Geschmack hat eine Lobby: Die Moorschnucke!

 Die Diepholzer Moorschnucke steht für eine unverwechselbare Fleischqualität, deren Ursprünglichkeit durch die EU mit einer Herkunftsbezeichnung geschützt wurde. Ihr Futter besteht in erster Linie aus Wildpflanzen: Pfeifengras, Seggen und Sauerampfer, Pilzen, Moos und Flechten, Besen und Glockenheide und Blaubeeren. Aufgrund dieser Ernährung und des langsamen Wachstums, weist das Moorschnuckenfleisch eine exzellente Struktur auf. Es zeichnet sich durch einen würzig-vollaromatischen, wildbretartigen Geschmack aus. Wir arbeiten mit Schäfer Dreyer von der Schäferei Uhlenhof zusammen, der uns mit dieser regionalen  Besonderheit beliefert.
In diesem Jahr starten wir erstmalig die Schnuckenwoche. Hans Gerd Staschewski vom Blog „Regional und Gut“ war uns behilflich und hat Kontakte geknüpft. Er leitet u.a. den Nohn-Profit-Verein Slow Food im Nordwesten. Die Diepholzer Moorschnucke ist von Slow-Food e.V. in die „Arche des Geschmacks“ aufgenommen worden.

Bei Lammfleisch gibt es nur zwei Typen von Genießern: 1. Ich liebe es! 2. Ich mag kein Lammfleisch! Dazwischen gibt es nichts. Wir bieten viele Moorschnuckenspezialitäten an, wie Spieße, Ragout in Blätterteig, Wiener, Bratwurst usw.  Damit der erste „Moorschnucken-Geh-Versuch“ etwas sicherer wird, haben wir eine Moorschnuckenschulter im Gemüsebeet ofenfertig vorbereitet. Die Schulter ist gewürzt und mit vielen frischen Kräutern und Gemüse im Bratschlauch hergerichtet. Man muss nur noch den Heißluftofen auf 180°C aufheizen und die Moorschnuckenschulter 2 Stunden garen. (plus 15 Minuten ruhen lassen)
Als Empfehlung haben wir Rosmarinkartoffeln, Speckböhnchen und Feldsalat mit Pfifferlingen empfohlen. Ein trockener Rotwein rundet das Festmahl ab.

Persönlich esse ich sehr gerne Lammfleisch. Der Geschmack ist bekanntlich ja unterschiedlich – wie sieht es bei Ihnen aus?

Essen Sie gerne Lammfleisch? Oder haben Sie wenig Erfahrung mit dem herrichten leckerer Lammfleischgerichte? Was schmeckt besonders gut zum Lammfleisch?

Ich freue mich auf „schnucke-lige“ – Kommentare…

Fotoquelle: Schäfer mit Herde, Moorschnucke

Keine Reaktion zu “Geschmack hat eine Lobby: Die Moorschnucke!”

  1. Andrea

    Ich mag auch Lammfleisch. Am liebsten vom Grill. Die Idee mit dem bratfertigen Lammbraten finde ich toll. Gerade, wenn man das erstmal Lamm zubereitet, danach kann man dann ja selber experimentieren.
    lg andrea

  2. Hans-Gerd Staschewski

    Lieber Ludger,
    herlichen Dank für die Erwähnung meiner Aktivitäten in Deinem Blog. Allerdings ein bischen zuviel der Ehre. Das Thema Slow Food und Nordwesten ist schon ein bischen mehr aufgeteilt. Ich selbst bearbeite dabei den Landkreis Diepholz und umzu. Weiter dazu gehören die Convivien Osnabrück, Bremen, Oldenburg und Ostfriesland. Wer Lust hat auf regionale Lebensmittel und alles was dazugehört, der kann am 23. September von 9.oo Uhr bis 18.00 Uhr im Museumsdorf in Cloppenburg auf dem von den 5 Convivien veranstalteten “Genuss im Nordwesten” fündig werden. Weitere Infos gibt es auf: www.genuss-im-nordwesten.de.

  3. URS

    Lammfleisch? Oh gerne. Aber nur das gute, was so richtig zart ist, und nicht die Schuhsohle aus dem Supermarkt. Bei uns auf dem Wochenmarkt gibt es eingelegtes Lammfleisch, das nach 10 Minuten in der Pfanne bestens schmeckt — meistens jedenfalls.

    Im Urlaub habe ich das Buch “Glennkill” ( http://www.buch.de/shop/home/suchartikel/glennkill/leonie_swann/ISBN3-442-46415-3 ) gelesen, in dem aus Schaf-Sicht der Mord an ihrem Schäfer aufgeklärt wird. Von den anderen Leuten am Strand wurde ich wegen der gelegentlichen, nicht zu unterdrückenden Lacher manches Mal schräg angesehen…
    Und ob das jetzt in Irland oder Nordwest-Deutschland spielt, macht keinen großen Unterschied.

    Viel Spaß beim Lesen und Essen,
    URS

  4. Ludger

    @Andrea,
    auf den Grill schmecken mir die Lammlachse besonders gut. Eingelegt in Knoblauchöl mit frischen Kräutern…herrlich!
    Aber auch ein Eintopf mit gekochtem Lammfleisch ist Hochgenuss pur!

