Innovative Verpackungsideen gesucht

Foto: Ein großer Teil der täglichen Gerichte werden verpackt für außer Haus.

Wenn jemand keine Plastiktüte im Textilgeschäft „Schröer – Fashion for Kids Teens“ nimmt, bekommt an der Kasse 10 Cent ausgezahlt. Eine Hammer-Idee vom Firmenchef Antonius Schröer in Vechta (siehe Video). Jetzt mögen einige Kritiker denken: „Okay, ich bekomme nur 10 Cent! Das macht mich auch nicht reich…!“ Es geht hier nicht um die Barauszahlung der Summe, sondern darum, dass ein Unternehmen seine Einsparungen bei den Verpackungskosten an seinen Kunden weitergibt. Der Kunde wird an der Kasse für aktiven Umweltschutz belohnt! Sonst zahlt man an der Kasse eine Tüte (bis zu 30 Cent und mehr) – hier bekommt man Geld, wenn man keine Tüte nimmt. Großes Kompliment! Es besteht an der Kasse die Möglichkeit, diese 10 Cent für eine Schule in Kenia zu spenden. Diese Spendenaktion läuft von der Firma Interfleur, der schon einige Schulen in Kenia errichtet hat!

Ich bin schon gehe schon sehr lange mit der Idee „schwanger“, auch bei uns im Betrieb auf Plastiktüten zu verzichten. Nun verkaufe ich jedoch Produkte, die nicht unbedingt mit Papier ein inniges Verhältnis haben. Viele Gerichte aus dem Restaurant werden außer Haus verkauft. Es kommen Hitze, Feuchtigkeit, frittierte Kartoffelprodukte, Flüssigkeit und Gewichte zusammen in eine Tüte. Wenn hier etwas ausläuft wird das Papier feucht und die Lebensmittel liegen im Auto auf der Rückbank…

Ich weiß aber, dass es viele Fleischer/Metzger und Restaurants gibt, die hier eine Lösung gefunden haben, damit die Ware gut und sicher nach Hause kommt und auf Plastik verzichten. Welchen Weg der Verpackung geht ihr, damit es heiß bleibt? Welche positiven Beispiele und Erfahrungen haben Leser/innen gemacht? Ich würde mich sehr freuen, wenn hier im Kommentarbereich oder per Mail mir Ideen vorgestellt werden, wie es anderswo perfekt funktioniert.

Eine weitere Idee ist mir beim Schreiben dieser Zeilen gekommen. Man könnte Kunden auch damit belohnen, wenn Sie ihre Taschen, Beutel oder Körbe von zu Hause mitbringen, und wir legen die in Pergamentpapier gewickelten Sachen dort hinein. Das entsprechend kommuniziert und belohnt, könnte auch ein Weg sein, um auf Plastiktüten zu verzichten.

Das Umfüllen von Lebensmittel in Gefäßen von Kunden ist aus hygienischen Gründen leider nicht erlaubt, d.h. man könnte nicht mit 5 Töpfen ankommen und sagen: „Da bitte die Schnitzel rein, in dem Stieltopf die Soßen und in den kleinen Topf ohne Deckel die Pommes…!“ Das würde auch von der Logistik hier nicht funktionieren.

Ich freue mich auf viele Anregungen, Vorschläge und Tipps, wie man auf Plastik in unserem Bereich verzichten könnte.

4 Reaktionen zu “Innovative Verpackungsideen gesucht”

  1. Hans-Dieter Haake

    Moin Ludger, einfach mal die drei Mittagessen zum mitnehmen übereinander gestapelt dem Kunden in die Hand drücken. Mal gucken was passiert. Aber was mir schon mal aufgefallen ist, das ihr eure Fleischwaren immer zusätzlich mit Alufolie/Papier einwickelt. Das Schnitzel und die Frikadelle schmeckt zuhause auch mit 40-50 Grad. Das gibt es Kollegen von dir, die packen das in gewachste Papiertüten. Und die Dönerfraktion arbeitet viel mit Pappe. Gruß HDH aus V

  2. Marko

    Wir haben für unseren Burgerladen das Konzept von dean&david kopiert. Wir haben 2 Größen an mehrwegbehältnissen (für Burger und für Menüs). Die kann der Kunde für 3€ oder 5€ leihen. (viele behalten sie auch da sie recht schick sind) Kommt der Kunde wieder und bringt den Behälter mit, bekommt er einen neuen mit seinen gekauften Speisen, den zurückgebrachten reinigen wir normal.

    siehe:
    https://lukullischereise.files.wordpress.com/2016/11/deananddavid_09.jpg?w=723

    An die Mehrwegquote von dean&david kommen wir zwar nicht heran, aber immerhin sind es inzwischen rund 10-15% die die Möglichkeit nutzen.

  3. kathrin

    Hallo Ludger,

    mir kam gerade die folgende Idee. Was wäre denn, wenn du Mehrweg Boxen verkaufst, die Kunden dann jedes mal mitbringen können. also zum Beispiel Edelstahlbehälter mit Deckel in die Fleich, wurst usw. reingelegt werden können. Diese kaufen sie ienmalig und können dafür dann bei jedem kauf etwas sparen oder bekommen von dir das genannte Geld wieder.
    Die Boxen könntest du auch mit Werbung versehen und kannst dir dadurch auch sicher sein, dass es ein geeignetes transportgefäß ist.

    Vielleicht lässt sich aus der Idee ja etwas machen :)

  4. Monika Meurer

    Du machst doch auch viel mit Gläsern, oder? Wenn Du Grünkohl verschickst. Du könntest die Sachen in große Gläser mit Deckel füllen und für die Gläser Pfand verlangen, was man zurück bekommt, wenn man die Gläser wieder bringt. Dann wären wir fast bei der “Flasche Pommes” :-)

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