Das Fleisch der Meister

5. März 2011

Foto:  Fleisch vom Eichenhof-Fleisch

Wir haben nach sehr langer Zeit unseren Schweinefleischlieferanten gewechselt. Die Entscheidung dazu hat sehr lange gereift und ein Markenfleischprogramm stand für mich schon lange auf der Agenda. Letztendlich war es unser neues Leitbild, das den nötigen letzten Ruck für einen Wechsel gab.
Früher, vor der Zeit der Supermärkte und Discounter war es einfach: Der Kunde kannte den Fleischer, der Fleischer kannte den Bauern und jeder vertraute jedem. Dahin möchten wir zurück, zusammen mit unserem Partner Ei„chenhof“.
Eichenhof kommt aus dem Osnabrücker-Land, also nur wenige Kilometer von uns entfernt. Die Erzeugergenossenschaft Osnabrück (EGO) zeichnet sich durch eine „geschlossene Gesellschaft“ aus, d.h. die Mitglieder sind persönlich bekannt, und sie unterwerfen sich einer Präambel über Wissen, Gewissenhaftigkeit, Umgang mit Land und Tier, sowie eine gläserne Produktion. Das Herzstück der EGO bilden die 600 bäuerlichen Familienbetriebe, die seit über 20 Jahren beste Qualität liefern.
Eichenhof gibt folgendes Versprechen ab:

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Zwangsräumung

3. März 2011

Die Gelegenheit beim Schopfe packen… Es ist oft ein Problem, einen Handwerker im laufenden Fleischereibetrieb zu intrigieren. So wurden schon lange von unserer betriebseigenen Hygienekontrolle und vom Veterinäramt zwei defekte Fliesen im Tiefkühlraum moniert. Wer einen „begehbaren Tiefkühler“ hat, der weiß wie mühselig es ist, alle Lebensmittel auszulagern und den Raum über Tage in ein Plusbereich zu bringen, damit der Fliesenleger arbeiten kann.
Die örtliche Fachklinik hat sich nun bereit erklärt, unsere Tiefkühlprodukte für einige Tage zu lagern. So kann die Temperatur steigen, denn wir wollen die Fliesen nicht an die Wände frieren, sondern richtig mit Fliesenkleber befestigen. Die Gelegenheit war extrem günstig, denn es war zur Zeit sehr wenig eingefroren.

Regionale Spezialitäten: Grützwurst

1. März 2011

Foto: Grützwurst im Ring und Partner Punkebrot

Hier in der Region gibt es traditionell sehr viele „Gemeinschaftsessen“ mit unterschiedlichen Gerichten. Vorwiegend in den Wintermonaten hat sich dieses etabliert. Das Grünkohlessen habe ich hier im Blog schon öfter vorgestellt, aber auch Blutsuppeessen und Grützwurstessen haben ihren Liebhaber. Viele Gastwirte laden dazu ein. Die Grützwurst ist ein sehr „schweres Gericht“ und am späten Abend muss dazu etwas „Hochprozentiges“ gereicht werden, damit die Verdauung nicht uns wanken gerät.

Zur Grützwurst wird Vollkornbrot, Apfelmus und/oder Rote Beete serviert. Einige werden die Grützwurst auch unter Knipp, Hackgrütze, Beutelwurst oder Stippgrütze kennen. Das ist die jeweilige unterschiedliche Bezeichnung aus der Region. Die Grützwurst ist quasi das Gleiche, wie die Hackgrütze, nur dass sie im Naturdarm hergestellt ist und leicht geräuchert wurde.  Zu der Grützwurst wird noch   Punkebrot gebraten. (Besteht aus Roggenschrot, Fleischbrühe, Schweinefleisch, Speck und Blut)

Heute Abend haben wir eine größere Gruppe, die wir mit Grützwurst beliefern. Mitten im Moorgebiet sitzen die Herrschaften in einer schönen alten Gastwirtschaft und werden sicherlich sehr zünftig das Gericht genießen.

Solche regionalen Spezialitäten gibt es in ganz Deutschland verteilt. Ich möchte Ihnen heute diese einfach einmal vorstellen. Vielleicht gibt es bei Ihnen auch ein echtes Traditionsgericht.