    @Hans Gerd,
    wenn Du die Regionen so aufzählst, ist der Nordwesten aber gut abgedeckt! :-)
    Die Veranstaltung im Cloppenburger Museumsdorf ist schon notiert. Danke.

    @URS,
    das muss ja richtig lustig aussehen: lesen und dabei laut lachen! Ich glaube, es gibt viele Lammfleischliebhaber. Genuss und Literatur passen auch sehr gut zusammen.

  5. Michael Lalk

    Ich komme ursprünglich aus der “Romantischen Heide”, wo die Heidschnucke zu den Delikatessen gehört.
    Der Geschmack der Heidschnucke (ich mag hier besonders den Rücken im Kräutermantel) hat mit Lammfleisch eigentlich nichts gemein, er ist eher bei Wild angesiedelt, so dass auch diejenigen, die Lammfleisch nicht mögen, Heidschnucke gerne essen.
    Ich finde Eure Aktivitäten lobenswert. Wir haben so herrliche Spezialitäten in unseren Regionen, da muß ich nicht Steaks aus Argentinien essen oder Lammfleisch aus der Provence.
    Wichtig deshalb Deine und Herrn Staschewskis Promotion für deutsche Spezialitäten.

  6. Ludger

    Hallo Michael,
    zu der “Diepholzer Moorschnucke” sagt man auch “weiße hornlose Heidschnucke.” Sie werden zur Pflege der Moore eingesetzt. Eine Verwandschaft liegt also vor…

  7. Doc Sarah Schons

    Nu, ich bin eigentlich Vegetarierin, wie Ihr sicher schon wisst…
    Aber wenn Fleisch, dann Lammfleisch…
    Und mein “Irish Stew” ist immer noch legendär… ;-)

  8. Ludger

    @Sarah,
    mmh, Irish Stew…
    Ich bringe das Fleisch – du die Zutaten! :-)
    Das wird bestimmt lecker!

  9. Doc Sarah Schons

    ok – gebongt, lieber Ludger! Wen laden wir ein?! ;-)

  10. Karsten

    Mmmmmhhh…Lamm=Lecker! Ich hab zwar noch nie Lamm gegrillt, bin aber fuer tolle Rezeptvorschlaege offen :) Irish Stew ist auch lecker, solange es nicht als “Altschafverwertungssuppe” gekocht wird…

  11. Elita Wiegand

    Hi Ludger,

    habe schon von Hans-Gerd von Euerer wunderbaren Kooperation und dem Wahnsinns-Lammfleisch der Diepholzer Moorschnucke gehört. Bitte lass mich wissen, wann Ihr mit den Schnuckenwoche startet, damit ich bei Dir bestellen kann. Ich liebe Lamm!

  12. Ludger

    @Elita,
    wir beginnen mit der Aktion schon heute. Bin mal gespannt, wie sie anläuft. Wir planen aber, die Aktion ca. 2-3 Wochen laufen zu lassen.

    @Karsten,
    die alten Tiere sitzen immer noch tief in den Köpfen der Leute. Ein “alter Bock” riecht beim Kochen auch nicht gerade lecker. Heute wird aber nur noch junges Fleisch verwendet, so das der Genuss gesichert ist.

    @Sarah,
    oh, die Liste könnte sehr lang werden. Wer möchte denn kommen?
    Es wird sich bestimmt eine Gelegenheit bieten. Zu Elitas Kochabend am 20. September passt das nicht…

  13. Schäfermeister Dreyer

    Hallo liebe Leser und besonders du Ludger.
    Das ging ja superschnell mit der Moorschnucke von uns zu dir.
    Ich freue mich auf viele Aktionen rund um die Diepholzer Moorschnucke und wünsche allen Liebhabern von Schnuckenfleisch viel Spass beim Kochen. Sicher werde ich den einen oder anderen Geniesser mal treffen.
    Und der Ulenhof ist für Besucher unserer Herden immer offen. Besonders im Herbst, wenn die Kraniche kommen ist es spannend das Geestmoor zu besuchen.
    tschüss Mathias Dreyer

  14. Markus

    Oh je, das klingt ja lecker!
    Nur habe ich in Nürnberg leider nichts davon.

    Lammfleisch finde ich lecker, auch wenn es keine Schnucke ist.
    (Das gab einmal ein Gelächter, als ich unwissender Städter in der Oberpfalz “HEUschnucken-Schulter” bestellt habe (dort werden tatsächlich Heidschnucken gehalten)!)

    Gut, die zähen Lammkoteletten bei diversen Griechen bei uns (Knochen mit Haut und ein paar Fleischfasern) muß ich nicht haben, eine Offenbarung war aber einmal “Lammrücken auf Heu” bei einem Landgasthof…
    Schade, ich müßte wirklich umziehen!
    Beste Grüße,
    Markus

  15. Ludger

    @Mathias Dreyer,
    schön, dass Du als Schäfer selber einige Zeilen schreibst. Danke dafür! Die heutigen Kunden waren sehr zufrieden. Die Moorschnucke ist bei Gourmets sehr beliebt! Diese Feststellung kann ich schon nach zwei Tagen treffen.

    @Markus,
    Deine nächste Tour in den Norden wird bestimmt eine Gourmettour werden. Grünkohl, Pinkel, Mockturtle, Moorschnucke….
    Der Norden hat viel zu bieten – gelle? :-)

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