Frühlingsgrüße aus der Fleischerei

21. März 2009

Foto: Ein netter Gruß aus dem Fleischer-Fachgeschäft

„Frühlingsboten in Visbek“ – unter diesem Motto ist am morgigen Sonntag verkaufsoffen. Zahlreiche Geschäft öffnen ab 13 Uhr und zeigen Ihre neusten Frühlingstrends, Moden, Messeneuheiten oder Angebote. Natürlich öffnen auch wir die Türen. Da zahlreich Besucher aus der umliegenden Region in den Ort fahren, bieten wir eine „Schnuppertüte“ an, damit die neuen Kunden uns kennen lernen. Für nur 10.- € wird eine Tüte prall gefüllt mit einer Sahne-Schnittlauchleberwurst, eine Zwiebelmettwurst, zwei Kochmettwürste, drei Grillbratwürste, vier Wiener, sowie 100g Nussschinken.
Dazu erhält jeder Kunde einen kleinen Frühlingsgruß in Form einer Blume. Bellis nennen sich die wachsenden Grüße. (Dabei dachte ich doch tatsächlich an ein Getränk…!)
Meine Schwiegermutter hat am Sonntag auch noch Geburtstag, vielleicht bleibt ja eine „Bellis“ übrig. :-)

Dessertlöffel gesucht!

20. März 2009

Am Freitag stehen meistens zahlreiche Desserts auf der Küchenliste. Für die jeweiligen Buffets werden die Mengen entsprechend gewogen, beschriftet und kühl gestellt. Stefan hat heute sechs Kilogramm Herrencreme zubereitet. Die Herrencreme wird mit viel Hüftgold (Schlagsahne), Zartbitterschokolade und etwas Rum hergestellt. Für viele unserer Kunden ist der Pudding immer noch ein „muss.“ Andere Desserts wie: Tirami Su, Sauerrahmcreme mit Himbeerpüree, Panna Cotta oder Capaccio von Kiwi und Orangen mit Pinienkernen müssen oft erst getestet werden, bevor sie dann auf große Begeisterung stoßen. Als großer Dessertliebhaber bleibt es oft bei mir hängen, die großen Töpfe ganz „sauber zu kratzen“, bevor sie in die Spülmaschine kommen… :-)
„Essen kommen!“ – wo ist mein Dessertlöffel?

Das besondere Lammfleisch: Die Moorschnucke

19. März 2009

Die Diepholzer Moorschnucke ist ein ganz besonderes Fleisch. Die Herden laufen im Naturraum der Diepholzer Moorniederung. Die Qualität unseres Fleisches beruht auf den natürlichen Lebensbedingungen der Moorschnucken: Das Fleisch ist fettärmer und dunkler als das anderer Schafrassen. Die Moorschnucke zeichnet sich durch einen besonders würzigen Wildgeschmack aus – ein Naturgenuss er Sie als Braten oder Wurst erwartet. Heinz-Josef Feldhaus zeigt nun die Zerlegung und die Teilstücke. Eine kleine Fotodokumentation.

Auf dem Foto erkennt am die Teilstücke, die in den Verkauf kommen. Wir beginnen oben links und gehen im Uhrzeigersinn weiter: Links oben: Die beiden Keulen. Mich für mich die wertvollsten Teil und für den Kunden vielseitig verwendbar. Daneben die Lammschulter/Blätter (siehe Aktion weiter unten) Das lange schlanke Stück ist der ganze Lammrücken, für Lammkotelett, Lammcarree, Lammrückenbraten usw. Ganz außen liegt das Kochfleisch. (Rippchen) Davon werden wir Kräuterleberwurst von der Moorschnucke (im Glas) herstellen.

Links unten liegen die beliebten Lammhaxen zum schmoren, daneben die Nacken (Grillen). Die langen Filetstückchen sind bei den Feinschmeckern besonders beliebt. (in Knoblauchöl mit vielen Kräutern mariniert)

Aus der Lammschulter haben wir etwas Leckeres gezaubert: “Lammschulter im Gemüsebeet“
Würzung: Salz, Pfeffer, Knoblauch, Kräuter, Olivenöl. Das Fleisch damit gut einreiben. Zwiebeln, Lauch und Möhren würfeln und waschen. Die Schulter in den Bratschlauch legen, das geputzte Gemüse (reichlich) dazu legen und mit einem Zweig Thymian und Rosmarin belegen. Die Beutel gut verschließen. Die „Lammschulter im Gemüsebeet“ nun etwas 1,5 Stunden bei 180°C im Backofen garen. Anschließend 15 Minuten ruhen lasen und auf den schön gedeckten Tisch mit einem trocken Rotwein servieren. Guten Appetit und „Essen kommen!“

Aufgabenstellung

18. März 2009

Gestern habe ich meinen Blogbeitrag auf dem Fleischerblog geschrieben. Dabei habe ich über unser ERFA-Treffen berichtet. (ERFA: Erfahrungsaustausch) Es ist also mehr ein fachlicher Beitrag. Dennoch möchte ich zu einer Visite auf dem Blog der Fleischer einladen. Dort gibt es immer etwas zu entdecken. Viel Spaß. Ich stecke mitten in der Vorbereitung für eine Laudatio an unseren scheidenden Kreishandwerksmeister. Eine ehrenvolle Aufgabe, die ich gerne übernehme.

