Fünfundzwanzig-Prozent-Rabatt

31. August 2009

Als ich heute morgen die Tageszeitung aufgeschlagen habe, war in einer Anzeige vom Mitbewerber zu lesen:  „25 Prozent Rabatt – Wir feiern Schlachtfest, feiern Sie mit. Auf unser gesamtes Fleisch-, Wurst- und Salatsortiment erhalten Sie 25% Rabatt!“
Ich dachte im Stillen. „Das wird heute sicherlich ein ruhiger Tag werden. Welcher Kunde läßt sich so ein Angebot entgehen?“  Der Kollege feiert seine EU-Zulassung nach erfolgreichem Umbau. Herzlichen Glückwunsch dazu.
Ich habe zu unseren Damen heute nur gesagt: „Jeder Kunde, der in dieser Woche zu uns einkaufen kommt, zahlt „freiwillig“ 25% mehr!“ (Er muss ja nicht bei uns einkaufen…)
Das heute noch mehr Kunden im Geschäft waren, wie sonst montags, hat mir noch etwas Spaß gemacht. Danke liebe Kunden, für die Treue.

Schnell noch ein Buffet ausliefern…

30. August 2009

Foto: Schnell noch den frischen Lachs abziehen…

Um 18 Uhr geht heute noch ein italienisches Buffet raus. Neben verschiedenen Vorspeisen, wird Hähnchenbrustfilet auf Ratatouille-Beet, Schweinefilet Monza in Tomatensauce und Lachs auf Gemüsebeet ausgeliefert. Der Lachs wird nur mit etwas Olivenöl, Zitrone und leicht gewürzt zubereitet. Dann kommen die ganzen Lachsseiten 30 Minuten in den Ofen. Als Beilagen gibt es Rucculasalat mit Parmesan, Feldsalat mit frischen Pfifferlingen, Rosmarinkartoffeln und eine feine Käseauswahl angeboten.
Zum Dessert wird den Herrschaften Mascapone Trifle und frischer Obstsalat angeboten. Das ganze Buffet soll pünktlich um 18:30 Uhr in Dötlingen sein. Etwa 25 Minuten Fahrzeit muss ich für das italienische Buffet einplanen – etwas kürzer als der Ferrari in Spa-Francorchamps benötigt hat. :-)

Baustellen-Marketing

26. August 2009

Wer im Ort eingebunden ist,  kommt um die „Ehrenarbeit“ kaum herum. Im örtlichen Handels- und Gewerbevereins stehen jede Woche viele Aufgaben an. So arbeiten wir zur Zeit an einem „Baustellen-Marketing“, weil der gesamte Ortskern neu gestaltet wird. Kein Stein bleibt liegen, wenn die Fahrbahnen, Bürgersteige, Parkbuchten, Beleuchtungen und Bäume im Ort erneuert werden. Der erste Bauabschnitt ist fast fertig gestellt. Weitere 12 Monate werden jedoch die Bagger und Straßenabsperrungen das Ortsbild prägen.

Wir vom „Baustellen-Marketing-Ausschuss“ haben uns nun einige Dinge überlegt, damit dennoch Kunden in den Ort fahren. Daraus ist ein Maulwurf geboren (Maulwurf = Erdarbeiten, wühlen, etc.), der auf den Namen „Willi“ hört. Dieser„Visbeker Baustellen Willi“ wird auf einen Schlüsselanhänger aufgedruckt und von allen Geschäftsleuten (140 Mitglieder) verteilt. Der „Willi“ ist aber nicht nur ein Anhänger, sondern ein ganz feiner und wertvoller Kerl. Wir werden „Maulwurffänger“ in unregelmäßigen Abständen durch den Ort schicken (Baustelle). Diese „Maulwurffänger“ fragen unsere Kunden, ob sie dem Maulwurf „Willi“ dabei haben. Kann dieser gezeigt werden, so wird ein kleines Präsent vom „Maufwurffänger“ überreicht. Somit ist der Schlüsselanhänger ein wertvoller Begleiter während der Bauphase.

Weiter gibt es die „Maulwurf-Card“. Im Innenfeld der Karte sind 24 freie Felder (Maulwurfhügel) die bei jedem Einkauf von jedem Geschäft mit einem „Willi“ abgestempelt werden. Die volle Karte kommt in eine Lostrommel. Am Ende der Bauphase werden unter allen Teilnehmern wertvolle Preise, wie Reisen und Einkaufsgutscheinen verlost.

