Damit Grillen noch mehr Freude macht

„Ihr könnt unmöglich alle Steaks ganz essen! Darum werden die Steaks angeschnitten!“, so habe ich in meiner Begrüßung die Gäste auf das zu Erwartende eingestimmt. Unter dem Motto „Sommerliches Grillvergnügen“ wurde der Grillkurs angeboten. Dazu haben wir einen schönen lauen Sommerabend ausgewählt und in unseren Garten zum „Seminarraum“ ausgebaut. Für den Abend hatte ich drei Grillgeräte aufgebaut: Holzkohlengrill von Schickling, Gasgrill von Napoleon und den Beefer. Zur Einstimmung wurde zunächst viel über Kerntemperaturen gesprochen. Nur mit einer optimalen Temperatur gelingt das Steak.

Zum Einstieg hatte ich einen Grillspieß mit einem Karree vom Iberico-Schwein fertiggemacht. Das Karree wurde mit vielen Kräutern seitlich gespickt und am Ende mit einem Bio-Ahornsirup glasiert. Endtemperatur im Kern: 55°C. Der Appetit war bei allen noch sehr groß.  Nebenher wurden auf Holzkohle die marinierten Lammlachse gegrillt. Hier wurde der Garpunkt von den Teilnehmern „ertastet“…leicht rosa im Kern…butterzart…ein Traum!
Im dritten Gang wurde das „3eydscht Kotelett vom bunten Bentheimer Schwein“ gegrillt. Die Firma „Kalieber“ hat uns wundervolles Fleisch gebracht…so wie es sein soll. Das Schweinefleisch wurde kurz scharf angegrillt, um es dann indirekt auf Kern von 56°C gegart wurde. Würzung: nur Salz! Mit Salz vom Murray-River. Die Kombination ist ein Genuss! Beilage: Mini-Bacon-Pellkartoffeln vom Grill.

Dann wurde Rindfleisch erklärt. Ich hatte zwei ganze Roastbeef, die sehr lange dry aged gereift wurden. Die Cuts wurden ausführlich erklärt. Dann kamen die 850g Stücke auf den Grill… Beim Kern von 55°C wurden sie zur Ruhephase abgelegt, damit sie sich der Fleischsaft setzen kann. Gewürzt wurde mit unserer hausgemischten Steakwürzung. (Meersalz und Co.) Meine Frau ging immer wieder zu den Gästen um nachzulegen. Als Beilagen wurde gegrilltes Gemüse serviert.

Anschließend wurden drei Flank Steaks in Kontakt mit dem heißen Grillrost gebracht. Punktgenau gegrillt und zur Ruhephase beiseitegestellt. In der Zwischenzeit wurden Auberginen, rote Zwiebeln und Fränkisches Roggenbrot gegrillt. Alles zusammen wurde auf einem Portionsteller mit einer raffinierten Soße serviert. Das war geschmacklich mein persönlicher Renner. Hammer. Gerne kann ich das Rezept dazu in einem weiteren Beitrag offenlegen.

Der Beefer glühte schon einige Zeit bei +800°C und das Entrecôte wartete geduldig auf seinen Einsatz. Wow. Hier haben wir mit den Teilnehmern die Kerntemperatur besprochen und jedes Steak anders ziehen lassen…55…56…57…58 Grad. Die Portionen vielen schon deutlich kleiner aus, weil der „große Hunger“ der Gäste schon leicht gestillt war.

Fisch durfte auf dem Grillabend nicht fehlen: Dazu haben wir norwegischen Lachs mit Olivenöl und Zitrone leicht mariniert. Gewürzt wurde nach der berühmten „Ruhephase“ mit einer eigenen Meersalzmischung.

Zur Krönung wurde das Dessert gegrillt. Frische Annans mit Strunk wurde leicht angeröstet und mit Basilikum-Mascarpone serviert. Weiter gab es gegrillte Melone, die mit Rohrzucker und Rosmarin belegt wurde. Auch diese Kombination war sehr erfrischend und gut!

Wie immer bei unseren Kochkursen gab es viele fachliche Gespräche, Tipps, Ratschläge und Rezepte. Ich hatte das Gefühl, dass die Teilnehmer sehr zufrieden waren und keiner hungrig nach Hause gehen musste. Bedanken möchte ich mich bei allen Teilnehmern…war wunderschön mit Euch!

Der nächste Kochkurs ist nach der Sommerpause am 19.September 2017 mit dem Thema: „Wir holen die spanisce Landküche zu uns!“ Herzlich willkommen.

Alle Bilder kommen von Sascha Steinke – Dankeschön!

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