Testbericht: Premium Holzkohlenbriketts in der Praxis

10. Juni 2017

Foto: Die Holzkohlenbriketts mit dem Loch in der Mitte

Ich möchte heute einen Testbericht ins Blog stellen. Ich schreibe den Bericht ohne mit dem Hersteller gesprochen zu haben oder dafür einen Auftrag zu haben -  also völlig frei und aus meiner langjährigen Erfahrung als Griller. Wir grillen jeden Sommer für einige hundert Gäste (in den nächsten Wochen noch für 1400 Personen). Dabei verwenden wir immer Holzkohle (für den Gasgrill natürlich nicht) Schon seit Jahren habe ich immer hochwertige Briketts genommen, die ein langes Arbeitsfenster haben. Auch wenn die Kohle immer vom selben Lieferanten/Hersteller war, konnte man Qualitätsschwankungen feststellen.

Der Einkauf
Bei einem Einkauf in den Ausstellungsräumen von Schickling-Grill aus Visbek, habe ich schon öfter die „kleinen“ Kartons mit Holzkohle stehen sehen. Meine Neugier wurde immer stärker, so dass ich bei einem der letzten Einsätze mit den Briketts von „Greek Fire“ den Grill befeuert habe. Ich war sehr gespannt auf die Kohle, weil ich davon sehr viel Positives gehört habe. Wie immer beim „ersten-Mal“ war ich mir nicht sicher, weil lange es dauert, bis die Kohle betriebsbereit ist. Also habe ich dem Hersteller angemailt, um Informationen von der Kohle zu bekommen. Grillt man vor größeren Gesellschaften, ist der Zeitfaktor immer sehr wichtig, Die Antwort von „Greek Fire“ kam sehr schnell -was mich schon einmal positiv stimmte.
Der erste Eindruck
Die Briketts sind in praktischen 10 kg Kartons verpackt. Erstmals geöffnet liegen die Brikettstangen im sauber verpackt im Karton, geschützt mit Folie. Die etwa 20cm langen Briketts haben einen Durchmesser von 4cm und sind wie ein Rohr von innen hohl. Mein erster Gedanke war: „Die sehen ja aus wie völlig verkohlte Bratwürste…!“ (Fleischer denken so) Ich habe dann die „Premium Grill-Holzkohlenbriketts“ auf das Kohleblech des Grills gelegt. Für einen Grillvorgang benötige ich immer 10kg Holzkohle und als ich die 10kg „Greek Fire“ aufgelegt hatte, dachte ich: „Na, dass sieht aber wenig aus…!“

Das Anzünden
Ich habe wie vom Hersteller empfohlen die Holzkohle mit einer Brennpaste gezündet. Im Anzündkamin mache ich das nie, weil die Menge immer zu groß ist. Die Kohle brauchte etwas länger, bis sie durchgeglüht war. Vielleicht lag es auch an meine Ungeduld ich konnte es kaum abwarten, das Fleisch aufzulegen. Ich habe etwa 45 Minuten warten müssen, bis der Grill belegt werden konnte.
Das Anzünden ging aber völlig rauchfrei ab. Ich war erstaunt! Die Grillstäbe waren nicht verrußt – kein Qualmen!

Die Brenndauer
Die Brenndauer, das konnte ich schon nach den ersten 15 kg Steaks merken, war deutlich stabiler und länger. Das ist kein Vergleich mit herkömmlicher guter Kohle. Auch die Hitze war konstant und sehr gleichbleibend. Ich habe auf dem offenen Grill keine Temperaturanzeige, aber gefühlt war die Hitze etwas höher. Auch in diesem wichtigen Feld hat Greek Fire gegenüber der anderen Kohle deutlich gewonnen.