Weitere Aktionen sind monatliche Baustellenpartys mit Visbeker Rockbands, Bausstellenevents und Spiele mit unseren Kunden. Alles wird über ein Plakat und über die Tageszeitung bekannt gegeben.. Der „Willi“ ist bei jeder Aktion der Star. Die Baustellenpartys mit den jeweiligen Themen werden über Flyer bekannt gemacht.
Alles in allem wollen wir uns über eine langfristige Aktion immer wieder ins Gespräch bringen. Die Bauphase behindert die Geschäfte schon enorm. Gemeinsam können wir die Behinderung jedoch ein wenig abmildern. Es geht los Willi – die Maulwurffänger warten…

 

Die Metzger-Pizza

25. August 2009

Foto: So stellen wir die “Metzger-Pizza” her.

Wer kennt sie nicht, die Tiefkühlpizza aus dem Supermarkt. Wir haben die Pizza nun ein wenig mehr in unsere Richtung gedreht und eine „Metzger-Pizza“ hergestellt.

Als „Teig“ verwenden wir gemischtes Hackfleisch, etwas gewürztes Paniermehl  und etwas Wasser. 2.) Das Ganze wird gut vermengt. 3.) Der „Teig“ wird nun auf eine Pizza-Aluform verteilt. 4.) Der Pizzaaufstrich wird ganz dünn aufgetragen 5.) Die Pizza wird verschieden belegt mit geriebenem Käse 6.) mit Paprikawürfel und Salami 7.) und mit herzhaftem Käse. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. 8.) Die fertige Pizza wiegt etwa 800g und bekommt noch etwas Kräuter der Provence. Ab in die Kühltheke und schon wartet die Metzger-Pizza auf den ersten Kunden…
Die „Metzger-Pizza“ sollte mind. 10 Minuten bei 180°C in den vorgeheizten Ofen. Essen kommen „Bella Italia!“

Grill anzünden auf Chilenisch

24. August 2009

Grillanzünden – das ist für viele ein Ritual. „Das macht nur mein Mann!“, sagte mir heute eine Kundin im Laden. Wenn wir beim Kunden grillen, nehmen wir immer 10 kg Holzkohle je Grillgerät mt (Briketts, weil die länger die Hitze halten). Darauf gießen wir einen halben Liter flüssigen Anzünder und zünden das Ganze mit einer Eierwaben an. Nach 30 – 40 Minuten ist der Grill startklar.
Eine ganz interessante Art einen Grill anzuzünden habe ich auf Grillfans.de gesehen. Grillanzünden auf chilenische Art. Interessant sieht es aus – ich werde das einmal testen. (Muss man die Weinflasche vor dem Grillen austrinken..?)

Beerenobstcocktail mit Zitronenhaube

22. August 2009

Foto: Beerenobstcocktail mit einer Zitronenhaube – naschen erlaubt.

Obwohl ich ein sehr „süßer Junge“ bin und unheimlich gerne Kuchen und Dessert esse, habe ich diesen Nachtisch noch nicht probiert: „Beerenobstcocktail mit Zitronenhaube!“
Heute hatte ich jedoch gleich eine passende Gelegenheit dazu – mitten in Bremen auf dem Marktplatz. Dorthin haben wir ein Fingerfood- Buffet zum Musikfest gebracht. (Kostprobe) Leider war meine Fahrweise etwas „zügig“ so dass nicht alle Champagnergläser mit dem Dessert stehen geblieben sind. Glück im Unglück war, dass der Inhalt nicht flüssig ist. Einige der Einweggläser konnte ich noch retten, die anderen wurden ausgiebig getestet. :-)  
Das „Obst-Cocktail“ wird mit Heidelbeeren, Himbeeren, Brombeeren und Johannisbeeren hergestellt. Darauf kommt eine Haube mit Zitronencreme und etwas Krokant. Schmeckt zusammen richtig lecker. Obst kann so lecker sein…es muss aber mit dem Dessertlöffel gegessen werden. :-)

Erntehelfer in der Region

22. August 2009

Die Gemeinde Visbek hat knapp 10.000 Einwohner. In den Sommermonaten wird jedoch 14.000er Marke durch die Erntehelfer in der Region locker übersprungen. Erdbeeren, Heidelbeeren und andere Obst- und Gemüsesorten werden industriemäßig angebaut und geerntet. Aber auch Champignons werden in Visbek jede Woche tonnenweise gepflückt. Andere ausländische Helfer arbeiten im örtlichen Geflügelschlachthof.
 