Synchronismus

16. März 2009

Foto: …mmmh, das schmeckt lecker: Übereinstimmung!

Die Grünkohlsaison 2008/2009 neigt sich dem Ende zu. Heute hat noch ein Gastwirt aus München für 40 Gäste Grünkohl, Pinkel und Mettwurst bestellt. Schätzungsweise wird es der letzte Grünkohl sein, den wir kochen, denn unser Frischdiensthändler hat schon seinen knappen Lagerbestand angekündigt.
Kunden kommen in den Laden und fragen: „Giv dat noch Pinkelwus?“ Wir produzieren noch, aber gemessen an die Hauptsaison, findet man die Wurst in der Füllmaschine kaum wieder. Die Saison war – gefühlt – noch besser, als im vergangenen Jahr. Kohlpinkel.de sucht sich schon ein ruhiges Plätzen und wird seine Sommerpause antreten. Ab dem 1.April ist endgültig Feierabend. Dann kommen die Grillspezialitäten… *Freude.

Danke!

14. März 2009

Wenn unerwartet Geschenke kommen… Heute ist so ein Tag. Zuerst kam per Post ein Päckchen von meiner Kollegin Doris Siegle. Sie bedankt sich für die Gastfreundschaft am vergangenem Wochenende in Visbek Doris Siegle war aus Bietigheim-Bissingen angereist um als Referentin in unserem ERFA-Kreis zu sprechen. DANKE Doris! Die beiden Bücher: „Sprechen Sie Schwäbisch?“ und „Augenblicke der Menschlichkeit“ treffen genau die Stimmung des Treffens wieder.

Ein weiteres Geschenk kam heute von einer guten Bekannten. Sie stand plötzlich im Büro mit den Worten: „Hier sind 100.- Euro. Du sammelst doch für die Malawi-Hilfe! Ich habe etwas versteigert. Das Geld möchte ich spenden…!“
Wow – die Spende gebe ich gerne weiter. DANKE Margret!

Geschirrfee im nächtlichen Einsatz

14. März 2009

Foto: 1,2,3… – so steht das Geschirr für jede Party fertig gepackt.

Geschirr abpacken ist nicht unbedingt die Lieblingsbeschäftigung in unserem Haus. Obwohl die Teller in praktischen 25-er Träger stehen, werden Messer, Gabeln und Anlegbesteck immer individuell für jeden Auftrag gepackt. Alles wird in Folie gesteckt, damit es auch schön sauber bleibt. Als ich heute früh angefangen hab, stand das gesamte Geschirr schon fertig gepackt. Abgezählt, beschriftet, eingepackt und zeitlich geordnet. Danke liebe Abpackfee. So macht die Zusammenarbeit Spaß.

Frühlingshafte Auswüchse

13. März 2009

Foto: Die geschälte Zwiebel zeigt uns, es wird Frühling…

„Achtung, der Frühling kommt! Bitte gehen Sie ganz rechts und beobachten Sie Ihre Mitmenschen. Die Natur schlägt kräftig aus und überrascht mit blühenden Blumen, viel Sonne und triebartigen Zwiebeln! Wir informieren Sie, sobald auch wir etwas spüren…!“

Diese Meldung ist natürlich nur eine Finte. Ich komme darauf, weil es im Laden sehr ruhig ist (alle im Garten?) und die Zwiebel in der Küche schon ausschlägt (Foto). Kaum geschält uns schon wieder triebhafte Auswüchse. Hoffentlich steckt das nicht an.

St.Florian Schinken mit Meersalz

13. März 2009

Foto: St.Florian Schinken – über 200 Tage gereift.

Mit dem Fotografieren ist es wie mit dem Kochen. Jeder weiß, wie es gemacht werden soll, aber nicht immer stellt sich der Erfolg ein. Einige Dinge gelingen auf Anhieb, für andere Sachen muss man sich unglaublich lang machen, damit ich halbwegs damit zufrieden bin. Unser „St.Florian Schinken“ hat sich gut ablichten lassen. Er war nicht zickig und hat sich von seiner guten Seite gezeigt.  Wir stellen den Schinken mit grobem Meersalz her. Der  Schinken ist im Naturreifeverfahren hergestellt und hängt über 200 Tage, bevor er in den Verkauf kommt.

Blitzlichtgewitter

11. März 2009

Foto: Auf dem Fototisch: Käsewiener

Wenn man zu einem „Foto-Shooting“ eingeladen wird, stehen die meisten Models sofort auf der Matte. Bei uns ist heute nachmittag ein solches „Blitzlichtgewitter“ – allerdings ohne Catwalk. Würstchen, Bratwurst, Menüs und Konserven stellen sich der Kamera. Das meine Ausbildung zum Fleischer eine kleine Fotoausbildung mit einschließt, habe ich nie erwartet. Die Zeiten wandeln sich – in einer „Manufaktur für gutes Essen“ stehen solchen Dinge eben auch auf der „to do Liste!“
Als Nächstes kommt das Model: „Schaschlikpfanne“ an die Fotowand: Maske, Licht, Deko, Beleuchtung, Zubehör, Fotograf – bitte alles auf die Plätze! Ruhe – Aufnahme!