Foto: Greek Fire in voller Glühpracht

Die Kosten
Normale Briketts kosten bei der „Tanke“ schnell 2,00 Euro und mehr je Kilogramm. Wenn ich nun die Premium Holzbriketts mit allen Vorteilen sehe, bin ich schon deutlich im Preisvorteil. Das Beste kommt aber noch! Ich kann die Kohle nach Grillende mit Wasser ablöschen und diese Kohle beim nächsten Grillvorgang noch einmal gebrauchen! Das ist der Hammer. Habe es selber probiert und einen Eimer Wasser auf die heiße Kohle gekippt: Der Qualm ist kurz da, aber wenige Minuten später kann ich die Briketts mit der Hand einsammeln und noch einmal verwenden!  Unglaublich, aber Wirklichkeit.

Die Umwelt
Greek Fire ist ein reines Naturprodukt (!) ohne chemische Zusatzstoffe (keine Bundemittel o. Brandbeschleuniger). Die Kohle qualmt nicht und ist sehr nachhaltig in der Anwendung! Es entsteht kaum Asche nach dem Grillen! Ich spare mir eine Wegstrecke zum Kunden, um am Folgetag den benutzen Grill abzuholen. Den kann ich durch das Ablöschen mit Wasser gleich am selben Abend mitnehmen. Weiter kann ich die Kohle sehr doziert nachlegen und schone so die Umwelt noch einmal.

Mein Fazit
Ich kann Greek Fire als „Viel Griller“ uneingeschränkt empfehlen! Die Vorteile überwiegen in jeder Hinsicht. Die Lagerfähigkeit ist perfekt. Ich kann die Briketts gut stapeln und im Kühlwagen mitführen, weil sie nicht stauben und keinen Schmutz machen. Der Kraftaufwand ist geringer (für meine Damen). Die Kohle spritzt, qualmt und riecht nicht. Sie hat ein längeres Arbeitsfenster und eine höhere Betriebstemperatur. Ich kann nach dem Grillen die Kohle ablöschen und wiederverwenden. Kohle nachlegen ist sehr einfach und optimal. Und ich glaube, dass es für die Gesundheit auch besser ist, weil der Ruß nicht aufs Grillgut kommt.

Ich ärgere mich ein wenig, dass ich nicht schon viel früher diesen Test für mich gemacht habe. Sicherlich gibt es Grillfans unter uns, die noch etwas anderes, Besseres oder Tolles zum Beheizen der Grillgeräte wissen, aber testet bei Gelegenheit selber einmal „Greek Fire“. Ich glaube, dass uns Empfehlungen immer weiterhelfen.  Wir legen hochwertige Dry Aged Steaks auf und haben sehr kreative Grillideen, dann sollten wir bei den Holzkohlenbriketts auch das Beste nehmen!

Ein besonderer Kochkurs zum Grillvergnügen

31. Mai 2017

Foto: Solche Prachtstücken werden aufgelegt…

Nachdem unser Kochkurs „Länderküche: Italien bittet zu Tisch!“ gestern (30.Mai 2017) sehr gut gelaufen ist, möchte ich vorsorglich schon unseren nächsten Kurs ankündigen. „Sommerliches Grillvergnügen für Grillfans“ heißt unser Thema am 20.Juni 2017 ab 19 Uhr. Wir werden viele Tipps und Tatschläge zum Grillen verraten und natürlich tolle Produkte auflegen. Meine Planungen sind noch nicht ganz abgeschlossen, aber folgendes wird ganz bestimmt dabei sein: Fisch Dry Aged Steaks, das Bunte Bentheimer Schwein, Iberico Fleisch, Lamm, Beilagen, Grillsaucen, Bratwurst (natürlich) und Dessert…um nur einige Gerichte zu nennen.

Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist – wir grillen unter freien Himmel – dennoch grenze ich den Kurs ein, weil für die Teilnehmer einen wundervollen „Wohlfühl-Genuss-Grill-Abend“ haben sollen. Wer also noch Lust hat, kann sich gerne noch anmelden. Es wird alles probiert und die Rezepte dazu gibt es auch mit. Weitere Infos zum Abend gibt es auch unsere Webseite: www.essideen.net/veranstaltungen.

