die Angebote, den Trend, die Gewohnheiten, die Finanzen, die Aktionen und das Budget der gesamten Marketingaktionen. Nicht alles klappt bei so vielen Aufgaben.

Der Torwart ist auch gleichzeitig der Kapitän der Mannschaft. Er spielt oft auf allen Positionen im großen Marketingspiel. Bei uns sagt man zum Torwart auch „Chef“ oder einfach nur „Ludger“. Die Bälle die ihm zufliegen sind nicht alle haltbar, aber er bemüht sich. Der Marketingtorwart ist immer ein Teamplayer der mit seinen Werkzeugen versucht, das Spiel zu gewinnen. Nicht Geld ist hier der wichtigste Faktor, sondern Fairness und Weitsicht. Werden diese Marketingregeln beachtet, kommen die Fans  (Kunden) und auch immer neue Spieler (Mitarbeiter/Ideen).

Es ist also gar nicht möglich, auf einen Spieler im Marketingspiel zu verzichten. Wer nur mit zehn Mann spielt, um Geld zu sparen, der wird vom Gegner überrannt. Marketing ist ein Spiel, das Spaß macht und wo sich Erfolge messen und feiern lassen.
Mein Stöckchen - oder die nächsten Auswärtsspiele – gehen an: http://www.wurstakademie.com/ (Spiel in Östrreich) http://www.mettsalat.de/ (Spiel in Berlin!) und http://www.zottarella.de/de/blog/ (Spiel beim Neuling in Bayern)

Vier Mann, vier Ecken…

16. Februar 2009

Heute kam eine Spedition mit mehreren Paletten Gläser für die Wurstherstellung. Der große LKW fuhr rückwärts auf den Hof. Stolz stieg der Fahrer aus und sprach im gebrochenen Deutsch. „Wir müssen mit Hand abladen! Die Bühne ist kaputt! Vier Mann und vier Ecken, du verstehn…?“ Ich habe das sofort verstanden, aber die großen Pakete wiegen einige hundert Kilo. Sorry junger Mann, komme bitte wieder wenn wir die Paletten über die Hebebühne abladen können. Ich gehe zwar ins Fitnessstudio, aber so dicke Arme habe ich leider nicht…

Wo ist der "Hardcore-Butcher?"

14. Februar 2009

Neulich am Telefon. Ein Kunde wollte ein Buffet bestellen:
„Geben sie mir doch mal den „Food-Manager oder den „Front-Cooking–Super-Weiser“. Wenn der nicht da ist, möchte ich den „First-Chief of Beef“ oder den „Second-Flame-Watcher“ sprechen. Keiner da? Ok. Vielleicht ist er gerade in der „Meat-Hall“ – könnte mich der „Hardcore-Butcher recallen?“ Ok. – ich rufe an wegen des „Second-Life-Lunch“ – dazu habe ich schon mit dem „Front-Office-Manager“ in der „Face-to-Face-Lounge“ über “Design-Convenience” gesprochen…

Alles verstanden? War auch nur ein kleiner Spaß und hat sich so nicht zugetragen. Der Anglizismen-Wahn greift immer mehr um sich. Dazu habe ich eine lustige Radiosendung hier (oder hier) gehört.

Viel Spaß! :-)

Smoking Joe

13. Februar 2009

Vor unserem Restauranteingang steht ein kleiner Aschenbecher für die Fraktion der Raucher. Dort können die Kippen vor dem Betreten der Räume ausgedrückt werden oder die „Zigarette danach“ geraucht werden. Ich bin immer wieder überrascht, dass der Gang zum Ascher auch bei eisiger Kälte locker genommen wird. (das kann nicht gesund sein)

Seit einigen Wochen kommt immer um 7:00 Uhr ein Schüler mit dem Fahrrad, stöbert in der Asche herum und fischt sich die restlichen Zigarettenstummel heraus. Scheinbar dreht er sich vom restlichen Tabak der ausgedrückten Zigaretten seine eigenen. Sparsam ist er ja, aber muss ein ca. 15-jähriger schon vor dem Schulbeginn schon Tabak sammeln? Ich lege ihn in den nächsten Tagen mal einen gesunden Apfel dazu…vielleicht kommt er dadurch auf andere Gedanken.