Feinschmecker zu Besuch

28. Februar 2011

Heute war eine Vorschulgruppe aus dem Visbeker Kindergarten bei uns.  Sie haben sich über einen längern Zeitraum mit Lebensmittel beschäftigt. Kuchen backen, Obstsalat und Kartoffelgerichte herstellen standen auf den bisherigen Aktionsplan. Heute waren die Kinder bei uns, um etwas über Fleisch und Wurst zu erfahren. Dabei haben Sie „Kinder-Canapès“ hergestellt und diese für ihre Eltern fein garniert. Die Leckerbissen wurden fein verpackt, damit sie auch sicher zu Hause ankommen.

Natürlich gehören auch Pommes zu einem Besuch bei Freese dazu. Das konnten auch alle „Nationen und Glaubensrichtungen“ der Gruppe essen. „Ich komme aus der Türkei! Ich aus Bangladesch. Ich aus dem Bulgarien. Ich aus Wöstendöllen!!“ (Ortsteil von Visbek :-) ) Das waren die Antworten auf die Frage woher sie so kommen…
Die Saftstation war bei den Kids sehr begehrt und nach einer kurzen Einweisung konnten alle selber zapfen. Die Eltern werden sich sicherlich wundern, dass zu Hause nichts gegessen wird, denn die Pommes waren heiß begehrt. Nach einem wunderschönen Dankeslied konnten die jungen Feinschmecker wieder reisen…

Kochabend: “Bezaubern Sie Ihre Gäste!”

25. Februar 2011

Fotos: Impressionen des Abends

Der erste Kochabend des Jahres unter dem Motto: „Bezaubern Sie Ihre Gäste!“ war ein wunderschöner Abend. Die Feinschmecker kamen zum Teil von weit her, um einige kulinarische Möglichkeiten zu erleben und zu erschmecken. Nach einem Begrüßungssekt und dem Organisatorischem ging es in die Küche. Jeder Teilnehmer bekam die Rezeptmappe ausgehändigt und konnte sich einen gemütlichen Platz in der Küche suchen. Zusammen mit meiner Frau Carola haben wir die Gerichte gekocht und erklärt. Ziel war es, den Gästen zu zeigen, dass man Vieles Tags vorher vorbereiten kann. So bleibt am Tag mehr Zeit für die eigenen Gäste. Schwerpunkt der Fleischprodukte war Rindfleisch.

Es wurden keine exotischen Gerichte gekocht, sondern Produkte, die auch jeder leicht nachkochen kann. Für alle, die nicht dabei waren, habe ich hier die Speisefolge einmal aufgelistet. Der Kochabend begann um 19:00 Uhr (19:15 Uhr Küche) und war gegen 21:40 Uhr in der Küche fertig. Anschließend wurden alle Gerichte gemeinsam im Restaurant ESSIDEEN verköstigt. Hier konnten wir dann noch Rede und Antwort stehen und mit einem Gläschen Rotwein den Abend ausklingen lassen.
Die Kochgäste waren alle sehr zufrieden – klingt etwas blöd, wenn man das über sich selber schreibt, aber es war tatsächlich so.

Das haben wir gekocht:
Vorspeise:
Aquavit mit Minipuffer
Roastbeef mit verschiedenen Dipps

Suppen:
Klare Oxtailsuppe
Gulaschsuppe

Hauptgerichte:
Sauerbraten mit Sauce
Schweinefilet auf Kerntemperatur gebraten
Rumpsteak mit einer Gelinggarantie
Rouladen
Tafelspitz in Meerrettich
hausgemachte Semmelklöße
Rosenkohl in Speck- und weißer Sauce
Kartoffelspalten im Speckmantel
Dressingsauce für Rucculasalat

Dessert:
Ambrosuiacreme
Brinenstrudel im Becher (überbacken)

Weiter Kochabendtermin werden bald bei uns auf der Homepage zu sehen sein.