Hast Du Lust für uns zu grillen?

22. Mai 2017

Foto: Wir glühen und grillen sehr viel für Kunden…

Im Sommer stehen für uns immer zahlreichen Grillevent an. Dabei grillen wir für Gesellschaften die unterschiedlichsten Gerichte – ganz so, wie es der Kunde wünscht. Ob das klassische Nackensteak oder die Bratwurst gewünscht wird, oder Lamm, Fisch, Vegetarisches, Geflügel und natürlich Rindersteaks. Das alles verlangt viel Zeit, weil auch noch die vielen anderen Partyservice Aufträge in der Küche anstehen.

Die Personenzahl reicht von 40 bis weit über 200 Gäste je Veranstaltung. Zur Unterstützung der vielfältigen Aufgaben, suchen wir „Grillmeister/in“, die gerne am Grill stehen und Gäste begeistern können. Die Arbeitszeiten werden oft am Wochenende sein. Wir stellen alle Gerichte, Geräte und Hilfsmittel bereit, so dass unser Grill-Team nur noch auflegen muss. Die Kommunikation mit Menschen am Grill ist uns dabei besonders wichtig, denn jeder hat seine Grillerfahrungen, Wünsche oder möchte eine Frage beantwortet haben. Größere Grillveranstaltung werden immer im Team durchgeführt. So kommt man nicht so unter Zeitdruck und kann souverän die Veranstaltung meistern.

Wenn Du also ein echter Grill-Fan bist und an einigen Wochenenden (nicht jeden Samstag), Lust und Zeit hast uns beim Grillen zu unterstützen, dann melde Dich einfach bei uns. (Tel.: 04445-7513) Bei einem Steak können wir alles bequem besprechen. Wir heizen die Kohle schon einmal an.

Impressionen: Genuss unter Segel

15. Mai 2017

Unser Segeltörn von niederländischen Harlingen war eine erfolgreiche Tour. Ich möchte dazu einige Bilder sprechen lassen und mich an dieser Stelle bei einigen Personen bedanken: bei allen Teilnehmern, der Segelcrew um Nico und den Mitarbeitern im “Heimathafen“ die uns unterstützt haben. Die nächste Tour ist schon ausgebucht. Vielleicht klappt es dann in der nächsten Saison! Wir freuen uns schon! (siehe auch Facebook: #genussuntersegel)

Wir stechen mit Hochgenuss in See

11. Mai 2017

Foto: Am Abend im Hafen einer Insel ist es besonders schön.

Unser Segeltörn „Genuss unter Segel“ ist nun an diesem Wochenende in Holland. Wir konnten gleich zwei Touren buchen – weil eine weitere geschlossene Gruppe im Sommer mit uns fährt. Auf dem Infoabend konnten sich nun die Teilnehmer kennen lernen. Das war mir sehr wichtig, weil die meisten sich noch nie gesehen haben. So kann man erste Sympathien abstecken uns sich besser auf das Wochenende einstimmen.

Für uns ist so eine Tour immer ein Höchstmaß an Überlegungen im Vorfeld. Da der Genuss im Vordergrund steht, muss ich erst den Speisenplan schreiben, damit ich darauf die Getränke abstimmen kann. Dazu haben ich einen kleinen Kühlhänger mit einigen flüssigen und wichtigen Überlebensgetränke gepackt. Der Stauraum ist erheblich begrenzt, so dass der Beefer, Rechauds, Kochtöpfe und Suppenstationen nur sehr mühsam untergebracht werden konnten. Auch die Reihenfolge was wohin kommt ist wichtig, weil wir ja mit einem „Fingerfood-Empfangsbuffet“ im Harlinger-Hafen starten.

