Künstlerpech oder Künstlerpflicht

22. Mai 2009

Foto: Er hat auch den klaren Durchblick verloren. Die Wurst ist eine Spende.

Wenn man Post von der „Deutschen Rentenversicherung“ bekommt, ist das in der Regel etwas für die eigene Rente. Wenn eine Zahlungsaufforderung dabei ist, schaut man schon genauer hin. In dem Bescheid steht: [...festgestellt, weil sie Werbung bzw. Öffentlichkeitsarbeit für das eigene Unternehmen betreiben und nicht nur gelegentlich Aufträge an selbstständige Künstler und Publizisten erteilen....] (in diesem Falle unsere Werbeagentur)
Hallo – ich habe ein Geschäft und muss werben!!! – und ich muss Öffentlichkeitsarbeit betreiben!!!

[...die sich hieraus ergebene Künstlersozialabgabe beträgt insgesamt: 1686,63 EUR. ]

Um eines vorweg zu nehmen: Ich bin mit der Arbeit meiner Werbeagentur sehr zufrieden. Gemeinsam haben wir sehr viel erreicht. Danke dafür. Mein erhöhter Pulsschlag ergibt sich jedoch daraus, dass scheinbar nur einige Firmen zahlen müssen. (unser Steuerberater dachte, ich wolle ihn verarschen. Mein Bundestagsabgeordneter hat sich kringelig gelacht, weil er davon noch nie gehört hat. In verschiednen Sitzungen mit Unternehmern berichte ich von der Künstlersozialabgabe: Ich haben noch KEINEN gefunden, der einen Bescheid gekommen hat. (nur der Freese)

Warum müssen wir rückwirkend bis zum Jahr 2003 die Abgaben zahlen?
Warum können sich Künstler nicht selber versichern? (bei den Preisen!)
Warum wird eine Werbeagentur als eine künstlerische Leistung angesehen?
Warum ist eine Preisänderung im Web eine künstlerische Arbeit?
Warum muss ich nicht zahlen, wenn die Agentur eine GmbH ist?
Bin ich als Fleischer auch ein Künstler? (mache Wasser schnittfest und schmackhaft-  eine hohe Handwerkskunst!)

Es wird mir sicherlich nichts übrig bleiben, als die 1686,63 EUR zu zahlen. Viel lieber würde ich das Geld für Werbung, Anzeigen, Handzettel, Onlinehandel, Web 2.0, Twitter oder einem
„Tag der offenen Tür“ ausgeben.
Sie, liebe (kranke) „Deutsche Rentenversicherung“  zwingen mich dazu, mein Geld dafür einzusparen! Ich werde nun den fünffachen Betrag ( mind. 8.500.-Euro) für Werbung einsparen. Der Werbewirtschaft und den Lokalzeitungen wird es freuen, denn tausende anderer Firmen werden ähnlich reagieren, zum Wohle einiger „zahlungsunfähigen“ Künstler!? Vielleicht sollte ich mich einfach als Künstler betiteln, damit andere für mich zahlen dürfen. Einen Künstlernamen habe ich schon: Luigi-don-Mettwurst.

P.S. Wahrscheinlich kommen jetzt kaum Kommentare, weil jeder Angst haben wird, dass die „Künstlerkralle“ auch beim ihm zuschlägt.

Sauce Hollandaise ab Feld

21. Mai 2009

Foto: Eine schnelle Zeichnung – künstlerisch nicht wertvoll.

In irgendeiner Zeitschrift – ich weiß nicht mehr wo- habe ich vor einigen Tagen eine Zeichnung gesehen. Diese habe ich heute bei einem Telefongespräch aus dem Gedächtnis gezeichnet. (und später mit etwas Farbe versehen) Mir kam der Gedanke heute, als ich zahlreiche Erntehelfer im Ort sah. Spargel und Erdbeeren haben zur Zeit Hochkonjunktur… und natürlich auch die „Sauce Hollandaise“. Gut das die Bohrung erfolgreich war… :-)

Das Salzwiesenkalb

21. Mai 2009

Foto: Große Wiesen mit frischem Kräutergras. Im Hintergrund ist Norderney zu sehen.