Bahnhof der verpassten Chancen

24. Februar 2011

Foto: Markus Sommer bedient zum Vortrag die Präsentation

Am Mittwochabend (23.Feb.11) war ich in Münster im Handwerkszentrum Bildung. Dort waren zahlreiche Betriebswirte des Handwerks versammelt, um sich über das „Social Media“ zu informieren. Das Seminar wurde hat Markus Sommer von der Agentur Locpunct geleitet. Markus hat sein Büro seit einigen Monaten in Vechta und wir haben uns über Twitter, Facebook kennen gelernt.
In dem zweieinhalbstündigen Vortrag hat Markus zunächst  erklärt, wie Internet in den letzten Jahren gewachsen ist und das an sehr aktuellen Grafiken festgemacht. Es wurden Facebook, Twitter und Blogs vorgestellt und die  Chancen die daraus entstehen können (…aber auch aufgezeigt, welche Risiken möglich sind!) Das wurde immer wieder an sehr aktuellen Praxisbeispielen festgemacht.

Markus verstand es glänzend, die Zuhörer für das Thema zu gewinnen. Im zweiten Teil des Vortrages wurde aufgezeigt, wo und wie wir uns im Netz tummeln und welche Erfolge wir hier erreicht haben. Ich habe einfach aus meiner Internet-Erfahrung erzählt und von vielen positiven Erlebnissen berichtet. Logisch, dass die Kelterei Walther auch durch den Beamer lief, denn Erfolgbeispiele lassen sich leicht weitergeben.
Abschließend wurde von Markus noch aufgezeigt, wie durch die neue Handygeneration die Zukunft aussehen wird. Wer hier als Handwerker gut aufgestellt ist, wird ganze leicht neue Vertriebswege finden und natürlich auch Aufträge generieren. Der „Entwicklungszug“ hat eine unglaubliche Geschwindigkeit aufgenommen und wer sein Ticket nicht rechtzeitig löst wird auf dem „Bahnhof der verpassten Chancen“ alleine stehen bleiben.
Mir hat der Vortrag sehr viel Spaß gemacht und für die Damen gab es noch eine „World-Wide-Wurst“ zur Probe. (hatte leider nicht genügend dabei)

Foto: Pressesprecherin Martina Walters und Markus Sommer

Grünkohl nur noch auf Bestellung

23. Februar 2011

Foto: Christiane füllt Grünkohleintopf in ein Kundengefäß…

Es kann sein, dass es sich schon herumgesprochen hat, denn Grünkohl wird knapp. Wir mussten schon vor einigen Wochen angeben, welche Grünkohlmengen wir noch für die restliche Saison benötigen. Es soll etwas 20% an Mengen fehlen. Nur die dazugehörigen Produkte wie Kohlpinkelwurst, Kochmettwurst, Kasseler und Bauchspeck gibt es in der gewohnten frischen Menge. Die meisten „größeren Grünkohlevents“ sind schon gelaufen, so dass wir ein Ende absehen können. Ganz ohne Vorausschauplanung sind die zahlreichen Onlinebestellungen. Ich hoffe sehr, dass alle Aufträge erfüllt werden können. Von einem befreundeten Betrieb, wurden mir schon einig Kilo Grünkohl in Aussicht gestellt, die er nicht mehr benötigt. Es beginnt das Tausch- und Organisationsgeschäft mit dem vitaminreichen Gemüse…

Heute gab es passend zum eiskaltem Wetter Grünkohleintopf. Der sehr beliebt Eintopf hat noch einmal einen richtigen „Run“ ausgelöst. Das spüre ich schon, wenn das Telefon ohne Unterbrechung klingelt: „Können sie mir vier Portionen zurückstellen?“  Entsprechend waren einige hundert Portionen innerhalb kurzer Zeit vergriffen. Ich freue mich immer über den enormen Vertrauensvorschuss den wir beim Grünkohlgerichten genießen.

Streichkonzert

22. Februar 2011

Foto:  Die Streichwurst auf rustikalem Sauerbrot…ein Genuss!