Obwohl das Schiff und die Küche darin extrem gut ausgestattet ist, muss an vieles gedacht werden. Sous Vide Gerät, Einweghandschuhe, Gewürze, Speiseöl, Handtücher, eigene Messer, Müllbeutel, Feuerzeug, Papierhandtücher, Bindfaden, Kernmessgerät, Kaffeefilter, Kerzen, Frischhaltefolie und Servietten…und viele weitere Sachen, die ich für die Bewirtung der Gäste benötige. Man darf einfach nichts vergessen, weil sonst passieren kann, dass ein Gericht nicht zubereitet werden kann.

Die Lebensmittel stehen noch im Kühlraum. Auch hier muss genau per Checkliste gearbeitet werden, damit auch wirklich alles gut verpackt und in ausreichender Menge dabei ist. Für zwei hochwertige Frühstücke, einen BBQ-Abend, ein Spargel Buffet. Mittagessen und Snacks… Ich stelle mir oft die Frage, welche logistische Meisterleistungen muss eine Crew schaffen, die einige tausende Gäste an Bord haben.
Wir freuen uns sehr auf dieses Event und die vielen netten Teilnehmer. Wir werden alles dafür tun, damit auch unser 2.Segeltörn zu einer erfolgreichen Reise wird.

Das Vogelnest

10. Mai 2017

Foto: In der eigenen Wurstküche hergestellt – die Wurst zum Vogelnest

Als ich heute Morgen frische Mettwurst hergestellt habe, ist mir der Gedanke gekommen dieses hier im Blog mal vorzustellen. Die Mettwurst ist eigentlich eine Kochmettwurst, die nicht geräuchert wird, sondern so frisch verkauft wird. Oft wird sie für Eintöpfe genommen. Wir haben schon vor langer Zeit daraus ein Gericht für unsere Speisekarte gemacht: Das Vogelnest. Dazu nehmen wird der Mettwurst-Ring gebraten und mit gedünsteten Zwiebelringen belegt. Durch die Belegung mit den Zwiebeln, bekommt das Gericht eine Form von einem Vogelnest. Die Wurst hat ein Füllgewicht von 250g – ist also eine sehr reichhaltige Portion. Ich stelle die Wurst vom Fleisch der Schweineschulter her und würze es nur mit Salz, sowie mit schwarzen und weißen Pfeffer. Für den Fleischwolf wähle ich eine 5mm Scheibe, d.h. die Wurst ist verhältnismäßig grob. Das „Vogelnest“ hat sich über Jahre in unserer Karte gehalten – für mich ein Indiz, dass es beliebt ist und unseren Gästen gefällt.
Als Beilage werden meisten Bratkartoffeln oder Pommes Frites gewählt. Ich würde mich freuen, wenn wir bei Gelegenheit Ihnen das Vogelnest servieren dürfen.

Steaks, Bier und sehr viel Leidenschaft

29. April 2017

Foto: Leidenschaft in Personen von links mit Carola Freese, Ludger Freese, Petra Pekeler, Helge Cordes.

Wenn ein Abend unter dem Motto „Bier trifft Steak“ steht, ist schon einmal klar, dass es lustig und geschmackvoll werden wird. Zu dieser „Pilotveranstaltung“ wurde am 27.April 2017 in unserem Restaurant eingeladen. Die Idee dazu kam von Petra Pekeler, die in Vechta geführte Kneipentouren organisiert und dabei unterhaltsame Bier- und Wirtshausgeschichten vorträgt. Der Abend wurde von einer sehr kompetenten Person begleitet: Biersommelier Helge Cordes ging mit allen Gästen auf große Entdeckungsreise in die wunderbare Welt der Biere.