All diese Helfer müssen versorgt werden, müssen irgendwo schlafen und gehen auch einkaufen (bei Discounter). Frühstück- Mittag- oder Abendessen übernehmen meistens die Großküchen der Krankenhäuser. (ca. 3,00 € je Mittagessen)

Einige große Landwirte haben schon eine eigene „Buslinie“ mit alten Fahrzeugen. Damit werden die Arbeiter zu den Feldern gefahren. Dabei ist mir aufgefallen, dass beim Transport der Erntehelfer im Display am Bus steht: „Landwirtschaftlicher Verkehr“ – beim Bus mit den Arbeitern des Schlachthofes steht: „Berufsverkehr“. Mein Gedanke: „Sind die Menschen in der Landwirtschaft nicht berufstätig?“ [landwirtschaftlicher Verkehr] … Seltsam oder? (Vielleicht hat das steuerliche Gründe)

Ein ganz anderes „Problem“ zeigt sich in jüngster Zeit mit den Erntehelfern…

Cool down – damit alles frisch bleibt

20. August 2009

Foto: Ein Eisbeutel kommt mit in die Tasche, damit alles schön kühl bleibt.

Bei +30°C und mehr sind frische Lebensmittel wie Fleisch und besonders Hackfleisch sehr gefährdet. Die Bakterien haben Hochkonjunktur und fühlen sich richtig gut. Damit der Kunde mit den bei uns gekauften frischen Produkten gut und sicher nach Hause kommt, packen wir gratis einen Kühlbeutel mit „Crasheis“ in die Einkaufstasche. So bleiben die Produkte kühl und die Kühlkette ist nicht unterbrochen. Unsere Kundschaft nimmt das dankbar an. Wir tragen die Verantwortung für frisches Fleisch bis in die Bratpfanne (oder bis zum gemeinsamen Essen). Am Tisch wird bei Gespräch dann gelobt oder getadelt. Wir möchten natürlich, dass die Köchin (Koch) gelobt wird und geben daher bei sommerlichen Temperaturen Eis mit in die Tasche. Wichtig ist auch, dass der Kühlschrank schön kalt gestellt ist. Viele Verbraucher wollen sparen und stellen den Regler auf “7″, damit der Kühlschrank weniger laufen muss. Legen Sie einfach ein Thermometer in den Kühlschrank und halten sie die Temperatur zwischen +2° und +5° C. Ihre Lebensmittel halten sich so viel länger… Frische ist kein Zufall.

Leberwurst ist Handwerkskunst

19. August 2009

Foto: Eine grobe Leberwurst, frisch aus dem Rauch – eine Delikatesse.

Mein alter Lehrmeister sagte mir immer: „An einer Leberwurst erkennt man die Qualität einer Fleischerei!“ Ich muss ehrlich zugeben, dass ich diesen Satz anfangs nicht verstanden habe. Für mich soll jede Wurst lecker sein. Was er aber meinte ist, dass man bei einer wirklich tollen Kochwurst (Leberwürste gehören zur Gruppe der Kochwürste) viele Fehler gemacht werden können und man kann an der Leberwust auch die frische der Zutaten schmecken. Wir bekamen heute eine grobe geräucherte Leberwurst in den Laden, die für mich sehr ansprechend aussieht. Die Wurst haben wir im Naturdarm und ohne einen Emulgator hergestellt. Anschließend wurde sie eine Nacht im Kaltrauch über Buchenholz geräuchert. Das Aroma ist wirklich voll ausgeprägt. Auf Schwarzbrot schmeckt das einfach superlecker.
Meinen Kunden empfehle ich immer, die Leberwurst ohne zusätzliche Butter oder Margarine aufs Brot zu essen. So spart man noch etwas Fett…

Kulinarische Weltreise

16. August 2009

Heute Abend hat mein Sohn Lucas (14) für uns gekocht. Wie es sich gehört kommen die Rezepte dazu nicht aus dem Internet, sondern aus seinem Nintendo DS. Dort gibt es einen „Kochkurs“ mit 245 Rezepten aus aller Welt.
Lucas beginnt die Weltreise in Italien: „Carpacchio vom Rinderfilet“ mit Parmesan, Champignons und Römersalat zubereitet (siehe Foto). Das Gericht war wirklich sehr lecker. Dazu gab es Bio-Vollkorn Nudeln. Das Getränk hat er aus Indien geholt: Lassi (mit Joghurt, Wasser, Salz, Zucker) Aus dem Backofen wurde warmes Fladenbrot serviert. (Griechenland) Zum Dessert ging die Reise nach Schweden: Schwedische Erdbeercreme mit ganzen Früchten.
Vielleicht kommt Lucas bald als Koch auch in Ihre Küche… :-)