Der Kühlwagen ist getankt, die Ladefläche ist gereinigt – auf geht es nach Ostfriesland. Ich hole dort von einem Kollegen frisches Salzwiesen-Kalbfleisch. Die Herde läuft im Nationalpark Wattenmeer (Hellerpad) direkt vor den Deichen der Küste (Höhe Norderney)
Das Kalbfleisch von den Salzwiesenkälbern zeichnet sich durch einen eigenen Geschmack aus. Unser Landwirt, Jens Behrends vom Adrianenhof legt viel wert auf regionale Erzeugung, artgerechte Tierhaltung, Schutz von Natur und Landschaft und auf die Mutterkuhhaltung der Tiere. Auf den saftigen Hellerflächen vor den Deichen, die durch Ablagerungen der Nordsee entstanden sind, liegen die Flächen für die Salzwiesenkälber. Dieses würzige Kräutergras und die gesunde Luft der außergewöhnlichen Landschaft im Niedersächsischen Nationalpark, geben dem Fleisch eine besondere Note. Zum Spargel, aber auch auf dem Grill ist dieses Fleisch ein purer Hochgenuss.

Real Grilling from the USA

20. Mai 2009

Foto: Webers Real Grilling – eine klasse Buch

Wenn der Postmann 3 x klingelt….
Ein dicker blauer Umschlag kam heute per Post. Ein Aufkleber „United States Postal Service“  zierte das Paket. Ich muss ein wenig verwundert ausgeschaut haben, denn der Postbote sagte unaufgefordert: „Dat kuommt ut Amerikor!“ Wer schickt mir denn etwas aus den Staaten? Meine Verwandten leben in Ohio… Der schwere Umschlag wurde sofort im Büro „untersucht.“ Karsten Staudt, Birmingham stand auf dem Absender. Meine Stirnfalten wurden immer tiefer. Anett, Karsten, Eric und Tim kenne ich aus dem Blog, aber warum schicken die mir ein Päckchen?
Vorsichtig wurde mit einer großen Schere das Geheimnis gelüftet. Ein über 300-Seiten Grillbuch mit über 200 Grillrezepten war im Umschlag. Tolle Bilder, tolle Rezepte, tolle Ratschläge in der „Webers Grillbibel“
Danke – Überraschung voll gelungen! Das ist Lektüre für ein ganzes Leben! Dazu ein blitzsauberer handgeschriebener Brief –also ihr seit wirklich super! Eine Revanche mit Wurst, Bratwurst und Schinken kann/darf ich leider nicht schicken. Ich weiß aber, dass ihr öfter in Deutschland seid. Euer Blog sagt mir wann und wo….
So und nun werde ich mich an die Spare-Ribs wagen….

Eine Wurst gehört dazu…

19. Mai 2009

Foto: Grillen am Burggraben - eine schöne Kulisse…

Manchmal liegt man mit seiner Einschätzung etwas daneben. So habe ich gestern auf  „Gut Füchtel“ für den Linons Club gegrillt. Mit meiner Einschätzung: Die essen nicht so viel – und dann nur Steaks und Co.  – damit lag ich daneben. Mag sein, dass es am herrliche Sommerabend, direkt am Burggraben des Gutes lag – es wurde kräftig gegessen. Auf meine Reserve wurde angebrochen und die Grillbratwurst, sowie die Mexikanische Bratwurst wurden restlos verzehrt. „Eine Wurst gehört dazu!“ Damit habe ich in diesem Kreis nicht gerecht. Eine leckere Bratwurst ist ja auch etwas Schönes. „Essen kommen! – Haben Sie noch eine Bratwurst…?“

Mensch, wo bist Du?

18. Mai 2009

Foto: Erika schneide feinsten Schinken…und bald 800 Scheiben für den Kirchentag in Bremen.

Über 800 Scheiben von unserem “Visbeker Rollschinken” und 600 Scheiben Gouda Käse werden am Mittwoch für den Kirchentag in Bremen geschnitten. Die evangelische Kirchengemeinde aus Visbek bietet „Am Wall“ echten „Kilmerstuten“ an. Dazu gehört natürlich auch Schinken aus Visbek. Etwa 1000 Portionen werden an die Besucher verteilt. „Mensch wo bist Du!“ heißt das Motto – man könnte leichtfertig sagen: „Am Wall! Dort gibt es Kilmerstuten!“ Wir wünschen allen Besuchern viel Freude und der Kirchengemeinde viel Erfolg. (Wenn es knapp werden sollte – wir sind in 30 Minuten in Bremen… :-) )

Ein Tag am Limit

17. Mai 2009

Foto: Der Zeltplan zeigt die Tischordnung, Theke, Bühne, Kaffeebar, Buffetzelt, Küche, etc.