Der Abend war sehr schnell ausgebucht (eine 2. Auflage ist geplant). Kein Wunder, denn das Angebot war eine traumhafte Kombination aus Bier-Steaks-Infos-Kochkurs-Geschichten-Verköstigung und Unterhaltung. Dieses Angebot nutzten 15 Gäste. Zum Empfang gab es ein echt natürliches Kirschbier, leicht süßlich, fruchtig und mit einer herrlichen Farbe. (Lindemans Kriek)

Foto: Das Karree vom Iberico-Schwein auf dem Grill

Als ersten Gang haben wir dann ein Karree vom Iberico-Schwein gegrillt und mit Ahornsirup am Ende abgeschmeckt. Dazu wurde von „Arcosbräu das Mooser Liestl Helles“ vorgestellt und serviert.

Zum zweiten Gericht wurden alle Teilnehmer in die Küche gebeten, wo wir ein marinierter Lammlachs zubereitet haben. Zu dem sehr kräftigen Fleisch, hat uns Helge einen „Matrosenschluck“ von der Ratsherrn Brauerei präsentiert.

Foto: Das gefüllte Flank Steak im Anschnitt

Die Gäste kamen schon sehr intensiv ins Gespräch und philosophierten über Bier, Essen und Genuss. Petra Pekeler erzählte zwischen den Gängen immer wieder sehr schöne und humorvolle Geschichten rund ums Bier. Aus diese Art von Unterhaltung wurde der Abend wirklich einzigartig. Zum dritten Gang wurde in der Küche ein „gefülltes Flank Steak“ hergerichtet. Das Steak wurde mit Chili, Cherry-Tomaten und Feta-Käse gefüllt und anschließend auf der Terrasse gerillt. Zur Beilage hatten wir einen vegetarischer Gemüse-Kartoffelauflauf vorbereitet. Als Bier gab es zu diesem Gericht von der „Riegel Bier Manufaktur“ ein „Simco 3“- ein Bier, dass mit den Geschmacksorganen nur so spielt. (vielschichte Fruchtaromen, saftig-vollmundiges Bukett, Malzsüße, lebendiges Mundgefühl, Aprikosen, Mango – das sind die Schlagwörter zu diesem Bier).

Als viertes Gericht wurde ein Kotelett vom „Bunten Bentheimer Schwein“ zubereitet, dass nur mit Meersalz gewürzt wird. Hier haben wir eine andere Garmethode gewählt, die das Fleisch zunächst im Ofen und später in der Pfanne garen lies. (Kreuzmuster auf dem Fleisch – Kerntemperatur: 56°C). Der Biersommelier hat uns dazu ein „TAP 7 – Mein Original“ von „Schneider Weisse“ geöffnet, vorgestellt und zur Verköstigung eingeschenkt.

Nach dem tollen Schweinefleisch wurde das Rind präsentiert: Zunächst haben wir Rumpsteaks mit der Garmethode im Suppenteller gezeigt und in der Küche verköstigt. Weiter wurden hausgemischte Gewürze hergestellt und verschiedene Salze zum Steak erklärt, bevor es das 550g Entrecote aus dem Beefer gab. Das Steak ist mir leider nicht so gelungen, wie ich es erwartet habe. Der Garpunkt wurde leicht überschritten, was mich sehr geärgert hat (hatte zu viel Feuchtigkeit im Ofen!). Helge und Petra haben uns zu diesem Gericht ein 10%-iges Bier serviert: „Quadrupel“ von den „La Trappe Bierspezialitäten“. Ein sehr starkes Bier, würziger Charakter, gewürzbetont das für ein tiefgründiges Aromen Spiel sorgt. Hammer gut!
Es wurde von uns noch ein hausgemachtes „Pastrami“ vorgestellt, bevor es zum Digestif-Bier kam. Von der „Riegel Bier Manufaktur“ wurde ein Bier vorgestellt, dass eine rauchige, würzmalzige Grundnote hat. Als Aromen werden Bitterschokolade und eine Kaffeenote genannt, dass zu einem cremigen Mundgefühl in seiner Gesamtnote zeigt.