Manchmal sind es die „einfachen Sachen“, die einem wieder begeistern. Eine Teewurst gehört nicht zu den beliebtesten Wurstsorten, weil der Fettgehalt  bei 40% liegt. Wie aber bei vielen Lebensmitteln schmecken gerade die „Gehaltvollen“ besonders gut. Ich denke da an Käse oder Schokolade.
Wir haben die Streichwurst mit einer neuen Gewürznote versehen. Dadurch kommt das Aroma der Wurst spürbar besser zur Geltung. Die leichte Rumnote bringt den gewissen „Aha –Effekt“. Persönlich liebe ich die Wurst und besonders mit kräftigem Brot schmeckt sie besonders gut. Wenn ich die Wurst herstelle, suche ich mir frisches, weiches Fett vom Schweinebauch. Dieses weiche Fett sorgt später dafür, dass die Teewurst streichfähig bleibt. Fett und Magerfleisch werden zu gleichen Teilen im Kutter mit den Gewürzen sehr fein zerkleinert. Dabei sind die Temperaturen bei der Wurstherstellung sehr wichtig. Die streichzarte Wurstmasse wird mit dem Vakuumfüller in rauchdurchlässige Kunstdärme gefüllt und über Buchenholz im Kaltrauch eine Nacht geräuchert. Ein Kaltrauch hat ca. eine Temperatur bis 20°C – wird es viel wärmer, kann es passieren, dass die Wurst tropft. Es gehört also ein wenig Fingerspitzengefühl und Erfahrung dazu, damit die Wurst optimal aussieht und schmeckt.
Ich empfehle meinen Kunden immer die Wurst ohne Butter oder Margarine zu genießen, weil weniger Fett auch gut tut. (Außerdem muss es nicht „fingerdick aufgetragen werden…) Eine Teewurst, die nicht streichfähig ist, ist entweder viel zu mager hergestellt worden, oder ist schon einige Tage älter.

Full House

19. Februar 2011

  Foto: Die Schützen fühlen sich sehr wohl…

Manchmal kommt alles auf einmal. So war heute meine Schützenkompanie Mitte mit dem 2. Tag der Knobelwoche bei uns angemeldet. Dazu kommt eine befreundete Kompanie aus Wöstendöllen, die auch knobeln möchten. Die Abendgäste mussten auch noch Platz haben und zu allem kam noch meine Clique zum Grünkohlessen. Da reichte der normale Platz nicht mehr aus. Ich musste Tische und Bänke in die Fleischerei stellen, damit alle sitzen konnten. Die Clique hatte zuvor einen ausgiebigen Grünkohlgang gemacht und kam schon sehr „fröhlich“ bei uns an. Nach Grünkohl und Pinkel wurde das neue Königspaar proklamiert (Klaus Meyer und Andrea Tönnies regieren nun das Volk). Später kam es noch zum „Schrottwichteln“…
Die Schützen hatten auch in der Fleischerei ihren Spaß. Keiner von Ihnen war zuvor in einer Fleischerei gewesen und hat dort geknobelt. Die jährliche Aktion dient zur Aufbesserung der Vereinskasse und fördert die Gemeinschaft. Unsere Kompanie stellt den diesjährigen Schützenkönig, der aber leider heute nicht dabei war.

Räucherware

19. Februar 2011

             Foto: Wer raucht Zigarren?

Ich bin kein Raucher, und kann daher auch nicht die Qualität der Zigarren beurteilen. Gestern Abend suchte ich eine kleine Schachtel und fand zwei Zigarrenkisten. Darin waren noch jede Menge schwarze und helle Zigarren. Geschätzt sind es etwa 80 Stück die aus dem letzten Jahrhundert stammen. Das kann ich daran festmachen, weil die Banderolen noch in DM ausgezeichnet waren. Gelagert waren die Zigarren in einer Schachtel. Diese Kisten wurden vor unserem Umbau schön weggestellt und da im Restaurant nicht mehr geraucht wird, sind sie auch unverkäuflich. Selber „paffe“ ich max. eine „Genusszigarre“ im Jahr (Urlaub) – also müsste ich noch weitere 80 Jahre leben. Da das aber sehr unwahrscheinlich ist, stelle ich die Zigarren meinen Bloglesern zu Verfügung. Einfach einen lustigen Kommentar abgeben und schon schicke ich die schwarzen Glimmstängel ab. (an drei Teilnehmer aufgeteilt) Nach dem nächsten Rinderfiletsteak folgt eine dicke Zigarre…