Wenn so ein „Mega-Arbeits-Wochenende“ zu Ende ist, dann ist man richtig erleichtert und zufrieden. (wenn auch völlig kaputt) Der vergangene Freitag war richtig anstrengend. Ein großer Fenster- und Türenhersteller aus dem Nachbarort hat zur Präsentation einer neuen Produktlinie viele seiner Kunden eingeladen. Ich möchte einfach einmal schildern, wie so ein Tag abläuft, an was gedacht werden muss und welche „Sorgen“ einem begleiten. Ausnahmsweise habe ich einen längeren Bericht geschrieben.

Unser Kunde hat ein neues und sehr innovatives Fenster auf dem Markt gebracht. Er hat einige Millionen Euro investiert und möchte das Produkt seinen Kunden vorstellen. Dazu wurde auf dem Firmengelände ein wunderschönes „V.I.P.-Zelt“ aufgestellt, mit toller Dekoration in Firmenfarben, Teppiche, Hightech-Bühne, Ausleuchtung, etc. – kurz: Es wurde an alles gedacht. In vielen Vorgesprächen wurde der Tag minutengenau besprochen. Ich schildere das so genau, damit deutlich wird, welche Bedeutung unser Kunde in diese Veranstaltung legte.

Am Freitag trafen nun die ersten 300 Firmenkunden im Festzelt ein.Mit einem „Walking-Buffet“ sollte die Gäste empfangen werden.

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Schlagzeilen

14. Mai 2009

Foto: Ein ehemalige “Schlagzeile” auf innovtiv-in.de :-)

Von einem kleinen Bericht in der „Süddeutschen-Zeitung“ träume ich ja schon länger. Nun ist mir ein „Teilerfolg“ gelungen. Ein Malermeister aus Vechta hat mir gestern ein Fax geschickt, wo ein Zeitungsausschnitt aus der „FAZ am Sonntag“ zu lesen ist. In diesem Beitrag geht es im die letzte Ausgabe des „SZ-Magazins“ vom 7.Mai 2009 (Heft 19) Das Magazin beschäftigte sich mit der „Zukunft des Journalismus“ – und damit auch um das Thema bloggen.

Scheinbar ist dieser Beitrag in der Medienwelt heftig diskutiert worden, denn auf „Spiegel online“ und auf „Taz.de“ wurde darüber auch berichtet. Ich habe eigentlich im „SZ-Magazin“ nur einen frischen Kommentar abgegeben… Dieser Kommentar diente der „FAZ am Sonntag“ zu einem Beitrag, indem unser Kommentar ganz abgedruckt wurde.

Ich danke ganz herzlich für dieses Vertrauen und diese Ehre, als Fleischermeister für Blogs zitiert zu werden.

Akten unter Strom

13. Mai 2009

Foto: Doreen im Arichv….

Doreen wühlt gerne in Akten…  Wir müssen alle Energierechungen vom Strom-, Gas-, und Öllieferanten eines Jahres suchen. Diese Rechnungen werden zur Berechnung der Stromsteuer an das Hauptzollamt eingereicht. Eine sehr komplizierte Sache, weil wir als produzierender Betrieb, den privaten Bereich herausrechnen müssen und das jährliche Lohnjournal spielt auch noch eine Rolle in der Berechnung. Die komplette Antragsstellung erledigt für uns Frau Andrea Stanzel. Das Ganze ist etwas mühselig – es gibt aber immer Geld vom Hauptzollamt zurück.

Berner Sennenhund

11. Mai 2009

Foto: Die sehen richtig “kuffig” aus…

Mein Bruder Markus hat einen Bauernhof im Emsland. Dort hat er einen Berner Sennenhund der nun zehn Welpen geboren hat. Vier Hündinnen und drei Rüden können ab der 26.KW abgegeben werden. Wer also zufällig so einen wunderschönen Hund sucht, der sollte mit Markus Kontakt aufnehmen.