Alle Teilnehmer wurden am Ende eingeladen, den Abend für uns auf einem Fragebogen zu bewerten. So können wir vom ersten Event lernen, um für die Zukunft besser zu werden. Das Ergebnis war sehr schön für uns und belohnte uns für die Arbeit. Herzlich bedanken möchte ich mich bei allen Teilnehmern, bei Petra Pekeler für die Organisation und die Wirtshausgeschichten, bei Helge Cordes für die Auswahl der Bier und die fachlich einmaligen Vorträge und bei meiner Frau Carola für die Unterstützung in der Küche und in der Vorbereitung.

Der Spargel gibt den Ton an

21. April 2017

Foto: Wir zeigen Ihnen, wie man tolle Spargelgerichte zaubern kann

Spargel-Fans haben jetzt Hochkonjunktur. Ob im Restaurant oder in den eigenen vier Wänden, bietet das Edelgemüse Genuss pur. Dabei gibt der Spargel den Ton an und alle Beilagen richten sich am Gemüse aus.
Am 04.Mai 2017 möchten wir Sie zu einem besonderen Spargel-Event einladen. Ab 19:00 Uhr gibt der Spargel bei uns in der Küche den Ton an und Sie können „Live“ dabei sein. Wir zeigen sehr raffinierte Gerichte, Garmethoden und hochwertige Beilagen, damit ihr Spargelessen zu etwas ganz Besonderem wird. Für den Kochkurs haben wir nur noch wenige Plätze frei. Es bietet sich auch an, dass Sie einer kleinen Gruppe mit Arbeitskollegen, Freunde oder Vereinsmitglieder diesen Abend genießen möchten. Sie werden einen sehr unterhaltsamen Abend erleben, mit viel Humor und noch mehr Leckereien. Weitere Infos zum Kochkurs finden Sie auf unserer Internetseite.

Jeden Sonntag eine Hochzeitssuppe

15. April 2017

Foto: Die Sonntagssuppe hat einen gute Einlage

Unsere Rindfleischsuppe (Hochzeitssuppe) ist sehr beliebt und wird von vielen Kunden geschätzt. Jeden Samstag kochen wir in einem großen Kessel diese Suppe – die wir auch als „Sonntagssuppe“ betitelt haben. Sonntagssuppe deshalb, weil man am Sonntag gerne ausschläft, spät frühstückt und dann als Mittagessen eigentlich nur eine Suppe benötigt (…oder man war am Vortag feiern und die Suppe baut wieder auf).

Das eine Suppe – egal welche Menge gekocht wird – viele Arbeitsschritte und einen hohen Zeitaufwand hat, möchte ich in einer kleinen Bilderdokumentation zeigen. Am Samstag haben wir etwa 70 l Suppe gekocht. Dafür wurden am Vortag kleine Zwieback-Klößchen per Hand gedreht. Etwa 5 kg von je max. 2g Gewicht müssen gedreht werden (Bild 3). Ganz ehrlich – für meine grobmotorisch-veranlagten Hände ist das nichts – die Klöße stehen meistens pünktlich im Kühlraum. Danke an die Klößchen-Engel. Für den Eierstich wurden 90 Eier getrennt und mit den entsprechenden Gewürzen im Dampfer bei exakt 80°C gegart (Bild 4)

Am Morgen wird dann die Grundbrühe mit Rinderknochen und ca. 5kg magerem Rindfleisch angesetzt. Die Brühe darf nur ziehen, damit die Brühe nicht trüb wird (Bild 1). Wenn das Fleisch gar ist, kommen 15 kg Blumenkohl, 5kg Möhren und Nudeln zu der Suppe (Bild 2). Etwas Frühlingszwiebeln und Sellerie runden den Geschmack ab.

Dann wird das Rindfleisch vom Fett befreit und sehr fein gewürfelt (Bild 5). Diese Würfel werden der Suppe zum Schluss zugeben. Abgeschmeckt wird die Suppe mit hausinternen Gewürzen, bevor sie dann in den Gefäßen der Kunden (oder in unsere Einwegtöpfe) gefüllt wird (Bild 6). Bei jeder Abholung sagen wir den Kunden, dass sie die noch heiße Suppe ohne Deckel auskühlen lassen sollen (Kühlschrank). Bei großen Gefäßen sollte man eine Suppenkelle in den Topf stellen, damit die Hitze wie an einer Antenne aus dem Inneren geleitet werden kann. Auf keinen Fall solle man in der Abkühlphase die Suppe umrühren, weil man so Sauerstoff in die Suppe rührt und sie dadurch kippt (sauer wird).

Fotos: Bild 1 – Grundbrühe ansetzen Bild 2: Der Blumenkohl kommt in die Suppe

Fotos: Bild 3 – die zahlreichen Zwieback-Klöße werden per Hand gedreht. Bild 4 – der Eierstich muss genau bei 8o°C garen

Fotos: Bild 5 – Rindfleisch wird fein gewürfelt Bild 6: Die suppe wird zur Abholung abgefüllt

Ein Onsen-Ei zum Osterfest

10. April 2017

Foto: Das Onsen-Ei  serviert mit: Schnittlauch, Pfeffer, Chili und auf  auf Rucola Salat.

Bei unserem letzten Kochabend war das Thema „Temperaturen“ in der Küche ein wichtiges Thema. Wenn ein Steak genau auf den Punkt gegart werden soll, ist die Kerntemperatur die entscheidende Geling-Garantie. Wie wichtig die genaue Temperatur ist, habe ich dann mit der Zubereitung von einem „Onsen-Ei“ gezeigt. Es soll Sternerestaurants geben, wo ein „Onsen-Ei“ bis zu 35.- € kostet… Jeder, wie er es mag. Zum Osterfest möchte ich Ihnen das besondere Ei einmal vorstellen.
Die Zubereitung kommt aus Japan, wo die Eier in heißen Quellen gegart werden – in sogenannte Onsen. Anders als üblich gekochte Eier garen sie dabei in der Regel rund eine Stunde bei Temperaturen zwischen 60 und weniger als 70 °C, wodurch sowohl Eiklar wie Dotter nur leicht gerinnen und eine gleichmäßig wachsweiche Konsistenz erhalten. Bei 70 °C würde das Eiklar stocken, was nicht gewünscht wird. Ich gare die Eier nun bei 64,5 bis 65,0 Grad im „Sous Vide Gar Gerät“. So kann ich ganz sicher sein, dass ich nicht über die 70°C komme. Für den Garprozess lege ich die Eier bei Zimmertemperatur für 60 Minuten ins Wasserbad.

Nach einer Stunde trenne ich vorsichtig die Schale vom Onsen-Ei. Zu Würzung kann ich dann etwas Meersalz und groben Pfeffer nehmen. Abwandlungen sind immer möglich, z.B. mit Chili, Schnittlauch, Kräuter oder Trüffel verfeinern. Auch auf einem Rucola Salat oder Kartoffelpüree wird die Spezialität eine echte Freude bereiten. Vorstellen kann ich mir das Gericht auch gut zum Lachs und Spargel…

Foto: Das Onsen Ei kurz frittiert…

Eine weitere Möglichkeit ist es, dass fertige Ei vorsichtig pelle und vom weichen Eiweiß befreie. Das wachsweiche Onsen Ei vorsichtig in Mehl wenden, dann mit verquirlten, gut gewürztem Ei überziehen und mit Semmelbröseln panieren. Anschließend goldbraun frittieren. Mit der Beilage zum Ei kann man herrlich variieren und probieren. Vielleicht steht Ostern zum Frühstück ein Onsen-Ei auf Ihrem Frühstückstisch…aber bitte planen Sie mind. eine Stunde für die Zubereitung mit ein.